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Die religiöse Beschneidung. Zur aktuellen Diskussion jüdischer und muslimischer Praxis

Title: Die religiöse Beschneidung. Zur aktuellen Diskussion jüdischer und muslimischer Praxis

Elaboration , 2015 , 7 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: BA Ev. Religionspädagogik Mandy Planitzer (Author)

Theology - Comparative Religion Studies
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Der vorliegende Text gibt einen kurzen Überblick zum Thema Beschneidung mit Verweis auf aktuelle Auseinandersetzungen im Jahr 2015 und entwirft anschließend ein Gedankenexperiment zur Vereinbarkeit von jüdischer und muslimischer Beschneidungspraxis.

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Inhaltsverzeichnis

1. Ursprung

1.1 Beschneidung in der Thora bzw. Bibel

1.2 Beschneidung als religiöse Pflicht im Koran

2. „Aktuelle“ Diskussion

2.1 Gerichtliche Fälle

2.2 Kritische Auseinandersetzung

2.3 Die Sozialadäquanz im Recht

3. Jüdische und Muslimische Praxis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die religiös motivierte Beschneidung männlicher Kinder und analysiert dabei das Spannungsfeld zwischen der Ausübung der Religionsfreiheit und dem Schutz der körperlichen Unversehrtheit im Rahmen der Kinderrechte.

  • Religiöse Ursprünge der Beschneidung im Judentum und Islam
  • Rechtliche und ethische Debatten in Deutschland
  • Gerichtliche Präzedenzfälle und ihre gesellschaftliche Wirkung
  • Konzept der Sozialadäquanz im Strafrecht
  • Praktische Umsetzung und interreligiöser Dialog anhand eines Fallbeispiels

Auszug aus dem Buch

3. Jüdische und Muslimische Praxis – ein Gedankenexperiment

Eva und Can sind seit ein paar Jahren ein Paar. Eva ist Jüdin und Can ist Moslem. Im letzten Jahr haben sie geheiratet. Nun erwarten sie einen Sohn und machen sich Gedanken über dessen Beschneidung. Dass er beschnitten werden soll, ist für beide sehr wichtig. Die Beschneidung ist identitätsstiftendes religiöses Merkmal.

Eva ist für eine Beschneidung als Zeichen des Bundes mit Gott. Can meint oft, er möchte die Beschneidung zum Wohle des Jungen, weil er seine religiöse Heimat finden soll. Sie sind wie viele ihrer Freunde und auch Familienangehörigen nicht streng gläubig. In beiden Familien ist die Beschneidung seit jeher eine Tradition, die man selbstverständlich weiterführt. In der rituellen Umsetzung gibt es jedoch Unterschiede.

Cans eigene Beschneidung hatte er mit sieben Jahren. Es ist üblich die Beschneidung zwischen dem siebten und zehnten Lebensjahr durchzuführen. Nach einem Hadith ist jedoch auch der siebte Tag nach der Geburt wünschenswert. Erst letztes Jahr hatte Can mit seinen Cousins diskutiert, welcher Zeitpunkt der Beste sei. Für das Säuglingsalter könnte sprechen, dass der Eingriff so früh möglicherweise schmerzfreier und weniger belastend sein könnte. Nötig ist er jedoch erst vor der Pubertät, da in dieser Lebensphase die religiöse Pflicht beginnt und diese beinhaltet die rituelle Reinigung und somit auch die Beschneidung. Das Kind hätte dann auch mehr Anteil an der Feierlichkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ursprung: Dieses Kapitel erläutert die religiösen Wurzeln der Beschneidung und referenziert dabei sowohl auf die Thora bzw. die Bibel als auch auf den Koran.

2. „Aktuelle“ Diskussion: Hier wird die Kontroverse um die Beschneidung beleuchtet, wobei rechtliche Auseinandersetzungen, ethische Kritik und der Begriff der Sozialadäquanz thematisiert werden.

3. Jüdische und Muslimische Praxis: Anhand eines fiktiven Fallbeispiels wird illustriert, wie jüdische und muslimische Traditionen in einer Partnerschaft aufeinandertreffen und wie ein gemeinsamer Konsens gefunden werden kann.

Schlüsselwörter

Beschneidung, Judentum, Islam, Religionsfreiheit, Kinderrechte, Körperliche Unversehrtheit, Abraham, Sozialadäquanz, Rechtsprechung, Knabenbeschneidung, Identität, Tradition, Glaubenspraxis, Religionsgesetz, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der religiös motivierten Beschneidung von Jungen und dem damit verbundenen Konflikt zwischen religiöser Tradition und gesetzlichen Kinderrechten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit deckt die religiösen Ursprünge bei Abraham, die juristischen Debatten um körperliche Integrität und die gelebte Praxis in den Religionsgemeinschaften ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das komplexe Spannungsfeld zwischen der Ausübung der Religion und dem staatlichen Schutzauftrag für Kinder zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die durch Literaturanalysen und ein interreligiöses Gedankenexperiment ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der religiösen Grundlagen, die kritische Diskussion der aktuellen Rechtslage sowie ein Praxisbeispiel zur interreligiösen Einigung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Beschneidung, Religionsfreiheit, körperliche Unversehrtheit und Sozialadäquanz.

Warum wird im Dokument auf das Landgericht Köln Bezug genommen?

Das Landgericht Köln spielte eine zentrale Rolle, da es entschied, die Beschneidung als irreversible Beeinträchtigung der körperlichen Unversehrtheit zu werten, was die öffentliche Diskussion maßgeblich prägte.

Welche Rolle spielt das Abraham-Motiv?

Abraham dient in beiden Religionen als gemeinsamer Ursprung und Vorbild, auf den sich die Beschneidung als Identitätsmerkmal und Zeichen des Bundes mit Gott beruft.

Wie gehen die Protagonisten des Gedankenexperiments mit dem Konflikt um?

Das Paar Eva und Can entscheidet sich durch einen Dialog für eine Kompromisslösung, die Elemente beider Traditionen (Säuglingsalter, ritueller Charakter, ärztliche Durchführung) vereint.

Welche Bedeutung hat der Begriff der Sozialadäquanz in diesem Kontext?

Der Begriff dient der juristischen Argumentation, dass bestimmte, historisch und kulturell tief verwurzelte Handlungen trotz ihrer formalen Qualifikation als Körperverletzung in der Gesellschaft als zulässig und nicht strafwürdig gelten.

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Details

Title
Die religiöse Beschneidung. Zur aktuellen Diskussion jüdischer und muslimischer Praxis
College
Protestant University of Applied Sciences Berlin
Grade
1,0
Author
BA Ev. Religionspädagogik Mandy Planitzer (Author)
Publication Year
2015
Pages
7
Catalog Number
V323011
ISBN (eBook)
9783668229105
ISBN (Book)
9783668229112
Language
German
Tags
beschneidung diskussion praxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BA Ev. Religionspädagogik Mandy Planitzer (Author), 2015, Die religiöse Beschneidung. Zur aktuellen Diskussion jüdischer und muslimischer Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323011
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