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Kindeswohlgefährdung und Kindesschutz im KiTa

Fortbildungskonzept

Título: Kindeswohlgefährdung und Kindesschutz im KiTa

Trabajo Escrito , 2014 , 17 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: I. Seel (Autor)

Pedagogía - Pedagogía en educación Pre-escolar
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Seit einigen Jahren ist das Thema Kindeswohlgefährdung und Kindesschutz in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Wir reagieren mit Entsetzen, wenn Sorgeberechtigte ihr Kind vernachlässigen oder misshandeln. Besonders große Aufmerksamkeit der Medien zum Thema Kinderschutz wird beim Kindestod erweckt. Schnell werden Forderungen nach gesetzlichen Maßnahmen und einer Verbesserung des Kinderschutzes laut.

Früher ging man davon aus, dass die Träger von Einrichtungen und Diensten pädagogische und soziale Aufgaben zu erfüllen haben. Die Kontrollfunktion bei Kindeswohlgefährdungen lag bei den Jugendämtern. Diese Trennung gilt nicht mehr. Der Gesetzgeber verspricht sich mit der Ausweitung des Schutzauftrags auch auf die Träger der Jugendhilfe eine bessere Früherkennung bezüglich gefährdeter Kinder und Jugendlicher. Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung wurde mit den Gesetzen auch auf die Träger der freien und öffentlichen Jugendhilfe ausgeweitet.

Heutzutage müssen Pädagogische Kräfte in den Kindertageseinrichtungen mit dem Thema „Kinderschutz“ vertraut sein, neue gesetzliche Veränderungen und Anforderungen kennen und wissen, wie man Kindeswohlgefährdung rechtzeitig erkennen kann und wie man damit umgehen sollte. Dazu dienen die Fortbildungen, die möglichst für alle pädagogischen Kräfte in einer Einrichtung zugänglich werden sollen, damit sich das ganze Team mit dem Thema auseinander setzen und eigene pädagogische Konzepte im Umgang mit Kindeswohlgefährdung erarbeiten kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rechtliche Grundlagen

3. Kindliche Lebensbedürfnisse

4. Kindeswohlgefährdung

4.1 Begriffliche Abgrenzungen der Kindeswohlgefährdung

4.2 Erscheinungsformen der Kindeswohlgefährdung

4.3 Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung

4.4 Die Feststellung einer Kindeswohlgefährdung

4.5. Anforderungen an Fachkräfte und Institutionen

4.5.1 Kollegiale Beratung

4.5.2 Insoweit erfahrene Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe

4.5.3 Das Jugendamt

4.5.4 Familiengericht

5. Handeln bei der Kindeswohlgefährdung

5.1 Konkrete Schritte der Kooperation mit dem Jugendamt

5.2 Vorgehen bei Gefahr im Verzug

5.2.1 Anhaltspunkte für akute Gefährdung

5.2.2 Der Notfallplan

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Sensibilisierung pädagogischer Fachkräfte für die Thematik Kindeswohlgefährdung sowie die Vermittlung praxisorientierter Handlungssicherheit im professionellen Alltag unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen.

  • Grundlagen des gesetzlichen Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung
  • Erscheinungsformen und Anhaltspunkte zur Gefährdungserkennung
  • Kooperation zwischen pädagogischen Einrichtungen und dem Jugendamt
  • Etablierung kollegialer Beratung zur Risikoeinschätzung
  • Verfahrensweise bei akuter Gefahr und Erstellung von Notfallplänen

Auszug aus dem Buch

4.1 Begriffliche Abgrenzungen der Kindeswohlgefährdung

Der Begriff der Kindeswohlgefährdung ist eine Formel, die sehr häufig zum Einsatz kommt, die aber nur sehr schwer zu definieren ist. Nicht jede Misshandlung oder Vernachlässigung von Kindern stellt eine Kindeswohlgefährdung im rechtlichen Sinne dar (vgl. Schone, 2012, S. 13).

In den meisten Fällen sind Eindeutigkeiten von Kindeswohlgefährdung selten vorhanden und die Interpretationsräume sind sehr groß. „Wo liegt die Grenze zwischen überstrengem Erziehungsverhalten und körperlicher und seelischer Misshandlung?“ „Wo wird ärmliche materielle und emotionale Versorgung zur Vernachlässigung?“ „Wann ist die Schwelle zur Kindeswohlgefährdung überschritten und ein Einschreiten erforderlich?“ (vgl. Schone, 2012, S. 19).

Der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband NRW e. V. nennt in „KiKi. Eine Arbeitshilfe zum Kinderschutz in Kindertageseinrichtungen“ drei Kriterien, die gleichzeitig erfüllt werden müssen, damit von einer Kindeswohlgefährdung auszugehen ist:

• Die Gefährdung des Kindes muss gegenwärtig gegeben sein.

• Die zukünftige oder gegenwärtige Schädigung muss erheblich sein.

• Die Schädigung muss mit Sicherheit vorherzusehen sein oder gegenwärtig eintreten (vgl. DKSB NRW, 2012, S. KA – 113).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläutert die wachsende Bedeutung des Kinderschutzes und die Zielsetzung der Fortbildung für pädagogische Fachkräfte.

2. Rechtliche Grundlagen: Bietet einen Überblick über relevante gesetzliche Bestimmungen zum Kinderschutz, einschließlich SGB VIII und Grundgesetz.

3. Kindliche Lebensbedürfnisse: Beschreibt entwicklungspsychologische Grundlagen und elementare Bedürfnisse von Kindern.

4. Kindeswohlgefährdung: Definiert den Begriff, nennt Erscheinungsformen und konkrete Anhaltspunkte für eine Gefährdung sowie Anforderungen an Fachkräfte.

5. Handeln bei der Kindeswohlgefährdung: Skizziert praktische Schritte für Kooperationen sowie Vorgehensweisen in akuten Notfällen.

6. Fazit: Betont die Notwendigkeit fortlaufender Schulung und klarer institutioneller Abläufe für einen effektiven Schutzauftrag.

Schlüsselwörter

Kindeswohlgefährdung, Kinderschutz, Schutzauftrag, SGB VIII, Jugendamt, Prävention, Vernachlässigung, Misshandlung, Gefährdungseinschätzung, pädagogische Fachkräfte, kollegiale Beratung, Gefahr im Verzug, Kindertageseinrichtung, Rechtsgrundlagen, Kindesrechte

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen dieses Dokuments?

Das Dokument dient als Leitfaden für eine Fortbildung, die pädagogische Fachkräfte im Umgang mit dem Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung schult.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit umfasst rechtliche Rahmenbedingungen, die Identifikation kindlicher Bedürfnisse und die Verfahrensschritte bei Verdacht auf Gefährdung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Fachkräften Handlungssicherheit durch fachliches Wissen und strukturierte Abläufe für den Kinderschutz zu vermitteln.

Welche wissenschaftlichen Grundlagen finden Anwendung?

Die Arbeit basiert auf gesetzlichen Vorgaben wie dem SGB VIII und dem KKG sowie fachspezifischer Literatur zur Entwicklungspsychologie und Gefährdungseinschätzung.

Was steht im Fokus des Hauptteils?

Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf der Definition von Kindeswohlgefährdung, der Einschätzung von Risikofaktoren und der praktischen Umsetzung des Schutzauftrags.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Kernbegriffe sind Kindeswohlgefährdung, Schutzauftrag, Gefährdungseinschätzung, Jugendamt und pädagogische Verantwortung.

Wann liegt laut Autor "Gefahr im Verzug" vor?

Gefahr im Verzug ist gegeben, wenn unmittelbare, schwere Schädigungen des Kindes drohen und ein sofortiges Handeln ohne Einbeziehung weiterer Stellen notwendig ist.

Welche Rolle spielt die "kollegiale Beratung"?

Die kollegiale Beratung ist essenziell, um die nötige Interpretationsleistung bei der Gefährdungseinschätzung auf eine breitere Basis zu stellen und die Sicherheit im Handeln zu erhöhen.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Kindeswohlgefährdung und Kindesschutz im KiTa
Subtítulo
Fortbildungskonzept
Universidad
University of Applied Sciences Südwestfalen; Soest
Calificación
2,0
Autor
I. Seel (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
17
No. de catálogo
V346791
ISBN (Ebook)
9783668362666
ISBN (Libro)
9783668362673
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kindeswohlgefährdung Kindesschutz KiTa
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
I. Seel (Autor), 2014, Kindeswohlgefährdung und Kindesschutz im KiTa, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/346791
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