Die Unternehmen sind heutzutage einer ganz anderen Unternehmensumwelt ausgesetzt als noch vor einigen Jahrzenten. Ursache dafür ist, dass mittlerweile in nahezu jeder Branche internationale Märkte herrschen. Die Konkurrenz auf den Märkten wird stetig größer und die Technologie entwickelt sich immer schneller voran. Daher müssen die Unternehmen öfter innovativ tätig werden und ständig ihre Prozesse vorantreiben, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dadurch werden die zu bewältigen Aufgaben immer komplexer, wodurch Routinetätigkeiten abnehmen und die Lösung von Problemstellungen in Projektarbeiten zunimmt.
Die Autoren werden sich in der Untersuchung genau mit der Beurteilung dieser Projekte beschäftigen. Dazu wird zunächst einmal eine Definition von Projekten notwendig sein, um sicherzustellen, dass es sich bei den betrachteten Aufgabenstellungen auch um Projekte handelt. Die Problematik besteht anschließend darin eine geeignete Methodik zu finden mit der sich ein Projekt bewerten lässt. Das Ergebnis der Methode sollte dem Anwender zuverlässig aufzeigen, ob es aus Unternehmenssicht sinnvoll ist ein Projekt umzusetzen oder zu verwerfen, bzw. im Nachhinein die Rentabilität eines Projektes anzeigen. Da es diverse Kennzahlen zur Beurteilung von Investitionen gibt, werden die Autoren den Fokus dieser Untersuchung auf den Return on Investment (ROI) legen. Allerdings werden auch weitere Methoden der Investitionsbeurteilung kurz beschrieben, damit die Möglichkeit einer mehrdimensionalen Bewertung von Projekten mit einbezogen wird.
Die Ausarbeitung wird von den Autoren im Hinblick auf die Fragestellung und dem damit verbundenem Ziel, ob die Kennzahl ROI zur Beurteilung von Projekten geeignet ist, durchgeführt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Definition
2.1 Projekt
2.2 Return on Investment
3 Kennzahlensystem nach DuPont
4 Praxisbeispiele
4.1 ROI in der Personalentwicklung
4.1.1 Gründe für die Anwendung des ROI in der Personalentwicklung
4.1.2 Kosten für Personalentwicklungsmaßnahmen
4.1.3 Evaluation von Personalentwicklungsmaßnahmen
4.1.4 Beispiel zur Ermittlung des ROI
4.1.5 Vor- und Nachteile des ROI in der Personalentwicklung
4.2 ROI im Social Media Bereich
4.2.1 Einführung
4.2.1.1 Begriffsklärung
4.2.1.2 Problemstellung des ROI im Social Media Bereich
4.2.2 Key-Performance-Indikatoren im Zusammenhang mit dem ROI
4.2.3 Kosten von Social Media Projekten
4.2.4 Ergebnisse von Social Media Aktivitäten
4.2.5 Wirkungskette zwischen Investition und Rendite
4.2.6 ROI-Berechnung für den Unternehmensbereich Vertrieb
4.2.7 ROI-Berechnung mit externen Tools
5 ROI als Kennzahl zur Projektbeurteilung
5.1 Stärken in der Beurteilung
5.2 Schwächen in der Beurteilung
6 Alternative Möglichkeiten zur Projektbeurteilung
6.1 Kapitalwertmethode
6.2 Weitere dynamische Verfahren zur Projektbeurteilung
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Kennzahl "Return on Investment" (ROI) als Instrument zur effektiven Beurteilung und Rentabilitätsanalyse von Projekten geeignet ist, wobei insbesondere die Herausforderungen bei der Anwendung in komplexen Bereichen wie der Personalentwicklung und im Social Media Marketing beleuchtet werden.
- Theoretische Fundierung des ROI und des Kennzahlensystems nach DuPont
- Analyse der ROI-Anwendung in der Personalentwicklung (Evaluationsstufen)
- Quantifizierung von Social Media Aktivitäten und deren ROI-Herausforderungen
- Kritische Würdigung der Stärken und Schwächen der ROI-Methode
- Gegenüberstellung mit dynamischen Investitionsrechnungsverfahren (Kapitalwertmethode)
Auszug aus dem Buch
4.1.4 Beispiel zur Ermittlung des ROI
Bei einem mittelständischen Unternehmen wurde ein Seminar für Führungskräfte im produzierenden Bereich durchgeführt. Das Training hatte die Absicht die Work-Life-Balance der Mitarbeiter zu verbessern. Im Laufe der Zeit wurden folgende Veränderungen unter der Annahme, dass die Änderungen auf das Seminar zurückzuführen sind, registriert: Verringerung der Produktionsunterbrechungen, Reduzierung von Krankheitszeiten und ein verbessertes Klima innerhalb der Belegschaft. Über einen Zeitraum von einem Jahr stieg der Output um 15 %, der Krankenstand ging um 9 % zurück, Streit- und Schlichtungsgespräche gingen um 45 % zurück. Als nächstes werden die wahrgenommenen Verbesserungen auf monetäre Werte übertragen. Der hieraus entstandene Nutzen beträgt für das gesamte Geschäftsjahr 165.000 Euro. Dem stehen Kosten in Höhe von 60.000 Euro entgegen, die bspw. das Honorar des Coaches, Lernmittel, Arbeitsausfallkosten während des Seminars oder aber auch die Auswertung der zu beobachteten Kennzahlen umfassten. (vgl. Phillips & Schirmer, 2008, S. 73f)
Als nächstes kann nun der ROI ermittelt werden.
ROI = (165.000 Euro - 60.000 Euro) / 60.000 Euro * 100 = 175 %
In diesem Beispiel liegt der ROI bei 175 %, das bedeutet, dass die Kosten für dieses Training komplett gedeckt wurden und darüber hinaus für jeden investierten Euro ein Gewinn von 1,75 Euro erreicht wurde. (vgl. Phillips & Schirmer, 2008, S. 160f)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die veränderte Unternehmensumwelt und definiert das Ziel der Arbeit, die Eignung des ROI als Projektbewertungskennzahl zu prüfen.
2 Definition: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende Begriffsbestimmung für Projekte und den Return on Investment als Maßstab für den wirtschaftlichen Erfolg.
3 Kennzahlensystem nach DuPont: Es wird dargelegt, warum eine isolierte ROI-Betrachtung oft nicht ausreicht und wie das DuPont-System den ROI in seine Einzelbestandteile zerlegt.
4 Praxisbeispiele: Dieses Kapitel demonstriert anhand der Bereiche Personalentwicklung und Social Media, wie der ROI in der Praxis angewendet und berechnet werden kann.
5 ROI als Kennzahl zur Projektbeurteilung: Die Stärken (einfache Nachvollziehbarkeit) und Schwächen (Vernachlässigung des Zeitfaktors und von Risiken) der ROI-Methode werden hier kritisch diskutiert.
6 Alternative Möglichkeiten zur Projektbeurteilung: Zur Ergänzung der statischen ROI-Methode werden dynamische Verfahren wie die Kapitalwertmethode vorgestellt.
7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der ROI eine gute Basis bietet, jedoch für eine präzise Investitionsentscheidung durch dynamische Methoden und Kennzahlensysteme ergänzt werden sollte.
Schlüsselwörter
Return on Investment, ROI, Projektbeurteilung, Kennzahlensystem, DuPont, Personalentwicklung, Social Media Marketing, Investitionsrechnung, Kapitalwertmethode, Wirtschaftlichkeit, Rentabilität, Evaluationsstufen, Controlling, Monetarisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob die Kennzahl "Return on Investment" (ROI) ein geeignetes Werkzeug ist, um den Erfolg und die Rentabilität von Projekten in Unternehmen zu beurteilen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit fokussiert auf die theoretischen Grundlagen des ROI, dessen Anwendung in der Personalentwicklung sowie die komplexen Herausforderungen bei der ROI-Bestimmung im Social Media Bereich.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Eignung des ROI für Projektbewertungen zu hinterfragen und aufzuzeigen, wo die Grenzen dieser Kennzahl liegen und welche ergänzenden Methoden notwendig sind.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse und kombiniert theoretische Konzepte mit praktischen Beispielen und Kennzahlenmodellen, um die Anwendbarkeit des ROI kritisch zu prüfen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung über das DuPont-System, die praktische Anwendung in der Personalentwicklung und im Social Media Sektor sowie eine kritische Stärken-Schwächen-Analyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Kernbegriffe sind Return on Investment (ROI), Projektbeurteilung, Kennzahlensystem, Personalentwicklung, Social Media Marketing und Investitionsrechnung.
Warum ist die Messung des ROI im Social Media Bereich so schwierig?
Viele Effekte im Social Media Marketing, wie Imageverbesserung oder Interaktionen, sind immateriell und lassen sich nur schwer direkt in monetäre Werte umrechnen.
Was sind die Hauptkritikpunkte am ROI als Kennzahl für die Projektbeurteilung?
Der ROI ist ein statisches Verfahren, das den Zeitwert des Geldes vernachlässigt, von Schätzwerten abhängig ist und die komplexen Strukturen moderner Projekte oft nur unzureichend abbildet.
- Quote paper
- Daniel Diekena (Author), Tobias Ostendorf-Walter (Author), Denny Zabel (Author), 2015, Return on Investment als Grundlage zur Berechnung und Beurteilung von Projekten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343254