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Kinderarmut in Deutschland. Eine Herausforderung für die Soziale Arbeit?

Unter Betrachtung des Aspektes der sozialen Vererbung und generationellen Weitergabe von Armut

Titel: Kinderarmut in Deutschland. Eine Herausforderung für die Soziale Arbeit?

Bachelorarbeit , 2016 , 75 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Elisabeth Fischer (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Beantwortung der Frage, ob es eine „soziale Vererbung“ beziehungsweise generationelle Weitergabe von Armut geben kann. Sollte dies der Fall sein, stelle sich ebenfalls die Frage, was das für die Soziale Arbeit bedeutet.

Als Erstes setzte ich mich in dem Kapitel 1 mit der Definition von Armut, den Begrifflichkeiten der absoluten und relativen Armut auseinander.

Nachfolgend setzte ich mich mit den Zahlen und Fakten, den allgemeinen Ursachen und den besonderen Risikogruppen im Fall der Kinderarmut in diesem Land auseinander. Armut hat sowohl für Erwachsene als auch für Kinder unterschiedliche und höchst spezifische Auswirkungen und Folgen. In Punkt 2 wird sich mit den Auswirkungen der Kinderarmut näher befasst. Ein besonderes Augenmerk soll hier auf die Multiple Deprivation gelegt werden. Abschließend möchte ich noch auf die eigene Sicht und Wahrnehmung der Armut bzw. der Lebenslagen der betroffenen Kinder eingehen.

Mit Punkt 3 folgt nun der Schwerpunkt und somit Hauptteil dieser Bachelorarbeit. Der Punkt 3.1. soll in die Vererbung und die Frage, was „soziale Vererbung“ ist, einführen. Punkt 3.2. beginnt mit der Armutsspirale und einer Auseinandersetzung mit dem Thema der Bildungsarmut und deren Auswirkungen. Nachfolgend wird sich mit dem Teufelskreis der Armut näher befasst. Im Falle der Bildung kann die Frage gestellt werden, was falsch in unserer Gesellschaft läuft, so dass als Konsequenz die soziale Herkunft immer noch einen so hohen Einfluss auf die Bildungschancen junger Menschen hat?

Im Punkt 4 soll auf die Soziale Armut in Bezug auf den Schwerpunkt dieser Ausarbeitung näher eingegangen werden. Die Positionen führender Wohlfahrtsverbände in diesem Bereich sollen dazu herangezogen werden. Daraufhin werden in Punkt 4.2. die Möglichkeiten, welche die Soziale Arbeit hat, um Kinderarmut (wirksam) zu bekämpfen, aufgeführt. Mit dem Handlungsfeld Prävention bzw. Armutsprävention soll in dieser Ausarbeitung auf eine mögliche Methode bzw. einen möglichen Ansatz als ein Beispiel näher eingegangen werden. In 4.3. wird sich mit den Aufgaben und sich draus resultierenden Anforderungen für die Soziale Arbeit befasst, sowie mit den Grenzen Sozialer Arbeit in Hinblick auf die Aufgaben und Möglichen Methoden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Definitionen

1.1. Definition von Armut

1.1.1. Formen von Armut : Absolute und relative Armut

1.2. Messung von Armut

1.2.1. Wie kann man Armut messen?

1.2.2 Wann gilt man in Deutschland als arm?

1.3. Definition von Kinderarmut

1.3.1. Was ist ein Kind? – Definition des Begriffs „Kind“ in Bezug auf diese Ausarbeitung

1.3.2 Kinderarmut in Deutschland (Zahlen und Fakten)

1.3.3. Allgemeine Ursachen für Kinderarmut in Deutschland

1.3.4 Besondere Risikogruppen von Kinderarmut

2. Die Auswirkungen der Kinderarmut

2.1. Folgen von Armut - Multiple Deprivation

2.1.1. Auswirkungen auf die materielle Situation und Versorgung der Kinder ( „familiäre Armut“)

2.1.2. Auswirkungen auf die Gesundheit der Kinder

2.1.3. Auswirkungen auf die Wohnsituation der Kinder

2.1.4. Auswirkungen im sozialen Bereich für die Kinder

2.1.5. Auswirkungen auf die Bildungssituation der Kinder ( Schulische Laufbahn)

2.2. (Eigene) Armut aus Sicht des Kindes

3. Vererbung von Armut

3.1. Definition „Soziale Vererbung“

3.2. Einmal arm immer arm ?

3.2.1. Die Armutsspirale und ihre Auswirkungen

3.2.2. Teufelkreis der Armut

3.3. Bildungsarmut der Eltern –Auswirkungen auf die soziale Vererbung von Armut?

3.4. Die Folgen der „ sozialen Vererbung“ und eine Zusammenfassung

4. Kinderarmut in Deutschland als Herausforderung für die Soziale Arbeit

4.1. Position der Sozialen Arbeit zu Kinderarmut und der Sozialen Vererbung

4.1.1. Position der Wohlfahrtsverbände zur Kinderarmut in Deutschland

4.1.2. Position der Wohlfahrtsverbände zur sozialen Vererbung

4.2. Präventionen und Interventionen gegen Kinderarmut

4.2.1 Was heißt Armutsprävention?

4.2.2. Was ist Armutsprävention bei Kindern?

4.3. Aufgaben, Anforderungen und Grenzen für die Sozialen Arbeit in Bezug auf Kinderarmut und soziale Vererbung in Deutschland

5. Schlussbetrachtung und Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Forschungsfrage, ob eine „soziale Vererbung“ beziehungsweise eine generationelle Weitergabe von Armut in Deutschland existiert. Dabei wird analysiert, welche Auswirkungen dies auf die Lebenssituation betroffener Kinder hat und welche Rolle die Soziale Arbeit bei der Prävention und Bekämpfung dieser Problematik spielt.

  • Definition von Armut und spezifische Erscheinungsformen von Kinderarmut.
  • Analyse der Auswirkungen von Armut auf die Entwicklung und Zukunftschancen von Kindern.
  • Untersuchung des Phänomens der sozialen Vererbung von Armut und der Teufelskreise.
  • Rolle von Bildung und sozialem Status als Einflussfaktoren auf die generationelle Weitergabe.
  • Handlungsansätze und Grenzen der Sozialen Arbeit sowie Strategien der Armutsprävention.

Auszug aus dem Buch

2.1.3. Auswirkungen auf die Wohnsituation der Kinder

Wenn Kinder von Armut betroffen sind, wirkt sich das auch zwangsläufig auf ihre Wohnsituation aus. Sie müssen (gezwungenermaßen) dorthin ziehen oder umziehen wo die Mieten vergleichsweise niedrig(er) sind und von den Trägern der Sozialleistungen (ALG II, Sozialhilfe, Frührente/Rente) übernommen werden. Dies sind dann häufig sozial benachteiligte Wohnviertel mit prekären Wohnverhältnissen, bekannt als soziale Brennpunkte, einer erlebnisarmen Umwelt und weit von der Mittelschicht entfernt. So kommt es zu einer sozialen Segregation. (Kinder-) Armut wirkt somit auch sozialräumlich ausgrenzend. In diesen Wohnvierteln kommt es oftmals zu weiteren Belastungen, wie z.B. in etwa einer viel befahrenen Straße (Lärm), erhöhte Luftverschmutzung, fehlenden Naherholungsgebieten, Schimmelbildung durch feuchte Wohnungen und unzureichender Dämmung oder Platzmangel durch beengte Wohnverhältnisse, da die Wohnungen für die Anzahl der Familienmitglieder oftmals zu klein sind und damit ein verbundener Mangel an Rückzugs-und Regenerationsmöglichkeiten einhergeht. Im schlimmsten Fall sind oder werden diese Familien obdachlos. Die Wohnsituation steht wegen dieser Einflüssen auch im Zusammenhang mit der gesundheitlichen Ausgangslage von Armut betroffener Kinder, denn die oben genannten Belastungen, wirken sich ebenfalls auf ihren Gesundheitszustand aus. Für sie und ihre Familien besteht ein wesentlich erhöhtes Expositionsrisiko, gegenüber den schädlichen Umwelteinflüssen. Zudem haben die Wohnverhältnisse auch Auswirkungen auf den Bereich der Bildung, beispielsweise wenn der Platz oder die Möglichkeiten fehlen ungestört Hausaufgaben zu erledigen oder für die Schule zu lernen. Letztendlich kann man sagen, dass das Wohnumfeld auch entscheidende Einflüsse auf die individuelle Entwicklung von armen Kindern hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definitionen: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Begriffe von Armut, die Herausforderungen ihrer Messung in Deutschland und definiert den spezifischen Begriff der Kinderarmut im Kontext der Arbeit.

2. Die Auswirkungen der Kinderarmut: Hier werden die vielfältigen negativen Folgen von Armut für Kinder beleuchtet, unter anderem im Hinblick auf Materielles, Gesundheit, Wohnen, soziale Teilhabe und den Bildungsweg.

3. Vererbung von Armut: Dieser Hauptteil analysiert die Mechanismen, wie Armut über Generationen verfestigt wird, wobei Konzepte wie die Armutsspirale, der Teufelskreis und die Bedeutung von Bildungsarmut im Fokus stehen.

4. Kinderarmut in Deutschland als Herausforderung für die Soziale Arbeit: Das Kapitel diskutiert die Position der Wohlfahrtsverbände, erörtert Präventions- und Interventionsmöglichkeiten sowie die spezifischen Aufgaben und Grenzen der Sozialen Arbeit.

5. Schlussbetrachtung und Fazit: Der Autor zieht Bilanz und bestätigt die Existenz der sozialen Vererbung, während er gleichzeitig auf Ausnahmen und notwendige politische sowie sozialarbeiterische Handlungsbedarfe hinweist.

Schlüsselwörter

Kinderarmut, soziale Vererbung, generationelle Weitergabe, Armutsspirale, Soziale Arbeit, Multiple Deprivation, Bildungsarmut, Chancengleichheit, Armutsprävention, soziale Mobilität, Lebenslagenkonzept, Armutsrisiko, Sozialpolitik, Bildungsbenachteiligung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Problematik der Kinderarmut in Deutschland und untersucht die Frage, ob diese Armut über Generationen hinweg „sozial vererbt“ wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Definition von Armut, die Auswirkungen von Armut auf Kinder in verschiedenen Lebensbereichen, Mechanismen der generationellen Weitergabe sowie die Rolle der Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu beantworten, ob eine generationelle Weitergabe von Armut existiert und welche Konsequenzen dies für die Soziale Arbeit im Hinblick auf Prävention und Intervention hat.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Studien und Berichte zur Armutssituation in Deutschland basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Vererbung von Armut. Dabei werden Konzepte wie die Armutsspirale, der Teufelskreis der Armut und der Einfluss der elterlichen Bildungsarmut auf die Bildungschancen der Kinder tiefgehend analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Kinderarmut, soziale Vererbung, Armutsspirale, Soziale Arbeit, Bildungsarmut und Chancengleichheit.

Was bedeutet der „Sozialhilfeadel“ im Kontext dieser Arbeit?

Der Begriff beschreibt Menschen, die über mehrere Generationen hinweg von Sozialleistungen abhängig sind, wodurch die Armut wie ein Erbe weitergegeben wird und die Chancen auf gesellschaftliche Integration schwinden.

Gibt es Ausnahmen von der „sozialen Vererbung“?

Ja, der Autor betont, dass Armut keine zwangsläufige „genetische“ Vorbestimmung ist. Es gibt zahlreiche Fälle von sozialem Aufstieg, die zeigen, dass Kinder trotz Armut durch positive Faktoren und Interventionen ihr Leben erfolgreich gestalten können.

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Details

Titel
Kinderarmut in Deutschland. Eine Herausforderung für die Soziale Arbeit?
Untertitel
Unter Betrachtung des Aspektes der sozialen Vererbung und generationellen Weitergabe von Armut
Hochschule
Hochschule Hannover
Note
1,6
Autor
Elisabeth Fischer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
75
Katalognummer
V345521
ISBN (eBook)
9783668355620
ISBN (Buch)
9783668355637
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kinderarmut deutschland eine herausforderung soziale arbeit unter betrachtung aspektes vererbung weitergabe armut
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elisabeth Fischer (Autor:in), 2016, Kinderarmut in Deutschland. Eine Herausforderung für die Soziale Arbeit?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345521
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Leseprobe aus  75  Seiten
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