In der vorliegenden Arbeit wird eine vergleichende Bildanalyse an zwei ausgewählten Bildern unternommen. Ausgangspunkt des Vergleiches ist eines der berühmtesten Wandgemälde der Welt: das Abendmahl von Leonardo da Vinci. Dem gegenübergestellt wird ein Bild, das auf den ersten Blick das Thema mit Jesus und seinen zwölf Aposteln aufgreift, bei genauerem Betrachten aber etwas ganz anderes ausdrückt und vermitteln will. Das Bild des Vergleiches stammt von einer bekannten Fernsehserie und dient als Wahlplakat für diese. Am Ende soll diese Arbeit zeigen, dass das Bild der Fernsehserie auf den ersten Blick zwar das gleiche Thema wie das Abendmahl behandelt, ein zweiter Blick sich aber dank der dokumentarischen Methode mehr als lohnt. Grundlage dafür bietet die dokumentarische Bildinterpretation nach Ralf Bohnsack (2009). Die von Bohnsack entwickelte Methode, fixiert sich dabei zusätzlich zur vor-ikonograpischen und ikonograpischen Ebene (Panofsky 1975) auf den Sinngehalt eines Bildes als eine Konstruktion zweiter Ordnung und damit mit der Ikonizität eines Bildes.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Das originale Abendmahl
2.1 Das Bild
2.2 Materialbeschreibung
2.3 Vorikonographische Beschreibung
2.4 Ikonographische Analyse
2.5 Reflektierende Interpretation
2.6 Ikonologisch-Ikonische Interpretation
3 Abendmahl der Fernsehserie
3.1 Das Bild
3.2 Materialbeschreibung
3.3 Vorikonographische Beschreibung
3.4 Ikonographische Analyse
3.5 Reflektierende Interpretation
3.6 Ikonologisch-Ikonische Interpretation
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das weltberühmte Wandgemälde „Das Abendmahl“ von Leonardo da Vinci einer vergleichenden Bildanalyse mit einem modernen Werbeplakat einer bekannten Fernsehserie zu unterziehen, um die Wirkung und Bedeutung des Bildaufbaus wissenschaftlich zu untersuchen.
- Dokumentarische Bildinterpretation nach Ralf Bohnsack
- Vergleich zwischen klassischer Kunst und moderner Werbegrafik
- Analyse der kompositorischen Ebenen (Planimetrie, Perspektivität, szenische Choreographie)
- Rezeption religiöser Motive in der zeitgenössischen Populärkultur
- Methodische Anwendung der Ikonographie und Ikonologie
Auszug aus dem Buch
2.3 Vorikonographische Beschreibung
Szenenbeschreibung
Auf dem Bild erkennt man 13 Personen. Sie sind alle männlich. Alle Personen versammeln sich auf der gleichen Seite an einem langen Tisch in einem großen Innenraum mit Blick auf eine idyllische Außenwelt. Die Außenwelt ist durch drei Fenster im Hintergrund zu erkennen. Der Tisch ist mit einem weißen Tuch bedeckt. Auf dem Tisch liegen Brotlaibe in verschiedenen Größen, weiteres Essen sowie Trinkgläser. Jede Person hat vor sich auf dem Tisch einen Teller stehen. In der Mitte des Tisches steht zusätzlich noch einmal ein größerer Teller. Der Tisch steht auf einem weißen Boden. Auf der linken und rechten Seite der Wand hängen jeweils 4 dunkle Teppiche.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der vergleichenden Bildanalyse ein und erläutert die verwendete dokumentarische Methode nach Ralf Bohnsack.
2 Das originale Abendmahl: Dieses Kapitel widmet sich der detaillierten Analyse von Leonardo da Vincis Wandgemälde unter Berücksichtigung von Szenenbeschreibung, Materialität und ikonographischer Deutung.
3 Abendmahl der Fernsehserie: Hier erfolgt die Anwendung der gleichen Analysemethoden auf das Werbebild der Serie „LOST“, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Bildsprache herauszuarbeiten.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse des Bildvergleichs zusammen und reflektiert über die anhaltende Bedeutung und den hohen Wiedererkennungswert der Abendmahl-Ikonographie in der modernen Werbewelt.
Schlüsselwörter
Dokumentarische Bildinterpretation, Ralf Bohnsack, Leonardo da Vinci, Das letzte Abendmahl, Bildanalyse, Ikonographie, Ikonologie, Szenische Choreographie, Planimetrie, Zentralperspektive, Werbefotografie, LOST, Bildvergleich, Rezeption, Kunstgeschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht das klassische Wandgemälde „Das letzte Abendmahl“ von Leonardo da Vinci mit einem modernen Werbeplakat der Fernsehserie „LOST“.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die kunsthistorische Analyse, die visuelle Kommunikation in der Werbung und die Anwendung sozialwissenschaftlicher Methoden zur Bilddeutung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Abendmahl-Motiv in der heutigen Zeit als Werbeträger fungiert und wie die dokumentarische Methode zur Entschlüsselung des Bildsinns beiträgt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird primär die dokumentarische Bildinterpretation nach Ralf Bohnsack genutzt, ergänzt durch die klassische ikonographische Methode nach Panofsky.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine systematische Analyse beider Bilder anhand der Kategorien Szenenbeschreibung, Planimetrie, Perspektivität und szenische Choreographie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Dokumentarische Bildinterpretation, Ikonographie, Bildvergleich, Zentralperspektive und Rezeption.
Welche Bedeutung kommt der „szenischen Choreographie“ in der Analyse zu?
Sie dient dazu, das Verhältnis der dargestellten Figuren zueinander zu rekonstruieren und deren Interaktion sowie die Anordnung in Gruppen zu analysieren.
Warum wird gerade die Serie „LOST“ für den Bildvergleich herangezogen?
Die Serie nutzt die bekannte Abendmahl-Ikonographie sehr bewusst für ihr Werbeplakat, was sie zu einem idealen Fallbeispiel für die moderne Adaption sakraler Kunst in der Populärkultur macht.
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- M.A. Attila Büyükcakir (Author), 2014, Das letzte Abendmahl als vergleichende Bildinterpretation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/324302