Der Konflikt stellt einen Forschungsgegenstand vieler Disziplinen, wie etwa der Psychologie, der Soziologie, der Betriebswirtschaft, der Volkswirtschaftslehre oder der Politologie dar. Festzustellen ist eine terminologische Vielfalt, zu der sich noch eine konzeptionelle gesellt.
Die Einleitung stellt den persönlichen Zugang zum Thema dieser Diplomarbeit dar.
In Kapitel 2 wird der Sinn von Konflikten behandelt, die Erscheinungsformen und seine Verläufe.
Kapitel 3 befasst sich einleitend mit der Institution Paar, der Frage nach welchen Prinzipien sich Individuen zu einer Paarbeziehung zusammenschließen, weiters mit verschiedenen Aspekten einer Paarbeziehung, wie Geld, Macht, Hausarbeit, Kinder und Sexualität. Besondere Ausführungen sind den verschiedenen Aspekten des Mannseins, seiner Sozialisation, seinen Bewältigungsmustern, seinen Rollen gewidmet.
Kapitel 4 stellt die aus den Vorkapiteln erarbeiteten Hypothesen dar, deren Untersuchung Grundlage der Kapitel 5, 6 und 7, dem empirischen Teil darstellt.
In Kapitel 5 wird der methodischen Zugang festgelegt, während Kapitel 6 die Untersuchung von 10 Paaren in Form von Einzelfallstudien enthält. Methodischer Zugang waren dabei der Paar-Giessen-Test zur Ermittlung der Paarstruktur und die Durchführung von Interviews mit den Männern dieser 10 Paare anhand eines Leitfadens. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. VORWORT
1.1 ZUGANG ZUR ARBEIT
1.2 AUFBAU DER ARBEIT
2. EINLEITUNG
2.1 DER SINN VON KONFLIKTEN
2.2 ERSCHEINUNGSFORMEN
2.2.1 Intrapsychische Konflikte
2.2.2 Endogene und exogene Konflikte
2.2.3 Echte und unechte Konflikte
2.2.4 Latente und manifeste/offene Konflikte
2.2.5 Heiße und kalte Konflikte
2.3 KONFLIKTVERLAUF
2.3.1 Anfangsphase
2.3.2 Hauptphase
2.3.3 Beendigung
3. PAARE - UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG DER PERSPEKTIVE DES MANNES
3.1 ALLGEMEINES
3.1.1 Der Mythos Paar – Die Institution Paar - Rituale
3.1.2 Partnerwahl
3.1.2.1 Wahlprinzipien
3.1.2.2 Kompatibilität der Partner – Symmetrie versus Komplementarität
3.1.3 Macht
3.1.4 Geld
3.1.5 Männer
3.1.5.1 Prinzipien und Bewältigungsmuster des Mannseins
3.1.5.2 Männer und Beruf
3.1.5.3 Männer und Hausarbeit
3.1.5.4 Männer und Sexualität
3.1.5.5 Männerkrisen
3.1.5.6 Männer und Vaterschaft
3.2 PAARKONFLIKTE
3.2.1 Konflikte, Krisen und Kollusionen
3.2.1.1 Die Kollusion – 4 Muster
3.2.1.1.1 Das narzisstische Beziehungsthema
3.2.1.1.2 Das orale Beziehungsthema
3.2.1.1.3 Das anal-sadistische Beziehungsthema
3.2.1.1.4 Das phallisch-ödipale Beziehungsthema
3.2.1.2 Phasenkonflikte
3.2.1.2.1 Aufbau und Produktionsphase
3.2.1.2.2 Die mittleren Jahre
3.2.1.2.3 Die Altersehe
3.2.1.3 Umwelten
3.2.1.3.1 Biologische Ebene
3.2.1.3.2 Ebene der Persönlichkeitsstruktur
3.2.1.3.3 Paarbeziehungsebene
3.2.1.3.3.1 Identitätskonflikte (Individuum versus Paar)
3.2.1.3.3.2 Transaktionskonflikte
3.2.1.3.3.3 Entwicklungskonflikte
3.2.1.3.3.4 Distanzkonflikte
3.2.1.3.3.5 Symmetrie versus Komplementarität
3.2.1.3.3.6 Strukturinduzierte und verhaltensinduzierte Konflikte
3.2.1.3.3.7 Institutionalisierte und nicht-institutionalisierte Konflikte
3.2.1.3.3.8 Beurteilungs-, Bewertungs- und Verteilungskonflikte
3.2.1.3.4 Ebene des sozialen Umfeldes
3.2.1.3.5 Ebene der äußeren Umwelt
3.2.1.3.6 Soziokulturelle Ebene
3.2.1.3.6.1 Rollenkonflikte
3.2.2 Lösungen
3.2.2.1 Allgemeines
3.2.2.2 Konfliktbewältigung
3.2.2.2.1 Flucht
3.2.2.2.2 Vernichtung
3.2.2.2.3 Unterordnung
3.2.2.2.4 Delegation
3.2.2.2.5 Kompromiss
3.2.2.2.6 Konsens
3.2.2.2.7 Wandel erster und zweiter Ordnung
3.2.2.3 Reaktionsmodi
3.2.2.3.1 Aggressive Bewältigungsversuche
3.2.2.3.2 Rückzugsverhalten
3.2.2.3.3 Desinteresse
3.2.2.3.4 Defensive Reaktionsmodi
3.2.2.3.4.1 Realitätsverweigerung
3.2.2.3.4.2 Flucht in den Leidensstatus
3.2.2.3.4.3 Änderungsversprechen
3.2.2.3.4.4 Duldungsstarre
3.2.2.3.4.5 Freundlichkeitsoffensive
3.2.2.3.4.6 Aus dem Feld gehen
3.2.2.3.4.7 Selbstanklage
3.2.2.3.5 Emotionalisierung
3.2.2.3.6 Flucht in die Schein-Autonomie
3.2.2.3.7 Änderungsdruck verstärken
3.2.2.3.8 Innenleben verschließen
3.2.2.3.9 Reden
3.2.2.4 Untersuchungen zu den Reaktionsformen
3.2.2.5 Wenn die Lösung zum Konflikt wird
3.2.2.6 Zusammenfassung zu Paarkonflikte
4. HYPOTHESEN
5. EMPIRISCHER TEIL – 10 EINZELFALLSTUDIEN
5.1 UNTERSUCHUNGSDESIGN - METHODIK
5.1.1 Datentriangulation:
5.1.2 Methodentriangulation:
5.1.2.1 Giessen-Test (GT) und Paardiagnostik
5.1.2.2 Interviews
6. AUSWERTUNG
6.1. PAAR 1
6.1.1 Auswertung des Paar-Giessen-Tests:
6.1.2 Auswertung des Interviews:
6.1.3 Zusammenfassung und Interpretation:
6.2 PAAR 2
6.2.1 Auswertung des Paar-Giessen-Tests:
6.2.2 Auswertung des Interviews:
6.2.3 Zusammenfassung und Interpretation:
6.3 PAAR 3
6.3.1 Auswertung des Paar-Giessen-Tests:
6.3.2 Auswertung des Interviews:
6.3.3 Zusammenfassung und Interpretation:
6.4 PAAR 4
6.4.1 Auswertung des Paar-Giessen-Tests:
6.4.2 Auswertung des Interviews:
6.4.3 Zusammenfassung und Interpretation:
6.5 PAAR 5
6.5.1 Auswertung des Paar-Giessen-Tests:
6.5.2 Auswertung des Interviews:
6.5.3 Zusammenfassung und Interpretation:
6.6 PAAR 6
6.6.1 Auswertung des Paar-Giessen-Tests:
6.6.2 Auswertung des Interviews:
6.6.3 Zusammenfassung und Interpretation:
6.7 PAAR 7
6.7.1 Auswertung des Paar-Giessen-Tests:
6.7.2 Auswertung des Interviews:
6.7.3 Zusammenfassung und Interpretation:
6.8 PAAR 8
6.8.1 Auswertung des Paar-Giessen-Tests:
6.8.2 Auswertung des Interviews:
6.8.3 Zusammenfassung und Interpretation:
6.9 PAAR 9
6.9.1 Auswertung des Paar-Giessen-Tests:
6.9.2 Auswertung des Interviews:
6.9.3 Zusammenfassung und Interpretation:
6.10 PAAR 10
6.10.1 Auswertung des Paar-Giessen-Tests:
6.10.2 Auswertung des Interviews:
6.10.3 Zusammenfassung und Interpretation:
7. ABSCHLIEßENDE ZUSAMMENFASSUNG
7.1 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE DES PAAR-GIESSEN-TESTS:
7.2 ERGEBNISSE DER BEFRAGUNG ZU DEN HYPOTHESEN:
7.3 ZUSAMMENFASSUNG MÄNNERTYPEN:
7.4 SCHLUSSFOLGERUNGEN
7.4.1 Konfliktfelder
7.4.2 Konfliktmuster
7.4.3 Verhaltensmuster
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht Paarkonflikte heterosexueller Paare mit besonderem Fokus auf die männliche Perspektive. Ziel ist es, die Dynamik von Konflikten, die Rolle von Sozialisation und Bewältigungsmustern der Männer sowie die Auswirkungen dieser Faktoren auf die Paarbeziehung zu analysieren und empirisch zu untermauern.
- Konflikttheorie und Erscheinungsformen von Paar-Konflikten
- Die psychologische Bedeutung der Männlichkeit (Sozialisation, Beruf, Vaterschaft)
- Das Konzept der Kollusion und Phasenkonflikte
- Empirische Untersuchung mittels Paar-Giessen-Test und Interviews
- Analyse männlicher Verhaltensmuster und Konfliktstrategien
Auszug aus dem Buch
1.1 Zugang zur Arbeit
Der Zugang zum Thema dieser Arbeit erfolgte in mehreren Schritten. Zum einen war es das Erlebnis, dass in einem relativ kurzen Zeitraum von nur 6 Monaten drei Partnerschaften in meinem unmittelbaren Freundeskreis zerbrachen.
Zu diesen 3 Paaren hatte ich engen Kontakt, so dass ich deren Werdegang, aber auch Untergang mit bekam. Entdeckte Seitensprünge, unterschiedliche Vorstellungen von einer Partnerschaft und abgestumpfte Gefühle zueinander waren die Ursache des Scheiterns.
Andererseits kenne ich viele Paare, bei denen die Partnerschaft schon seit vielen Jahren, ja Jahrzehnten klappt, obwohl kaum ein Unterschied im Umgang miteinander, verglichen mit jenen Paaren, deren Partnerschaft gescheitert war erkennbar ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. VORWORT: Der Autor erläutert seinen persönlichen Zugang zum Thema, motiviert durch Beobachtungen in seinem Freundeskreis und die Reflexion über kriegerische Strategien in zwischenmenschlichen Beziehungen.
2. EINLEITUNG: Es wird die terminologische und konzeptionelle Vielfalt des Konfliktbegriffs aufgezeigt sowie dessen Notwendigkeit zur Entwicklung in Paarbeziehungen dargelegt.
3. PAARE - UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG DER PERSPEKTIVE DES MANNES: Dieses Kapitel behandelt die Institution Paar, Partnerwahl und spezifische Aspekte des Mannseins, bevor es detailliert auf die Dynamik von Paarkonflikten und Kollusionsmustern eingeht.
4. HYPOTHESEN: Hier werden zentrale Annahmen über das Verhalten von Männern in Beziehungen und Konfliktsituationen als Thesen für den empirischen Teil formuliert.
5. EMPIRISCHER TEIL – 10 EINZELFALLSTUDIEN: Das Untersuchungsdesign wird vorgestellt, welches durch eine Kombination aus Paar-Giessen-Test und halbstandardisierten Interviews mit den Männern der Paare die Hypothesen prüft.
6. AUSWERTUNG: Die Ergebnisse der 10 Einzelfallstudien werden detailliert aufbereitet, inklusive Testauswertung sowie Zusammenfassung und Interpretation der jeweiligen Interviews.
7. ABSCHLIEßENDE ZUSAMMENFASSUNG: Die zentralen Ergebnisse zu den Paar-Giessen-Tests, den Hypothesen und den Männertypen werden zusammengeführt und in Form von Schlussfolgerungen zu Konfliktfeldern und Verhaltensmustern synthetisiert.
Schlüsselwörter
Paarkonflikte, Heterosexuelle Paare, Männliche Perspektive, Sozialisation, Konfliktmanagement, Kollusion, Paar-Giessen-Test, Psychologie, Beziehungsdynamik, Männertypen, Konfliktbewältigung, Identitätskonflikte, Rollenkonflikte, Männlichkeit, Partnerschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit untersucht die Dynamik von Konflikten in heterosexuellen Partnerschaften, wobei der Fokus gezielt auf der Sichtweise und dem Rollenverständnis der Männer liegt.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Neben der Definition und dem Sinn von Konflikten stehen die institutionelle Struktur einer Paarbeziehung, männliche Sozialisation, Kollusionsmuster sowie die Rolle von Macht, Geld und Beruf im Zentrum der Analyse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Hintergründe männlicher Konfliktverhaltensweisen zu verstehen und zu klären, wie diese das Zusammenleben beeinflussen und welche Bedeutung sie für die Stabilität der Partnerschaft haben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der empirische Teil nutzt eine Triangulation aus dem Paar-Giessen-Test zur Erhebung der Paarstruktur und halbstandardisierten Interviews mit den Männern, um subjektive Theoriebildungen qualitativ auszuwerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Paarkonflikte (einschließlich Kollusion und Phasenkonflikten) und eine empirische Analyse von 10 Einzelfallstudien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Paarkonflikte, Männlichkeit, Beziehungsdynamik, Kollusion, Paar-Giessen-Test, Konfliktbewältigung, Rollenkonflikte.
Was unterscheidet den „pragmatischen Mann“ vom „neuen Mann“?
Während der „neue Mann“ eine aktive Beteiligung an der Erziehung als Bereicherung ansieht und seine Gefühle offen zeigt, akzeptiert der „pragmatische Mann“ zwar neue Rollen, ist aber eher der Auffassung, dass Männer ihre Befriedigung primär aus der Arbeit beziehen.
Wie gehen Männer laut der Arbeit mit Konflikten um?
Männer neigen in Konflikten oft zu fluchtartigen Reaktionen, Rationalisierung, Rückzug oder Abblocken, da ihnen die Auseinandersetzung mit der Beziehungsebene oft schwieriger fällt als die rein sachliche Problemlösung.
- Quote paper
- Wolfgang Posch (Author), 2002, Paarkonflikte heterosexueller Paare. Sichtweise des Mannes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343788