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Das Baskenland und die ETA. Geschichte, Identität, Unterdrückung und Terror eines Volkes

Titel: Das Baskenland und die ETA. Geschichte, Identität, Unterdrückung und Terror eines Volkes

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2003 , 25 Seiten , Note: 1-

Autor:in: Ann-Katrin Kutzner (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Entwicklung des Baskenlandes von einer ruhigen zu der aufständigsten Zone Spaniens fing 1937 an, erreichte 1970 ihren Höhepunkt und dauert bis heute an. Das Baskenland, von dem Josef Lang behauptet, es sei „eine der höchst industrialisierten und am dichtesten bevölkerten Zonen Europas“, ist in 7 Provinzen eingeteilt, von denen vier in Spanien liegen: Viskaya, Guipuzcoa und Alava, die die Autonome Region Baskenland bilden, und Navarra, welches eine eigene autonome Region bildet.

In Frankreich liegen drei Provinzen: Soule, Basse-Navarre und Labourd. Im Folgenden werde ich mich auf die Entwicklung des spanischen Teils des Baskenlandes beschränken, da die Provinzen Spaniens in den letzten Jahrzehnten besonders im Kreuzverhör standen. Mit deren geographischen Isolation am Rande Spaniens verfestigte sich über die Jahre auch ihre markante „soziale, kulturelle und politische Sonderentwicklung“.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 SONDERFALL BASKENLAND

2. DAS BASKENLAND: EIN GESCHICHTLICHER RÜCKBLICK

2.1 VON DEN ANFÄNGEN BIS INS 19.JHR.

2.1.1 Die Gründung des ersten eigenständigen Baskenstaates

2.1.2 Die Eingliederung in den zentralistisch-spanischen Nationalstaat

2.1.3 Die national-baskische Renaissance

2.2 DIE ZWEITE REPUBLIK 1931-1936

2.3 DER SPANISCHE BÜRGERKRIEG 1936-1939

3. DIE BASKEN UNTER DER DIKTATUR FRANCOS 1939-1975

3.1 DIE UNTERDRÜCKUNG AUF WIRTSCHAFTLICH-POLITISCHER EBENE

3.2 DIE UNTERDRÜCKUNG AUF SPRACHLICH-KULTURELLER EBENE

3.3 DAS GEFÄLLE INNERHALB DER BEVÖLKERUNG

3.4 DIE FOLGEN DER UNTERDRÜCKUNG DURCH FRANCO

3.5 DIE HOFFNUNG AUF DIE ALLIIERTEN

3.6 DIE ZEIT DER MOBILISIERUNG

4. DIE ETA

4.1 DIE GESCHICHTE DER ETA IN 4 PHASEN

4.1.1 Die Vorgeschichte der ETA 1952-1959

4.1.2 Die Frühgeschichte der ETA 1960-1969

4.1.3 Der Höhepunkt der Geschichte der ETA 1967-1970

4.1.4 Die Spätphase der ETA

4.2 DIE IDEOLOGIE DER ETA

4.2.1 Die ETA und die Jugend

4.2.2 Die sprachlich-kulturelle Entwicklung

5. ENDE DES FRANCO REGIMES, MONARCHIE UND TRANSICIÓN 1975-1982

5.1 DER TOD FRANCOS 1975

5.2 DER FRANQUISMUS BLEIBT

5.3 DIE ETA BLEIBT

5.4 DIE NEUE VERFASSUNG

5.4.1 Ein Statut für das Baskenland

6. DAS BASKENPROBLEM WÄHREND DER SOZIALISTISCHEN ÄRA 1982-1996

6.1 DIE REGIERUNG UNTER GONZÁLEZ

6.2 DER KAMPF GEGEN DEN ETA-TERROR

7. DAS BASKENPROBLEM WÄHREND DER KONSERVATIVEN ÄRA 1996-HEUTE

7.1 DIE REGIERUNG UNTER AZNAR

7.2 DIE VERFOLGUNG DER ETA

7.2.1 Der Umgang mit Herri Batasuna

7.3 DER PROTEST DES VOLKES

8. ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSBETRACHTUNG: FEHLER UND LÖSUNGEN

8.1 HISTORISCHE FEHLER IM UMGANG MIT DEM BASKENLAND

8.2 FRAGWÜRDIGES VORGEHEN DER SOZIALISTEN UND DER KONSERVATIVEN

8.3 PROBLEMLÖSUNG INTERN

9. HEUTE

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Baskenlandes unter Berücksichtigung spanischer Regierungsperioden sowie die Entstehung und Radikalisierung der Untergrundorganisation ETA. Das primäre Ziel ist es, den Ursprung des sogenannten "Baskenproblems" nachzuvollziehen und die sozioökonomischen sowie politischen Faktoren aufzuzeigen, die zur Eskalation des Konflikts bis hin zum Terrorismus führten.

  • Historische Wurzeln des baskischen Nationalismus und Autonomiebestrebungen.
  • Die Auswirkungen der Franco-Diktatur auf die Identität und Sprache des Baskenlandes.
  • Entstehung, Ideologie und Wandlung der ETA von einer intellektuellen Bewegung zum bewaffneten Kampf.
  • Der Umgang spanischer Regierungen (Sozialisten vs. Konservative) mit dem Baskenkonflikt.
  • Die moralische Delegitimierung der ETA durch zivilgesellschaftlichen Protest.

Auszug aus dem Buch

Die Gründung des ersten eigenständigen Baskenstaates

Das römische Besatzungsinteresse für das wegen seiner Wildheit und Stammeszersplitterung unregierbare Baskenland war gering. Die arabische Besetzung befreite die Basken vom Germanischen Druck, welche die auf der Iberischen Halbinsel bestehenden Konflikte nutzten, um ihre Eigenständigkeit zu behaupten. Die Kämpfe gegen die Goten schufen dann die Notwendigkeit eines militärischen Zusammenschlusses der zersplitterten Stämme. Mit der Gründung des Fürstentums Pamplona entstand der erste eigenständige Baskenstaat. Die baskischen Grafschaften, die sich der maurischen und fränkischen Herrschaft widersetzten, bildeten 905 das Königreich Navarra.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik des Baskenlandes als Sonderfall und methodisches Vorgehen der Untersuchung.

2. DAS BASKENLAND: EIN GESCHICHTLICHER RÜCKBLICK: Beleuchtung der frühen Phasen der baskischen Geschichte bis hin zu den Auswirkungen des Spanischen Bürgerkriegs.

3. DIE BASKEN UNTER DER DIKTATUR FRANCOS 1939-1975: Analyse der Unterdrückungsmechanismen des Franco-Regimes auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene.

4. DIE ETA: Darstellung der Entstehungsgeschichte, Phasen der Entwicklung und ideologischen Ausrichtung der ETA.

5. ENDE DES FRANCO REGIMES, MONARCHIE UND TRANSICIÓN 1975-1982: Untersuchung der politischen Neuordnung nach dem Tod Francos und der Etablierung neuer Verfassungsstrukturen.

6. DAS BASKENPROBLEM WÄHREND DER SOZIALISTISCHEN ÄRA 1982-1996: Bewertung der Regierungszeit unter González und der Strategien im Kampf gegen den ETA-Terror.

7. DAS BASKENPROBLEM WÄHREND DER KONSERVATIVEN ÄRA 1996-HEUTE: Diskussion der Regierungsführung unter Aznar, der Polizeierfolge und des wachsenden zivilgesellschaftlichen Widerstands.

8. ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSBETRACHTUNG: FEHLER UND LÖSUNGEN: Kritische Reflexion historischer Fehler und Perspektiven für eine interne Problemlösung.

9. HEUTE: Aktueller Status des Konflikts in einer demokratischen Ära bei weiterhin bestehender terroristischer Bedrohung.

Schlüsselwörter

Baskenland, ETA, Franco-Diktatur, Nationalismus, Unabhängigkeit, Autonomie, Euskadi, Identität, Terrorismus, Spanischer Bürgerkrieg, PNV, Demokratisierung, Konfliktlösung, Widerstand, Politische Geschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische und politische Sonderentwicklung des Baskenlandes, insbesondere im Hinblick auf den langjährigen Konflikt zwischen baskischen Autonomiebestrebungen und der spanischen Zentralgewalt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Schwerpunkte liegen auf der kulturellen und politischen Unterdrückung unter Franco, der Entwicklung der Terrororganisation ETA sowie der Reaktion verschiedener spanischer Regierungen auf das Baskenproblem.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Radikalisierung des baskischen Nationalismus zum Terrorismus historisch zu fundieren und zu verstehen, warum politische Maßnahmen bisher nicht zu einer dauerhaften Befriedung führten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die sich primär auf die Dissertation von Josef Lang sowie ergänzende neuere Quellen zur spanischen Geschichte stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert den Konflikt chronologisch, von den Anfängen des Baskenlands über die Diktatur bis hin zu den Ären der Sozialisten und Konservativen in der modernen Demokratie.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Baskenland, ETA, Autonomie, Nationalismus, Franco-Regime und die sozioökonomische Identitätsfindung.

Welche Rolle spielte die Jugend bei der Entstehung der ETA?

Die Jugend zur Zeit Francos sah in der ETA eine rebellische politische und soziale Bewegung, die sich vom Konservatismus abwandte und einen kulturellen Aufbruch repräsentierte.

Warum war das "Statut von Guernica" nicht in der Lage, den Terror zu beenden?

Obwohl das Statut weitreichende Autonomie gewährte, lehnte die ETA militar es weiterhin ab, da sie das Ziel der völligen Unabhängigkeit verfolgte und der Zentralstaat zudem an der unteilbaren Einheit Spaniens festhielt.

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Details

Titel
Das Baskenland und die ETA. Geschichte, Identität, Unterdrückung und Terror eines Volkes
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
1-
Autor
Ann-Katrin Kutzner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
25
Katalognummer
V33282
ISBN (eBook)
9783638338011
ISBN (Buch)
9783638901949
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Baskenland Geschichte Identität Unterdrückung Terror Volkes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ann-Katrin Kutzner (Autor:in), 2003, Das Baskenland und die ETA. Geschichte, Identität, Unterdrückung und Terror eines Volkes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33282
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Leseprobe aus  25  Seiten
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