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Die Energiewende aus der Perspektive eines erzeugenden Stadtwerkes in kommunaler Trägerschaft mit angeschlossenem ÖPNV-Unternehmen

Titel: Die Energiewende aus der Perspektive eines erzeugenden Stadtwerkes in kommunaler Trägerschaft mit angeschlossenem ÖPNV-Unternehmen

Hausarbeit , 2015 , 29 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Marco Mertens (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema Energiewende ist in aller Munde und wohl die meisten Menschen in Deutschland wollen eine intakte und saubere Natur ebenso wie bezahlbaren Strom. Doch dabei gibt es viele Punkte zu betrachten und auch zu bewerten. Was ist den Menschen wichtiger, erneuerbare und damit vermeintlich saubere Energie oder doch lieber billiger Strom? Wollen wir in Deutschland Vorreiter sein, den technologischen Fortschritt vorantreiben und davon auch wirtschaftlich profitieren oder wollen wir eine europaweite beziehungsweise weltweite Energiepolitik? Wollen wir den Ausstieg aus der Atomstrom-versorgung, auch wenn unsere Nachbarn in Belgien, Frankreich, Tschechien oder Polen daran festhalten und damit ihren Strom preisgünstiger anbieten können? Sind die erneuerbaren Energien wirklich so umweltfreundlich, wie es auf den ersten Blick scheint? Was ist ein „intelligentes Netz“ und wie können wir eine effiziente Speicherung von Energie erreichen?

Da die Fragen so vielfältig sind und eigentlich alle wissenschaftlichen Bereiche, von den Naturwissenschaften über die Ingenieurswissenschaften, den Sozialwissenschaften bis zu den Wirtschaftswissenschaften betreffen, will diese Arbeit einen klar umgrenzten Teilbereich betrachten. Die Energiewende aus der Perspektive eines erzeugenden Stadtwerkes in kommunaler Trägerschaft mit angeschlossenem ÖPNV-Unternehmen und darin auch nur den Bereich der Wirtschaftswissenschaften.

In der oben beschriebenen Konstellation von Versorgungs- und Nahverkehrsunternehmen wurden in den letzten Jahrzehnten die Defizite des ÖPNV durch die kommunalen Versorgungsunternehmen aufgefangen. Bedingt durch die Energiewende und die Liberalisierung des Energiemarktes stehen gerade diese Versorgungsunternehmen vor großen Herausforderungen. Denn die Erwartungen der Kommunen liegen weiterhin in einem Defizitausgleich der angeschlossenen Verkehrsgesellschaften, gleichzeitig müssen diese Stadtwerke aber ihre Wirtschaftlichkeit am freien Markt beweisen. Wie ist es also möglich, dass diese Stadtwerke die Energiewende mitgehen können?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die „gute alte Zeit“ oder wie es vor der Energiewende war.

2.1. Rechtsgrundlage zur Energiewende

2.2. Strom- / Gaspreisentwicklung

2.3. Lastprofile und Anlaufzeiten von Kraftwerken

2.4. Versorgungssicherheit

2.5. CO2 - Zertifikatshandel

2.6. Kraft-Wärme-Kopplung

3. Der Weg in die Zukunft

3.1. Stadtwerke 2035

3.2. Lastenverteilung zur Versorgungssicherheit

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen der deutschen Energiewende aus der spezifischen wirtschaftswissenschaftlichen Perspektive eines kommunalen Stadtwerks, das zudem ein ÖPNV-Unternehmen betreibt und dessen finanzielle Defizite durch das Energiegeschäft ausgleichen muss.

  • Struktureller Wandel der Energieversorgung durch die Energiewende
  • Wirtschaftlichkeit kommunaler Stadtwerke im liberalisierten Energiemarkt
  • Konflikt zwischen Versorgungssicherheit und Rentabilität
  • Rolle von Kraft-Wärme-Kopplung und Geothermie
  • Finanzierung von ÖPNV-Defiziten durch Energieerlöse

Auszug aus dem Buch

2. Die „gute alte Zeit“ oder wie es vor der Energiewende war.

In der „guten alten Zeit“ vor der Energiewende hatten Stadtwerke in der Regel eine Monopolstellung. Begünstigt durch den Umstand, dass man für Strom, Gas und Wasser immer eine physikalische Leitung bis zum Hausanschluss benötigt, hatte der Kunde keine Möglichkeit sich seinen Energieversorger am Markt frei auszuwählen. Der Wohnort bestimmte automatisch den Energieversorger. Die Menschen dachten nicht viel über Energieversorgung nach. Der Strom kam ja aus der Steckdose und der Sprit von der Tankstelle.

Doch bereits 1865 hat der englische Ökonom W.S. Jevons in seinem Buch „The Coal Question“ die Endlichkeit fossiler Energieträger untersucht. In den 70er Jahres des letzten Jahrhunderts kam dann die ökologische Bewegung auf und das Thema Energiesparen oder Atomausstieg drang in das Bewusstsein der Bürger und Politiker. Es gab einen „autofreien Sonntag“, denn bedingt durch den Jom Kippur Krieg zwischen Ägypten, Syrien und Israel stieg der Erdölpreis stark an. Den Menschen wurde bewusst, dass fossile Brennstoffe endlich und in der Bundesrepublik Deutschland nicht ausreichend vorhanden waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themenvielfalt der Energiewende ein und definiert den Fokus auf kommunale Stadtwerke als Versorgungs- und Nahverkehrsunternehmen.

2. Die „gute alte Zeit“ oder wie es vor der Energiewende war.: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Monopolstellung der Stadtwerke sowie die Anfänge des ökologischen Bewusstseins und die energiepolitischen Zäsuren nach 2011.

2.1. Rechtsgrundlage zur Energiewende: Hier werden die wesentlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere das EEG, das Energiekonzept der Bundesregierung und das EnWG, erläutert.

2.2. Strom- / Gaspreisentwicklung: Das Kapitel analysiert die Preisstrukturen für Endverbraucher unter dem Aspekt der Liberalisierung und der staatlichen Einflussnahme.

2.3. Lastprofile und Anlaufzeiten von Kraftwerken: Es wird die technische Notwendigkeit einer präzisen Laststeuerung und die unterschiedliche Flexibilität verschiedener Kraftwerkstypen thematisiert.

2.4. Versorgungssicherheit: Dieses Kapitel diskutiert den gesetzlichen Rahmen zur Sicherung der Energieversorgung und die hohen Ausfallsicherheitsstandards in Deutschland.

2.5. CO2 - Zertifikatshandel: Hier werden die Ziele des EU-Emissionshandelssystems und die ökonomischen Auswirkungen für Kraftwerksbetreiber dargestellt.

2.6. Kraft-Wärme-Kopplung: Das Kapitel beschreibt die energieeffiziente Kopplung von Strom- und Wärmeproduktion als wirtschaftlich geförderte, aber unter Druck stehende Technologie.

3. Der Weg in die Zukunft: Hier wird der Fokus auf zukünftige Potenziale wie den Ausbau erneuerbarer Energien und die Rolle von EU-Stromverbünden gelegt.

3.1. Stadtwerke 2035: Dieses Kapitel entwirft Strategien für Stadtwerke, um durch neue Geschäftsfelder wie Elektromobilität und Geothermie wettbewerbsfähig zu bleiben.

3.2. Lastenverteilung zur Versorgungssicherheit: Hier wird über potenzielle Vergütungsmodelle für die Kraftwerksvorhaltung und die Rolle staatlicher Eingriffe diskutiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit unternehmerischer Anpassungen und Investitionen in moderne Technologien zusammen, um die Energiewende wirtschaftlich tragbar zu gestalten.

Schlüsselwörter

Energiewende, Stadtwerke, ÖPNV, Energieversorgung, Strompreise, Kraft-Wärme-Kopplung, Versorgungssicherheit, Erneuerbare Energien, EnWG, EEG, Geothermie, Klimaziele, Lastprofile, Emissionshandel, Kommunalwirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Energiewende auf kommunale Stadtwerke, die durch das Betreiben des ÖPNV eine besondere wirtschaftliche Doppelbelastung tragen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Aspekte sind der Wandel der rechtlichen Rahmenbedingungen, die Entwicklung von Energiepreisen, technische Anforderungen an Lastprofile sowie strategische Investitionsmöglichkeiten in erneuerbare Energien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob und wie kommunale Stadtwerke trotz schrumpfender Gewinne und komplexer gesetzlicher Anforderungen die Energiewende meistern und dabei weiterhin den ÖPNV querfinanzieren können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Analyse aktueller Gesetze, Marktdaten und branchenüblicher Statistiken, um die wirtschaftliche Situation der Stadtwerke im Kontext der Energiewende darzulegen.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung der Energieversorgung, die aktuelle Gesetzeslage, die Preiskalkulation, technische Netzherausforderungen sowie Zukunftsstrategien für Stadtwerke.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie "kommunale Trägerschaft", "ÖPNV-Defizitausgleich", "Versorgungssicherheit", "Kraft-Wärme-Kopplung" und die "Liberalisierung des Energiemarktes".

Warum spielt die Kraft-Wärme-Kopplung eine so wichtige Rolle für Stadtwerke?

Die KWK ist eine hocheffiziente Methode, die sowohl die Strom- als auch die Wärmebereitstellung bedient und politisch gefördert wird, was sie für die kommunale Versorgung essenziell macht.

Welche Rolle spielt die Geothermie für die Zukunftsfähigkeit der Stadtwerke?

Die Arbeit identifiziert Geothermie als strategisches Potenzial, um eine CO2-arme Grundlastversorgung zu erreichen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen langfristig zu reduzieren.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Energiewende aus der Perspektive eines erzeugenden Stadtwerkes in kommunaler Trägerschaft mit angeschlossenem ÖPNV-Unternehmen
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,7
Autor
Marco Mertens (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
29
Katalognummer
V341294
ISBN (eBook)
9783668308855
ISBN (Buch)
9783668308862
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirtschaftspolitik Energiewende Stadtwerk kommunaler Trägerschaft mit angeschlossenem ÖPNV
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marco Mertens (Autor:in), 2015, Die Energiewende aus der Perspektive eines erzeugenden Stadtwerkes in kommunaler Trägerschaft mit angeschlossenem ÖPNV-Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341294
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Leseprobe aus  29  Seiten
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