Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Orientalistik / Sinologie - Arabistik

Goethe und der Islam. Übersetzung von Voltaires Mahomet (1799)

Titel: Goethe und der Islam. Übersetzung von Voltaires Mahomet (1799)

Essay , 2013 , 5 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: M.A. Mohammed Lakehal (Autor:in)

Orientalistik / Sinologie - Arabistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit ist eine Analyse der Übersetzung von Voltaires Mahomet durch Goethe. Sie spiegelt die gegensäztlichen Einstellungen der beiden Schriftsteller ( Voltaire und Goethe) im Hinblick auf das Bild von dem Propheten Mohammed wider.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Was ist Voltaires Mahomet?

II. Warum hat Goethe Mahomet übersetzt?

III. Abweichungen vom Original beim Übersetzen

IV. Reaktionen auf die Übersetzung

V. Die von Voltaire kritisierte Seite

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Hintergründe, Motive und Herausforderungen von Johann Wolfgang von Goethes Übersetzung des Voltaire-Dramas „Mahomet“ im Jahr 1799. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf dem Spannungsfeld zwischen Goethes eigener Wahrnehmung des Propheten Mohammed und der von Voltaire gezeichneten negativen Charakterisierung sowie den daraus resultierenden künstlerischen Bearbeitungsstrategien.

  • Historische Einordnung des Voltaire-Dramas und dessen Rezeption.
  • Die Rolle von Herzog Carl August als Auftraggeber der Übersetzung.
  • Goethes bewusste künstlerische Distanzierung und Umgestaltung des Stoffes.
  • Die kontroverse Aufnahme der Übersetzung durch Zeitgenossen wie das Ehepaar Herder.
  • Untersuchung der intendierten Kritik Voltaires am Islam und Christentum.

Auszug aus dem Buch

Warum hat Goethe Mahomet übersetzt?

Der Herzog von Weimar Carl August wünschte, Mahomet auf seinem Hoftheater zu sehen. Er selber hatte schon eine Aufführung in Paris erlebt. So beauftragte er Goethe 1799 damit, Mahomet für die Weimarer Bühne zu übersetzen, in der Hoffnung dadurch „eine Epoche in der Verbesserung des deutschen Geschmacks“.

„Aus eigenem Antrieb hätte Goethe niemals die Übersetzung gerade dieses Stücks unternommen, da die Thematik seiner eigenen Auffassung des Propheten Mohammed widersprach.“

Voltaire versucht in diesem Werk eine extrem negative Vorstellung von Mohammed bei den Rezipienten zu schaffen, indem er ihn als Betrüger, Fanatiker, skrupelloser und sexbesessener Mensch, Tyrannen und Machtsüchtiger darstellt hat. Goethe hingegen sah Mohammed nie als Betrüger an. Deswegen kam es ihn hart an, dieses Stück zu übertragen. Der Grund für die Übersetzungsannahme ist die Abhängigkeit der Hoftheater damaliger Zeit von den Höfen, ohne deren Zuschüsse hätte das Weimarer Theater nicht existieren können. Es war damals undenkbar, die Aufführung eines bestimmten Theaterstücks zum Geburtstag der Gemahlin des Herzogs abzulehnen. Goethe persönlich war dem Herzog vielen Dank schuldig, dass er seinen Wunsch unbedingt erfüllen sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Was ist Voltaires Mahomet?: Das Kapitel erläutert den Ursprung und den kontroversen Inhalt der Tragödie Voltaires, die als Abrechnung mit religiösem Fanatismus konzipiert war.

II. Warum hat Goethe Mahomet übersetzt?: Hier werden die äußeren Zwänge durch den Herzog von Weimar dargelegt, die Goethe trotz seiner inhaltlichen Ablehnung des Voltaire-Stücks zur Übersetzung bewegten.

III. Abweichungen vom Original beim Übersetzen: Dieser Abschnitt beschreibt Goethes Versuche, das negative Bild Mohammeds durch die Fokussierung auf die Liebeshandlung und stilistische Milderungen zu korrigieren.

IV. Reaktionen auf die Übersetzung: Die Rezeption des Werkes durch Zeitgenossen wird thematisiert, wobei insbesondere die Kritik des Ehepaars Herder hervorgehoben wird.

V. Die von Voltaire kritisierte Seite: Abschließend wird analysiert, gegen welche Institutionen – Islam oder Christentum – sich die ursprüngliche Intention Voltaires richtete.

Schlüsselwörter

Goethe, Voltaire, Mahomet, Übersetzung, Mohammed, Weimarer Hoftheater, Carl August, Religiöser Fanatismus, Liebeshandlung, Rezeption, Aufklärung, Drama, Theatergeschichte, Literaturkritik, Herder.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehungsgeschichte und den inhaltlichen Anpassungen von Goethes Übersetzung des Dramas „Mahomet“ von Voltaire am Ende des 18. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf den biographischen und theatergeschichtlichen Hintergründen, den moralischen Konflikten des Übersetzers sowie der zeitgenössischen Kritik am Werk.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Goethe versucht hat, durch literarische Bearbeitung eine Balance zwischen seinem Auftrag und seiner persönlichen Wertschätzung gegenüber dem Propheten Mohammed zu finden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die primär auf der Untersuchung von Textauszügen, zeitgenössischen Dokumenten und biographischen Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Motive des Herzogs, die inhaltlichen Diskrepanzen zwischen Goethe und Voltaire sowie die konkreten Bearbeitungsschritte der Übersetzung analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Goethe, Voltaire, Mahomet, Übersetzung, Fanatismus und Rezeption.

Wie stand Goethe persönlich zu der von ihm übersetzten Figur Mohammed?

Goethe lehnte das negative Bild, das Voltaire von Mohammed zeichnete, ab und betrachtete den Religionsstifter stattdessen als ein schöpferisches Genie.

Warum konnte Goethe den Auftrag des Herzogs zur Übersetzung nicht ablehnen?

Aufgrund der finanziellen Abhängigkeit des Weimarer Theaters vom Hof und einer persönlichen Verpflichtung gegenüber Herzog Carl August sah sich Goethe gezwungen, dem Wunsch nachzukommen.

Wie reagierte das Ehepaar Herder auf die Aufführung des Stücks?

Sie lobten zwar die sprachliche Qualität und den Rhythmus, verurteilten aber den Inhalt des Stücks scharf als „Versündigung gegen die Menschheit“.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Goethe und der Islam. Übersetzung von Voltaires Mahomet (1799)
Veranstaltung
Goethe und die islamische Welt
Note
1,8
Autor
M.A. Mohammed Lakehal (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
5
Katalognummer
V337780
ISBN (eBook)
9783668271319
ISBN (Buch)
9783668271326
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Goethe Islam islamische Welt Voltaire Mommsen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Mohammed Lakehal (Autor:in), 2013, Goethe und der Islam. Übersetzung von Voltaires Mahomet (1799), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337780
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  5  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum