Nachhaltige Stadtentwicklung in wachsenden Metropolen

Eine indikatorbasierte Analyse der Stadtentwicklung der Freien und Hansestadt Hamburg in Bezug auf ihre Nachhaltigkeit


Bachelorarbeit, 2016

73 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellen- und Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Nachhaltige Entwicklung als urbane Herausforderung des 21.Jahrhunderts
1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Konzept der nachhaltigen Entwicklung in Städten
2.1. Nachhaltige Entwicklung
2.1.1. Entwicklung des Nachhaltigkeitsgedanken
2.1.2. Definition des Konzeptes der nachhaltigen Entwicklung
2.1.3. Quantitative und inhaltliche Konkretisierung nachhaltiger Entwicklung
2.1.3.1. Quantitative Konkretisierung nachhaltiger Entwicklung
2.1.3.2. Inhaltliche Konkretisierung nachhaltiger Entwicklung
2.1.3.3. Theoretische Positionen in der Nachhaltigkeitsdebatte
2.1.3.4. Leitstrategien zum Erreichen von Nachhaltigkeitszielen
2.1.4. Konzepte zur Systematisierung nachhaltiger Entwicklung
2.2. Nachhaltige Stadtentwicklung
2.2.1. Nachhaltigkeitsrelevante Herausforderungen der Stadtentwicklung
2.2.2. Implementierung des Konzepts der nachhaltigen Entwicklung als Leitbild für die Stadtentwicklung
2.2.3. Definition des Leitbildes „nachhaltige Stadtentwicklung“

3. Konzeption einer empirischen Analyse nachhaltiger Stadtentwicklung
3.1. Methodischer Analyserahmen
3.1.1. Operationalisierung auf der Ebene von Qualitätszielen
3.1.2. Ableitung und Funktion von Nachhaltigkeitsindikatoren
3.1.3. Anforderungen an die stadtentwicklungsrelevanten Nachhaltigkeitsindikatoren
3.2. Debatte über den Einsatz von Indikatoren
3.3. Operationalisierung nachhaltiger Stadtentwicklung
3.3.1. Ansatzpunkte für das Erreichen einer nachhaltigen Stadtentwicklung
3.3.1.1. Städtische Ressourcennutzung
3.3.1.2. Stofflich-energetische Austauschprozesse und regionale sowie überregionale Verflechtungsbeziehungen
3.3.1.3. Räumlich-Strukturelles Leitbild nachhaltiger Stadtentwicklung
3.3.1.4. Einbindung sozialer und ökonomischer Komponenten
3.3.2. Handlungsfelder und Ziele der nachhaltigen Stadtentwicklung
3.3.3. Auswahl der Indikatoren und Bestimmung von Zielwerten

4. Analyse der Stadtentwicklung der Freien und Hansestadt Hamburg hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit auf der Basis von Nachhaltigkeitsindikatoren
4.1. Bestimmung des Untersuchungsgebiets
4.2. Analyse der einzelnen Indikatoren
4.2.1. Haushälterisches Bodenmanagement
4.2.1.1. Siedlungs- und Verkehrsfläche
4.2.1.2. Intensität der Flächennutzung
4.2.2. Stadtverträgliche Mobilität
4.2.2.1. Modal-Split
4.2.2.2. ÖPNV-Kilometer
4.2.3. Vorsorgender Umweltschutz
4.2.3.1. Energieverbrauch
4.2.3.2. Treibhausgasemissionen
4.2.3.3. Siedlungsabfälle
4.2.3.4. Wasserverbrauch
4.2.4. Sozialverträgliche und Nutzerorientierte Wohnungsversorgung und Stadtentwicklung
4.2.4.1. Mietbelastung
4.2.4.2. Integration der Stadtteile
4.2.4.3. Arbeitslosenquote von Migranten
4.2.4.4. Fortzüge ins Umland
4.2.5. Ökonomische Innovationsfähigkeit und standortsichernde Wirtschaftsförderung
4.2.5.1. Ressourceneffizienz
4.2.5.2. Anteil regenerativer Energieträger
4.2.5.3. Arbeitslosenquote
4.2.5.4. Ausgaben für Forschung & Entwicklung
4.2.5.5. Armutsgefährdung
4.2.5.6. Öffentlicher Haushalt
4.3. Bewertung der Nachhaltigkeit der Stadtentwicklung Hamburgs auf Basis des Indikatorensystems

5. Resümierendes Fazit

Literaturverzeichnis

Eidesstattliche Erklärung

Tabellen- und Abbildungsverzeichnis

Tab. 1: Übersicht über die ausgewählten Indikatoren

Tab. 2: Wanderungssaldo zwischen der Metropolregion Hamburg und dem hamburgischen Stadtgebiet

Abb. 1: Siedlungs- und Verkehrsfläche Hamburgs 2009 – 2014

Abb. 2: Flächennutzungsintensität in Hamburg 2001 – 2014

Abb. 3: Anteile der Verkehrsmittel an innerstädtischen Wegen („Modal Split“) in Hamburg 2002 und 2008

Abb. 4: Personenjahreskilometer und Fahrgastjahreszahlen im HVV 2008 – 2014

Abb. 5: Primärenergieverbrauchs pro Einwohner in Hamburg 2008 – 2014

Abb. 6: THG-Emissionen in Hamburg 1995 -2014 (Index: 1995 = 100)

Abb. 7: Haus- und Sperrmüllmenge pro Einwohner (in kg) in Hamburg 2000 – 2013

Abb. 8: Wasserverbrauch privater Haushalte in Liter pro Tag in Hamburg 1998 – 2013

Abb. 9: Durchschnittliche Mietbelastung pro m² in Hamburg 2008 – 2014

Abb. 10: Vergleich der Arbeitslosenquote von Migranten und der allgemeinen Arbeitslosenquote in Hamburg 2007 – 2015

Abb. 11: Rohstoffproduktivität (erwirtschaftetes BIP pro eingesetzter Tonne natürlichen Primärmaterials) Hamburgs 1994 – 2013 (Index: 1994 = 100)

Abb. 12: Anteil regenerativer Energieträger am Bruttoendenergieverbrauch Hamburgs 2005 – 2012

Abb. 13: Anteil der F&E-Ausgaben am BIP in Hamburg im Vergleich zum nationalen Anteil 2004 – 2013

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

1.1. Nachhaltige Entwicklung als urbane Herausforderung des 21.Jahrhunderts

Der Beginn des 21. Jahrhunderts ist von einem starken Urbanisierungstrend geprägt. Seit 2008 lebt über die Hälfte der Weltbevölkerung in städtischen Ballungsräumen und Prognosen rechnen damit, dass bis 2030 der Anteil der städtischen Weltbevölkerung auf rund 65% ansteigen wird. Städte gelten als die Wachstumsmotoren des wirtschaftlichen Wohlstands und Schmelztiegel technologischer sowie sozialer Innovationen. Doch obwohl Städte nur ca. 2% der Erdoberfläche umfassen, sind diese für rund 70% der globalen Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) und Abfallproduktion verantwortlich. Darüber hinaus konsumieren sie fast 80% der globalen Energieproduktion.[1]

Neben den daraus resultierenden ökologischen Herausforderungen, vor allem hinsichtlich des globalen Klimawandels, sehen sich Städte, auch im hochentwickelten Europa, mit den Problemen fortschreitender sozialer Ungleichheit und stagnierender ökonomischer Entwicklung konfrontiert. Der Bedarf einer dauerhaft zukunftsfähigen, ökologisch und sozioökonomisch verträglichen – kurz nachhaltigen – Stadtentwicklung ist folglich allgegenwärtig. Sie soll vermeiden, dass die Tragfähigkeitsgrenzen der urbanen Ballungsräume überschritten und die ökologischen sowie sozioökonomischen Systeme der Städte bzw. des Planeten langfristig geschädigt werden.

Als Reaktion auf die wachsenden Probleme wurde 1992 auf der Konferenz der Vereinten Nationen (UN) über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro ein Handlungsprogramm – die sog. Agenda 21 – mit Anforderungen an eine nachhaltige Entwicklung verabschiedet. In Kapitel 28 der Agenda wird gefordert, dass die Kommunen weltweit lokale Nachhaltigkeitsstrategien im Sinne einer „lokalen Agenda 21“ erarbeiten.[2] Eine große Herausforderung für die Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung ist die Messung der Zielerreichung. Die Agenda 21 fordert daher explizit die Entwicklung und Anwendung von Nachhaltigkeitsindikatoren für alle politischen Ebenen als empirische Grundlage für die Analyse und Bewertung von Entwicklungsprozessen.[3]

Die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) wurde 2009 zur „Umwelthauptstadt Europas 2011“ gewählt. Der damalige Kommissar der Europäischen Union (EU) Janez Potočnik äußerte sich in diesem Zusammenhang wie folgt: „Die beiden Städte [Stockholm[4] und Hamburg; Anm. d. Autors] sind sehr engagiert, Umweltschutz und nachhaltige Stadtentwicklung europaweit mit zu prägen“[5]. Die Wahl Hamburgs wurde von verschiedenen Umweltverbänden hingegen scharf kritisiert.[6] Im stadtentwicklungspolitischen Leitbild „Wachsen mit Weitsicht“ aus dem Jahr 2009 wurde darüber hinaus Nachhaltigkeit zur „übergeordnete[n] Handlungsmaxime“[7] ausgerufen und explizit die geplante Ausgestaltung einer Nachhaltigkeitsstrategie in das Leitbild aufgenommen.[8] Trotzdem verfügt Hamburg bis heute weder über eine Nachhaltigkeitsstrategie im Sinne einer „lokalen Agenda 21“ noch wird ein Monitoring der Stadtentwicklung bezüglich nachhaltigkeitsrelevanter Parameter durchgeführt.

1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Bewertung der Stadtentwicklung Hamburgs hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit anhand der Analyse und Auswertung eines zuvor ausgearbeiteten Qualitätsziel- und Indikatorensystems. Dessen Kriterien orientieren sich, gemäß des Leitbildes nachhaltiger Entwicklung, an der Einhaltung ökologischer sowie sozioökonomischer Tragfähigkeitsgrenzen. Dabei geht es vorrangig um eine quantitative Bewertung. Am Ende soll die Frage beantwortet werden können, ob die bisherige Stadtentwicklung Hamburgs trotz des Fehlens einer Nachhaltigkeitsstrategie quantitativ den Kriterien einer nachhaltigen (Stadt-)Entwicklung entspricht und offengelegt werden, an welchen Stellen für Hamburgs Stadtentwicklungspolitik Handlungsbedarf besteht.

Der Hauptteil dieser Arbeit ist in drei Kapitel untergegliedert. Kapitel 2 beinhaltet die Darstellung der theoretischen Grundlagen des Leitbildes nachhaltiger Entwicklung und dessen Übertragung auf die Stadtentwicklung. Dazu wird zunächst eine geschichtliche und begriffliche Einordnung vorgenommen, bevor das Leitbild näher erläutert wird. Im zweiten Abschnitt des zweiten Kapitels werden wesentliche Herausforderungen für die Entwicklung europäischer Städte in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung herausgestellt. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die speziellen Herausforderungen wachsender Städte gelegt. Daran angeschlossen folgt ein Überblick über die Implementierung des Leitbildes der nachhaltigen Entwicklung in dem Bereich der Stadtentwicklung sowie die grundsätzlichen Bestandteile eines Leitbildes nachhaltiger Stadtentwicklung.

Das dritte Kapitel umfasst die Konzeption einer empirischen Analyse nachhaltiger Stadtentwicklung in Form eines Qualitätsziel- und Indikatorensystems. In diesem Zusammenhang werden eingangs das methodische Vorgehen und die Bestandteile des erarbeiteten Ziel- und Indikatorensystems erläutert. Im Anschluss werden die Nutzung von Indikatoren im Rahmen der dieser Arbeit zu Grunde liegenden Analyse begründet und das übergeordnete Leitbild nachhaltiger Stadtentwicklung sukzessiv auf die Ebene von Qualitätszielen und Indikatoren operationalisiert. Für die anschließende Anwendung des Qualitätsziel- und Indikatorensystems werden 18 Kernindikatoren abgeleitet und um zwei Zusatzindikatoren ergänzt, die relevante Informationen für die Einordnung bestimmter Kernindikatoren bieten.

Im nachfolgenden Kapitel wird die Stadtentwicklung der Freien und Hansestadt Hamburg anhand des zuvor präsentierten Monitoringssytems analysiert. Dazu wird zunächst das räumliche Untersuchungsgebiet abgegrenzt und charakterisiert. Daran anschließend werden die einzelnen Indikatoren hinsichtlich ihrer Entwicklung in Hamburg untersucht. Diese empirische Analyse mündet in einer zusammenfassenden Bewertung, in der, anhand der Verknüpfung der einzelnen Indikatoren, die generelle Entwicklung der Stadt Hamburgs in Bezug auf ihre Nachhaltigkeit beurteilt wird. Im Schlussteil folgt eine Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse der Analyse.

2. Konzept der nachhaltigen Entwicklung in Städten

2.1. Nachhaltige Entwicklung

2.1.1. Entwicklung des Nachhaltigkeitsgedanken

Der Ursprung des Nachhaltigkeitsgedankens geht auf das Buch „Sylvicultura Oeconomica“ des sächsischen Oberberghauptmanns Hans Carl von Carlowitz aus dem Jahre 1713 zurück, welcher das Prinzip einer nachhaltigen Forstwirtschaft propagierte. Demnach sollten nicht mehr Bäume abgeholzt werden dürfen als mittels Neuanpflanzungen nachwachsen können. Während von Carlowitz die Erhaltung der ressourcenökonomischen Ertragsfunktion des Waldes fokussierte, beruht das heutige Nachhaltigkeitsbewusstsein auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass die Tragfähigkeit der Erde begrenzt sowie die natürlichen Ressourcen endlich sind. Weiterhin wirken sich ein stetiges Bevölkerungswachstum, fortschreitende Umweltzerstörungen und eine weitere Ausbeutung natürlicher Ressourcen, einhergehend mit weiterem unkontrollierten Wachstum, als begrenzende Faktoren auf das ökonomische Wachstum aus und führen zu einem ökologischen Kollaps.[9] Diese auf Computersimulationen basierenden Erkenntnisse wurden von Dennis L. Meadows 1972 im Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit mit dem Titel „The Limits of Growth“ veröffentlicht und stellten den auf Wachstum ausgelegten Lebensstil der Industrienationen in Frage. Die Abhängigkeit der Industrienationen von fossilen Rohstoffen zeigte sich bereits im darauffolgenden Jahr, als die erste Ölkrise in Deutschland zum Ende einer langjährigen Phase wirtschaftlicher Prosperität führte.[10]

Als Reaktion auf die zuvor thematisierten Erkenntnisse gründete die UN 1983 die UN-Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (WCED), um ein langfristiges, globales Leitbildkonzept für eine tragfähige und umweltschonende Entwicklung zu erarbeiten. Das Ergebnis dieser Arbeit war der Bericht „Our Common Future“ (dt. Titel „Unsere gemeinsame Zukunft“; sog. Brundtland-Bericht), welcher den Begriff des „sustainable development“ einführte und dessen Leitbild global bekannt machte.[11]

Die, durch den Brundtland-Bericht ausgelösten, weltweiten Debatten mündeten 1992 in der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro (Rio-Konferenz), bei der 178 Nationen ein Leitbild nachhaltiger Entwicklung vereinbarten. Zudem wurden einige Beschlüsse verabschiedet, u.a. die Deklaration zu Umwelt und Entwicklung, die der heutigen und den zukünftigen Generationen eine bedürfnisbefriedigende Entwicklung zugestand, die Klimakonvention zur Stabilisierung der Treibhausemissionen oder die Biodiversitätskonvention. Rechtlich verbindliche Verpflichtungen enthalten diese Beschlüsse jedoch keine. Neben den zuvor genannten Beschlüssen wurde ein handlungsleitendes umfassendes Aktionsprogramm zur Umsetzung des Leitbildes der nachhaltigen Entwicklung – die Agenda 21 – vorgestellt. Im Jahr 2002 fand in Johannesburg ein zweiter Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung (auch „Rio+10“) statt. Im Vorfeld war 1997 in New York beschlossen worden, dass alle Nationen nationale Nachhaltigkeitsstrategien entwickeln sollten. Da dies in vielen Ländern noch nicht geschehen war, wurde die Forderung erneuert sowie neue Ziele für Umweltschutz und Armutsbekämpfung festgehalten. Doch sowohl bei der „Rio+10“-Konferenz als auch bei der folgenden UN-Konferenz über nachhaltige Entwicklung (auch „Rio+20“) im Jahre 2012 fehlten, ähnlich wie bei der Rio-Konferenz 1992, rechtlich verbindliche Vereinbarungen, sodass der Erfolg des sog. Rio-Prozesses in der Literatur umstritten ist. Andererseits gilt der Rio-Prozess als wichtiger Impuls für das weltweite Nachhaltigkeitsbewusstsein und der Akzeptanz seines Leitbildes.[12]

In Deutschland wurde 1994 das zentrale Nachhaltigkeitsziel der Sicherung der Lebensgrundlage für künftige Generationen im Art. 20a des Grundgesetzes festgeschrieben. Eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie wurde von der Bundesregierung allerdings erst zur „Rio+10“-Konferenz vorgelegt. Die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie umfasst dabei ein integratives Konzept mit vier Kernprinzipien: Generationengerechtigkeit, Lebensqualität, sozialer Zusammenhalt und internationale Verantwortung.[13]

2.1.2. Definition des Konzeptes der nachhaltigen Entwicklung

Eine allgemeingültige, präzisierte Definition des Begriffs „nachhaltige Entwicklung“ (eng. sustainable development) existiert bis zum heutigen Tage nicht. In der deutschen Literatur wurde der ursprünglich englische Begriff des sustainable development nicht einheitlich übersetzt und es wurden u.a. auch die Begriffe „zukunftsfähige“ oder „dauerhafte“ Entwicklung genutzt. Heutzutage findet jedoch überwiegend der Terminus nachhaltige Entwicklung Anwendung.[14]

Die am meisten verbreitete Definition von nachhaltiger Entwicklung ist die 1987 im Bericht „Our Common Future“ veröffentlichte Definition der WCED: „Sustainable development is a development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.“[15] Im Zentrum der Definition stehen als Schlüsselbegriffe anthropogene Bedürfnisse („needs“) und „der Gedanke von Beschränkungen“[16] von schädigenden Produktionstechniken und Konsummustern, die sich negativ auf die Umwelt auswirken und die Produktions- und Konsummöglichkeiten künftiger Generationen einschränken.[17]

Die Befriedigung anthropogener Bedürfnisse gründet auf der Maxime, dass sowohl die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation als auch die Bedürfnisse künftiger Generationen gleichwertig berücksichtigt werden sollen. Aufgrund dessen darf vor dem Hintergrund einer begrenzten Belastbarkeit der natürlichen Umwelt mit endlichen Ressourcen die gegenwärtige Lebensweise nicht die Möglichkeiten der künftigen Generationen zur Bedürfnisbefriedigung einschränken. In diesem Zusammenhang wird von intergenerativer bzw. intergenerationeller Gerechtigkeit gesprochen.[18] Gleichzeitig beinhaltet das Konzept der nachhaltigen Entwicklung das Leitziel einer intragenerativen bzw. intragenerationellen Gerechtigkeit im Sinne einer global gerechten Ressourcendistribution.[19] Dabei ist laut WCED allen voran die Befriedigung der Grundbedürfnisse der in Armut lebenden Menschen zu ermöglichen.[20]

Im Brundtland-Bericht werden zudem drei Themen- bzw. Handlungsfelder (Dimensionen) einer nachhaltigen Entwicklung umschrieben, namentlich: Ökologie, Ökonomie und Soziales. Die Berücksichtigung der intra- und intergenerativen Gerechtigkeit sowie der drei Dimensionen bildet den Minimalkonsens aller Definitionen nachhaltiger Entwicklung. Bei der Gewichtung und der Beziehungen der Dimensionen entwickelten sich jedoch verschiedene Positionen, welche sich teilweise diametral entgegenstehen. Die Brundtland-Kommission vertritt in ihrem Bericht eine anthropozentrische und wachstumsoptimistische Sichtweise. Sie sieht in ökonomischem Wachstum, welches gleichzeitig sozial und ökologisch nachhaltig ist (sog. „sustainable growth“ bzw. nachhaltiges Wachstum), die Lösung für die Minderung von intragenerativer Ungerechtigkeit sowie für den Erhalt der Möglichkeiten zur Bedürfnisbefriedigung zukünftiger Generationen. Eine weitere Grundannahme nachhaltiger Entwicklung ist zudem die globale Perspektive, die sich aus einer Reihe von Nachhaltigkeitsproblemen, wie bspw. dem Klimawandel oder der Überfischung der Meere, welche nur global gelöst werden können, begründet.[21]

2.1.3. Quantitative und inhaltliche Konkretisierung nachhaltiger Entwicklung

Da das Konzept der nachhaltigen Entwicklung den Charakter eines normativen Leitbildes besitzt, ist es für die zielgesteuerte Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie notwendig den umfassenden Begriff der nachhaltigen Entwicklung quantitativ und inhaltlich zu konkretisieren.

2.1.3.1. Quantitative Konkretisierung nachhaltiger Entwicklung

Das Erreichen einer intra- und intergenerativen Gerechtigkeit bildet die normative Grundlage der nachhaltigen Entwicklung. Dazu ist die Erhaltung eines sog. gesellschaftlichen Kapitalbestands notwendig. Dieser Kapitalbestand setzt sich grundsätzlich aus natürlichem und menschengemachtem Kapital zusammen. Der Begriff Kapital geht dabei über seine monetäre, ökonomische Definition hinaus und schließt physikalische, zeitliche und qualitative Größen mit ein. Unter natürlichem Kapital wird die Gesamtheit der natürlichen Ressourcen verstanden, welche über ein produktives Potential verfügen. Dabei ist zwischen erneuerbaren und nicht-erneuerbaren Ressourcen zu unterscheiden. Stromgrößen des natürlichen Kapitals sind natürliche Güter und Leistungen (z.B. saubere Luft, produktive Böden oder die Assimilationskapazität eines Ökosystems). Eine hohe Bedeutung innerhalb des natürlichen Kapitalstocks kommt der Funktion der Natur als Aufnahmemedium (sog. Senke) anthropogener Emissionen zu. Menschengemachtes Kapital besteht hingegen einerseits aus ökonomischen, materiellen Output (z.B. Infrastruktur oder Maschinen) und andererseits aus immateriellen Gütern (z.B. Innovationen oder Traditionen).[22]

Ein anderer Ansatz geht von drei verschiedenen Kapitalarten aus, welche sich an den Dimensionen orientieren. Folglich werden in diesem Sinne ökologisches, ökonomisches und soziales Kapital unterschieden. Zwischen den drei Kapitalarten gibt es Überschneidungen, sodass ein integrativer Ansatz und eine ausreichende Abgrenzung der Kapitalarten nötig sind. Probleme bestehen vor allem bezüglich der Abgrenzung des sozialen Kapitals. In der Literatur wird diskutiert, ob neben dem traditionellen Verständnis von sozialem Kapital, wonach soziales Kapital im Sinne von materieller Infrastruktur verstanden wird, auch soziale Güter, welche „Grundbedürfnisse befriedigen, die gesellschaftliche Integration [zu] fördern und die Weiterentwicklung der Gesellschaft ermöglichen“[23], zum sozialen Kapital gezählt werden sollten.[24] Das ökologische Kapital kann mit natürlichem Kapital gleichgesetzt werden. Der Begriff des menschengemachten Kapitals umfasst zudem Aspekte des ökonomischen sowie des sozialen Kapitals, sodass beiden vorgestellten Ansätzen ein ganzheitlicher Ansatz zu Grunde liegt.

2.1.3.2. Inhaltliche Konkretisierung nachhaltiger Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung wird grundsätzlich durch die Verbindung der drei Nachhaltigkeitsdimensionen umschrieben. Daher ist es für das Verständnis des Konzeptes nachhaltiger Entwicklung von Bedeutung die drei Dimensionen inhaltlich näher zu erläutern.

Ökologische Nachhaltigkeit zielt grundsätzlich auf die langfristige Erhaltung des natürlichen Kapitalstocks und umschreibt eine Nutzung, welche die Eigenschaften und Leistungsfähigkeit des ökologischen Systems als natürliche Lebensgrundlage erhält und seinen Fortbestand sichert. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Erhaltung der Funktion als Ressourcenquelle und die Tragfähigkeitsgrenze des ökologischen Systems als Medium für die Aufnahme menschlicher Emissionen.[25]

Anders als die ökologische Nachhaltigkeitsdimension, welche sich auf die optimale Nutzung natürlichen Kapitals beschränkt, verfolgt die ökonomische Nachhaltigkeit das Ziel eingesetztes natürliches und menschengemachtes Kapital so effizient wie möglich zu nutzen, um durch Stärkung der Wirtschaftskraft einen gewünschten Lebensstandard sowie gleichzeitig die Produktivität des natürlichen Kapitalbestands aufrechterhalten bzw. steigern zu können. Ökonomische Nachhaltigkeit fokussiert dazu eine qualitative Entwicklung anstelle eines quantitativen, expansiven Wachstums und forciert Änderungen im Verhalten von Produzenten und Konsumenten.[26]

Während die ökonomische Dimension somit die „effiziente Allokation von Ressourcen“[27] fokussiert, konzentriert sich die soziale Nachhaltigkeitsdimension auf die gerechte Distribution der verfügbaren Ressourcen im Sinne intra- wie intergenerativer Gerechtigkeit. Dazu sollen im Sinne sozialer Nachhaltigkeit jedem Menschen der gleiche Zugang zu Ressourcen sowie gleichberechtige gesellschaftliche und politische Entwicklungs- wie Verwirklichungschancen eröffnet werden.[28] Einen anderen Anknüpfungspunkt sozialer Nachhaltigkeit bietet das Ziel der Erhaltung des Sozialkapitals.[29]

Da nachhaltige Entwicklung die gleichzeitige Förderung aller drei Nachhaltigkeitsdimensionen fordert, ist es von Bedeutung, die Beziehungen zwischen den Dimensionen zu analysieren. Das Verhältnis von Ökologie und Ökonomie wird im Rahmen der Analyse der Nachhaltigkeitsdebatte im Abschnitt 2.1.3.3 näher betrachtet.

Die Untersuchung der Auswirkungen der sozialen Nachhaltigkeit ist hingegen in der bisherigen Nachhaltigkeitsdebatte weitestgehend ignoriert worden.[30] Jedoch ist unumstritten, dass sich das Sozialkapital sowohl auf das ökologische Kapital, bspw. in Form eines gesteigerten Umweltbewusstseins, als auch auf das ökonomische Kapital, z.B. durch das rapide Sinken der Transaktionskosten durch die Verbesserung der digitalen Infrastruktur, positiv wie negativ auswirken kann.[31]

2.1.3.3. Theoretische Positionen in der Nachhaltigkeitsdebatte

In der Nachhaltigkeitsdebatte lassen sich zwei zentrale, sich entgegenstehende Positionen hervorheben, welche sich durch unterschiedliche Annahmen zur Substituierbarkeit natürlichen Kapitals und der Art des zu erhaltenden Kapitalbestands unterscheiden.

Die Anhänger der sog. schwachen Nachhaltigkeit gehen von einem wachstumstheoretischen Nachhaltigkeitsbegriff aus, welcher der neoklassischen Ökonomik entstammt. Es handelt sich dabei um einen nutzenorientierten, anthropozentrischen Ansatz vor dem Hintergrund endlicher Ressourcen als begrenzende Faktoren des wirtschaftlichen Wachstums. Dabei sehen sie vor allem in technischem Fortschritt und zunehmenden Skalenerträgen durch einen effizienteren Einsatz von Produktionsfaktoren die Möglichkeit Wachstum unabhängiger von den Beschränkungen der natürlichen Ressourcen zu gestalten. Darüber hinaus geht die neoklassische Theorie von einer umfangreichen, im Extremfall vollständigen Substituierbarkeit („Ersetzbarkeit“) natürlichen Kapitals durch menschengemachtes Kapital aus. Demnach kann auch eine Entwicklung, welche sich negativ auf das natürliche Kapital auswirkt, als nachhaltig gelten, solange der Gesamtkapitalbestand erhalten bleibt und das Nutzenniveau im Lichte von Konsummöglichkeiten für die Befriedigung der Bedürfnisse zukünftiger Generationen gesichert wird.[32]

Während die Verfechter der neoklassischen Position eine anthropozentrische Sichtweise vertreten, betrachten die Anhänger der ökologischen Ökonomie – sog. starke Nachhaltigkeit – nachhaltige Entwicklung aus einer ökozentrischen Perspektive. Die Kernforderung der Vertreter starker Nachhaltigkeit ist die Erhaltung des natürlichen Kapitalbestands. Der Ansatz der ökologischen Ökonomie geht dabei im Gegensatz zur neoklassischen Position von einer nicht vorhandenen bzw. stark eingeschränkten Substituierbarkeit des natürlichen Kapitals aus. Begründet wird dies durch die Notwendigkeit natürlichen Inputs für die Schaffung produktiven menschengemachten Kapitals in Verbindung mit einer stetigen Zunahme von Entropie, der Irreversibilität von Reduktionen sowie der Multifunktionalität natürlichen Kapitals. Da diese vor allem intertemporalen Begründungsansätze gleichzeitig als Kritikpunkte der schwachen Nachhaltigkeitsposition verstanden werden können, widerspricht die neoklassische Theorie aus Sicht der starken Nachhaltigkeit dem Nachhaltigkeitspostulat der intergenerativen Gerechtigkeit. Allerdings fehlt es dem Ansatz der ökologischen Ökonomie bei konsequenter Anwendung an Praktikabilität, da nachhaltige Entwicklung explizit intragenerative Gerechtigkeit und dadurch die Nutzung natürlicher Ressourcen durch die gegenwärtige Generation mit einschließt.[33]

Einen Ansatz für eine praktikablere Lösung bietet die sog. kritische ökologische Nachhaltigkeit, die von einer differenzierten Betrachtung der Substituierbarkeit des ökologischen Kapitals ausgeht. Demnach ist eine Substitution teilweise zulässig und lediglich ein kritischer Bestand natürlichen Kapitals zu erhalten.[34]

2.1.3.4. Leitstrategien zum Erreichen von Nachhaltigkeitszielen

Zur Umsetzung von Zielen nachhaltiger Entwicklung haben sich folgende drei komplementäre, handlungsleitende Strategien herausgebildet: (Öko-)Effizienz, Konsistenz und Suffizienz.

Die Effizienz-Strategie zielt auf die Erhöhung der Ressourcenproduktivität, d.h. die Optimierung des Verhältnisses zwischen Wertschöpfung und Ressourceninanspruchnahme. Damit soll weiteres ökonomisches Wachstum von einem steigenden Verbrauch natürlicher Ressourcen entkoppelt und eine Synthese von ökonomischen und ökologischen Zielen erreicht werden. Die Ressourceninanspruchnahme schließt hierbei sowohl die Verringerung der Entnahme natürlicher Ressourcen im Sinne eines Inputs als auch die Verringerung von schädlichen Stoffeinträgen in die Umwelt als Output mit ein.[35] Allerdings kann eine effizientere Ressourcennutzung auch zu ökologisch schädlichen Folgen führen. Beispielhaft soll an dieser Stelle der „Rebound-Effekt“ angeführt werden. Dieser beschreibt den Effekt, dass durch ressourceneffizientere Produktherstellung eine zusätzliche Nachfrage an Ressourcen induziert werden kann, was dazu führt, dass die Ressourceneinsparungen pro Einheit teilweise kompensiert oder gar relativiert werden. Die Höhe des Rebound-Effektes entspricht dabei dem prozentualen Unterschied zwischen den potentiell möglichen und tatsächlichen Ressourceneinsparungen. Bei einem Rebound-Effekt von über 100% spricht man vom sog. Backfire-Effekt.[36]

Im Gegensatz zur quantitativ ausgelegten Effizienz-Strategie, fokussiert die Konsistenz-Strategie qualitative Aspekte des ökologischen Ressourcenverbrauchs. Sie zielt auf die Verträglichkeit von menschlichen Stoff- und Energieströmen mit jenen natürlicher Herkunft. Demnach sollen nur wiederverwertbare Produkte verwendet werden, die keine Abfälle wie bspw. Emissionen produzieren. Hinsichtlich des Ressourcenverbrauchs konzentriert sich die Konsistenz-Strategie auf die Verringerung bzw. Vermeidung des Verbrauchs von nicht erneuerbaren Energien. Dies soll u.a. mittels Substitution durch andere Ressourcen geschehen. Aufgrund dessen ist die Konsistenz-Strategie sehr abhängig von technischen wie sozialen Innovationen.[37]

Die Suffizienz-Strategie wiederum zielt auf die absolute Verminderung des Ressourcenverbrauchs. Sie basiert auf den drei folgenden Bestandteilen: Der quantitativen Selbstbeschränkung im Konsum, der Veränderung der Lebensstile im Sinne einer qualitativen Veränderung der Konsummuster und der Entmaterialisierung der Gesellschaft.[38]

Eine Konzentration allein auf Effizienz und Suffizienz würde die weitere Vernichtung der Lebensräume nicht stoppen, sondern allenfalls verlangsamen, sodass gleichzeitig auf Konsistenz gesetzt werden muss. Eine lediglich auf Konsistenz beruhende Strategie wäre aufgrund der technischen Beschränkungen ebenfalls nicht zielführend. Folglich sollte die Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie auf allen drei Leitstrategien beruhen, mit dem Ziel Wirtschaftswachstum von Umweltbelastungen zu entkoppeln.[39]

2.1.4. Konzepte zur Systematisierung nachhaltiger Entwicklung

Hinsichtlich der Gewichtung der einzelnen Dimensionen haben sich zwei grundsätzliche Modelle herausgebildet, die sich in ökologisch dominierte sowie mehrdimensionale und integrative Konzepte einteilen lassen.

Ökologisch dominierte Konzepte räumen der ökologischen Dimension im Falle eines Zielkonfliktes mit anderen Dimensionen den Vorrang ein, während mehrdimensionale Konzepte (sog. „Drei-Säulen“-Konzept) auf der Gleichrangigkeit der drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales beruhen.[40]

Die Anhänger mehrdimensionaler Konzepte sind der Ansicht, dass intergenerative Gerechtigkeit nicht allein durch Erhalt ökologischer Ressourcen erreicht wird, sondern ebenfalls ökonomische, soziale und kulturelle Ressourcen zur Bedürfnisbefriedigung notwendig sind. Somit vertreten Verfechter gleichrangiger, mehrdimensionaler Ansätze die Auffassung, dass neben ökologischen Tragfähigkeitsgrenzen sozioökonomische Belastungsgrenzen limitierende Faktoren nachhaltiger Entwicklung sind.[41]

Beim Versuch einer Operationalisierung ergeben sich jedoch bei den mehrdimensionalen Konzepten aufgrund der fehlenden Priorisierung einer Dimension Probleme im Falle von konkurrierenden Zielen zwischen den Dimensionen. Eine isolierte Betrachtung jeder der Dimensionen ist jedoch ebenfalls nicht zielführend, da zwischen den Dimensionen wechselseitige Beziehungen bestehen. Aufgrund dessen wurden integrative Nachhaltigkeitskonzepte entwickelt, die Maßnahmen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf jede der drei Dimensionen querschnittsartig bewerten.[42] Exemplarisch kann hier das „integrierte Nachhaltigkeitsdreieck“ aufgeführt werden, bei dem Handlungen nachhaltiger Entwicklung unterschiedlich stark den Dimensionen zugeordnet werden können.[43] Neben dieser horizontalen Integration der drei Dimensionen, ist eine vertikale Integration für die Ganzheitlichkeit eines Nachhaltigkeitskonzeptes wichtig, da sich Nachhaltigkeitsprobleme auf verschiedenen Ebenen – global bis lokal – zum Teil unterschiedlich auswirken und sich ggf. gegenseitig bedingen können.[44]

2.2. Nachhaltige Stadtentwicklung

2.2.1. Nachhaltigkeitsrelevante Herausforderungen der Stadtentwicklung

Wie bereits in der Einführung dieser Arbeit erwähnt, lebt seit 2008 über die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. In den Industrienationen ist der Verstädterungsgrad mit über 75% noch einmal höher. Daher werden nachfolgend relevante Herausforderungen für eine nachhaltige Entwicklung von Städten näher untersucht. Die Probleme der Städte sind im globalen Kontext vor allem im Vergleich zwischen Städten in Industrienationen und Städten in Entwicklungsländern sehr unterschiedlich, sodass die Betrachtung der Herausforderungen grundsätzlich differenziert erfolgen muss.[45] Aufgrund des Schwerpunkts dieser Arbeit fokussiert der folgende Abschnitt dementsprechend die nachhaltigkeitsrelevanten Herausforderungen für europäische Städte mit einem besonderen Augenmerk auf wachsende Metropolen.

Eine zentrale, alle Dimensionen der Nachhaltigkeit betreffende, Herausforderung für die Stadtentwicklung ist die Problematik eines steigenden Flächenverbrauchs (auch: Flächeninanspruchnahme), d.h. die Transformierung von nicht baulich genutzten Freiflächen in Siedlungs- und Verkehrsflächen (SuV-Flächen) mit vielschichtigen ökologischen, volkswirtschaftlichen und sozialen Folgen.[46] In Deutschland steigt die neu in Anspruch genommene Landschaftsfläche seit Jahrzehnten auf einem hohen Niveau, entkoppelt von dem relativ geringen Bevölkerungswachstum, sodass die Siedlungsdichte gemeinhin sinkt.[47]

Ursachen der wachsenden Flächeninanspruchnahme sind vor allem die anhaltende private Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt, aufgrund eines andauernden Rückgangs der Belegungsdichte im Wohnbestand in Verbindung mit einem zahlenmäßigen Anstieg von Haushalten, wohlstandbedingt veränderten Präferenzen und ansteigenden Wohnraumansprüchen sowie fortwährenden Suburbanisierungstendenzen. Suburbanisierung wird insbesondere begünstigt durch den Ausbau der Infrastruktur und komparative Kostenvorteile, sowohl für Unternehmen als auch für private Haushalte in Form von geringeren Bodenpreisen, einem besseren Flächenangebot und weniger Emissionsbelastungen.[48] Gleichzeitig fördern allerdings auch fiskalpolitische Regelungen die Suburbanisierung wie bspw. die grundstückswertabhängige Grundsteuer in Verbindung mit einer vergleichsweise geringen Städtebauförderung.[49]

Negative strukturelle Nebeneffekte des flächenmäßigen Außenwachstums der Städte sind vor allem eine räumlich gestreute Siedlungsentwicklung (Siedlungsdispersion), eine fortschreitende räumlich getrennte Konzentration und Entmischung städtischer Funktionen sowie weiträumigere Mobilitäts- und Interaktionsmuster, dominiert vom verkehrsflächenextensiven und umweltbelastenden motorisierten Individualverkehr (MIV).[50] In der Stadtentwicklung hat vor allem das in der Nachkriegszeit flächendeckend handlungsleitende Leitbild der „autogerechten Stadt“ den Flächenverbrauch und die stark autoabhängige Suburbanisierung begünstigt, was das überproportionale Wachstum der Verkehrsfläche sowie der Siedlungsfläche insgesamt förderte.[51] Darüber hinaus unterstützt der technische Fortschritt im Bereich Verkehrs- und Kommunikationstechnik den Flächenverbrauch, da sie Transport- und Kommunikationskosten verringern und dadurch ökonomische Agglomerationsvorteile der Städte an Bedeutung für die Standortwahl verlieren sowie flächen- und verkehrsextensive Produktionstechniken wie bspw. die Just-in-Time-Produktion begünstigen.[52] Folgen des extensiven Flächenverbrauchs sind in erster Linie die Versiegelung und der Verlust hochwertiger Flächen mit bodengebundenen Umweltfunktionen, was die Abhängigkeit von exterritorialen Ressourcen vergrößert und die Biodiversität der Stadt sinken lässt.[53]

Darüber hinaus sorgen ein steigendes Verkehrsaufkommen, ein im Vergleich höherer Energiebedarf von weniger dicht besiedelten Gebieten und die Überbauung freier Flächen für mehr Ressourcenbedarf, erhöhte Schadstoffeinträge in Boden, Wasser und Luft und stadtklimatische, biologische sowie hydrologische Veränderungen. Der Ausbau der Infrastruktur im städtischen Umland erzeugt ferner Bau- und Unterhaltungskosten und führt zu Zerschneidungen von zusammenhängenden Biotopen. Soziale Begleiterscheinungen einer dispersen Siedlungsentwicklung sind häufig fortschreitende soziale Segregation und gesellschaftliche Entmischung.[54]

Während in den 1990er-Jahren die Suburbanisierung in Deutschland ihren Höhepunkt erreichte, lassen sich seit Mitte des letzten Jahrzehnts flächendeckend Reurbanisierungs- und Zentralisierungstendenzen beobachten.[55] Für Städte in schrumpfenden Regionen bieten diese Reurbanisierungstendenzen zahlreiche Chancen, allerdings stellt der steigende Bevölkerungsdruck gleichzeitig wachsende Metropolen vor große soziale Herausforderungen, vor allem durch Gentrifizierungs- und Veränderungsprozesse in Verbindung mit steigenden Mieten aufgrund eines angespannten Wohnungsmarkts. Bei Städten mit einem hohen Wachstumsdruck reicht daher eine reine Innenentwicklung nicht aus. Jedoch gilt es, die notwendige Außenentwicklung zu steuern, um die sozialen und ökologischen Belastungen möglichst gering zu halten.[56]

Die oben erwähnte soziale Segregation wiederum stellt ebenfalls eine Herausforderung für die Stadtentwicklung dar, da die soziale Ungleichheit in den Städten, vor allem aufgrund des anhaltenden Strukturwandels, stetig zunimmt. Sie schlägt sich u.a. sozialräumlich nieder und gefährdet so den sozialen Zusammenhalt der Städte. Zudem müssen sich die Städte, allen voran größere Städte in Einwanderungsländern wie Deutschland oder Frankreich, vor dem Hintergrund kontinuierlicher Migrationsprozesse der Herausforderung einer immer vielfältigeren, multikulturellen Gesellschaft stellen, um eine gesellschaftliche Integration zu fördern und ethnische Segregationsprozesse zu verhindern. Weitere soziokulturelle Herausforderungen sind der demographische Wandel mit der Gefahr der Überreizung der sozialen Sicherungssysteme und der Notwendigkeit eines alterungsgerechten Stadtumbaus, die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter sowie die Bewahrung der lokalen Identität sowie der öffentlichen Räume im Spannungsfeld von fortschreitender Globalisierung und Privatisierung.[57]

Weitere zentrale Herausforderungen eröffnen nicht-nachhaltige Ressourcennutzungen und Stoffkreisläufe sowie umweltbelastende Verhaltensmuster. Die Städte charakterisiert heutzutage eine starke Übernutzung von Ressourcen. Gleichzeitig sind die Stoffströme zwischen den Städten und dem Umland stark unausgeglichen (vgl. Kap. 3.3.1.2). Insbesondere in den Sektoren Energie und Verkehr sind der Ressourcenverbrauch und der THG-Ausstoß hoch. Darüber hinaus führt die hohe Abhängigkeit dieser Sektoren von fossilen, nicht-erneuerbaren Rohstoffen langfristig zu Versorgungsproblemen. Problematisch ist vor allem der trotz konstanter Bevölkerungszahl, Fortschritten bei Energieeffizienz sowie energiesparender Technologien steigende Ressourcen- und Energieverbrauch der privaten Haushalte und des MIV. Die Herausforderungen der Städte bestehen diesbezüglich sowohl darin die Energieeffizienz und erneuerbare Energieträger zu fördern als auch zeitgleich die Energienachfrage sowie Emissionen zu reduzieren, da eine alleinige Fokussierung auf eine effizientere Energiegewinnung aufgrund von Rebound-Effekten (vgl. Kap. 2.1.3) nicht ausreicht.[58] Dies gilt insbesondere für wachsende Städte, um eine stärkere Ressourcenimportabhängigkeit und Emissionsbelastung zu verhindern. Weitere Probleme der Städte, allen voran der wachsenden Städte, sind ein steigendes Abfallaufkommen und dessen Entsorgung mit Auswirkungen auf die städtische Umwelt sowie die des Umlands.[59]

Generell sind stoffliche Emissionen, vor allem THG-Emissionen, ein wichtiger Einflussfaktor für die Biokapazität der Stadt und die Gesundheit ihrer Bewohner. Kohlenstoffdioxid-Emissionen (CO2-Emissionen) machen bspw. über die Hälfte des ökologischen Fußabdrucks eines Deutschen aus.[60] Ferner sind anthropogene THG-Emissionen eine der Hauptursachen für den globalen Klimawandel mit weitreichenden, schädlichen Auswirkungen für die städtischen Ökosysteme und das Stadtklima. Bedeutsame Herausforderungen bestehen zunehmend in der Verfolgung von Klimaschutzstrategien sowie in der Förderung einer erhöhten Anpassungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit (sog. Resilienz) der Städte gegenüber den Folgen der klimatischen Veränderungen.[61]

Ökonomisch stehen die Städte Europas vor den Herausforderungen geringer bzw. stagnierender volkswirtschaftlicher Wachstumsraten, eines immer stärker verflochtenen internationalen Wettbewerbs und andauernden Strukturwandels in Verbindung mit quantitativen und qualitativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sowie einem höheren Konkurrenzdruck bei der Akquisition von qualifizierten Fachkräften. Die prekäre Finanzlage der öffentlichen Haushalte erschwert zudem die Finanzierung notwendiger Maßnahmen in der Stadtentwicklung. Folgen dieser Entwicklungen sind geringere Steuerungsmöglichkeiten des öffentlichen Sektors, fehlende Investitionen in Infrastruktur, ein Rückgang von öffentlicher Nachfrage und steigende Ausgaben für Sozialleistungen. Dies gilt vor allem, wenn der öffentliche Nachfragerückgang nicht durch zusätzliche privatwirtschaftliche Nachfrage ausgeglichen werden kann.[62]

Trotz der vielfältigen Probleme und Herausforderungen ist die Stadt „die einzig nachhaltig sinnvolle Siedlungsform, da ausschließlich diese hohe Konzentration von Güterproduktion, Energie und Stoffumsätzen, Verkehrsleistungen und Freiflächenkonsum tragbar ist und eine ökologisch unverträgliche Gleichverteilung der Nutzungen im Raum verhindert.“[63] Gleichzeitig sind Städte Motoren für die soziokulturelle und politische sowie ökonomische Entwicklung.

2.2.2. Implementierung des Konzepts der nachhaltigen Entwicklung als Leitbild für die Stadtentwicklung

Den Beginn der Entwicklung eines nachhaltigen Leitbildes für die Stadtentwicklung schuf die Agenda 21 der Rio-Konferenz ’92, welche den Kommunen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung zuwies.[64] Darin werden in Kapitel 7 stadtentwicklungsrelevante, inhaltliche Aussagen über die Förderung einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung getroffen und in Kapitel 28 alle Kommunen weltweit aufgefordert, eine lokale Agenda 21 zu erstellen. Diese Aufforderung führte 1994 zur „Charta der Europäischen Städte und Gemeinden auf dem Weg zur Zukunftsbeständigkeit“ (auch: Charta von Aalborg), welche bis zum heutigen Tage über 3000[65] Städte und Kommunen in Europa, darunter auch Hamburg, unterzeichnet haben und aufgrund der hohen Anzahl an Unterzeichnern als „the single most successful European effort in sustainable urban development“[66] gilt. Die Charta von Aalborg verpflichtet gemeinhin die unterzeichnenden Städte und Kommunen zur Ausarbeitung eines partizipativen Handlungsprogramms im Sinne einer lokalen Agenda 21. Grobe Konkretisierungen in Bezug auf die Umsetzung des lokalen Agenda 21-Prozesses erfuhr die Aalborg-Charta durch den Lissabonner Aktionsplan (1996) und die „Aalborg Commitments“ (2004).

Ebenfalls im europäischen Rahmen, allerdings mit Unterzeichnern auf nationalstaatlicher Ebene, wurde 2007 die „Leipzig Charta zur nachhaltigen, europäischen Stadt“ verabschiedet, in der allgemeine Grundsätze und Strategien für die Stadtentwicklungspolitik der einzelnen EU-Staaten festgehalten wurden. Schwerpunkte der Charta von Leipzig waren einerseits das Instrument „integrierte Stadtentwicklung“ im Sinne eines ganzheitlichen, intersektoralen Planungsansatzes unter Einbeziehung aller relevanten Akteure und der verschiedenen städtischen Raumebenen sowie andererseits die Fokussierung auf die Stärkung benachteiligter Quartiere und Stadtteile.[67] Die Charta von Leipzig war darüber hinaus ein wichtiger Impuls für die Implementierung einer „nationalen Stadtentwicklungspolitik“ in Deutschland im Jahre 2008. Übergeordnetes Ziel dieser Initiative von Bund, Ländern und Kommunen ist „die Etablierung einer integrierten Stadtentwicklung“[68] in Deutschland.

Auf globaler Ebene war vor allem die 1996 in Istanbul abgehaltene zweiten UN-Weltsiedlungskonferenz (HABITAT II) ein wichtiger Impuls für eine global nachhaltige Stadt- und Siedlungsentwicklung. Themen der Konferenz waren Fragen der Ausgestaltung einer angemessenen, globalen Wohnungsversorgung sowie einer nachhaltige Siedlungsentwicklung im Lichte eines weltweit anhaltenden Urbanisierungstrends.[69] Ergebnis der HABITAT II war die „Istanbul-Erklärung über menschliche Siedlungen“ (HABITAT-Agenda). Weitere Konferenzen zur nachhaltigen Stadtentwicklung auf globaler Ebene, welche die HABITAT-Agenda weiter konkretisieren sollten, waren die 2000 in Berlin abgehaltene „Urban 21 - Weltkonferenz zur Zukunft der Städte“ sowie die Sondergeneralversammlung der UN in New York anlässlich des fünfjährigen Jubiläums der HABITAT II im Jahre 2001. Der Erfolg der globalen Konferenzen zur Stadtentwicklung ist schwierig zu beurteilen, da die Ergebnisse als sehr undifferenziert und oberflächlich beschrieben werden können. Dies ist u.a. Folge der Vielfältigkeit der Probleme der Städte in den verschiedenen Ländern, was die Konsensbildung erschwerte.[70] Die nächste Station in diesem Zusammenhang wird die Durchführung der HABITAT III-Konferenz in Quito im Oktober 2016 sein, auf der eine „neue Agenda der Städte“ beschlossen werden soll, welche die globale Leitlinie für die Stadtentwicklung der nächsten zwei Dekaden bilden soll.[71]

2.2.3. Definition des Leitbildes „nachhaltige Stadtentwicklung“

Ähnlich wie zum Konzept „nachhaltige Entwicklung“ existiert zum Begriff der nachhaltigen Stadtentwicklung keine konkrete, allgemeingültige Definition. Nachhaltige Stadtentwicklung ist zudem ein Leitbild der Stadtentwicklung, welches viele verschiedene Handlungsfelder umschließt, die teils komplementäre, teils konkurrierende Ziele verfolgen. Hervorzuheben ist außerdem der Umstand, dass die soziokulturellen, ökonomischen und ökologischen Rahmenbedingungen der verschiedenen Städte unterschiedlich ausfallen, sodass konkrete Konzepte die individuellen Begebenheiten des jeweiligen Stadttyps berücksichtigen sollten.[72]

[...]


[1] United Nations (2016a)

[2] United Nations (1992): S.291

[3] United Nations (1992): S.354

[4] Umwelthauptstadt Europas 2010.

[5] BSU (2010)

[6] Vgl. Die Welt (2011)

[7] Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg (2010): S.5

[8] vgl. Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg (2010): S.5

[9] vgl. Flacke (2003): S.41

[10] vgl. Bott (2013): S.18f.

[11] vgl. Bott (2013): S.19

[12] vgl. von Hauff (2014): S.10f.

[13] vgl. Grunwald (2012): S.168

[14] vgl. Sabancılar (2002): S.59

[15] WCED (1987): S.43

[16] Hauff (1987): S.46

[17] vgl. Hauff (1987): S.46f.

[18] vgl. von Hauff (2014): S.9

[19] vgl. Flacke (2003): S.45f.

[20] vgl. Hauff (1987): S.46

[21] vgl. von Hauff (2014): S.9f

[22] vgl Billing (2004): S.34

[23] von Hauff (2014): S.32

[24] vgl. von Hauff (2014): S.31f.

[25] vgl. von Hauff (2014): S.33

[26] vgl. Flacke (2003): S. 47

[27] Flacke (2003): S.47

[28] vgl. Flacke (2003): S.46

[29] vgl. von Hauff (2014): S. 36

[30] vgl. Pufé (2012): S.108

[31] vgl. von Hauff (2014): S.43

[32] vgl. von Hauff (2014): S.44ff.

[33] vgl. Billing (2004):S.39ff.

[34] vgl. Billing (2004):S.42

[35] vgl. Grunwald (2012): S.92f.

[36] vgl. Umweltbundesamt (2015): S.20

[37] vgl. von Hauff (2014): S.63

[38] vgl. von Hauff (2014): S.64

[39] vgl. Barth (2003): S.71

[40] Einzelne Modelle binden noch eine prozedurale Ebene, die politisch-institutionelle Dimension, ein. Da in dieser Arbeit jedoch die Analyse inhaltlicher Zielsetzungen fokussiert werden soll, wird die Betrachtung im Folgenden auf die drei inhaltlichen Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales beschränkt.

[41] vgl. Werheit (2002): S.20

[42] vgl. Grunwald (2012): S.54ff.

[43] vgl. von Hauff (2014): S.169

[44] vgl. Birzer (1996): S.12

[45] vgl. Barth (2002): S.66

[46] vgl. Flacke (2003): S.23

[47] vgl. Apel (2012): S.104

[48] vgl. Bott (2013): S.32f.

[49] vgl. Apel (2012): S.104f.

[50] vgl. Bott (2013): S.33f.

[51] vgl. Apel (2012): S.99ff.

[52] vgl. Billing (2004): S.13

[53] vgl. Bott (2013): S.34

[54] vgl. Flacke (2003): S.32f.

[55] vgl. Brake (2012): S.107

[56] vgl. Bott (2013): S.50f.

[57] vgl. Bott (2013): S.47

[58] vgl. Meyer (2013): S.9ff.

[59] vgl. Meyer (2013): S.14

[60] vgl. Bott (2013): S.53

[61] vgl. Breuste (2016): S.18

[62] vgl. Europäische Union (2011): S.19ff.

[63] Barth (2002): S.67

[64] vgl. Werheit (2002): S.23

[65] vgl. ICLEI (2016a)

[66] ICLEI (2016b)

[67] vgl. BMUB (2007): S.2ff.

[68] vgl. BMUB (2016a)

[69] United Nations (2016b)

[70] vgl. Barth (2003): S.75f.

[71] vgl. BMUB (2015)

[72] vgl. Sabancılar (2002): S.61

Ende der Leseprobe aus 73 Seiten

Details

Titel
Nachhaltige Stadtentwicklung in wachsenden Metropolen
Untertitel
Eine indikatorbasierte Analyse der Stadtentwicklung der Freien und Hansestadt Hamburg in Bezug auf ihre Nachhaltigkeit
Hochschule
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg  (Department Public Management)
Note
1,5
Autor
Jahr
2016
Seiten
73
Katalognummer
V346950
ISBN (eBook)
9783668363410
ISBN (Buch)
9783668363427
Dateigröße
830 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
nachhaltige, stadtentwicklung, metropolen, eine, analyse, freien, hansestadt, hamburg, bezug, nachhaltigkeit, Entwicklung
Arbeit zitieren
Jonah zur Brügge (Autor:in), 2016, Nachhaltige Stadtentwicklung in wachsenden Metropolen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/346950

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