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Digitalisierung der Kommunikation als Herausforderung für die Führung in Unternehmen

Title: Digitalisierung der Kommunikation als Herausforderung für die Führung in Unternehmen

Bachelor Thesis , 2016 , 155 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Florian Habermann (Author)

Leadership and Human Resources - Management Styles
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Forschungsfrage, ob Führungskräfte in dezentralen Strukturen die essenziellen Inhalte der Führung bezüglich der Interaktion mit ihrem Mitarbeiter mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnik substituieren können. Weiterhin wird untersucht, welche relevanten Rahmenbedingungen der strukturellen Führung durch die Digitalisierung verändert werden und welche Maßnahmen getroffen werden sollten.

Zur Beantwortung dieser Fragestellungen wurde eine qualitative Erhebung in Form von leitfadengestützten Interviews durchgeführt. Hierzu wurden 6 Führungskräfte aus unterschiedlichen Unternehmen befragt. Anschließend wurden die Daten kategorisiert und aus den Kategorien Hypothesen formuliert. Diese Hypothesen waren Grundlage für eine theoretische Überprüfung der ausgewählten aktuellen Führungstheorien transformationaler Führungsstil, dyadischer Führungsstil und Servant Leadership sowie für die Formulierung theoretischer Lösungsansätze.

Die zentralen Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass digitale Kommunikation tendenziell die Führung vereinfacht. Dieser positive Effekt tritt allerdings bei zunehmender Dezentralisation der Organisation nicht mehr auf. Je dezentraler gearbeitet wird, desto mehr Herausforderungen ergeben sich an die Führung. Die ausgewählten Führungstheorien können in diesem Fall nicht mehr umgesetzt werden. Der persönliche Kontakt zwischen Führungskraft und Mitarbeiter ist essenziell wichtig, um keine Konflikte aufkommen zu lassen. Digitale Kommunikation schafft es nur unzureichend, Informationen eindeutig zu übermitteln. Die Gefahr von Fehlinterpretationen und Missverständnissen ist über den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik sehr hoch.

Eine neue Kommunikationstheorie in Anlehnung an Crisand & Rahn (2010) wurde ebenfalls entwickelt. Diese zeigt auf, wie innovative Informations- und Kommunikationstechnik genutzt werden kann, um eine Einstellungsänderung beim Mitarbeiter zu bewirken. Abschließend wurden generelle theoretische Überlegungen und Empfehlungen entwickelt. Diese Hypothesen sollten in weiterführenden Studien quantifiziert und validiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A: Theoretischer Teil

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Herangehensweise und Forschungsfrage

1.3 Abgrenzung

2. Definition und Begriffsklärung

2.1 Digitalisierung

2.2 Web 2.0

2.3 Führung und Organisation

2.4 Kommunikation

3. Relevante Auswirkungen der Digitalisierung

3.1 Auswirkung auf die Organisationsstrukturen

3.2 Auswirkung auf Wertschöpfungsketten

4. Relevante IuK im Web 2.0

4.1.1 Soziale und berufliche Netzwerke

4.1.2 E-Mail

4.1.3 Microblogging

4.1.4 Web-Blogs

5. Führung

5.1 Gestaltung von Führung

5.1.1 Strukturell

5.1.2 Personell

5.2 Aktuelle relevante Führungstheorien

5.2.1 Transformationale Führung

5.2.2 Dyadische Führung

5.2.3 Servant Leadership

6. Relevante Inhalte der Führung

6.1 Relevante Inhalte der personellen Führung

6.1.1 Einflussnahme

6.1.2 Kommunikation

6.1.3 Kontrolle und Gratifikation

6.2 Relevante Inhalte der strukturellen Führung

6.2.1 Unternehmensstrategie

6.2.2 Unternehmensorganisation

6.2.3 Organisationskultur

6.2.4 Qualitative Personalstruktur

B: Praktischer Teil

7. Datenerhebung und Forschungsinstrumente

7.1 Wahl der Methodik

7.1.1 Das Leitfadeninterview als Methode der qualitativen Forschung

7.1.2 Die Inhaltsanalyse von Mayring zur Auswertung von qualitativen Interviews

7.2 Durchführung der Leitfadeninterviews

7.2.1 Fragestellung

7.2.2 Auswahl der Befragten

7.2.3 Umgang mit dem Leitfaden

7.2.4 Ort des Interviews

7.2.5 Transkription

7.3 Auswertung

7.3.1 Kategorienbildung

7.3.2 Auswertung der Daten und Interpretation

8. Diskussion und Ausblick

8.1 Überprüfung der relevanten aktuellen Führungstheorien

8.2 Kommunikationstheorie

8.3 Neue Führungstheorie

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob Führungskräfte in dezentralen, durch Digitalisierung geprägten Strukturen die essenziellen Führungsinhalte in der Interaktion mit Mitarbeitern mittels Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) ersetzen können. Dabei werden die Auswirkungen auf strukturelle Rahmenbedingungen analysiert sowie notwendige Maßnahmen für Unternehmen abgeleitet, um die Führungsqualität in virtuellen Arbeitswelten zu sichern.

  • Herausforderungen der digitalen Kommunikation in dezentralen Strukturen
  • Substitution von persönlicher Interaktion durch IuK
  • Veränderungen der strukturellen Führungsbedingungen
  • Rolle von Führungstheorien (z.B. Servant Leadership) in digitalen Umgebungen
  • Anpassung von Unternehmenskultur und -organisation

Auszug aus dem Buch

Einflussnahme

In allen oben genannten Theorien versucht die Führungskraft, Einfluss auf den Mitarbeiter zu nehmen.

Die Einflussnahme wird als Mittel zur Einstellungsänderung beim Mitarbeiter angesehen. Diese Einstellungsänderung wird durch die Vorbildfunktion, die individuelle Berücksichtigung des Mitarbeiters, Beziehungen, die Art der Ziele sowie die Zielüberprüfung, über charismatisches Auftreten, Vertrauensbildung, ein Zusammengehörigkeitsgefühl, Wertschätzung und Motivation beeinflusst. Die einzelnen Einflussfaktoren werden nachfolgend beschrieben.

Diese Einflussnahme der Führungskraft auf den Mitarbeiter könnte durch die Digitalisierung gefährdet sein, wenn dezentral gearbeitet wird und die Mitarbeiter physisch weit entfernt zur Führungskraft sind. Hierdurch entsteht zum einen ein geringerer persönlicher Kontakt untereinander und zum anderen die Schwierigkeit, die Interessen des Gegenübers vernünftig berücksichtigen zu können.

Vorbildfunktion

Der Wunsch eines Mitarbeiters, so zu sein wie die Führungskraft, die ihn leitet, führt zu einer Macht bei der Führungskraft. Raven und Kruglanski beschreiben dies als „referent power“ oder „Vorbildmacht“. Diese Macht entsteht durch Identifikation des Mitarbeiters mit Eigenschaften der Organisation oder der Führungskraft, die er als positiv betrachtet.

Visionsvermittlung

Eine Vision ist ein kommuniziertes Gedankenkonstrukt über die Zukunft, das Emotionen bei den Menschen auslöst, sie für diese Zukunftsidee begeistert und sie in ihren Handlungen inspiriert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Digitalisierung für die moderne Führung und definiert die Problemstellung sowie die Forschungsziele der Arbeit.

2. Definition und Begriffsklärung: Erläutert zentrale Begriffe wie Digitalisierung, Web 2.0, Führung, Organisation und Kommunikation im Kontext der vorliegenden Untersuchung.

3. Relevante Auswirkungen der Digitalisierung: Analysiert den Einfluss von Digitalisierungsprozessen auf Organisationsstrukturen und Wertschöpfungsketten.

4. Relevante IuK im Web 2.0: Listet verschiedene Informations- und Kommunikationstechnologien auf, die für die Führung von Bedeutung sind.

5. Führung: Betrachtet gestalterische Aspekte der Führung (strukturell und personell) und stellt aktuelle Theorien zur Führungsforschung vor.

6. Relevante Inhalte der Führung: Detailliert die inhaltlichen Schwerpunkte der personellen und strukturellen Führung, die als Grundlage für die qualitative Befragung dienen.

7. Datenerhebung und Forschungsinstrumente: Beschreibt die methodische Vorgehensweise, insbesondere die Durchführung von leitfadengestützten Experteninterviews und deren Auswertung mittels der Inhaltsanalyse nach Mayring.

8. Diskussion und Ausblick: Interpretiert die Ergebnisse der Befragung im Hinblick auf aktuelle Führungstheorien und entwickelt eine neue Kommunikationstheorie sowie Handlungsempfehlungen.

9. Fazit: Fasst die Kernergebnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Substituierbarkeit persönlicher Führung durch digitale Medien.

Schlüsselwörter

Digitalisierung, Führung, Kommunikation, IuK, Web 2.0, Organisationsstruktur, Dezentralisierung, Führungstheorien, Transformationale Führung, Servant Leadership, Qualitative Forschung, Leitfadeninterview, Inhaltsanalyse, Mitarbeiterbindung, Arbeitswelt 4.0

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, wie sich die zunehmende Digitalisierung der Kommunikation auf die Führungsarbeit in Unternehmen auswirkt, insbesondere bei dezentralen Strukturen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die Auswirkungen der Digitalisierung auf Führungsprozesse, der Wandel von Organisationsstrukturen, die Rolle von IuK-Technologien sowie die Relevanz persönlicher Interaktion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist herauszufinden, ob Führungskräfte die essenziellen, auf Interaktion basierenden Inhalte der Führung durch digitale Kommunikationsmittel substituieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine qualitative Forschungsstrategie gewählt, die auf leitfadengestützten Experteninterviews mit sechs Führungskräften basiert und durch die Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurde.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil, der Führungstheorien und IuK-Grundlagen darlegt, und einen praktischen Teil, in dem die Interviews ausgewertet und daraus Hypothesen abgeleitet werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Digitalisierung, dezentrale Führung, IuK, Führungstheorien (z.B. Transformationale Führung) und die qualitative Inhaltsanalyse.

Warum ist laut der Arbeit der persönliche Kontakt weiterhin so wichtig?

Digitale Kommunikation kann nonverbale Aspekte wie Mimik, Gestik und emotionale Untertöne nur unzureichend übertragen, was in dezentralen Strukturen das Konfliktpotenzial erhöht und eine qualitativ hochwertige Beziehungsarbeit erschwert.

Welche Herausforderungen ergeben sich durch den Generationenunterschied?

Ältere Generationen stehen digitalen Medien teils skeptisch gegenüber, während Jüngere zwar technikaffin sind, aber teilweise andere Wertvorstellungen in Bezug auf Datenschutz und Kommunikation einbringen, was die Unternehmenskultur vor Integrationsaufgaben stellt.

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Details

Title
Digitalisierung der Kommunikation als Herausforderung für die Führung in Unternehmen
Grade
1,7
Author
Florian Habermann (Author)
Publication Year
2016
Pages
155
Catalog Number
V343845
ISBN (eBook)
9783668361577
ISBN (Book)
9783668361584
Language
German
Tags
Digitalisierung Kommunikation Führung Industrie 4.0 Arbeitswelt 4.0 virtuell Internet der Dinge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Habermann (Author), 2016, Digitalisierung der Kommunikation als Herausforderung für die Führung in Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343845
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