Einstellungen von mexikanischen Studenten und jungen Berufstätigen zur NAFTA


Studienarbeit, 2003

33 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Die NAFTA startet in ihr zehntes Jahr- wie denken die Mexikaner darüber?

2. Die NAFTA – eine Erfolgsstory?
2. 1. Entstehung und Entwicklung der NAFTA
2. 2. Volkswirtschaftliche Konsequenzen des NAFTA-Beitritts für Mexiko
2. 3. Einstellungen mexikanischer Studenten und akademischer Berufsanfänger zur NAFTA – eine Auswertung der Interviews
2. 4. Zusammenfassung der Ergebnisse und Vergleich mit wirtschaftlichen Beobachtungen

3. Ausblick

Bibliographie

Anmerkungen (Endnoten)

Anhang: Diagramme zu den Ergebnissen der einzelnen Fragen

1. Die NAFTA startet in ihr zehntes Jahr – wie denken die Mexikaner darüber?

Am ersten Januar 2003 startete der Vertrag über die Nordamerikanische Freihandelszone zwischen den USA, Mexiko und Kanada in sein zehntes Jahr seit dem Inkrafttreten zu Beginn des Jahres 1994. Nachdem mir bei vorherigen Mexiko-Aufenthalten immer wieder aufgefallen war, dass das Thema NAFTA in der politischen Tagesdiskussion sowohl in den Medien als auch bei den Leuten kaum eine Rolle spielt, nahm ich dieses „Jubiläum“ zum Anlass, Mexikaner über ihre Einstellungen zum Freihandelsvertrag zu befragen. Ziel der Befragung war es, Meinungen über die bisherige Entwicklung sowie mögliche Perspektiven der NAFTA zu erhalten, und dabei besonders die Rolle Mexikos in der NAFTA zu berücksichtigen wie auch den Einfluss auf Mexikos Volkswirtschaft zu bewerten.

Zu diesem Zweck führte ich im Zeitraum vom 27.12.2002 bis zum 12.01.2003 in Mexiko-Stadt und in Guadalajara, Jalisco, insgesamt 31 Interviews. Dabei stellte ich jeweils folgende zwölf Fragen:

1. ¿Qué piensa usted del TLC en general?
2. ¿Qué piensa usted acerca de que México forme parte del TLC?
3. ¿Segun usted, como ha influído el TLC en el desarrollo económico de México?
(Ha traído más ventajas o más desventajas consigo?)
4. ¿Qué tipo de problemas puede solucionar más facilmente México perteneciendo al TLC que sin pertenecer al mismo?
5. ¿Quién queda más favorecido por la cooperación económica? México o EE.UU.?
6. ¿Considera usted el TLC como modelo en competencia con el ALCA?
7. ¿El TLC, puede aprender algo de otras asociaciones internacionales como por ejemplo la UE o el Mercorsur? En caso de que si, el que?
8. ¿Piensa usted que una cooperación que supera el margen económico es útil? En caso que si, en que sectores?
9. ¿Con una cooperación más intensa, se podría resolver la cuestión de los inmigrantes mexicanos en EE.UU.?
10. ¿Qué efectos tuvo la entrada al TLC para su presupuesto privado?
11. ¿Qué efectos tuvo la entrada al TLC para las empresas mexicanas?
12. ¿Cómo se podría ampliar y reformar el TLC para que obtengan un mayor rendimiento todos los países miembros y en particular México? (¿qué medidas podrían tomarse?)

Weiterhin befragte ich die Teilnehmer nach ihrer sozialen Schicht, Ausbildung, Beruf, Alter, Geschlecht und Wohnort. Ursprünglich hatte ich geplant, die Interviews auf der Straße und an öffentlichen Plätzen durchzuführen und so anzulegen, dass die Befragten einen Querschnitt der mexikanischen Bevölkerung darstellen sollten. Dieses Vorhaben scheiterte aber aus zwei Gründen: Erstens musste ich feststellen, dass detailliertere Kenntnisse über die NAFTA fast ausschließlich bei Akademikern vorhanden sind, und dort vor allem bei jüngeren, Nicht-Akademiker wissen dagegen oft mit den Begriffen TLC oder TLCAN bzw. NAFTA überhaupt nichts anzufangen. Und zweitens war die Kooperationsbereitschaft von denjenigen, die eventuell in der Lage gewesen wären, detailliertere Aussagen zu treffen, sehr gering. So entschied ich mich dann, die Interviews an Unis oder an studentischen Treffpunkten ausschließlich mit Studenten und akademischen Berufsanfängern zu führen. Bei dieser Gruppe war zwar die Kooperationsbereitschaft auch nicht gerade hoch, aber immerhin groß genug, um mir die Durchführung des Projektes zu ermöglichen. Demgegenüber ist es mir allerdings wichtig zu erwähnen, dass die Personen, die sich schließlich zum Interview bereit erklärten, sich mehrheitlich viel Zeit nahmen und die Fragen sehr gewissenhaft beantworteten. Zwar hatte ich zunächst geplant, die Interviews mündlich zu führen und die Antworten selbst zu notieren, auf Anregung der ersten beiden Befragten ging ich dann aber dazu über, die Fragebögen von den jeweiligen Befragten selbst ausfüllen zu lassen, da mir ihr Argument einleuchtete, schriftlich könnten die Gedanken besser entwickelt werden. Die Kooperationsbereitschaft einiger Befragter ging sogar soweit, dass sie teilweise auf pünktliches Erscheinen zu den Kursen an der Universität verzichteten oder ihre Pausen zwischen zwei Veranstaltungen opferten. Ebenfalls positiv überraschte mich die Bereitschaft einiger Interviewpartner beim abendlichen Kneipen- oder Cafébesuch an der Befragung teilzunehmen sowie das Angebot einiger Studenten, die mir freiwillig anboten, Ihren Laptop zu benutzen, um mir die Lesbarkeit der Antworten zu erleichtern.

Im folgenden werde ich zunächst einen Überblick über die Entstehung und Entwicklung der NAFTA geben und dabei auf die volkswirtschaftlichen Konsequenzen für Mexiko eingehen, bevor ich dann dazu übergehe, eine Auswertung der Interviews vorzunehmen. Abschließend werde ich die Umfrageergebnisse noch kurz mit den mir bekannten objektiven wirtschaftlichen Erkenntnissen vergleichen.

Im ersten, theoretischen Teil stütze ich mich vor allem auf den Aufsatz von Susanne Gratius (Brennpunkt Lateinamerika), auf das Grundkursreferat von Gottmann, Foeth und Stiegler (GK iberoromanische Landeskunde, WS 00/01, UP), sowie auf meine eigenen während eines halbjährigen Praktikums an der AHK Mexiko erworbenen Kenntnisse über die NAFTA.

2. Die NAFTA – eine Erfolgsstory?

2. 1. Entstehung und Entwicklung der NAFTA

Die Nordamerikanische Freihandelszone (North American Free Trade Agreement) definiert sich als ein Wirtschaftsabkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada zum stufenweisen Abbau von Zöllen und anderen Schranken zugunsten des Freihandels, zum Abbau von Investitionshürden und zum Schutz des geistigen Eigentums. Als Basis diente ein 1989 in Kraft getretenes bilaterales Freihandelsabkommen zwischen den USA und Kanada. Nach der Unterzeichnung durch die jeweiligen Regierungen am 17. Dezember 1992 konnte das Abkommen nach langwierigen Verhandlungen und der Ratifizierung durch die Parlamente Kanadas, Mexikos und der USA am 1. Januar 1994 in Kraft treten. Auf US-amerikanischer Seite waren in erster Linie Befürchtungen auszuräumen, Arbeitsplätze könnten in Folge der Verlagerung von Produktionsstätten nach Mexiko, wo die Arbeitskräfte billiger waren und Umweltschutz und Arbeitsrecht nachlässiger gehandhabt wurden, verloren gehen. Die Schließung eines trilateralen Abkommens über umwelt- und arbeitsrechtliche Grundlagen sowie das persönliche Engagement des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton führten letztendlich im November 1993 zur Verabschiedung des NAFTA-Abkommens durch den amerikanischen Kongress. Auf mexikanischer Seite dagegen wurde befürchtet, man könne seine wirtschaftliche Unabhängigkeit verlieren und die damals praktisch autoritär herrschende Partei Partido Revolutionario Institucional könne durch das Abkommen weiter gestärkt werden. Ungeachtet dessen wurde das Abkommen im November 1993 vom mexikanischen Parlament ratifiziert. Durch den Zusammenschluss von Kanada, Mexiko und den USA zu einem offenen Markt wurde die NAFTA mit 365 Millionen Verbrauchern zur weltweit zweitgrößten Freihandelszone nach dem Europäischen Wirtschaftsraum. Das besondere an der NAFTA ist der erstmalige Zusammenschluss zwischen Industriestaaten und einem Schwellenland zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum.

Die Zielsetzung der NAFTA war es, durch stufenweisen Abbau der Zolltarife und Quoten bis spätestens 2008 eine Freihandelszone für gewerbliche Güter, Dienstleistungen und für den Kapitalverkehr zu schaffen. Die Hälfte aller nach Mexiko verschifften US-Güter sollten sofort von Zöllen befreit werden. Um regionale und lokale Märkte in Mexiko dabei nicht übermäßig zu schwächen wurde zudem die sogenannte „contenido regional-Regelung“ eingeführt, die gewährleisten soll, dass ein bestimmter Prozentsatz der gehandelten Güter aus der jeweiligen Region stammen. Um die Einhaltung des Abkommens zu überwachen und durchzusetzen sowie um Kontroversen effektiv beilegen zu können, sollten geeignete Institutionen geschaffen werden. Deshalb wurden die drei Hauptkommissionen, die Kommission für Wirtschaft, die Kommission für Arbeit und die Kommission für Umwelt ins Leben gerufen und außerdem die paritätisch besetzte Freihandelskommission als Schiedsgericht zur Beilegung von Handelsstreitigkeiten geschaffen.[i]

Von der Gründung der NAFTA versprachen sich die unterzeichnenden Staaten vor allem eine Stabilisierung des Wirtschaftswachstums, die Herstellung gerechter Wettbewerbsbedingungen, eine Ausweitung der Investitionsmöglichkeiten und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt.

Die Motive Mexikos für den Beitritt zur NAFTA waren dabei in erster Linie die Sicherstellung der Fortsetzung neoliberaler Reformen (seit 1988 unter der Präsidentschaft Salinas de Gortari) im mexikanischen Wirtschaftssystem, die Sicherung des Zutritts zum wichtigsten Exportmarkt USA, die Erlangung ausländischer Direktinvestitionen und neuer Technologien sowie die Modernisierung der mexikanischen Industrie. Auf US-amerikanischer Seite standen dem die Sicherung der weltwirtschaftlichen Stellung der USA sowie exportmarktwirtschaftliche und außenpolitische Interessen gegenüber.

Und tatsächlich kann sich die Erfolgsgeschichte der NAFTA sehen lassen. Vergleicht man sie zum Beispiel mit der EU, deren Integration viel weiter fortgeschritten ist, was bereits an der Nicht-Existenz unabhängiger supranationaler Institutionen in der NAFTA sichtbar wird, so überrascht, dass die Im- und Exporte innerhalb der NAFTA-Zone 56% ausmachen, womit sie nur wenige Prozentpunkte hinter dem Wert der Europäischen Union zurückliegen, und dass trotz der ungleich geringeren wirtschaftlichen Interdependenz. Täglich tauschen die NAFTA-Länder die unterschiedlichsten Waren im Wert von etwa US$ 1,7 Mrd. aus. Der intraregionale Handel stieg in den letzen Jahren um 109% auf US$ 622 Mrd. (2001) und erzielte damit ein wesentlich höheres Wachstum als der Warenaustausch mit dem Rest der Welt. Und schließlich hat sich das Volumen der Im- und Exporte zwischen den drei Ländern in einer Zeitspanne von zehn Jahren (1990 – 2000) nahezu verdreifacht. Dabei wird die wirtschaftliche Vormachtstellung der USA an der Verteilung des BSP auf die NAFTA-Staaten sichtbar: Die USA sind für einen Anteil von annähernd 90% des Bruttosozialproduktes der NAFTA verantwortlich, Kanada fallen in etwa 6% zu und Mexiko trägt ungefähr 4% bei.[ii]

2. 2. Volkswirtschaftliche Konsequenzen des NAFTA-Beitritts für Mexiko

Es ist nahezu unumstritten, dass die mexikanische Volkswirtschaft vom Nordamerikanischen Freihandelsabkommen sehr profitiert hat. Zunächst wurde Mexiko der US-amerikanische und kanadische Markt mit seiner Konsumkultur und seiner extrem hohen Kaufkraft geöffnet. So stiegen die Exporte in die USA zwischen 1994 und 2000 von US$ 60 Mrd. auf US$ 150 Mrd., was einer Steigerung um 150% entspricht. 1990 gingen „nur“ 80% aller Exporte in die nördlichen Nachbarstaaten, im Jahr 2000 waren es bereits 91,6% (davon ca. 2% Kanada). Mexiko ist mittlerweile zur achtgrößten Exportnation aufgestiegen und stellt für die USA nach Japan und Kanada den drittwichtigsten Handelspartner dar.

In der Industrie kam es seit dem NAFTA-Beitritt zu Modernisierungen bei den Produktionsstätten, der verwendeten Technologie und der Infrastruktur. Auch bei den ausländischen Direktinvestitionen war ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen. Während vor 1995 jährlich etwa US$ 5 Mrd. in Mexiko investiert wurden, schwankte die Investitionssumme von 1997 bis 2000 immer zwischen US$ 12 Mrd. und US$ 14 Mrd. Ein weiterer Vorteil ergab sich aus der Kontrolle der mexikanischen Inflation, die teilweise aus stabilitätspolitischen Interessen durch finanzpolitische Maßnahmen der USA gestützt wurde, so dass die Inflation in Mexiko die 10%-Marke in den letzten Jahren nicht mehr überschritten hat. Der durch die NAFTA stärker gewordene Wettbewerbsdruck für mexikanische Unternehmen führte vielerorts zu Preissenkungen, vor allem aber zu Qualitätsverbesserungen bei den Produkten. Ingesamt hat der NAFTA-Beitritt Mexikos zu Reallohnsteigerungen, zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und zu einer Anhebung des Lebensstandards geführt.

Andererseits hat Mexikos Integration in die NAFTA auch Nachteile und Probleme mit sich gebracht. Ein erster Schwachpunkt liegt in der zusätzlichen Verstärkung der bereits zuvor schon einseitigen Ausrichtung auf die USA, was den Exportmarkt betrifft. Dies führte zu einer großen wirtschaftlichen Abhängigkeit von den USA und wie in jüngster Vergangenheit zu sehen war, bewirkt der Exportanteil in die USA von 90%, dass Wachstumseinbrüche und vor allem Konsumkrisen in den USA sich mit gleicher Stärke, wenn nicht noch intensiver, auf die mexikanische Wirtschaft durchschlagen.

Besondere Brisanz enthält auch das mexikanische Nord-Süd-Gefälle, dass sich durch das Inkrafttreten des Freihandelsvertrages weiter verstärkt hat. Die industrialisierten Regionen Mexikos, der Norden und das Zentrum, haben die ausländischen Investitionen angezogen, teils wegen der geographischen Nähe zu den USA, was vor allem bei den „Maquiladoras“ eine wichtige Rolle spielt, teils auch weil sie bereits über ein gewisses Niveau an Infrastruktur verfügten, was für Investoren mitunter ein entscheidendes Argument darstellt. Im Süden dagegen wurde aus den genannten Gründen fast gar nicht investiert, was ein weiteres Auseinanderdriften von Nord und Süd in Mexiko befürchten lässt. Wohl nicht ganz von ungefähr begann exakt am Tage des Inkrafttretens des NAFTA-Vertrages, am 1. Januar 1994, die Mobilisierung der Zapatistenbewegung in Chiapas, die von zahlreichen antiamerikanischen und Antiglobalisierungsgruppierungen unterstützt wurde.

Mexikos Hoffnungen auf einen Schub für eigene Innovationsleistungen und den eigenen technologischen Fortschritt aufgrund der Zusammenarbeit und des Wettbewerbs mit den Industriestaaten erfüllten sich nur in sehr geringem Maße, da Investitionen aus den USA und aus Kanada in erster Linie in sogenannte Lohnveredelungs-Fertigungsstätten (Maquiladoras) flossen, um von den mexikanischen Billiglöhnen zu profitieren. Forschungs- und entwicklungsintensive Produktionstätigkeiten wurden aber weitgehend in den nördlichen Nachbarstaaten belassen.

Schließlich löste der NAFTA-Beitritt auch eine Krise für viele kleine und mittlere mexikanische Unternehmen aus, die sich in dem neuen Wettbewerb oft nicht behaupten konnten und Konkurs anmelden mussten. Gründe hierfür waren insbesondere eine (aus europäischer Sicht) defizitäre Unternehmerkultur, was zur Folge hatte, dass die Unternehmen oft nicht über für Krisenzeiten notwendige Rücklagen verfügten und zum anderen die nötige Anpassungsbereitschaft und Anpassungsfähigkeit an die Gesetze des Wettbewerbs fehlten, sowie die Situation auf dem mexikanischen Kapitalmarkt, die es den Unternehmern selten erlaubte, akzeptable Kredite zu erschwinglichen Zinsen aufzunehmen.

2. 3. Einstellungen mexikanischer Studenten und akademischer Berufsanfänger zur NAFTA – eine Auswertung der Interviews

Der Auswertung der Befragungsergebnisse möchte ich einige allgemeine Eindrücke, die bei mir beim Führen der Interviews entstanden sind, vorausschicken, insbesondere solche, die sich in den Fragebögen kaum oder ungenügend wiederspiegeln. So war zum Beispiel ein genereller Eindruck, dass die Einstellungen zur NAFTA bei den Befragten sehr oft mit emotionalen Argumenten begründet wurden und Fakten oder sachliche Begebenheiten dementsprechend eine eher untergeordnete Rolle spielten. Dies mag zunächst etwas überraschen, wenn man aber an die Haltung gegenüber der EU bei einem Großteil der deutschen Bevölkerung (selten wird die EU anhand ihrer Nettoerrungenschaften bewertet) denkt, dann relativiert sich die manchmal sehr emotional geprägte Sichtweise der Mexikaner. Wichtig in diesem Zusammenhang erscheinen mir in Mexiko weit verbreitete Ressentiments gegen die Vereinigten Staaten, die zum Teil antiamerikanische Züge aufweisen, und wohl – zugegebenermaßen etwas vereinfacht dargestellt – als „Kleiner-Bruder-Komplex“ im nordamerikanischen politischen und wirtschaftlichen Machtgefüge erklärt werden können. Auch wenn die Unterschiede nicht gravierend waren, möchte ich festhalten, dass bei den Befragten mit wirtschaftswissenschaftlichen Studienrichtungen, von Ausnahmen abgesehen, die Tendenz zu Emotionalisierung und negativen Äußerungen über die USA geringer ausfiel. Dies kann sicherlich aufgrund des profundierteren Fachwissens jener Befragtengruppe erklärt werden, was das Übernehmen von weit verbreiteten „Stammtischmeinungen“ und Vorurteilen unwahrscheinlicher macht.

[...]


Anmerkungen:

[i] Zahlen und Daten aus: Internet: http://www.erdkunde-online.de/8009.htm, 07.02.03 Information über die NAFTA sowie Microsoft Encarta 2000, Stichwort NAFTA.

[ii] Zahlen und Daten aus: Brennpunkt Lateinamerika, Nr. 15, 15. August 2002, Susanne Gratius,Acht Jahre NAFTA: vom Freihandelsabkommen zur Nordamerikanischen Gemeinschaft?

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Einstellungen von mexikanischen Studenten und jungen Berufstätigen zur NAFTA
Hochschule
Universität Passau  (Studiengang: DKW, iberoromanischer Kulturraum)
Note
1,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
33
Katalognummer
V34986
ISBN (eBook)
9783638350495
ISBN (Buch)
9783640472611
Dateigröße
644 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit basiert auf einer Befragung von mexikanischen Jugendlichen und jungen Berufstätigen aus Mexiko-Stadt und Guadalajara im Januar 2003. Ein geringer Teil der Arbeit ist auf spanisch, die betreffenden Sätze finden sich aber in der grafischen Darstellung am Ende auf Deutsch wieder. 21 Seiten plus Anhang
Schlagworte
Einstellungen, Studen-ten, Berufstätigen, NAFTA
Arbeit zitieren
Michael Vogler (Autor), 2003, Einstellungen von mexikanischen Studenten und jungen Berufstätigen zur NAFTA, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34986

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