Da in heutiger Zeit die Angebote von Kinderwunschkliniken von Paaren in Anspruch genommen werden, stellt sich auch die Frage, ob Kinderlosigkeit heutzutage schon als eine Krankheit angesehen werden kann, deren Therapie von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden muss, oder ob Kinderlosigkeit einen Trend unserer heutigen Gesellschaft wiederspiegelt und damit einem – manchmal unfreiwillig - selbstgewählten Entschluss entspricht.
In dieser Arbeit wird der Trend des „Social-Freezings“ anhand der Lektüre von Claudia Bozzaro „Ein Kind ja, aber erst irgendwann…“ thematisiert und zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
- Die zeitliche Entgrenzung der weiblichen Fortpflanzung
- Methoden des Egg-Freezings
- Die immer älter werdende Elternschaft
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit setzt sich mit dem Trend des "Social-Freezings" auseinander, der die zeitliche Entgrenzung der weiblichen Fortpflanzung durch die Kryokonservierung von Eizellen und Eierstockgewebe ermöglicht.
- Die zeitliche Entgrenzung der weiblichen Fortpflanzung und ihre Folgen
- Die Methoden des Egg-Freezings und der Kryokonservierung von Eierstockgewebe
- Die wachsende Bedeutung des Social-Freezings in der Gesellschaft
- Die immer älter werdende Elternschaft und ihre Auswirkungen
- Die ethischen und gesellschaftlichen Implikationen der modernen Reproduktionsmedizin
Zusammenfassung der Kapitel
- Die zeitliche Entgrenzung der weiblichen Fortpflanzung: Dieses Kapitel beleuchtet die biologischen und gesellschaftlichen Faktoren, die die zeitliche Entgrenzung der weiblichen Fortpflanzung ermöglichen. Es wird auf die begrenzte Fertilitätsphase der Frau und die zunehmende Bedeutung des "Social-Freezings" eingegangen.
- Methoden des Egg-Freezings: Dieses Kapitel stellt die verschiedenen Methoden der Kryokonservierung von Eizellen und Eierstockgewebe vor. Es beschreibt die Verfahren, die Erfolgsraten und die ethischen Aspekte dieser Methoden.
- Die immer älter werdende Elternschaft: Dieses Kapitel untersucht die Entwicklung der Elternschaft in den westlichen Industrieländern. Es analysiert die Gründe für die Verschiebung des durchschnittlichen Alters von Erstgebären und die damit verbundenen Risiken.
Schlüsselwörter
Social-Freezing, Kryokonservierung, Eizellen, Eierstockgewebe, Reproduktionsmedizin, Fertilität, Menopause, Elternschaft, Schwangerschaft, Risikoschwangerschaft, ethische Aspekte, gesellschaftliche Implikationen.
Häufig gestellte Fragen zum Social-Freezing
Was versteht man unter Social-Freezing?
Social-Freezing bezeichnet das vorsorgliche Einfrieren (Kryokonservierung) von unbefruchteten Eizellen aus nicht-medizinischen Gründen, um eine Schwangerschaft zu einem späteren Zeitpunkt im Leben zu ermöglichen.
Warum entscheiden sich Frauen für das Egg-Freezing?
Häufige Gründe sind das Fehlen eines passenden Partners, berufliche Karriereplanung oder der Wunsch, den biologischen Druck der tickenden "biologischen Uhr" zu mindern.
Wie funktioniert die Kryokonservierung von Eizellen?
Nach einer hormonellen Stimulation werden Eizellen entnommen und mittels Vitrifikation (Schockfrieren) bei extrem niedrigen Temperaturen gelagert, wodurch ihre Qualität über Jahre erhalten bleibt.
Welche Risiken birgt eine späte Mutterschaft?
Mit zunehmendem Alter der Mutter steigen die Risiken für Schwangerschaftsdiabetes, Präeklampsie und chromosomale Anomalien beim Kind. Auch die körperliche Belastung einer späten Schwangerschaft wird oft höher eingeschätzt.
Wird Kinderlosigkeit heute als Krankheit angesehen?
Das ist eine ethische Streitfrage. Während medizinisch bedingte Unfruchtbarkeit oft als Krankheit anerkannt wird, gilt Social-Freezing meist als Lifestyle-Entscheidung, deren Kosten nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.
- Quote paper
- Miryam Besant (Author), 2015, Der Trend des „Social-Freezings“ anhand der Lektüre von Claudia Bozzaro „Ein Kind ja, aber erst irgendwann…“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337968