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Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz (KonTraG) als Grundlage für das Risikomanagement in einer kritischen Analyse

Titel: Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz (KonTraG) als Grundlage für das Risikomanagement in einer kritischen Analyse

Seminararbeit , 2003 , 29 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Ralph Stange (Autor:in)

BWL - Controlling
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Am 1. Mai 1998 ist das Gesetz zu Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich, so die offizielle Bezeichnung, in Kraft getreten1.
Die Gründe für die Einführung des KonTraG sind nach einheitlicher Meinung in den teils spektakulären Unternehmenskrisen der letzten Jahre zu sehen. Das wohl beste Beispiel für eine Unternehmenskrise in jüngerer Vergangenheit ist die Holzmann AG. Das Unternehmen investierte in gesättigte Märkte und kaufte marode Firmen auf. Die anhaltende Rezession in der Baubranche führte letztendlich dazu, dass das Unternehmen im
Jahre 1999 überschuldet war. Also ein Jahr nach der Einführung des KonTraG. 2 Das Hauptaugenmerk des Gesetzesgebers lag darin, Schwächen und Fehlsteuerungen in deutschen Unternehmen zu korrigieren3. Es soll ein organisatorischer Rahmen geschaffen werden der es Unternehmen ermöglicht besonders bestandsgefährdende Tatsachen rechtzeitig zu erkennen um noch möglichst viel Zeit für etwaige Krisenbewältigungsmaßnahmen zu haben4. In dieser Arbeit sollen zunächst die rechtlichen Neuerungen die das KonTraG mit sich bringt erläutert werden. Anschließend werden Grundlagen wie Risikobegriff, die Risikoarten und die Anforderungen an ein Risikomanagementsystem betrachtet. Danach wird auf den allgemeinen Risikomanagementprozess eingegangen. Im letzten Kapitel wird das Risikomanagement im Sinne des KonTraG erläutert und einer kritischen Würdigung unterzogen. 1 Vgl. Fröhling, O.: KonTraG und Controlling: Eckpfeiler eines entscheidungsrelevanten und transparenten Segmentcontrolling und –reporting, München, 2000, Vorwort 2 Vgl. Schwarz, M.: Entwicklung eines Risikomanagements nach KonTraG unter Berücksichtigung organisatorischer Aspekte, Diplomarbeit FHO, 2002, S. 13 3 Vgl. Pollanz M.: Offene Fragen der Prüfung von Risikomanagementsystemen nach KonTraG, in DB 2001, 54. Jahrgang, S. 1317 4 Vgl. Saitz, B, Braun, F.: Vorbemerkungen der Herausgeber, in: Saitz, B, Braun, F. (Hrsg): Das Kontroll- und Transparenzgesetz – Herausforderungen und Chancen für das Risikomanagementsystem, Wiesbaden
1999, Keine Seitenangabe

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ZIELE UND RECHTLICHE AUSWIRKUNGEN DES KONTRAG

2.1. Ziele des KonTraG

2.2. Rechtliche Auswirkungen

2.2.1. Überwachungssystem

2.2.2. Berichterstattung

2.2.3. Lagebericht

2.2.4. Abschlussprüfung

3. AUFGABENSTELLUNG FÜR UNTERNEHMEN

3.1. Anforderungen an das Risikomanagementsystem

3.2. Definition des Risikobegriffs

3.3. Arten von Risiken

4. AUFGABEN DES RISIKOMANAGEMENTS (RISIKOMANAGEMENTPROZESS)

4.1. Risikoerkennung

4.2. Risikoanalyse und –bewertung

4.3. Risikobewältigung

4.4. Risikoüberwachung

5. RISIKOMANAGEMENTSYSTEM IM SINNE DES KONTRAG

5.1. Ziele

5.2. Bestandteile

5.2.1. Internes Überwachungssystem

5.2.2. Controlling

5.2.3. Frühwarnsystem

5.2.3.1. Frühwarnsystem der 1. Generation

5.2.3.2. Frühwarnsystem der 2. Generation

5.2.3.3. Frühwarnsystem der 3. Generation

6. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) hinsichtlich seiner Bedeutung für ein wirksames Risikomanagement in deutschen Unternehmen, um die Etablierung eines organisatorischen Rahmens zur rechtzeitigen Identifikation bestandsgefährdender Risiken zu untersuchen.

  • Rechtliche Grundlagen und Anforderungen des KonTraG an Unternehmen
  • Strukturierung und Definition des Risikobegriffs
  • Der systematische Ablauf des Risikomanagementprozesses
  • Aufbau und Bestandteile eines KonTraG-konformen Risikomanagementsystems
  • Kritische Würdigung der Wirksamkeit von Frühwarnsystemen

Auszug aus dem Buch

3.3. Arten von Risiken

Risikoarten können nach vielfältigen Kriterien systematisiert werden. Dies sollte zum Zwecke der Risikoüberwachung weitestgehend unternehmensspezifisch oder zumindest brachenspezifisch geschehen.

Folgende kurze Übersicht stellt deshalb keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Strategische Risiken: Bedrohung durch Wettbewerber, Fehlendes F&E Know How, Kein geeigneter Führungsnachwuchs, Mangelnde Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten, unzweckmäßige Kooperation/Fusionen. Langfristige Risiken die Erfolgspotentiale des Unternehmens gefährden.

Marktrisiken: Zu spätes Erkennen von Marktentwicklungen, Preisverfall am Absatzmarkt, Preiserhöhung am Beschaffungsmarkt, Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten, Anstieg der Tariflöhne. Ergeben sich aus Geschäftstätigkeit am Absatz-, Beschaffungs- und Arbeitsmarkt.

Leistungswirtschaftliche Risiken: Produktionsfehler, Ausfall der EDV, Verfehlte Wettbewerbspolitik, Unzureichendes Controllingsystem, Ausfall des Zulieferers, Zu kostenintensive Neuproduktentwicklung. Auch „operative Risiken“ genannt da sie sich aus der Leistungserstellung ergeben.

Finanzwirtschaftliche Risiken: Unzureichende Liquiditätsplanung, Anstieg der Zinsen, Wechselkursschwankungen, Verluste aus spekulativen Geschäften, Forderungsausfall beim Kunden, Verluste aus Beteiligungen. Resultieren aus der Finanzierungstätigkeit des Unternehmens.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Hinführung zum KonTraG und dessen Entstehungshintergrund durch spektakuläre Unternehmenskrisen sowie Erläuterung der Zielsetzung der Arbeit.

2. ZIELE UND RECHTLICHE AUSWIRKUNGEN DES KONTRAG: Detaillierte Analyse der Zielsetzungen des Gesetzes und der daraus resultierenden rechtlichen Veränderungen, insbesondere in AktG und HGB.

3. AUFGABENSTELLUNG FÜR UNTERNEHMEN: Untersuchung der Anforderungen an Risikomanagementsysteme sowie Einordnung und Definition der verschiedenen Risikoarten.

4. AUFGABEN DES RISIKOMANAGEMENTS (RISIKOMANAGEMENTPROZESS): Darstellung des zyklischen Prozesses von der Risikoerkennung über die Analyse und Bewältigung bis hin zur Überwachung.

5. RISIKOMANAGEMENTSYSTEM IM SINNE DES KONTRAG: Konkretisierung der Bestandteile eines Systems, wie internes Überwachungssystem, Controlling und verschiedene Generationen von Frühwarnsystemen.

6. SCHLUSSBETRACHTUNG: Resümee über die Wirkung des KonTraG und die Einschätzung des Nutzens für Gläubiger und Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Schlüsselwörter

KonTraG, Risikomanagement, Überwachungssystem, Frühwarnsystem, Risikobewältigung, Risikoanalyse, Unternehmenskrise, Transparenz, Risikobegriff, Aktiengesetz, Lagebericht, Controlling, Risikostrategie, Unternehmensleitung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse des KonTraG als gesetzliche Grundlage und Impulsgeber für ein professionelles Risikomanagement in deutschen Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen durch das KonTraG, die Systematisierung von Risiken, der Risikomanagementprozess sowie die praktische Ausgestaltung von Überwachungs- und Frühwarnsystemen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, zu erläutern, wie Unternehmen den organisatorischen Anforderungen des Gesetzgebers gerecht werden können, um bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender betriebswirtschaftlicher Standards und Fachbeiträge zur Interpretation der gesetzlichen Vorgaben nach KonTraG.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der rechtlichen Neuerungen, die Definition und Artung von Risiken, die Darstellung des Risikomanagementprozesses sowie eine detaillierte Betrachtung der notwendigen Bestandteile eines Risikomanagementsystems.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie KonTraG, Risikomanagement, Frühwarnsystem, Risikoidentifikation und Unternehmensüberwachung gekennzeichnet.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Risiko und Chance?

Die Arbeit differenziert zwischen dem "Risiko im engeren Sinne" (Verlustgefahr) und dem "Risiko im weiteren Sinne" (Chancen), wobei das KonTraG primär die Absicherung gegen Verlustgefahren in den Fokus rückt.

Welche Bedeutung haben die Frühwarnsysteme in diesem Kontext?

Frühwarnsysteme werden als essenzielle Instrumente zur rechtzeitigen Erfassung latenter Gefahren dargestellt, wobei zwischen operativen (1. und 2. Generation) und strategischen (3. Generation) Ansätzen unterschieden wird.

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Details

Titel
Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz (KonTraG) als Grundlage für das Risikomanagement in einer kritischen Analyse
Hochschule
Hochschule Offenburg
Veranstaltung
Seminar Rechnungswesen und Controlling
Note
2,3
Autor
Ralph Stange (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
29
Katalognummer
V32427
ISBN (eBook)
9783638331500
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesetz Kontrolle Transparenz Grundlage Risikomanagement Analyse Seminar Rechnungswesen Controlling
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ralph Stange (Autor:in), 2003, Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz (KonTraG) als Grundlage für das Risikomanagement in einer kritischen Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32427
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Leseprobe aus  29  Seiten
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