Wie wichtig ist die Biene für unser Ökosystem?


Referat / Aufsatz (Schule), 2015
5 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Unterschied zwischen Honigbiene und Wildbiene
Die Honigbiene
Die Wildbiene

Ihre Gemeinsamkeiten

Bestäuber der Pflanzen

Ihre Gefährdung

Sensibilisierung von Kindergartenkindern für dieses Thema

Vorwort

In diesem Jahr habe ich durch die Medien und mein Umfeld immer öfter gehört, dass die Bienen immer mehr aussterben und dass das erheblichen Einfluss auf unsere Natur haben kann. Darum nehme ich die Aufgabe, eine Hausarbeit in Bezug auf ein Ökosystem zu schreiben als Anlass, mich intensiver mit der Wichtigkeit der Biene auseinander zu setzen und mir zu überlegen, wie ich dieses Thema den drei- bis sechsjährigen Kindern aus meiner Gruppe näher bringen kann.

Unterschied zwischen Honigbiene und Wildbiene

Die Honigbiene

Zunächst einmal ist zwischen Honigbiene und Wildbiene zu unterscheiden. Die Honigbiene ist eine einzelne Art, welche in einem Staat im Bienenstock lebt und sieben Prozent unser heimischen Bienen ausmacht.[1] Sie wird bei uns in Deutschland überwiegend imkerlich gehalten. In der freien Natur findet man Bienenstöcke in hohlen Baumstämmen oder Höhlen. Ein Bienenstock besteht hauptsächlich aus Wachswaben, welche die Bienen mithilfe ihrer Wachsdrüsen herstellen. Unterschieden wird im Bienenstaat zwischen drei Bienenwesen: Die Königin, die Arbeiterinnen und Drohnen. Es gibt nur eine Königin im Bienenvolk. Ihre Aufgabe ist die Eiablage. Die Drohnen sind die männlichen Bienen und haben die Aufgabe, die Königin zu begatten. Nach der Paarungszeit im August werden sie von den Arbeiterinnen hinausgeworfen, was für sie den Tod bedeutet, da sie, wie die Königin, nicht in der Lage sind, Nektar zu sammeln. Die meiste Arbeit im Bienenstaat verrichten die Arbeiterinnen. Sie putzen die Zellen, füttern die Brut und die Königin, verdeckeln die Brutzellen, bewachen die Fluglöcher und sammeln den Nektar und Blütenstaub von Blüten.[2] Ein Teil des Nektars wird von den Bienen verzehrt und der Rest in Honig umgewandelt und in den Honigwaben gelagert.[3]

Die Wildbiene

Es gibt hier in Deutschland 560 verschiedene Wildbienenarten, wozu auch die Hummel gehört. Die meisten von ihnen leben nicht, wie die Honigbiene in einem Bienenstaat im Bienenstock, sondern als Einzelgänger im Boden oder in Pflanzenhalmen. Auch die Wildbiene ernährt sich vom Blütenstaub und Nektar.[4]

Ihre Gemeinsamkeiten

Beide Bienenarten besitzen einen Giftstachel, mit dem sie stechen, wenn sie sich bedroht fühlen oder im Falle der Honigbienen, ihren Honigvorrat verteidigen wollen.[5] Leider bedeutet es für sie auch den Tod, sobald sie ein Wirbeltier sticht, da der Stachel über einen Widerhaken verfügt und somit das Hinterteil der Biene abreißt, sobald sie wegfliegen will.[6] Durch das Sammeln von Nektar und Blütenstaub tragen sie einen enormen Teil zum ökonomischen Gleichgewicht bei.

Bestäuber der Pflanzen

Beim Nektar-Sammeln bleiben an den Bienen Blütenpollen haften. Der Pollen wird dann von Blüte zu Blüte getragen und bestäubt sie dadurch. Viele Pflanzen sind auf diese Fremdbestäubung angewiesen.[7] Die Bienen sichern also zum einen Teil unsere Nahrung und die Artenvielfalt der Pflanzen, welche den überlebenswichtigen Sauerstoff produzieren, den wir zum Atmen brauchen. Erschreckender Weise sind die Zahlen der Bienenvölker in den letzten Jahren zurückgegangen.

Ihre Gefährdung

Schuld daran hat zum einen die, seit der Kriegszeit, sinkende Zahl an Imkern und zum anderen die, in den 1970er Jahren aus Asien eingeschleppte Varroamilbe. Im Jahre 2007 häuften sich in den USA und hierzulande die Berichte über ein Massensterben, wofür die Ursachen aber bisher noch nicht geklärt sind. Im Verdacht stehen Pestizide, Krankheitserreger, Immunschwäche, Unter- oder Fehlernährung oder Parasitenbefall. Auch die Wildbienen sind gefährdet. Durch intensive Grünland- und Ackernutzung, Wildkräuterbekämpfung oder großflächige Monokulturen wird den Bienen das Nahrungsangebot genommen. Nistflächen werden durch die Beseitigung von Laub im Herbst, zu häufig gemähte Grünflächen oder Flächenverluste durch Bebauung genommen.[8]

Beitrag des Menschen für den Erhalt der Biene

Durch meine Recherche über die Biene ist mir bewusst geworden, wie enorm wichtig dieses kleine Wesen für unser Ökosystem und dadurch auch für den Menschen ist. Es ist traurig zu lesen, dass der Mensch verantwortlich für den Rückgang der Bienen ist. Dabei könnte man den Rückgang schon minimieren, indem mehr geeignete Pflanzen für die Bienen angepflanzt und das Laub im Herbst liegengelassen werden würde. Auch durch das Aufstellen eines Insektenhotels, welches den Bienen als Nisthilfe dient, könnte man den Erhalt der Bienen unterstützen.

Sensibilisierung von Kindergartenkindern für dieses Thema

Im Sommer ist mir oft aufgefallen, wie Kinder in der Kita, in der ich arbeite, Bienen oft eingefangen und sie meistens „totgespielt“ haben. An dem Verhalten kann man ein Interesse der Kinder an Bienen erkennen. Ich denke, wenn sie mehr über das Thema „Biene und ihren Nutzen“ erfahren würden, könnte man damit erreichen, dass sie mit Bienen und anderen Lebewesen, oder auch Pflanzen bewusster und behutsamer umgehen. Und gleichzeitig würde man auch auf das Interesse der Kinder eingehen. Mein Ziel wäre es, dass sich bei den Kindern Fertigkeiten im Umgang mit Tieren und Pflanzen entwickeln. Um dies zu erreichen, würde ich im Sommer einen Projekttag rund um die Bienen und Pflanzen machen. Ich bin momentan in einer Gruppe mit 41 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren. Ich denke, dass Kinder ab einem Alter von drei Jahren das Thema schon verstehen können, wenn es einfach erklärt wird. Ich würde den Kindern Honig zum Frühstück anbieten, um in das Thema einzusteigen und damit sie sehen und schmecken, was die Bienen produzieren. Mithilfe eines Buches über Bienen würde ich ihnen erklären, wie die Biene aussieht und welchen Nutzen sie hat. Durch die Bilder nehmen sie es auch visuell wahr und können es im Gehirn durch die Verknüpfung vom Erzähltem und Gesehenem besser speichern. Danach würde ich mit ihnen zu unserem Beet nach draußen gehen und mit ihnen zusammen ein paar Pflanzen, die die Bienen besonders mögen, anpflanzen. Ich würde den Kindern dann grüppchenweise eine Pflanze zuteilen, welche sie dann regelmäßig gießen müssten. Somit lernen sie Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Pflanzen kennen und Verantwortung für etwas zu übernehmen. Auch müssen sie so lernen, sich in ihrer Gruppe abzusprechen, denn es muss geregelt werden, wer die Pflanzen wann gießt. Die Gruppenbildung fördert auch das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Mit dem Anpflanzen der Pflanzen, würde ich mir erhoffen, mein Ziel zu erreichen und sie somit für den Umgang mit Lebewesen mehr zu sensibilisieren.

Quellenverzeichnis

1. www.deutschewildtierstiftung.de
2. www.fona.de
3. www.imkerei-boehm.de
4. www.bienenschade.de
5. www.muenchen.deutschland-summt.de

[...]


[1] http://www.deutschewildtierstiftung.de/de/wissen-lernen/wissen/wildbienen/steckbrief-wildbienen/, am 12.11.2015 um 10.23 Uhr

[2] http://www.imkerei-boehm.de/html/aufbau_eines_volkes.html, am 12.11.2015 um 10.45 Uhr

[3] http://www.imkerei-boehm.de/html/nektar_und_honig.html, am 29.11.2015 um 13.12 Uhr

[4] http://www.deutschewildtierstiftung.de/de/wissen-lernen/wissen/wildbienen/steckbrief-wildbienen/, am 29.11.2015 um 13.25 Uhr

[5] https://www.fona.de/de/16078 am 29.11.2015, am 29.11.2015 um 15.10 Uhr

[6] http://www.bienenschade.de/Honigbienen/Anatomie/Stachel.htm, am 29.11.2015 um 15.05 Uhr

[7] http://www.imkerei-boehm.de/html/nektar_und_honig.html, am 29.11.2015 um 15.59 Uhr

[8] http://www.muenchen.deutschland-summt.de/allgemeine-informationen-zu-honig-und-wildbienen.html, am 29.11.2015 um 16.06 Uhr

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Details

Titel
Wie wichtig ist die Biene für unser Ökosystem?
Autor
Jahr
2015
Seiten
5
Katalognummer
V344792
ISBN (eBook)
9783668347854
Dateigröße
417 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
biene, ökosystem
Arbeit zitieren
Karoline Schnee (Autor), 2015, Wie wichtig ist die Biene für unser Ökosystem?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344792

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