Das Buch richtet sich ausschließlich an Technische Redakteure im Maschinen- und Anlagenbau und bezieht sich auf das Thema Einbindung von Dokumentationen der Unterlieferanten in die eigene Gesamtdokumentation unter Berücksichtigung von rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekten. Es geht um dokumentationsrelevante Zukaufteile wie beispielsweise Getriebe oder Motoren.
In dem Buch wird unter anderem die EG-Maschinenrichtlinie angesprochen, die in Deutschland durch das Produktsicherheitsgesetz in nationales Recht umgesetzt worden ist. Die Hinweise in dem Buch hinsichtlich dieses Gesetzes gelten natürlich nur für Maschinen, die innerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) sowie der Schweiz und der Türkei in Verkehr gebracht wurden.
Inhaltsverzeichnis
1. Zielgruppe und Thema
2. Juristische Situation
2.1 Gesetzliche Situation
2.2 Schwerpunkte der MRL
2.3 MRL für Zulieferer
3. Regelwerke
3.1 DIN Fachbericht 146
3.2 Weitere Regelwerke
4. Anforderungen an die Lieferantendokumentation
4.1 Formale Anforderungen
4.2 Inhaltliche Anforderungen
4.3 Eingangskontrolle der Dokumentation
4.4 neutrale Schiedsstelle
4.5 Beurteilung der Lieferanten
5. Möglichkeiten der Ablaufoptimierung
5.1 Problematische Realität
5.2 Papierform und PDF
5.3 Übersetzung
6. Qualität
7. Tiefe der Lieferantendokumentation
7.1 Problematik
7.2 Lösung
8. Einbindung in die Gesamtdokumentation
8.1 Bedingungen für die Einbindung
8.2 Lösungsmöglichkeiten
8.3 Ziel
9. SAP
10. Über den Autor
11. Index
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, technischen Redakteuren im Maschinen- und Anlagenbau eine strukturierte Anleitung zur rechtssicheren und effizienten Einbindung von Lieferantendokumentationen in eine Gesamtdokumentation zu geben. Es werden sowohl rechtliche Rahmenbedingungen beleuchtet als auch konkrete Strategien zur Qualitätssicherung und Ablaufoptimierung aufgezeigt.
- Rechtliche Grundlagen und Anforderungen der EG-Maschinenrichtlinie
- Methoden zur Qualitätssicherung bei Lieferantendokumenten
- Optimierung von Prozessen bei der Dokumentationsübergabe
- Haftungsrisiken bei der Kürzung von Lieferantenunterlagen
- Praktische Umsetzungsmöglichkeiten der Einbindung in Gesamtdokumentationen
Auszug aus dem Buch
7. Tiefe der Lieferantendokumentation
Oft lässt die Zusammenführung eigener Texte mit der Dokumentation des Zulieferers die Gesamtdokumentation im Umfang ausufern. Es besteht daher die Gefahr, die Lieferantendokumentation in folgenden Punkten zu kürzen: Warnhinweise, Informationen über andere Typen, Informationen, die sich auf die konstruktive Auswahl eines Teils beziehen, Informationen, die sich auf die Montage / Programmierung beziehen.
Die Veränderung von Lieferantendokumentationen stellt immer ein Risiko dar. Die Person, die Veränderungen und Kürzungen vornimmt, trägt die Verantwortung. Im Schadensfall kann sich der Zulieferer darauf berufen, dass bei ihm eine Regressnahme nicht möglich sei. Denn die Dokumentation wurde so verändert, dass nicht mehr der Zulieferer, sondern man selbst „Autor“ der Lieferantendokumentation ist.
Maßgeblich ist die Frage, ob nach der Veränderung alle Hinweise vorhanden sind, die für einen ordnungsgemäßen und – noch wichtiger – sicheren Betrieb des (End-)Produktes vorhanden sind. Sind die wesentlichen Inhalte aus der Lieferantendokumentation übernommen worden, bleibt das Haftungsrisiko gering.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zielgruppe und Thema: Definition der Leserschaft als Technische Redakteure im Maschinenbau und Einordnung des Werkes im rechtlichen Kontext der EG-Maschinenrichtlinie.
2. Juristische Situation: Erläuterung der gesetzlichen Anforderungen durch das Produktsicherheitsgesetz und die Maschinenrichtlinie sowie deren Auswirkungen auf Zulieferer und Anlagenhersteller.
3. Regelwerke: Darstellung des DIN Fachberichts 146 als verbindendes Element für den Anlagenbau sowie weitere relevante Normen und Richtlinien.
4. Anforderungen an die Lieferantendokumentation: Auflistung der formalen und inhaltlichen Kriterien für eine korrekte Dokumentation sowie der Prüfprozesse beim Eingang der Unterlagen.
5. Möglichkeiten der Ablaufoptimierung: Analyse der Probleme bei der Dokumentationsübernahme und Lösungsansätze zur effizienten Abwicklung von Papier- und Digitalformaten.
6. Qualität: Vorstellung von Maßnahmen zur Steigerung der Qualität, wie z.B. die Beteiligung an Gesprächen zwischen Einkauf und Zulieferer oder die Bereitstellung von Vorlagen.
7. Tiefe der Lieferantendokumentation: Diskussion der Haftungsrisiken bei der inhaltlichen Bearbeitung und Kürzung von Zuliefererdokumenten.
8. Einbindung in die Gesamtdokumentation: Detaillierte Bedingungen für die Integration fremder Dokumente und verschiedene Szenarien der Zusammenführung.
9. SAP: Kurzer Einblick in die Nutzung von SAP-Systemen zur systematischen Verwaltung und Nachverfolgung dokumentationsrelevanter Elemente.
10. Über den Autor: Kurze Vorstellung des beruflichen Hintergrunds und der Expertise von Dieter Stötefalke.
11. Index: Alphabetische Auflistung der behandelten Fachbegriffe und Schlagworte.
Schlüsselwörter
Technische Dokumentation, Maschinenrichtlinie, Anlagenbau, Zuliefererdokumentation, Produktsicherheitsgesetz, Qualitätssicherung, Betriebsanleitung, Redaktionssystem, Haftung, Dokumentationsstruktur, DIN Fachbericht 146, Risikobeurteilung, Gesamtdokumentation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Das Buch behandelt die professionelle Einbindung von Dokumentationen externer Zulieferer in die eigene Gesamtdokumentation von Maschinen und Anlagen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen rechtliche Rahmenbedingungen, Anforderungen an die Dokumentationsqualität, Prozesse der Ablaufoptimierung und Haftungsfragen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, technischen Redakteuren konkrete Handlungsempfehlungen zu geben, um Dokumentationsprozesse rechtssicher und wirtschaftlich effizient zu gestalten.
Welche wissenschaftlichen oder regulatorischen Grundlagen werden verwendet?
Das Werk stützt sich primär auf die EG-Maschinenrichtlinie, das Produktsicherheitsgesetz sowie den DIN Fachbericht 146.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Aspekte, Anforderungen an Zulieferer, Optimierungspotenziale, Qualitätssicherungsmaßnahmen und die praktische Umsetzung der Dokumentationseinbindung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Die wichtigsten Schlagworte sind Technische Dokumentation, Maschinenrichtlinie, Zuliefererdokumentation, Haftung und Qualitätssicherung.
Warum ist das Kürzen von Lieferantendokumentationen riskant?
Wer Dokumente des Zulieferers kürzt oder verändert, wird rechtlich selbst zum Autor der Unterlagen und übernimmt somit die volle Haftung für die Vollständigkeit und Sicherheit der Informationen.
Wie kann eine neutrale Schiedsstelle bei Konflikten helfen?
Bei Uneinigkeit zwischen Zulieferer und Hersteller kann ein neutrales Prüfinstitut mittels eines Gutachtens eine objektive Beurteilung der Dokumentation abgeben, was Rechtsstreitigkeiten vermeiden hilft.
Welche Rolle spielt SAP im Dokumentationsprozess?
SAP wird genutzt, um dokumentationsrelevante Elemente zu verwalten, den Wareneingang zu protokollieren und fehlende Unterlagen automatisiert anzumahnen.
- Quote paper
- Dieter Stötefalke (Author), 2016, Behandlung und Einfügung der Lieferantendokumentation in die Gesamtdokumentation einer Anlage, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/324165