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Entwicklung und Aufgaben des "Reichsstatthalters" im NS-System unter Beachtung der Gesetzgebung

Título: Entwicklung und Aufgaben des "Reichsstatthalters" im NS-System unter Beachtung der Gesetzgebung

Trabajo Escrito , 2001 , 18 Páginas , Calificación: 16 Punkte (sehr gut)

Autor:in: Matthias Meier (Autor)

Derecho - Filosofía, Sociología e Historia del Derecho
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Aus dem Bewertungskommentar: Auf intensivem Literaturstudium basierende, sehr informative Darstellung der Entwicklung und Aufgaben der Reichsstatthalter von 1933 bis 1945 auf knappem Raum. Befundaufnahme, Erklärungen und Bewertungen ergeben einen abgerundeten Bericht.
Vor dem Hintergrund der aufgezeigten Gesetzgebung erfolgt eine beispielhafte Beschreibung und damit die Bestätigung der polykratischen Elemente und der "inneren" Widersprüchlichkeiten, die im NS-System in seinem Dualismus von Partei und Staat mitangelegt waren. Dabei findet zum Teil auch eine reflektierende Umsetzung der Materie statt. Stil und Ausdruck sind angenehm und präzise.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Ausgangslage

2. Gleichschaltung und Institutionalisierung des Reichsstatthalters

2.1. Beginn der Gleichschaltung der Länder

2.2. Schaffung der Institution des Reichsstatthalters

2.3. Weiterführung des Gleichschaltungsprozesses in Anbetracht des Reichsstatthalteramtes

3. Die Reichsstatthalter in den neu eingegliederten Gebieten

3.1. Reichsgaue in der Ostmark

3.2. Reichsgau Sudetenland

3.3. Reichsgaue Westpreußen und Posen

3.4. Gau Westmark

4. Aufgaben des Reichsstatthalters

4.1. Aufgaben nach dem Zweiten Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich

4.2. Aufgaben nach dem Gesetz über den Neuaufbau des Reichs

4.3. Aufgaben nach dem Reichsstatthaltergesetz

4.4. Aufgaben in den neu eingegliederten Gebieten

4.5. Aufgaben als Reichsverteidigungskommissare

5. Funktion des Reichsstatthalters und das Prinzip der Einheit von Staat und Partei

5.1. Reichsstatthalteramt und Personalunion

5.2. Die Personalunion als Instrument der "Einheit von Staat und Partei"

5.3. Die Dienstaufsicht des Reichsinnenministers über die Reichsstatthalter

5.3.1. ... im Altreich

5.3.2. ... in den neu eingegliederten Gebieten

6. Funktion des Reichsstatthalters und das Führerprinzip

6.1. Das Verhältnis zwischen den Reichsstatthaltern und dem Führer und Reichskanzler

6.2. Das Führerprinzip als Grundlage der sogenannten "Führerunmittelbarkeit"

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und die vielfältigen Aufgaben des Amtes des Reichsstatthalters innerhalb des nationalsozialistischen Herrschaftssystems unter Berücksichtigung der einschlägigen Gesetzgebung. Dabei wird insbesondere analysiert, wie das Amt zur Instrumentalisierung der Länder, zur Umsetzung des Führerprinzips und zur Verschmelzung von staatlichen Verwaltungsstrukturen und der NSDAP genutzt wurde.

  • Prozess der Gleichschaltung der deutschen Länder
  • Institutionalisierung und Aufgabenwandel des Reichsstatthalters
  • Die Rolle der Reichsstatthalter in den neu eingegliederten Gebieten
  • Verhältnis zwischen Reichsstatthalter, Staat und NSDAP (Einheit von Staat und Partei)
  • Anwendung des Führerprinzips und Phänomen der "Führerunmittelbarkeit"

Auszug aus dem Buch

6. Funktion des Reichsstatthalters und das Führerprinzip

6.1. Die Praxis des Dritten Reiches zeigte aber zudem deutlich, dass die Reichsstatthalter, wenn auch durch die Gesetzgebung zur Reichsmittelinstanz herabgedrückt, sich jederzeit der Dienstaufsicht des Reichsinnenministers entziehen konnten65. Zumal meist als sogenannte "alte Kämpfer" in einer parteihistorisch bedingten unmittelbaren persönlichen Beziehung zum Führer stehend, fanden sie bei diesem in der Regel schnell Gehör. Nach den Protesten gegen das Gesetz über den Neuaufbau des Reiches konnten sie z.B. ohne Weiteres das Recht einfordern, sich mit ihren Einsprüchen direkt an Hitler wenden zu dürfen. Es hieß dann, die Reichsstatthalter seien Frick zwar im allgemeinen untergeordnet, doch müsse eine Ausnahme dann gelten, wenn es sich um Fragen von besonderer politischer Bedeutung handelt; eine derartige Regelung entspräche nach der Auffassung des Reichskanzlers seiner Führerstellung66. Im Ergebnis lief dies darauf hinaus, dass überall dort wo eine Personalunion Gauleiter/ Reichsstatthalter/Ministerpräsident bestand - somit auch in den Reichsgauen -, die Kompetenzverteilung zwischen Partei und Staat durch einen Führerbefehl schnell durchbrochen werden konnte67.

Hitler ging es schließlich nicht darum, abstrakte Organisationsideen zu verwirklichen, sondern darum seinen persönlichen Einfluss zu sichern68. Diese Einschätzung wird auch durch seinen persönlichen Formulierungseingriff in das Reichsstatthaltergesetz vom 30.1.193569 bestätigt, denn offenbar war ihm hier an einer einheitlichen Regelung wenig und an einer normativen Festschreibung gar nicht gelegen70 - nur indem er die Personalunion der drei Ämter im Altreich in den überwiegenden Fällen nicht zuließ, konnte er die Kontrolle über die Gauleiter in der Weise behalten, dass sie nicht das ihnen in ihrer Funktion als Verwaltungsspitze zustehende Weisungsrecht für "Parteizwecke" nutzen konnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ausgangslage: Beschreibt die verfassungsrechtliche Ausgangssituation der Weimarer Republik und die frühen Eingriffe in die Staatsgewalt der Länder.

2. Gleichschaltung und Institutionalisierung des Reichsstatthalters: Erläutert die gesetzliche Beseitigung der Länderautonomie und die Schaffung der Institution des Reichsstatthalters als Kontrollorgan.

3. Die Reichsstatthalter in den neu eingegliederten Gebieten: Analysiert die Anpassung der Verwaltungsstrukturen und die Sonderstellung der Reichsstatthalter in den neuen Gauen wie der Ostmark oder dem Sudetenland.

4. Aufgaben des Reichsstatthalters: Detaillierte Betrachtung der Kompetenzen, von den ersten Gleichschaltungsgesetzen bis hin zur Rolle als Reichsverteidigungskommissar.

5. Funktion des Reichsstatthalters und das Prinzip der Einheit von Staat und Partei: Untersuchung der Personalunion von Partei- und Staatsämtern und der damit verbundenen Dienstaufsicht durch das Reichsinnenministerium.

6. Funktion des Reichsstatthalters und das Führerprinzip: Arbeitet heraus, wie die Praxis der Reichsstatthalter das Führerprinzip widerspiegelte und wie durch die "Führerunmittelbarkeit" staatliche Hierarchien ausgehebelt wurden.

Schlüsselwörter

Reichsstatthalter, Nationalsozialismus, Gleichschaltung, NS-Verwaltung, Führerprinzip, Führerunmittelbarkeit, Gauleiter, Personalunion, NSDAP, Reichsreform, Reichsmittelinstanz, Neuaufbau des Reichs.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen und administrativen Etablierung des Amtes des Reichsstatthalters während der Zeit des Nationalsozialismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Felder sind die Gleichschaltung der deutschen Länder, die Verschränkung von Partei- und Staatsämtern sowie die praktische Umsetzung des Führerprinzips in der Verwaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der Reichsstatthalter-Institution sowie deren tatsächliche Machtposition im Spannungsfeld zwischen staatlicher Verwaltung und den Zielen der NSDAP zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der einschlägigen nationalsozialistischen Gesetzgebung sowie auf die Auswertung politik- und verwaltungswissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil deckt den Prozess der Gleichschaltung ab, analysiert die spezifischen Aufgaben der Reichsstatthalter in den verschiedenen Phasen und Regionen und untersucht die Instrumentalisierung der Personalunion.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gleichschaltung, Führerprinzip, Personalunion und NS-Herrschaftsstruktur charakterisiert.

Wie unterschied sich die Stellung der Reichsstatthalter in der Ostmark von der im Altreich?

In den neuen Gebieten wie der Ostmark setzte sich die Personalunion zwischen Staatsamt und Parteifunktion konsequenter durch, was zu einer stärkeren Dominanz der NSDAP in der Mittelinstanz führte als im Altreich.

Welche Bedeutung hatte das Gesetz über den Neuaufbau des Reichs für die Reichsstatthalter?

Es beseitigte die Souveränität der Länder und unterstellte die Reichsstatthalter der Dienstaufsicht des Reichsinnenministers, was jedoch zu anhaltenden Konflikten mit der lokalen Machtstellung der Gauleiter führte.

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Detalles

Título
Entwicklung und Aufgaben des "Reichsstatthalters" im NS-System unter Beachtung der Gesetzgebung
Universidad
University of Hamburg
Curso
Staat und Verwaltung im NS-Staat
Calificación
16 Punkte (sehr gut)
Autor
Matthias Meier (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
18
No. de catálogo
V32465
ISBN (Ebook)
9783638331760
ISBN (Libro)
9783638761291
Idioma
Alemán
Etiqueta
Entwicklung Aufgaben Reichsstatthalters NS-System Beachtung Gesetzgebung Staat Verwaltung NS-Staat
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Matthias Meier (Autor), 2001, Entwicklung und Aufgaben des "Reichsstatthalters" im NS-System unter Beachtung der Gesetzgebung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32465
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