Projekt: Psychomotorische Förderstunde in der Grundschule 'Grüner Weg' in Emden


Praktikumsbericht / -arbeit, 2004

12 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was heißt Psychomotorik

3. Die Rahmenbedingungen

4. Erste Erfahrungen mit Psychomotorik

5. Fazit und Ausblick zur Weiterführung des Projektes

6. Literatur

1. Einleitung

In der ersten Zeit, als unterschiedliche Projekte zur Auswahl standen oder eigene Projektwünsche umgesetzt werden konnten, bestand für mich der Wunsch, in ein bestehendes Projekt einzusteigen. Hier erwartete ich klare Strukturen und Ansprechpartner. Da ich selber über mehrere Jahre in einer Privatpraxis gearbeitet hatte, wusste ich um die Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Projektideen in den Praxisalltag und wollte diese vermeiden. Außerdem erschien es mir sehr reizvoll mich mit etwas völlig Unbekanntem auseinander zu setzen und mich in die psychomotorische Arbeit mit Kindern einzuarbeiten. Deshalb entschied ich mich für das Projekt Psychomotorischen Fördergruppe in einer Grundschule. Ich war auch nicht die Einzige: Stefanie Rocker hatte sich ebenfalls für dieses Projekt entschieden.

Innerhalb dieses Projektes gab es zwei Gruppen, die jeweils eine Stunde von uns betreut wurden. Beide Gruppen fanden einmal die Woche (immer donnerstags) in der Turnhalle der Grundschule „Grüner Weg“ statt. Die Gruppen waren gemischt, das heißt, Jungen und Mädchen. Sie waren jedoch unterschiedlichen Alters. Wir haben eine Gruppe aus dem vorangegangenen Jahrgang übernommen, die nun überwiegend die 4. Klasse der Grundschule besuchten. In der zweiten Gruppe waren die Kinder zum einen aus dem Schulkindergarten und zum anderen aus der 1. Klasse. Die Förderziele konnten wir frei wählen, wobei die Zusammenarbeit mit den Lehrern und am Anfang auch mit Fr. Dr. Haas sehr hilfreich war. Für mich war es wichtig, mich nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch mit der psychomotorischen Arbeit mit Kindern auseinanderzusetzen, da ich von dieser Art der Behandlung bzw. der Förderung bis dahin nur gehört hatte. Bevor die praktische Arbeit im Projekt anstand habe ich mich sehr intensiv mit der Theorie der Psychomotorik beschäftigt und Bücher zu diesem Thema gelesen. Dabei stellte sich mir schon eine Frage: Wie soll ich ein so umfassendes Konzept in die Praxis umsetzten?

In diesem Bericht möchte ich mich in einer Art Nachschau noch einmal rückblickend damit auseinander setzen. Ich hoffe, dass es mir gelingen wird, einen Ansatz für die Weiterführung des Projektes zu entwickeln.

2. Was heißt Psychomotorik

Während sich die Medizin und die ihr angegliederten medizinischen Heil- und Hilfsberufe in erster Linie auf die Behebung körperlich-muskulärer Störungen konzentrieren und die psychotherapeutischen Verfahren vor allem auf das Seelenleben, die Emotionen und die psychischen Befindlichkeiten ausgerichtet sind, wendet sich die Psychomotorik an genau jene Überschneidungsbereiche, in denen die wechselseitige Beeinflussung von Bewegung, Verhalten und Selbsterleben deutlich werden. Unter dem Anspruch einer ganzheitlichen Vorgehensweise steht die Förderung der gesamten Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes durch das Medium Bewegung im Vordergrund. Ziel der psychomotorischen Förderung ist es, die Eigentätigkeit des Kindes zu fördern, es zum selbstständigen Handeln anzuregen, durch Erfahrungen in der Gruppe zu einer Erweiterung seiner Handlungskompetenz und Kommunikationsfähigkeit beizutragen. Zu den Inhalten der Psychomotorik zählen Körpererfahrungen, Materialerfahrungen sowie Sozialerfahrungen: Körpererfahrung bedeutet das Wahrnehmen und Erleben des eigenen Körpers mit allen Sinnen sowie dem Erfahren der Ausdrucksmöglichkeiten des eigenen Körpers. Materialerfahrung bedeutet die Möglichkeit, sich mit den räumlichen und dinglichen Gegebenheiten der Umwelt auseinander zu setzen, sich den Gesetzmäßigkeiten der Objekte anzupassen oder sich diese passend zu machen. Dies bedeutet auch ein erkundendes und experimentelles Lernen über das Medium Bewegung. Unter Sozialerfahrungen versteht Zimmer die Möglichkeit, über Bewegung mit anderen zu kommunizieren und dies auch zu erkennen. Sozialerfahrungen entstehen beim Miteinander und Gegeneinander im Spiel und in Regelspielen mit selbst erstellten Spielregeln. Im Vordergrund stehen erlebnisorientierte Bewegungsangebote, die dem Kind die Möglichkeit geben, sich selbst als wichtiges Mitglied einer Gruppe zu erfahren, die den Aufbau eines positiven Selbstkonzeptes unterstützen und ihm die Erfahrungen des Selber-Wirksam-Seins vermitteln. (R. Zimmer, 1999 S. 22-25)

3. Die Rahmenbedingungen

Die erste Gruppe, die Donnerstag Förderstunde hatte, bestand am Anfang aus vier Jungen und drei Mädchen. Ein Junge dieser Gruppe war in der zweiten Klasse, alle anderen Kinder besuchten die vierte Klasse. Diese Gruppe wurde übernommen, da wir in ein schon bestehendes Projekt eingestiegen sind. Die drei Studentinnen, die diese Kinder vorher betreuten, haben uns die Kinder und ihre Lebenssituationen in einem vorhergehenden Gespräch vorgestellt. Um uns persönlich bei den Kindern einzuführen und den Kontakt zu ihnen herzustellen, hielten wir die erste Stunde als ‚Übergang’ gemeinsam mit den Vorgängerinnen, in der wir verschiedene ‚Kennenlernspiele’ spielten. Diese Gruppe entstand jedoch aus vorher zwei unterschiedlichen Gruppen, was für die Prozesse innerhalb der Gruppe nicht förderlich war. Um mit den Lehrern dieser Gruppe in Kontakt zu kommen, haben wir uns und das Projekt noch einmal ganz kurz auf einer Gesamtlehrerkonferenz vorgestellt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Projekt: Psychomotorische Förderstunde in der Grundschule 'Grüner Weg' in Emden
Hochschule
Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven; Standort Emden
Veranstaltung
Projektplenum
Note
1,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
12
Katalognummer
V33755
ISBN (eBook)
9783638341530
Dateigröße
537 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Projekt, Psychomotorische, Förderstunde, Grundschule, Grüner, Emden, Projektplenum
Arbeit zitieren
Constanze Korb (Autor), 2004, Projekt: Psychomotorische Förderstunde in der Grundschule 'Grüner Weg' in Emden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33755

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