50 Prozent der Wertschöpfung in Unternehmen basieren auf dem Rohstoff Wissen. Laut einer META Group-Studie nutzen jedoch nur 20 Prozent das tatsächlich vorhandene Wissen in ihrem Unternehmen. Diese Studie untersucht die Anbieter von Wissensmanagement-Software und analysiert ihre Produkte. Weiterhin werden die Ergebnisse einer Umfrage bei 106 potentiellen Kunden betrachtet und abschließend Anbieter und Nachfrager gegenüberstellend analysiert, was zu überraschenden Erkenntnissen führt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Ansatz und Fokus der Studie
1.2 Vorgehensweise
2. Anbieteruntersuchung
2.1 Einzelerfassung
Aixplain
Altavier GmbH
Amenotec GmbH
Autonomy
Caatoosee AG
Comma Soft AG
Gauss Interprise AG
H.U.T. GmbH
Hyperwave
Nionex GmbH
Mindlab GmbH
Moresophy
Plumtree Inc.
Readware GmbH
Recommind GmbH
Scout Research Systems
SER Solutions Deutschland GmbH
Touchpaper
USU AG
2.2 Résumé
3. Der Weg zur Umfrage
3.1 Entwicklung des Fragebogens
3.2 Auflistung befragter Unternehmen
4. Auswertung der Fragebögen
4.1 Allgemeine Auswertung
4.2 Detaillierte Auswertung
4.2.1 Auswertung der nutzenden Unternehmen
4.2.2 Auswertung der planenden Unternehmen
4.2.3 Auswertung der Unternehmen, die Software abgesetzt haben
4.2.4 Auswertung der Unternehmen, die keinen Einsatz planen
4.2.5 Übergreifende Aspekte
5. Vergleich Angebot – Nachfrage
5.1 Berührungspunkte Anbieter – Nachfrager
5.2 Eigenentwicklungen statt Standardprodukte
5.3 Integration in vorhandene IT-Strukturen
5.4 Softwareergonomie
5.5 Automatisierungsfunktionen
5.6 Produktinformationen der Anbieter
5.7 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Projektarbeit analysiert den Markt für Wissensmanagement-Software, um ein Verständnis für die Verbreitung, die technologischen Ansätze und den spezifischen Bedarf von Unternehmen bei der Bewältigung der Informationsflut zu entwickeln. Dabei wird insbesondere untersucht, inwieweit das Angebot der Softwarehersteller mit den tatsächlichen Anforderungen der Anwender korrespondiert und welche Kriterien bei der Auswahl maßgeblich sind.
- Marktanalyse von Wissensmanagement-Anbietern und deren technologischen Lösungen.
- Erfassung des Bedarfs und der Herausforderungen deutscher Unternehmen durch eine empirische Befragung.
- Gegenüberstellung von Anbieter-Angebot und Kunden-Nachfrage (Gap-Analyse).
- Untersuchung von Auswahlkriterien für Software (z.B. Suchfunktionalität, Ergonomie, Integrationsfähigkeit).
- Identifikation von Kommunikationsproblemen zwischen Herstellern und potenziellen Kunden.
Auszug aus dem Buch
1.1 Ansatz und Fokus der Studie
Wissen wird in der heutigen Zeit für Unternehmen und Organisationen zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. So basieren 50 Prozent der Wertschöpfung in Unternehmen auf dem Rohstoff Wissen. Laut einer META Group-Studie nutzen jedoch nur 20 Prozent das tatsächlich vorhandene Wissen in ihrem Unternehmen. Das liegt unter anderem daran, dass der Austausch von Wissen unter den Mitarbeitern gehemmt ist, da Wissen als Machtfaktor gesehen wird. Neben den persönlichen Bedenken müssen außerdem aber auch die technischen Barrieren überwunden werden, was mit Hilfe einer Wissensmanagement-Software möglich ist. Der Begriff Wissensmanagement wird heutzutage in den verschiedensten Zusammenhängen benutzt. Im eigentlichen Sinne beschreibt Wissensmanagement einen Prozess zur Verbesserung der Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Wissen innerhalb eines Unternehmens. Wesentliche Elemente des Wissensmanagements sind das Auffinden von Informationen und die Strukturierung von Wissen zum vereinfachten Zugriff. Dabei muss das Wissen innerhalb und außerhalb eines Unternehmens zunächst erschlossen werden, damit es den Mitarbeitern daraufhin zentral und strukturiert zur Verfügung gestellt werden kann; dies umfasst auch das Sichtbarmachen von verborgenen Wissenspotentialen im Unternehmen. Ziel ist es, die Erfahrungen einzelner Mitarbeiter mit unternehmensspezifischem Wissen zu verbinden.
Ein solches Wissensmanagement-System zeigt seinen vollen Nutzen unter anderem dann, wenn in dem Unternehmen eine Restrukturierung oder ähnliche organisatorische Veränderungen durchgeführt werden. Werden z.B. Mitarbeiter freigesetzt, so kann aufgrund einer Wissensmanagement-Software deren erarbeitetes Wissen dem Unternehmen weiter zur Verfügung stehen, auch wenn nicht bekannt ist, wie und wo die Informationen abgespeichert wurden. Mit welchen Techniken die Wissensmanagement-Software dabei möglicherweise arbeitet, soll in dieser Studie anhand einiger Anbieterbeispiele genauer analysiert werden. Im weiteren Verlauf werden die angebotenen Produkte dann mit den tatsächlichen Kundenwünschen verglichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung von Wissen als Wettbewerbsfaktor und definiert die grundlegenden Ziele und die methodische Vorgehensweise der Studie.
2. Anbieteruntersuchung: Bietet eine detaillierte Analyse zahlreicher Softwareanbieter hinsichtlich ihrer Marktpositionierung, Produktpalette, spezifischen Funktionen sowie Selbstdarstellung.
3. Der Weg zur Umfrage: Erläutert die methodische Entwicklung des Fragebogens und den Prozess der Auswahl und Befragung repräsentativer Unternehmen.
4. Auswertung der Fragebögen: Präsentiert die Ergebnisse der Umfrage, unterteilt in allgemeine Trends sowie detaillierte Analysen für nutzende, planende und nicht-planende Unternehmen.
5. Vergleich Angebot – Nachfrage: Führt eine kritische Gegenüberstellung der angebotenen Lösungen mit den Anforderungen der Kunden durch und identifiziert Kommunikationslücken.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement, Software-Marktanalyse, Information Retrieval, Dokumentenmanagement, Wissensbasis, Unternehmenskultur, Wissensaustausch, IT-Integration, Suchtechnologien, Softwareergonomie, Bedarfsanalyse, Prozessoptimierung, Unternehmenswissen, Automatisierung, XML-basierte Systeme.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einer umfassenden Marktanalyse von Wissensmanagement-Software und untersucht, wie gut das Angebot der Anbieter die Anforderungen der Unternehmen in der Praxis erfüllt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Anbietertechnologien (z.B. Retrieval, Klassifikation) und der empirischen Untersuchung des Bedarfs und der Erfahrungen deutscher Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Das primäre Ziel ist es, ein Bild über den Markt zu gewinnen, Kommunikationsprobleme zwischen Anbietern und Nutzern aufzudecken und zu verstehen, warum Wissensmanagement-Projekte scheitern oder erfolgreich sind.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine Kombination aus deskriptiver Recherche der Anbieter-Websites und einer empirischen Telefonumfrage unter 106 Unternehmen gewählt, von denen 75 einen Fragebogen ausfüllten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfangreiche Anbieter-Einzelerfassung und die Auswertung der Umfrageergebnisse nach verschiedenen Nutzertypen (Anwender, Planende, Absetzende).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wissensmanagement, Information Retrieval, Bedarf, IT-Integration, Softwareergonomie und Prozessoptimierung charakterisiert.
Welche Rolle spielt die Visualisierung von Informationen bei den Anbietern?
Viele Anbieter, wie z.B. Moresophy oder Comma Soft, nutzen Wissenslandkarten oder grafische Darstellungen, um komplexe Zusammenhänge zwischen Daten intuitiv erfassbar zu machen.
Was ist das Hauptergebnis bezüglich der Kommunikation zwischen Anbietern und Kunden?
Die Studie identifiziert ein gravierendes Kommunikationsproblem: Die Anbieter beschreiben ihre Produkte oft zu technisch, während Kunden einfache Lösungen für konkrete Probleme suchen, ohne die Notwendigkeit der Software sofort zu erkennen.
- Citation du texte
- Marcel Minke (Auteur), Anneke Neumann (Auteur), 2004, Marktanalyse Wissensmanagement: Analyse von Anbietern und Erfassung der Bedürfnisse potentieller Kunden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32987