Abstract
Verteilte Anwendungen sind schon seit einiger Zeit
ein sehr wichtiges Konzept, um Unternehmensweit
eingesetzte Applikationen zu implementieren.
Konzepte wie RMI und CORBA unterstützen dies
schon längere Zeit. Auch der Einsatz von Enterprise
Messaging Systemen ist heute schon sehr verbreitet.
Da diese Systeme aber alle ihre eigenen APIs
mitbrachten, waren die darauf entwickelten
Applikationen immer sehr speziell. Um die
Applikationen von der speziellen Implementierung
der Messaging Systeme unabhängig zu machen,
spezifizierte SUN mit Unterstützung der Hersteller
von Message-Oriented Middleware eine auf Java
basierte API, die JMS API.
Diese Hausarbeit vermittelt Grundkenntnisse von
Messaging Systemen, sowie der JMS API. Es werden
Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt, wie man solche JMS
Systeme in der Praxis einsetzen kann.
[...]
Inhaltsverzeichnis
1. Java Message Service
1.1 Messaging, ja und?
1.1.1 Enterprise Messaging
1.1.2 MOM – Message-Oriented Middleware
1.1.2.1 Features vom MOM
1.1.2.2 Vorteile von MOM
1.2 Java Messaging
1.2.1 Die JMS Architektur
1.2.2 Point-to-Point Messaging
1.2.3 Publish-and-Subscribe Messaging
1.2.4 Eine Java Message
1.2.5 Messaging Typen
2. JMS in der Praxis
2.1 Verteilte Systeme mit Pub/Sub Messaging
2.2 JMS und Wireless
Zielsetzung und Themenbereiche
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, fundierte Grundkenntnisse über Message-Oriented Middleware (MOM) und die Java Message Service (JMS) API zu vermitteln sowie deren praktische Einsatzmöglichkeiten in modernen, verteilten Unternehmensapplikationen aufzuzeigen.
- Technische Grundlagen von Enterprise Messaging Systemen
- Die Architektur und Funktionsweise des Java Message Service
- Vergleich der Messaging-Modelle Point-to-Point und Publish-and-Subscribe
- Einsatzmöglichkeiten von JMS in verteilten Systemen und Finanzmarktszenarien
- Integration von JMS in mobile Wireless-Infrastrukturen
Auszug aus dem Buch
1.1.2.1 Features vom MOM
Guaranteed Message Delivery: Applikationen kōnne Nachrichten austauschen, selbst wenn diese nicht mit dem Netzwerk verbunden sind. MOM stellt sicher, das die Nachrichten erhalten werden, sobald die nōchste Netzwerkverbindung aufgebaut wird und die empfangende Applikation das Senden einer Nachricht initiiert. Dieses Store-and Forward Prinzip ist in Abb. 2 erlōutert.
Asynchronous Communications: Wenn eine Client Applikation eine Nachricht an eine empfangende Applikation abgesetzt hat, erlaubt MOM dem Sender die sofortige weitere Arbeit, ohne auf eine Empfangsbestōtigung der empfangenden Applikation zu warten.
One Time, in-Order Delivery: MOM unterstōtzt die garantierte Auslieferung einer Nachricht. Darōber hinaus stellt sie sicher, dass die Nachrichten nur einmal und in der richtigen Reihenfolge zugestellt werden.
Message Routing Services: Dieser Service gibt der Client Applikation die Mōglichkeit, die Nachricht unter Benutzung des least-cost routing zu versenden. Der MOM Administrator muss nur einmal die Gewichtung der einzelnen Routen definieren und das System wōhlt dann den schnellsten Pfad. Die MOM ist auch in der Lage, Netzunterbrōche zu umgehen.
Notification Services: Die MOM erlaubt es, Nachrichten asynchron zu senden. Da es aber des ōfteren notwendig sein wird, dass der Sender darōber Informiert wird, wann eine Nachricht zugestellt wurde, ōbernimmt das MOM diese Aufgabe.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Java Message Service: Einführung in die Grundlagen des Enterprise Messagings, der Middleware-Konzepte sowie der spezifischen Java-Schnittstellen für Messaging-Systeme.
2. JMS in der Praxis: Detaillierte Betrachtung konkreter Anwendungsbeispiele, insbesondere der Verteilung von Finanzdaten via Pub/Sub sowie der Einbindung mobiler Endgeräte in JMS-Infrastrukturen.
Schlüsselwörter
Java Message Service, JMS, Message-Oriented Middleware, MOM, Enterprise Messaging, Pub/Sub Messaging, Point-to-Point, Asynchrone Kommunikation, Message Queue, Destination, Wireless, Nachrichtenaustausch, Messaging API, Verteilte Systeme, Middleware
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Technologie des Java Message Service (JMS) als standardisiertes Interface für Message-Oriented Middleware (MOM), um die Kommunikation zwischen verteilten Applikationen zu standardisieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Architektur von Enterprise Messaging, den Aufbau von JMS-Nachrichten, verschiedene Messaging-Modelle sowie praxisnahe Einsatzszenarien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Entwicklern ein Verständnis dafür zu geben, wie JMS zur Entkopplung von Applikationen beiträgt und wie Messaging-Architekturen in der Praxis implementiert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine technisch-konzeptionelle Ausarbeitung, die Grundlagen recherchiert, Systemarchitekturen analysiert und anhand von Anwendungsfällen erläutert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die technischen Komponenten wie JMS-Provider, Destinations und Connection Factories sowie die zwei Hauptmodelle: Point-to-Point und Publish-and-Subscribe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie JMS, Messaging, Middleware, asynchrone Kommunikation, Pub/Sub und verteilte Systeme charakterisieren.
Wie unterscheidet sich die Nachrichtenübermittlung in der Praxis?
Die Arbeit unterscheidet zwischen verschiedenen Konstellationen, wie etwa der Kommunikation zwischen Backend-Applikationen und mobilen Endgeräten wie PDAs oder SMS-fähigen Mobiltelefonen.
Welche Bedeutung hat das "Store-and-Forward"-Prinzip?
Es ermöglicht den Nachrichtenaustausch, selbst wenn Sender und Empfänger nicht gleichzeitig online sind, indem MOM die Zustellung bei Wiederherstellung der Netzwerkverbindung garantiert.
- Arbeit zitieren
- Jens Peter (Autor:in), 2001, Java Message Service - Technologie und Anwendung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3443