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Die Kapitalflussrechnung in der handelsrechtlichen Bilanzierung

Regelungen des DRS 21 sowie Veränderungen gegenüber DRS 2

Titel: Die Kapitalflussrechnung in der handelsrechtlichen Bilanzierung

Seminararbeit , 2015 , 50 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Rainer Emslander (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist einerseits die Darstellung der Kapitalflussrechnung in der handelsrechtlichen Bilanzierung, andererseits das Aufzeigen wesentlicher Veränderungen bzw. Neuerungen von DRS 21 gegenüber DRS 2. Eine empirische Analyse von 30 Kapitalflussrechnungen deutscher Unternehmen soll zum einen die theoretischen Aspekte in Kapitel zwei und drei praktisch beleuchten, zum anderen wesentliche Elemente der Kapitalflussrechnung (z.B. Ausweiswahlrechte) aufzeigen. Abschließend wird ein Resümee zur Arbeit gezogen.

Ein großer Teil aller deutschen Unternehmen sind Konzerne bzw. stehen in konzernähnlichen Verbindungen mit anderen Gesellschaften. In der Konzernrechnungslegung soll die einheitliche Abbildung eines Konzernverbundes über Einzelunternehmens- und Staatsgrenzen hinweg gewährleistet werden. Wichtiges Informationsinstrument und wesentlicher Bestandteil der Konzernrechnungslegung ist die Konzernkapitalflussrechnung.

Regelt auf internationaler Ebene der „International Accounting Standard 7“ (IAS 7) des International Accounting Standards Boards (IASB) die Ausgestaltung einer Kapital-flussrechnung, so wird in Deutschland auf den „Deutschen Rechnungslegungs Standard“ (DRS) des „Deutschen Rechnungslegungs Standards Committees“ (DRSC) zurückgegriffen, welcher nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) die im Konzernabschluss pflichtgemäß zu erstellende Kapitalflussrechnung regelt.

Das DRSC veröffentlichte am 19.02.2014 den nahezu finalen Standard DRS 21 Kapitalflussrechnung. Dieser wird den bestehenden Rechnungslegungsstandard DRS 2 ablösen. Für Mutterunternehmen, deren Kapitalflussrechnung Bestandteil des Konzernabschlusses nach § 297 Abs. 1 HGB ist, muss der Standard verpflichtend für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2014 beginnen, angewendet werden. Kapitalmarktorientierte Unternehmen, welche eine Kapitalflussrechnung nach § 264 Abs. 1 Satz 2 HGB verpflichtend erstellen müssen und Unternehmen, die eine Kapitalflussrechnung freiwillig erstellen, sollen den neuen Standard ebenfalls beachten.

Im Gegensatz zu DRS 2 beinhaltet DRS 21 auch spezielle Regelungen für die Kapitalflussrechnung von Versicherungsunternehmen und Kreditinstituten. Nachfolgende Arbeit konzentriert sich auf die branchenunabhängigen Regelungen für Kapitalflussrechnungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Kapitalflussrechnung in der handelsrechtlichen Bilanzierung

2.1 Grundlagen und Begriffsdefinition

2.2 Rechtliche Grundlagen

2.3 Funktionen

3. Regelungen des DRS 21 sowie Veränderungen gegenüber DRS 2

3.1 Aufstellung der Kapitalflussrechnung im Konzern

3.1.1 Konsolidierungskreis und -methode

3.1.2 Abgrenzung des Finanzmittelfonds

3.1.3 Währungsumrechnung

3.1.4 Ausweis der Kapitalflussrechnung

3.1.5 Abgrenzung der Tätigkeitsbereiche

3.2 Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

3.2.1 Direkte Ermittlung

3.2.2 Indirekte Ermittlung

3.3 Cashflow aus Investitionstätigkeit

3.4 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

3.5 Fondsveränderungsrechnung

3.6 Ergänzende Angaben

4. Empirische Analyse

4.1 Datenbasis

4.2 Ausgestaltung und Ausweis der Cashflow-Beträge

4.3 Analyse wesentlicher Elemente der Kapitalflussrechnung

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Darstellung der Kapitalflussrechnung im Rahmen der handelsrechtlichen Bilanzierung und arbeitet dabei insbesondere die wesentlichen Neuerungen und Veränderungen des neuen Standards DRS 21 gegenüber dem bisherigen Standard DRS 2 heraus. Durch eine empirische Analyse von 30 deutschen Konzernen werden die theoretischen Erkenntnisse praktisch beleuchtet und Auswirkungen auf die Informationslage sowie die Vergleichbarkeit von Abschlüssen evaluiert.

  • Methodische Grundlagen und Funktionen der Kapitalflussrechnung
  • Analyse der neuen Regelungen des DRS 21 im Konzern
  • Vergleichende Gegenüberstellung von DRS 2 und DRS 21
  • Empirische Untersuchung der Cashflow-Strukturen in deutschen Unternehmen
  • Beurteilung der Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit von Finanzinformationen

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Abgrenzung des Finanzmittelfonds

Ausgangspunkt einer Kapitalflussrechnung bildet stets die Abgrenzung des Finanzmittelfonds. Ein „Fonds“ ist eine Zusammenfassung bestimmter Bilanzposten zu einer buchhalterischen Einheit. Im Vergleich zu DRS 2 wurde die Abgrenzung des Finanzmittelfonds neu definiert. Nach DRS 21.33 beinhaltet ein Finanzmittelfonds Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (engl.: cash and cash equivalents). Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige, in hohem Maße liquide Finanzmittel, welche jederzeit in Zahlungsmittel getauscht werden können und keinen bzw. nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Gemäß DRS 21.9 sind Zahlungsmittel als Zahlungsmitteläquivalente mit einer Restlaufzeit von drei Monaten oder weniger zum Zeitpunkt des Erwerbs in den Finanzmittelfonds aufzunehmen. Diese liquiden Zahlungsmitteläquivalente, welche sich auf der Aktivseite der Bilanz befinden, dienen der Liquiditätsreserve. Faktisch ist dies als Wahlrecht anzusehen, da jedes Unternehmen individuell Finanzmittel als Liquiditätsreserve definieren kann. Kontokorrentkredite bzw. täglich fällige Bankverbindlichkeiten sind nach DRS 21.34 in den Finanzmittelfonds als negative Bestandteile einzubeziehen, sofern sie den kurzfristigen Finanzierungsinstrumenten des Unternehmens angehören.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Konzernkapitalflussrechnung ein, erläutert den Übergang von DRS 2 zu DRS 21 und definiert das Ziel der Arbeit sowie die methodische Vorgehensweise.

2. Die Kapitalflussrechnung in der handelsrechtlichen Bilanzierung: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffsdefinitionen, rechtliche Rahmenbedingungen und die zentralen Funktionen der Kapitalflussrechnung als Informationsinstrument.

3. Regelungen des DRS 21 sowie Veränderungen gegenüber DRS 2: Hier werden detailliert die neuen Vorschriften zur Konzernkapitalflussrechnung nach DRS 21 behandelt, einschließlich der Tätigkeitsbereiche und Ermittlungsmethoden, und den Vorgaben von DRS 2 gegenübergestellt.

4. Empirische Analyse: In diesem Teil werden 30 ausgewählte deutsche Unternehmen untersucht, um die praktische Anwendung und die Ausgestaltung der Cashflow-Rechnungen unter Berücksichtigung der bestehenden Zuordnungswahlrechte zu analysieren.

5. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Änderungen durch den Standard DRS 21 zusammen und bewertet deren Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit und Aussagekraft von Kapitalflussrechnungen.

Schlüsselwörter

Kapitalflussrechnung, DRS 21, DRS 2, Konzernrechnungslegung, Cashflow, Finanzmittelfonds, laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit, Finanzierungstätigkeit, indirekte Methode, direkte Methode, Handelsgesetzbuch, HGB, Rechnungslegungsstandard, Liquiditätsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Kapitalflussrechnung in der handelsrechtlichen Bilanzierung deutscher Konzerne und analysiert primär die regulatorischen Änderungen durch den Standard DRS 21 im Vergleich zum Vorgänger DRS 2.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die Aufstellung der Kapitalflussrechnung im Konzern, die Abgrenzung von Finanzmittelfonds, die verschiedenen Tätigkeitsbereiche (operativ, investiv, finanzierend) sowie die empirische Auswertung der aktuellen Praxis in deutschen Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist einerseits die theoretische Darstellung der Kapitalflussrechnung nach aktuellem Standard sowie andererseits das Aufzeigen der Neuerungen von DRS 21 gegenüber DRS 2, ergänzt durch eine praktische empirische Analyse von 30 Unternehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zur theoretischen Herleitung der Standards mit einer empirischen Auswertung (quantitativen Analyse) von 30 Konzernabschlüssen aus der Liste "Deutschlands 1000 Weltmarktführer".

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische fundierte Darstellung der Regelungen des DRS 21, inklusive der Aufstellungsgrundsätze und Ermittlungsmethoden, sowie eine anschließende empirische Untersuchung der Cashflow-Daten und Finanzmittelfonds-Strukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kapitalflussrechnung, DRS 21, Cashflow, Finanzmittelfonds, Bilanzierung und Konzernrechnungslegung definiert.

Wie unterscheidet sich DRS 21 konkret bei der Behandlung von Kontokorrentkrediten?

Im Gegensatz zu DRS 2 sieht DRS 21 eine Einbeziehungspflicht von jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten (Kontokorrentkrediten) in den Finanzmittelfonds als negative Bestandteile vor, wodurch bisherige Wahlrechte entfallen.

Warum wird die Vergleichbarkeit von Cashflow-Daten laut Autor als kritisch bewertet?

Die Vergleichbarkeit wird durch unterschiedliche verwendete Ausgangsgrößen bei der indirekten Ermittlung sowie durch diverse Zuordnungswahlrechte, die dem Management Spielraum bieten, erschwert und verwässert.

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Details

Titel
Die Kapitalflussrechnung in der handelsrechtlichen Bilanzierung
Untertitel
Regelungen des DRS 21 sowie Veränderungen gegenüber DRS 2
Hochschule
Universität Regensburg  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Financial Accounting and Auditing)
Note
2,3
Autor
Rainer Emslander (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
50
Katalognummer
V346888
ISBN (eBook)
9783668361867
ISBN (Buch)
9783668361874
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Externe Rechnungslegung DRS HGB IFRS Financial Accounting Auditing DRS 21 DRS 2 Cashflow laufende Geschäftstätigkeit Finanzierung Finanzierungstätigkeit Investitionstätigkeit direkte Methode indirekte Methode Kapitalflussrechnung Finanzmittelfonds Fondsveränderungsrechnung BilReg IAS IASB DRSC GOB KFR CF Konzernrechnungslegung Handelsgesetzbuch Ausweiswahlrecht Stakeholder Shareholder Finanzanalyse Cash Management
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rainer Emslander (Autor:in), 2015, Die Kapitalflussrechnung in der handelsrechtlichen Bilanzierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/346888
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  50  Seiten
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