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Politische Partizipation von Inländern ohne deutsche Staatsangehörigkeit in Deutschland - Ein Beitrag zu Integration und Demokratisierung?

Titel: Politische Partizipation von Inländern ohne deutsche Staatsangehörigkeit in Deutschland - Ein Beitrag zu Integration und Demokratisierung?

Hausarbeit , 2003 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Thomas Haug (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Einwanderungsland! Dies ist schon lange die Realität, auch wenn sie viel zu lange geleugnet wurde. Dies wird die Realität bleiben. Dennoch gibt es hierzulande viele Menschen, die zwar faktisch Inländer sind, weil sie schon lange hier leben oder sogar hier geboren wurden, aber noch keine deutsche Staatsbürgerschaft haben. Welche Rechte, Chancen und Möglichkeiten hat diese Bevölkerungsgruppe in Bezug auf die politische Partizipation? Doch was steckt eigentlich hinter dem gut klingenden und vielgebrauchten Schlagwort Partizipation? Und kann Partizipation in einer Einwanderungsgesellschaft die Verwirklichung von Integration und darüber hinaus die Erweiterung der etablierten Demokratie fördern? Insbesondere diesen Fragen nachgehend, gestaltet sich der Aufbau der vorliegenden Arbeit.

Im ersten Teil beleuchte ich den Begriff Partizipation mit seinen Bedeutungen, Rahmenbedingungen und Funktionen. Der zweite Teil konzentriert sich auf politische Partizipation von Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Zunächst stelle ich den rechtlichen Kontext dar und beschreibe die Möglichkeit des Erwerbs der deutschen Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung. Im Anschluss daran zeige ich die mehr oder weniger eingeschränkten Möglichkeiten der für ‘Ausländer’ in Deutschland bestehenden politischen Partizipation auf. Dabei gehe ich auf die Formen der Wahl, Ausländerbeiräte und Selbstorganisationen genauer ein und skizziere jeweils Charakteristik, Chancen, Grenzen und Probleme sowie Veränderungs- bzw. Entwicklungsperspektiven. Schließlich arbeite ich bestimmte Bedingungen und Ressourcen heraus, die bei allen Formen politischer Partizipation für Zugang und Wirkung entscheidend sind. Der dritte Teil geht wieder auf den allgemeinen Partizipationsbegriff zurück und beschreibt Partizipation als Weg und Ziel. Darauf aufbauend gehe ich der Frage nach, ob Partizipation auch einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Integration und Demokratie leisten kann. Das Fazit ist unter anderem Reflexion und Ausblick aus der Perspektive Sozialer Arbeit. Im Anhang zitiere ich schließlich einen Text, der zeigt, wie kreativ politische Partizipation sein kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Partizipation – was ist das?

1. Dimensionen, Formen und Ebenen

2. Rahmenbedingungen und Funktionen

III. Politische Partizipation von Inländern ohne deutschen Pass

1. Rechtlicher Rahmen und Einbürgerung

2. (Un-)Möglichkeiten – Status quo und Perspektiven

a) Wahlen

b) Ausländerbeiräte

c) Selbstorganisationen

3. Ressourcen und Hindernisse

IV. (Politische) Partizipation als Weg und Ziel

1. Integration durch Partizipation

2. Demokratisierung durch Partizipation

V. Fazit

VI. Literatur

VII. Anhang

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten politischer Partizipation von Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit in Deutschland. Dabei wird analysiert, inwiefern bestehende Partizipationsformen zur Integration und Demokratisierung beitragen können und welche Hürden sowie Ressourcen dabei eine Rolle spielen.

  • Grundlagen und Definition des Begriffs Partizipation
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Einbürgerungsmöglichkeiten
  • Analyse spezifischer Partizipationsformen wie Wahlen, Ausländerbeiräte und Selbstorganisationen
  • Bedeutung der Partizipation für den Integrationsprozess
  • Demokratisierung durch aktive gesellschaftliche Teilhabe
  • Die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Förderung von Partizipation

Auszug aus dem Buch

2. Rahmenbedingungen und Funktionen

Um zu vermeiden, dass durch Partizipation – selbst wenn diese noch so gut gemeint ist – Ungleichheit, Benachteiligung und Ungerechtigkeit reproduziert und verfestigt werden, ist die Unterschiedlichkeit von Menschen unbedingt zu berücksichtigen. Denn die Menschen, in ihren jeweiligen Lebenskontexten und –situationen und mit ihren individuellen Ressourcen, haben zwangsläufig verschiedene Partizipationschancen bzw. können diese unterschiedlich gut wahrnehmen.

Zudem ist Partizipation nie losgelöst vom Kontext, bewegt sich also innerhalb von beeinflussenden Rahmenbedingungen. Dazu gehören zum einen strukturelle Hindernisse, die Partizipation erschweren oder gar verhindern können. Zum anderen treten unter Umständen erhebliche Widerstände gegen die Einflussnahme selbst auf – vor allem wenn dadurch eine Neuverteilung von Machtverhältnissen angestrebt wird.

„Partizipatorische Initiativen können ein Weg zur Umverteilung der Macht, Veränderung von Beziehungen und Schaffung von Einflußmöglichkeiten sein. Gleichzeitig können sie als Mittel dienen, der Bevölkerung Macht zu entziehen und einen falschen Eindruck von Übertragung zu erwecken. Sie können zwei einander widersprechenden Zwecken dienen, die davon abhängen, ob ihre Initiatoren Macht behalten oder teilen wollen.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung thematisiert Deutschland als Einwanderungsland und formuliert die zentrale Fragestellung nach den Partizipationsmöglichkeiten für Menschen ohne deutschen Pass.

II. Partizipation – was ist das?: Dieses Kapitel definiert den Begriff Partizipation, beleuchtet verschiedene Dimensionen und Ebenen der Beteiligung sowie die damit verbundenen Rahmenbedingungen.

III. Politische Partizipation von Inländern ohne deutschen Pass: Hier werden der rechtliche Rahmen, Möglichkeiten wie Wahlen und Ausländerbeiräte sowie die Bedeutung von Selbstorganisationen für diese Bevölkerungsgruppe analysiert.

IV. (Politische) Partizipation als Weg und Ziel: Das Kapitel untersucht den Zusammenhang zwischen Partizipation, Integration und Demokratisierung als zentrales Ziel gesellschaftlicher Teilhabe.

V. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Förderung von Partizipation und Empowerment.

Schlüsselwörter

Partizipation, Migration, Integration, Demokratisierung, Ausländerbeiräte, Selbstorganisationen, Wahlrecht, Einbürgerung, politische Mitbestimmung, Soziale Arbeit, Empowerment, Teilhabe, Machtverhältnisse, Gleichstellung, MigrantInnen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der politischen Partizipation von Inländern ohne deutsche Staatsangehörigkeit in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der rechtliche Status von Migranten, die Formen der politischen Beteiligung (wie Wahlen oder Beiräte), der Einfluss von Selbstorganisationen sowie die Bedeutung dieser Partizipation für Integration und Demokratie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch politische Partizipation die Integration gefördert und die demokratische Teilhabe für alle in Deutschland lebenden Menschen gestärkt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse bestehender Literatur, Konzepte und rechtlicher Rahmenbedingungen sowie auf die Reflexion aus der Perspektive der Sozialen Arbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den rechtlichen Kontext, vergleicht verschiedene Partizipationsformen, diskutiert Ressourcen und Hindernisse und erörtert die theoretische Verbindung zwischen Partizipation, Integration und Demokratisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie Partizipation, Integration, politische Mitbestimmung, Empowerment und den rechtlichen Status von Drittstaatenangehörigen geprägt.

Warum sind Ausländerbeiräte in der Diskussion umstritten?

Sie werden kritisch betrachtet, da sie meist rein beratende Gremien ohne echte Entscheidungsgewalt sind, was von Kritikern als bloße „Scheinpartizipation“ oder Feigenblattpolitik wahrgenommen wird.

Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit laut der Arbeit?

Die Soziale Arbeit hat eine zentrale Aufgabe darin, Exklusion zu vermeiden und durch Ansätze wie Anwaltschaft und Empowerment die Betroffenen bei ihrer Interessensvertretung zu begleiten und zu stärken.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Politische Partizipation von Inländern ohne deutsche Staatsangehörigkeit in Deutschland - Ein Beitrag zu Integration und Demokratisierung?
Hochschule
Evangelische Fachhochschule Freiburg
Veranstaltung
Soziale Arbeit in der Einwanderungsgesellschaft
Note
1,0
Autor
Thomas Haug (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
21
Katalognummer
V33028
ISBN (eBook)
9783638336055
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politische Partizipation Inländern Staatsangehörigkeit Deutschland Beitrag Integration Demokratisierung Soziale Arbeit Einwanderungsgesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Haug (Autor:in), 2003, Politische Partizipation von Inländern ohne deutsche Staatsangehörigkeit in Deutschland - Ein Beitrag zu Integration und Demokratisierung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33028
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Leseprobe aus  21  Seiten
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