Im Rahmen dieser wissenschaftlichen Arbeit soll erläutert werden, welchen Problemen mittelständische Familienunternehmen in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung gegenüberstehen. Der Fokus wird hierbei auf ihre eingeschränkte Kapitalsituation und die Möglichkeit des Leasings als Fremdfinanzierung gelegt.
Bei vielen deutschen Marktführern verschiedenster Marktsegmente handelt es sich um Familienunternehmen. Häufig zeichnen diese sich durch ihre führende Marktposition, betriebliche Größe und deutschlandweite Bekanntheit aus. Bis dieses Stadium eines Marktführers jedoch erreicht ist, muss ein langer wirtschaftlicher Prozess durchlaufen werden.
Leasing ist als Finanzierungsmöglichkeit von elementarer Bedeutung für die Liquidität und Rentabilität von Familienunternehmen. Besonders Familienunternehmen mittelständischer Größe verfügen häufig nur über eingeschränktes materielles sowie monetäres Kapital und sind auf Leasing als Möglichkeit der Fremdfinanzierung angewiesen. Ziel dieser Arbeit soll es sein, Leasing als Finanzierungsmöglichkeit näher zu betrachten und zu erörtern, welchen Nutzwert es für Familienunternehmen mit sich bringt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in die Thematik
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen von Finanzierungsmöglichkeiten: definitorische Abgrenzung relevanter Begriffe
2.1 Der Begriff des Familienunternehmens
2.2 Finanzierung
2.2.1 Differenzierung von Finanzierungsmöglichkeiten
2.2.2 Innen- und Außenfinanzierung
2.2.3 Leasing als Sonderform der Finanzierung
3 Praktizierte Leasingmodelle
3.1 Finanzierungsleasing
3.2 Operating Leasing
3.3 Voll- und Teilamortisation
3.4 Rückgabe des Leasinggutes
4 Unternehmensrelevante Auswirkungen von Leasing
4.1 Auswirkungen auf die Liquidität des Unternehmens
4.2 Steuerrechtliche Behandlung des Leasings
4.3 Chancen
4.4 Risikopotenzial des Leasing
4.5 Flexibilitätskriterium
4.6 Risikoverteilung
5 Abschließende Gesamtbetrachtung und Handlungsempfehlung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Nutzwert von Leasing als Finanzierungsalternative für mittelständische Familienunternehmen, wobei insbesondere die Chancen und Risiken dieser Methode im Hinblick auf die unternehmerische Liquidität und Flexibilität analysiert werden.
- Grundlagen der Finanzierung und Definition des Familienunternehmens
- Systematik und Abgrenzung verschiedener Leasingmodelle
- Unternehmensrelevante Auswirkungen auf Liquidität und Bilanzierung
- Analyse der Chancen und Risiken des Leasings
- Gestaltung der Risikoverteilung und vertraglicher Rahmenbedingungen
Auszug aus dem Buch
3.2 Operating Leasing
Bei dieser Form des Leasings ist die Mietdauer unbefristet. Die Dauer kann kurzfristiger, aber auch langer Natur sein. Von Seiten des Leasinggebers, aber auch von Seiten des Leasingnehmers, kann der Mietvertrag jederzeit aufgelöst werden. Nach Beendigung des Vertrages wird lediglich das Leasinggut an den Leasinggeber zurückgegeben.16
Meist beinhalten Operating Leasing Verträge Leasinggüter, die kurzfristig und für kurze Dauer benötigt werden, wie zum Beispiel Fahrzeuge.
Anders als bei dem Finanzierungsleasing trägt der Leasinggeber die Verantwortung und somit auch das Risiko für anfallende Wartung und Versicherung des Leasinggutes. Bei dieser Form des Leasings wird nicht darauf abgezielt, die Anschaffungskosten des Leasinggutes durch die zu entrichtenden Raten zu decken, da in der Regel die Mietzeit von kurzer Dauer ist und so eine weitere Vermietung gewährleistet wird.17
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung in die Thematik: Dieses Kapitel führt in die wirtschaftliche Bedeutung von Familienunternehmen ein und erläutert die Relevanz von Leasing als ergänzende Fremdfinanzierungsmöglichkeit.
2 Theoretische Grundlagen von Finanzierungsmöglichkeiten: definitorische Abgrenzung relevanter Begriffe: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten geklärt, insbesondere die Definition des Familienunternehmens und die Abgrenzung von Innen- und Außenfinanzierung.
3 Praktizierte Leasingmodelle: Das Kapitel differenziert zwischen den Leasinghauptmodellen Finanzierungs- und Operating-Leasing sowie den verschiedenen Amortisationsformen.
4 Unternehmensrelevante Auswirkungen von Leasing: Dieser Teil beleuchtet die finanziellen, steuerlichen und flexibilitätsbezogenen Vor- und Nachteile von Leasing für Unternehmen.
5 Abschließende Gesamtbetrachtung und Handlungsempfehlung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt eine Empfehlung für die praktische Entscheidungsvorbereitung bei Leasingvorhaben.
Schlüsselwörter
Leasing, Familienunternehmen, Finanzierung, Finanzierungsleasing, Operating Leasing, Außenfinanzierung, Liquidität, Amortisation, Risikoverteilung, Investitionskosten, Fremdfinanzierung, Wirtschaftsrecht, Mittelstand, Kapitalbeschaffung, Leasingrate.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die Finanzierungsmöglichkeiten für mittelständische Familienunternehmen, mit einem expliziten Fokus auf Leasing als Instrument der Fremdfinanzierung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Finanzierung, die Unterscheidung zwischen verschiedenen Leasingmodellen (Finanzierungs- und Operating Leasing) sowie die Analyse der Chancen und Risiken.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, den Nutzwert von Leasing für Familienunternehmen zu erörtern und aufzuzeigen, ob und inwieweit diese Finanzierungsart zur Erhaltung der Wirtschaftlichkeit beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte wissenschaftliche Arbeit, die bestehende betriebswirtschaftliche Definitionen, Literaturquellen und rechtliche Rahmenbedingungen kritisch analysiert und gegenüberstellt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung theoretischer Begriffe, die detaillierte Beschreibung der Leasingmodelle sowie eine fundierte Analyse der unternehmensrelevanten Auswirkungen, wie Liquiditätseffekte und steuerliche Aspekte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Leasing, Familienunternehmen, Fremdfinanzierung, Liquiditätssicherung und Risikomanagement charakterisieren.
Worin besteht der wesentliche Unterschied zwischen Finanzierungs- und Operating Leasing?
Der Hauptunterschied liegt in der Fristigkeit und Kündbarkeit: Während Finanzierungsleasing meist mittel- bis langfristig und unkündbar ist, ist Operating Leasing kurzfristiger angelegt und jederzeit kündbar.
Wie wirkt sich Leasing auf die Liquidität eines Familienunternehmens aus?
Leasing schont die Liquidität, da das Unternehmen nicht mit den hohen Anschaffungskosten für Investitionsgüter auf einmal belastet wird, sondern diese über monatliche Raten verteilt begleichen kann.
Welche Rolle spielt die Risikoverteilung bei Leasingverträgen?
Bei Störungen, wie etwa Lieferproblemen, werden die Risiken üblicherweise auf den Leasingnehmer übertragen, wobei der Leasinggeber seine Ansprüche aus dem Kaufvertrag an den Leasingnehmer abtritt.
- Arbeit zitieren
- Sven Hoburg (Autor:in), 2015, Leasing als Finanzierungsmöglichkeit für mittelständische Familienunternehmen. Chancen und Risiken verschiedener Leasingmodelle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323044