Die vorliegende Hausarbeit dient dazu, die Bedeutung der internen Leistungsverrechnung (ILV) im Neuen Kommunalen Rechnungs- und Steuerungssystem (NKRS) zu untersuchen. Ziel der Arbeit ist es aufzuzeigen, wie die Gestaltung der ILV in einer Kommunalverwaltung umgesetzt werden kann. Dies wird am Beispiel einer Stadtverwaltung dargestellt und kritisch gewürdigt. Daraus abgeleitet werden Handlungsempfehlungen für die Optimierung der ILV formuliert. Die zentrale Forschungsfrage lautet daher: Wie kann das Verfahren der ILV gestaltet sein?
Der Aufbau der Hausarbeit ist zielorientiert und untergliedert diese in vier Kapitel. Im Hauptteil der Arbeit wird zunächst ein theoretischer Bezugsrahmen zur Thematik hergestellt. Neben der Einordnung des Untersuchungsgegenstands in das NKRS werden die Ziele und Aufgaben der ILV erläutert. Darüber hinaus werden Auswahlkriterien für die Durchführung interner Verrechnungen identifiziert. Den Schwerpunkt bildet der praktische Teil dieser Arbeit, in dem anhand eines Fallbeispiels die Gestaltung der ILV in der Verwaltungspraxis dargestellt, der Entwicklungsstand kritisch gewürdigt und daraus folgend Handlungsempfehlungen formuliert werden. Mit einer abschließenden Betrachtung werden die wesentlichen Erkenntnisse rückblickend reflektiert und ein Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Interne Leistungsverrechnung
2.1 Einordnung in das Neue Kommunale Rechnungs- und Steuerungssystem
2.2 Ziele und Aufgaben
2.3 Auswahlkriterien
3. Fallbeispiel: Gestaltung der internen Leistungsverrechnung in der Stadtverwaltung X
3.1 Verfahren der internen Leistungsverrechnung
3.2 Kritische Würdigung und Handlungsempfehlung
4. Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die praktische Umsetzung und Gestaltung der internen Leistungsverrechnung (ILV) innerhalb des Neuen Kommunalen Rechnungs- und Steuerungssystems (NKRS), um aufzuzeigen, wie diese Prozesse in einer Kommunalverwaltung optimiert werden können. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie kann das Verfahren der ILV gestaltet sein?
- Bedeutung und Einordnung der ILV im kommunalen Haushaltswesen
- Ziele, Aufgaben und Auswahlkriterien für interne Leistungsverrechnungen
- Praktische Umsetzung der ILV am Beispiel der Stadtverwaltung X
- Kritische Würdigung des bestehenden Umsetzungsstandes
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Optimierung der ILV
Auszug aus dem Buch
2.2 Ziele und Aufgaben
Die mit der ILV angestrebten Ziele der Kommunalverwaltungen haben sich im Laufe der Zeit gewandelt. Die KGSt stellt fest, dass zunächst primär finanzielle Ziele im Vordergrund gestanden haben. Steuerungsaspekte gewinnen erst bei der Ausgestaltung der ILV infolge der Verwaltungsmodernisierung zunehmend an Bedeutung. Mit den Elementen der Verwaltungsreform soll „ein effizienteres und effektiveres Verwaltungshandeln“ erreicht werden.
Davon abgeleitet formuliert die KGSt für die ILV folgende Ziele:
• Verhaltenssteuerung
• Vergleich mit externen Anbietern (Wettbewerb)
• Ermittlung der vollständigen (End-)Produktkosten (Verursachungsprinzip)
Mit der Verhaltenssteuerung soll die Wirtschaftlichkeit des Verwaltungshandelns verbessert werden. Der Leistungsverrechnung kommt dabei die Aufgabe zu, das Nachfrage- und Anbieterverhalten zu beeinflussen. Dies setzt voraus, dass die ILV Bestandteil der Teilbudgets wird, da die ILV erst dann ihre Steuerungswirkungen entfalten kann. Daraufhin entwickeln die Auftraggeber als Budgetverantwortliche ein ausgeprägteres Kostenbewusstsein und bei den Auftragnehmern wird der Anreiz zur wirtschaftlichen Leistungserstellung verstärkt. Folglich werden die in Anspruch genommenen bzw. erbrachten Leistungen hinsichtlich Art und Umfang hinterfragt. Zudem werden Vergleiche mit externen Anbietern angestellt, wodurch die kommunalen Leistungen dem Wettbewerb ausgesetzt sind und sich in diesem bewähren müssen. Ein weiteres Ziel der ILV ist es zu ermitteln, wo Ressourcen zur Erstellung von Leistungen in Anspruch genommen wurden und welcher Stelle die dadurch angefallenen Kosten zuzurechnen sind. Die Aufgabe besteht darin, die (End-)Produkte entsprechend ihrer Leistungsinanspruchnahme mit den dadurch entstandenen Kosten zu belasten (Verursachungsprinzip).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Problematik der internen Leistungsverrechnung im NKRS sowie Erläuterung der Zielsetzung und methodischen Vorgehensweise der Arbeit.
2. Interne Leistungsverrechnung: Theoretische Einordnung der ILV in den Kontext des NKRS, Definition der zentralen Ziele und Aufgaben sowie Identifikation maßgeblicher Auswahlkriterien.
3. Fallbeispiel: Gestaltung der internen Leistungsverrechnung in der Stadtverwaltung X: Darstellung des praktischen Umsetzungsmodells der Stadtverwaltung X inklusive einer kritischen Analyse der Verfahren und Ableitung von Optimierungspotentialen.
4. Fazit: Zusammenfassende Reflektion der wesentlichen Erkenntnisse unter Abgleich von Theorie und kommunaler Praxis.
Schlüsselwörter
Interne Leistungsverrechnung, ILV, NKRS, Kommunalverwaltung, Kosten- und Leistungsrechnung, KLR, Verhaltenssteuerung, Verursachungsprinzip, Haushaltswesen, Ressourcenverbrauch, Verwaltungssteuerung, Stadtverwaltung X, Kostenstellenechnung, Produktkosten, Controlling.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung der internen Leistungsverrechnung (ILV) als Instrument der Kosten- und Leistungsrechnung im Rahmen des Neuen Kommunalen Rechnungs- und Steuerungssystems (NKRS).
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung der ILV, die gesetzlichen Anforderungen in Hessen, die praktische Anwendung in der Stadtverwaltung X sowie die kritische Würdigung der Effizienz und Zielerreichung von Verrechnungsprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie die Gestaltung der ILV in einer Kommunalverwaltung praktisch umgesetzt werden kann, um eine transparente Ermittlung von Produktkosten und eine effiziente Steuerung zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zu betriebswirtschaftlichen Grundlagen im NKRS und einer Fallstudienanalyse (Fallbeispiel Stadtverwaltung X), die durch ein Experteninterview und interne Verwaltungsunterlagen gestützt wird.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Einordnung der ILV in das NKRS, identifiziert Kriterien für die Auswahl verrechnungsrelevanter Leistungen und stellt anhand der Stadtverwaltung X konkrete Verfahren wie Stundenverrechnungssätze und Umlageschlüssel dar.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie ILV, NKRS, Kommunale Kosten- und Leistungsrechnung, Verursachungsprinzip und Verwaltungssteuerung charakterisiert.
Wie geht die Stadtverwaltung X mit der ILV um?
Die Stadtverwaltung X nutzt verschiedene Verrechnungskreise, wobei der Fokus auf Wirtschaftlichkeit liegt; sie verzichtet teilweise bewusst auf eine flächendeckende Verrechnung, um den Verwaltungsaufwand in einem vertretbaren Rahmen zu halten.
Warum ist das Ergebnis für andere Kommunen relevant?
Das Fallbeispiel dient als praktische Anregung und Vergleichsmöglichkeit, wie Kommunen trotz gesetzlicher Gestaltungsfreiheit ein transparentes und umsetzbares ILV-Verfahren implementieren können.
- Arbeit zitieren
- Jeanette Dahlman (Autor:in), 2016, Die Gestaltung der internen Leistungsverrechnung im Neuen Kommunalen Rechnungs- und Steuerungssystem, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/352358