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Die interne bzw. externe Prüferrotation. Auswirkungen auf die Qualität der Abschlussprüfung vor dem Hintergrund der EU-Abschlussprüferreform

Titel: Die interne bzw. externe Prüferrotation. Auswirkungen auf die Qualität der Abschlussprüfung vor dem Hintergrund der EU-Abschlussprüferreform

Forschungsarbeit , 2016 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Johannes Steger (Autor:in)

BWL - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bedingt durch diverse Bilanzskandale, wie beispielsweise jener der Firma Enron in den USA im Jahr 2001, stehen Wirtschaftsprüfer verstärkt im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. In Folge dieser Vorfälle wurde die Glaubwürdigkeit des Berufsstandes der Abschlussprüfer in Frage gestellt, weshalb dieser einer Regulierung seitens der weltweiten Gesetzgeber unterzogen wurde. Eines der bedeutendsten Gesetze zur Regulierung der Abschlussprüfung in Form des Sarbanes-Oxley-Acts aus dem Jahr 2002 stammt aus den USA. Das Hauptaugenmerk der gesamten Bemühungen besteht darin, eine ausreichend hohe Prüfungsqualität sicherzustellen, die nur bei Unabhängigkeit des Prüfers gegeben ist.

Die Bilanzskandale der Vergangenheit verdeutlichen die Wichtigkeit hoher Prüfungsqualität in der externen Abschlussprüfung. Um die Qualität der Prüfung zu heben, wurden auch auf Ebene der EU und in Deutschland die Regulierungsbestrebungen verstärkt. Die Zielsetzung dieser Arbeit ist daher, vor dem Hintergrund der aktuellen EU-Abschlussprüferreform die Auswirkungen interner bzw. externer Prüferrotation auf die Qualität der Abschlussprüfung zu untersuchen.

Hierfür werden in Kapitel 2 zunächst die interne Rotationspflicht im Sinne des HGB und die externe Rotationspflicht durch die EU-Abschlussprüferreform erläutert. Anschließend erfolgt in Kapitel 3 die Vorstellung von Modellen zur Messung der Qualität der Abschlussprüfung. Als ausgewählte Beispiele werden hier die diskretionären Periodenabgrenzungen, der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers sowie Restatements dargestellt. In Kapitel 4 wird die bisherige Forschungsliteratur zur internen bzw. externen Abschlussprüferrotation behandelt. Speziell werden hier zunächst die theoretische Fundierung sowie die Hypothesen der bisherigen Studien zu beiden Formen der Abschlussprüferrotation erklärt, ehe anschließend die Ergebnisse einiger Forschungsarbeiten zusammengefasst werden. Das Fazit in Kapitel 5 stellt die Ergebnisse dar und gibt einen kurzen Ausblick.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Unterbau

2.1 Interne Rotationspflicht im Sinne des HGB

2.2 Externe Rotationspflicht durch die EU-Abschlussprüfer-reform

3 Modelle zur Messung der Abschlussprüfungsqualität

3.1 Diskretionäre Periodenabgrenzung

3.2 Bestätigungsvermerk

3.3 Restatements

4 Bisherige Forschungsliteratur zur internen und externen Prüferrotation

4.1 Theoretische Fundierung und Hypothesen der Forschungsarbeiten

4.2 Beschreibung der Ergebnisse zur internen Prüferrotation

4.3 Beschreibung der Ergebnisse zur externen Prüferrotation

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der internen sowie externen Prüferrotation auf die Qualität der Abschlussprüfung unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen EU-Abschlussprüferreform. Hierbei wird analysiert, inwieweit regulatorische Vorgaben zur Mandatsrotation die Unabhängigkeit des Prüfers stärken und das Risiko einer verminderten Prüfungsqualität durch zu lange Prüfer-Mandanten-Beziehungen reduzieren können.

  • Regulatorische Rahmenbedingungen (HGB und EU-Abschlussprüferreform)
  • Methodische Ansätze zur Messung der Prüfungsqualität
  • Empirische Evidenz zur internen Prüferrotation
  • Empirische Evidenz zur externen Prüferrotation
  • Kritische Würdigung der Wirksamkeit von Rotationsvorschriften

Auszug aus dem Buch

3.1 Diskretionäre Periodenabgrenzung

Periodenabgrenzungen entstehen, sofern eine zeitliche Differenz zwischen der Ein oder Auszahlung und deren Erfassung als Ertrag oder Aufwand vorliegt.17 Dabei kann durch die Gestaltung von Periodenabgrenzungen letztlich der periodenbezogene Gewinnausweis beeinflusst werden. Wichtig ist somit die Abgrenzung von normalen Periodenabgrenzungen, die in den Vorschriften eines Rechnungslegungsstandards verankert sind, und strategischen, sog. diskretionären Periodenabgrenzungen, welche allein dem Earnings Management bzw. der Bilanzpolitik dienen. Bei dieser Abgrenzung tritt jedoch die Problematik einer empirischen Messung der Bilanzpolitik auf, da grundsätzlich nur die gesamten Abgrenzungen eines Unternehmens beobachtbar sind. Welcher Teil der Periodenabgrenzungen als normal anzusehen ist, wird in der Wissenschaft oft durch Hypothesenbildung über deren zeitliche Entwicklung abgeschätzt.18 Weiterhin existieren regressionsbasierte Modelle zur Schätzung des Ausmaßes an Bilanzpolitik, wie etwa das Modell von Jones (1991). Dieses geht davon aus, dass die normalen Periodenabgrenzungen mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens variieren.19 Negative diskretionäre Periodenabgrenzungen deuten auf eine ergebnismindernde Bilanzpolitik hin, was als Maßgröße für eine konservative Rechnungslegung und damit auch als eine höhere Abschlussprüfungsqualität interpretiert werden kann.20

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung skizziert den Hintergrund der Abschlussprüferregulierung durch Bilanzskandale und definiert die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Auswirkungen der Prüferrotation.

2 Theoretischer Unterbau: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Anforderungen der internen Rotation nach HGB sowie die externe Rotationspflicht im Rahmen der EU-Abschlussprüferreform.

3 Modelle zur Messung der Abschlussprüfungsqualität: Es werden gängige wissenschaftliche Indikatoren wie diskretionäre Periodenabgrenzungen, der Bestätigungsvermerk und Restatements zur Quantifizierung der Prüfungsqualität vorgestellt.

4 Bisherige Forschungsliteratur zur internen und externen Prüferrotation: Dieser Abschnitt bietet einen umfassenden Überblick über theoretische Hypothesen und empirische Ergebnisse internationaler Studien zur Wirkung der Prüferrotation.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass aufgrund differenzierter Studienlage keine eindeutige Aussage über die Vorteile der Rotation getroffen werden kann.

Schlüsselwörter

Abschlussprüfung, Prüfungsqualität, Prüferrotation, EU-Abschlussprüferreform, Bilanzpolitik, Earnings Management, Unabhängigkeit, HGB, KonTraG, Sarbanes-Oxley-Act, Mandatsdauer, Prüferwechsel, Restatements, Periodenabgrenzung, Wirtschaftsprüfer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich interne und externe Vorgaben zur Rotation von Abschlussprüfern auf die Qualität der Prüfung auswirken, besonders vor dem Hintergrund der EU-Reformen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind regulatorische Rotationspflichten (HGB/EU), Methoden zur Messung von Prüfungsqualität und die empirische Forschung zur Effektivität dieser Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Prüfung, ob die gesetzlich vorgeschriebene Rotation tatsächlich die Qualität der Abschlussprüfung verbessert und die Unabhängigkeit der Prüfer stärkt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse und wertet empirische Forschungsarbeiten aus verschiedenen Kapitalmärkten (USA, Australien, Asien, Europa) aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis, die Darstellung von Messmodellen der Prüfungsqualität sowie die detaillierte Beschreibung empirischer Studienergebnisse.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den Kernbegriffen gehören Prüfungsqualität, Prüferrotation, Bilanzpolitik und Mandatsdauer.

Warum gibt es so unterschiedliche Ergebnisse in der Forschung?

Unterschiedliche Stichprobengrößen, verschiedene Kapitalmärkte, variierende Zeiträume und divergierende Messmethoden führen zu konträren Ergebnissen in den betrachteten Studien.

Können die Studienergebnisse direkt auf die EU übertragen werden?

Aufgrund von Unterschieden in Rechnungslegungssystemen und kulturellen Divergenzen lassen sich Studien von außerhalb der EU nicht zwingend eins zu eins auf die aktuelle EU-Reform übertragen.

Gibt es Alternativen zur Rotationspflicht?

Das Fazit der Arbeit deutet an, dass neben der Rotation auch andere Ansätze wie die Regulierung von Nichtprüfungsleistungen zur Steigerung der Prüfungsqualität existieren.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die interne bzw. externe Prüferrotation. Auswirkungen auf die Qualität der Abschlussprüfung vor dem Hintergrund der EU-Abschlussprüferreform
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Veranstaltung
Forschungsseminar zur Internationalen Rechnungslegung & Wirtschaftsprüfung
Note
1,7
Autor
Johannes Steger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
24
Katalognummer
V351826
ISBN (eBook)
9783668382015
ISBN (Buch)
9783668382022
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Prüfungsqualität Prüferrotation intern extern EU-Abschlussprüferreform
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johannes Steger (Autor:in), 2016, Die interne bzw. externe Prüferrotation. Auswirkungen auf die Qualität der Abschlussprüfung vor dem Hintergrund der EU-Abschlussprüferreform, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351826
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