In vielen Städten Deutschlands haben sich die monatlich stattfinden Poetry Slams bereits als literatur-kulturelles Phänomen im Kulturbetrieb etabliert. Es ist ein Phänomen, welches unabhängig vom Alter und Geschlecht immer größere Beliebtheit erfährt. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit genau diesem Phänomen. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, aus welchen Gründen dieses Veranstaltungsformat sich so großer Beliebtheit erfreut.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Teil
2.1 Poetry Slam
2.1.1 Regelwerk und Bewertung
2.1.2 Entstehung und Verbreitung
2.2 Slam Poetry
2.2.1 Merkmale
3 Ablauf eines Poetry Slams
3.1 Darstellung eines üblichen Ablaufs
3.2 Erstes Halbfinale Poetry Slam Meisterschaft Berlin/Brandenburg 2014
4 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Poetry Slams, um zu ergründen, warum dieses Veranstaltungsformat eine so große und stetig wachsende Beliebtheit erfährt. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen zu klären, das Genre der Slam Poetry zu definieren und den konkreten Ablauf einer solchen Veranstaltung anhand eines Praxisbeispiels zu analysieren.
- Definition und Entwicklung des Poetry Slams
- Merkmale und Charakteristika von Slam Poetry
- Struktur und Regelwerk von Poetry-Slam-Wettbewerben
- Analyse eines Praxisbeispiels (Halbfinale Meisterschaft Berlin/Brandenburg 2014)
- Bedeutung der Performance und Interaktion zwischen Autor und Publikum
Auszug aus dem Buch
2.1 Poetry Slam
Der Poetry Slam ist eine aus Amerika stammende junge Kunstrichtung die einen direkten Dichterwettbewerb bezeichnet und in den letzten Jahren zu einem weltweit etablierten Veranstaltungsformat herangewachsen ist. Hierbei werden poetische Texte auf einer Bühne, vor einem Publikum präsentiert. Entscheidend hierbei ist, dass die Texte durch die Autoren persönlich vorgetragen werden und dass die jeweilige Arbeit mit der Performance vor dem Publikum legitimiert wird. Im Vordergrund steht dabei „die Kommunikation vom Autor zum Publikum und die Mediation seines Textes, das heißt seine ästhetische Vermittlung oder Performance.“ Das Publikum wird aktiv in den Poetry Slam mit eingebunden. „Zwischenrufe sind möglich und stellen eine Form spontanen Feedbacks dar. Vor allem ist das Publikum direkt in die Bewertung der Beiträge einbezogen.“ Im Anschluss, nach einer Runde von zehn bis zwölf Kurzbeiträgen, kürt das Publikum den besten Text und damit verbunden die beste Performance.
Veranstaltet wurde der erste Poetry Slam von Marc Kelly Smith im Chicagoer Green Mill Jazz Club. Gleichzeitig prägte Smith den Begriff Poetry Slam. Damit versuchte er, dieses Veranstaltungsformat von gewöhnlichen Lesungen abzugrenzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Bedeutung des Poetry Slams und formuliert die zentrale Fragestellung nach den Gründen für dessen Popularität.
2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel definiert Poetry Slam sowie Slam Poetry und erläutert deren Entstehungsgeschichte, Regelwerke und inhaltliche Merkmale.
3 Ablauf eines Poetry Slams: Hier wird der standardisierte organisatorische Ablauf einer Veranstaltung beschrieben und anhand der Meisterschaft Berlin/Brandenburg 2014 veranschaulicht.
4 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Faszination des Formats in der Vielfalt, dem Wettbewerbscharakter und der direkten Interaktion zwischen Bühne und Publikum begründet liegt.
Schlüsselwörter
Poetry Slam, Slam Poetry, Performance, Dichterwettbewerb, Publikum, Interaktion, Veranstaltungsformat, Berlin/Brandenburg Meisterschaft, Sprechkunst, Bühne, Genre, Ausdruck, Literaturwettbewerb, Kreativität, Kommunikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem kulturellen Phänomen des Poetry Slams und untersucht die Gründe für seine wachsende Beliebtheit in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Poetry Slam, das spezifische Regelwerk, die Entstehung des Genres sowie die Analyse der Interaktion zwischen Performer und Publikum.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, das Veranstaltungsformat Poetry Slam theoretisch zu erfassen und zu erklären, warum dieses Format ein so großes Publikum anzieht.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Es erfolgt eine theoretische Fundierung durch Literaturrecherche sowie eine praxisnahe Beobachtung und Beschreibung eines konkreten Poetry-Slam-Wettbewerbs.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffsbestimmungen (Poetry Slam, Slam Poetry) und die detaillierte Darstellung des Ablaufs eines Poetry Slams anhand eines Halbfinal-Beispiels.
Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?
Wichtige Begriffe sind Performance, Wettbewerb, Publikumsbeteiligung, moderne Vortragskunst und die Verbindung von Text und Bühnenpräsenz.
Wie unterscheidet sich Poetry Slam von einer klassischen Lesung?
Im Gegensatz zur klassischen Lesung steht beim Poetry Slam der direkte Wettbewerbscharakter und die aktive, unmittelbare Bewertung durch eine Publikumsjury im Mittelpunkt.
Welche Rolle spielt das Publikum bei der Meisterschaft in Potsdam?
Das Publikum fungiert nicht nur als Zuhörerschaft, sondern bildet durch die willkürliche Wahl von sieben Juroren das entscheidende Gremium für die Bewertung der Slam-Poeten.
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- Christin Kuschka (Author), 2015, Poetry Slam. Eine Innovation in der Vortragskunst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/351932