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Musikunterricht in der Sekundarstufe I der Deutschen Demokratischen Republik

Titel: Musikunterricht in der Sekundarstufe I der Deutschen Demokratischen Republik

Bachelorarbeit , 2016 , 73 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Alexander Siegert (Autor:in)

Musik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Entwicklung der Schulmusik in der DDR ist der thematische Kern dieser Arbeit. Außerdem wird konkret auf den Lehrplan Musik der Polytechnischen Oberschule der Klassen 5-10 eingegangen und es werden Parallelen zu heute gezogen.

Die These der Untersuchung soll durch einen empirischen Teil in Form eines leitfadengestützten Interviews gefestigt werden. Der Gehalt an Information, vor allem, wenn sie von einer Person stammt, die zur damaligen Zeit in der DDR lebte und zur Schule ging, ist von unschätzbarem Wert und lässt den Leser noch tiefer in die Materie eintauchen. Folglich wird auch der Bezug zum vorher Analysierten hergestellt und mit den Aussagen der befragten Person verglichen. Ein Fazit soll die Arbeit abrunden und zusammenfassen, zumal sich dadurch auch weitere Möglichkeiten zur Forschung der Schulmusik in der DDR eröffnen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Nachkriegssituation – „Existenzberechtigung“ des Fachs Musik

2. Entwicklungsaspekte der schulischen Musikpädagogik in der Deutschen Demokratischen Republik

2.1 Entwicklung schulmusikalischer Leitsätze von 1946-1989

2.1.1 Allgemeine Schulsituation und erster Lehrplan 1946/1947

2.1.2 Hintergründe des Musiklehrplans 1951/1953 und die Zeit danach

2.1.2.1 Veröffentlichung des Curriculums

2.1.2.2 Inhalte

2.1.2.3 Zentrale Organe der Musikpädagogik und deren Beschlüsse

2.1.3 Lehrplanwerk 1959 – Theorie und Praxis

2.1.4 Lehrplan 1968-1972 – Prinzipien und Leitfäden

2.1.5 Musikpädagogische Situation von 1980-1989

2.2 Lehrplan und Lehrplaninhalte 1989 der allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule

2.2.1 Musiktheorie und Tonsatz

2.2.2 Musikgeschichte und Formenlehre in den Klassen 7 und 8

2.2.3 Einsatz von Lehrmitteln

2.2.4 Liedgut und Gesang

2.3 Die Musiklehrkraft

2.3.1 Ausbildung

2.3.2 Richtlinien zur Vorbereitung und Gestaltung von Musikunterricht

2.4 Methodiken und Zielsetzungen für eine sozialistische Kollektiverziehung

2.5 Reflexion der Schüler über den Musikunterricht

2.6 Außerunterrichtliche Begegnungen mit Musik

2.6.1 Singeklub

2.6.2 Tanzmusik und Unterhaltungsmusik

2.6.3 Konzertbesuch

2.6.4 Beat und Jazz als neue Musikrichtungen

2.6.5 Filmmusik

3. Befragung eines Zeitzeugen über die Umstände des Fachs Musik und des Musiklebens in der Deutschen Demokratischen Republik

3.1 Leitfadenstrukturiertes Interview

3.2 Angaben zur Person

3.3 Auswertung und Interpretation des Interviews

4. Fazit und Forschungsansätze

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Entwicklungen des Musikunterrichts in der DDR zwischen 1946 und 1989. Dabei steht die Analyse der verschiedenen Lehrpläne unter dem Aspekt der ideologischen Beeinflussung durch die staatliche Führung sowie die praktische Vermittlung durch die Lehrkräfte im Fokus.

  • Entwicklung musikpädagogischer Leitsätze und Lehrpläne in der DDR
  • Einfluss politischer Ideologien auf die schulische Musikerziehung
  • Rolle der Musiklehrkräfte und deren Ausbildung
  • Analyse des Musikunterrichts durch Zeitzeugengespräche

Auszug aus dem Buch

1. Nachkriegssituation – „Existenzberechtigung“ des Fachs Musik

Definitiv stellt die Musikpädagogik seit vielen Jahrzehnten einen wichtigen Teil unserer Gesellschaft dar. Der Drang, den jungen Menschen musikalisch „auszurüsten“, hat fortwährend Bestand und erfordert durchdachte methodische Ansätze und Vorgehensweisen. Heutzutage erleben wir Musikpädagogik als etabliertes System in der Schule, das ständig weiterentwickelt und verbessert wird, zugunsten der Schülerinnen und Schüler. Angebote zum Erlernen eines Instruments, das Konzept einer Bläserklasse beziehungsweise einer Gesangsklasse oder Ähnlichem, Konzertbesuche und strukturierter Musikunterricht sind nur einige Aspekte, die viele Schulen anbieten. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler mit grundlegenden musikalischen Kenntnissen ausgestattet werden, denn oft hat Musik nicht die Bedeutung in der Gesellschaft, die ihr zuteil werden sollte. Hier ist nun von wenig musikalischer Präsenz zuhause die Rede, denn wer kann sich denn heutzutage schon leisten, die Kinder nachmittags in die Musikschule zu fahren, wenn beide Eltern berufstätig sind? Aufgrund solcher Missstände ist es von enormer Wichtigkeit, dass schon in der Schule eine elementare Ausbildung in Musik und all ihren Facetten stattfinden sollte.

Der Level der Ausbildung und Forschung auf dem musikpädagogischen Sektor, auf dem wir uns heutzutage befinden, lag vor einigen Jahrzehnten jedoch sehr viel niedriger. Greift man die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg heraus, so muss festgestellt werden, dass die Schulmusik einen schlechten Stand hatte, was teilweise nachvollziehbar ist. Betrachtet man die Situation im dritten Reich, so sieht man, dass die Musikpädagogik, so weit diese Bezeichnung überhaupt zutrifft, in ihrer Art und Weise derart propagandistisch missbraucht wurde, dass solche „Fehler“ sich nicht wiederholen sollten. Geschichtlich entscheidend war wohl zunächst die Gründungsphase der beiden deutschen Staaten nach Kriegsende: Die Deutsche Demokratische Republik und die Bundesrepublik Deutschland. Einhergehend mit allen anderen Abweichungen zur Bundesrepublik bezüglich Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft, vollzog sich auch in der Musikpädagogik ein Wechsel in Theorie und Methodik in der DDR.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Nachkriegssituation – „Existenzberechtigung“ des Fachs Musik: Einleitende Betrachtung des Standes der Musikpädagogik nach 1945 und der Notwendigkeit einer fachlichen Neuorientierung in den beiden deutschen Staaten.

2. Entwicklungsaspekte der schulischen Musikpädagogik in der Deutschen Demokratischen Republik: Detaillierte chronologische Analyse der Lehrpläne, Inhalte und pädagogischen Leitsätze von 1946 bis 1989 unter Berücksichtigung ideologischer Vorgaben.

3. Befragung eines Zeitzeugen über die Umstände des Fachs Musik und des Musiklebens in der Deutschen Demokratischen Republik: Durchführung und inhaltliche Auswertung eines Zeitzeugengesprächs zur praktischen Wahrnehmung des Musikunterrichts im DDR-Alltag.

4. Fazit und Forschungsansätze: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Aufzeigen des weiteren Forschungsbedarfs hinsichtlich der DDR-Schulmusikgeschichte.

Schlüsselwörter

Musikunterricht, DDR, Lehrplan, Musikpädagogik, Schulmusik, sozialistische Erziehung, Liedgut, Musikerziehung, Zeitzeugengespräch, Politische Bildung, Musikgeschichte, Gesangsunterricht, Lehrerbildung, Kollektiverziehung, Polytechnische Oberschule.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die geschichtliche Entwicklung und die inhaltliche Ausrichtung des schulischen Musikunterrichts in der ehemaligen DDR zwischen 1946 und 1989.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Lehrplanentwicklung, die Rolle der Musiklehrkräfte, die ideologische Beeinflussung des Musikunterrichts sowie die Wahrnehmung des Fachs durch die Schüler.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der Musikunterricht von der Nachkriegszeit bis zum Ende der DDR unter dem Einfluss staatlicher Ideologien verändert hat und welchen Stellenwert er innerhalb des schulischen Fächerkanons einnahm.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse der historischen Lehrpläne und Primärquellen, ergänzt durch ein leitfadenstrukturiertes Experteninterview mit einer Zeitzeugin.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Untersuchung der verschiedenen Lehrplanwerke (von 1946 bis 1989), eine Analyse der Ausbildungssituation der Musiklehrkräfte und eine Auswertung der schülerseitigen Reflexion des Musikunterrichts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Musikunterricht, DDR, Lehrplan, Musikpädagogik, sozialistische Erziehung, Musikerziehung und Zeitzeugenbefragung.

Welche Rolle spielte die FDJ bei außerschulischen Begegnungen mit Musik?

Die FDJ war als staatlich anerkannte Jugendorganisation maßgeblich an der Gestaltung der Freizeitkultur, etwa durch Singeklubs oder die Organisation von Werkstattwochen, beteiligt.

Wie wurde Musik in der DDR ideologisch genutzt?

Musik wurde gezielt eingesetzt, um sozialistische Werte zu vermitteln, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und die Schüler zur „sozialistischen Persönlichkeit“ zu erziehen.

Ende der Leseprobe aus 73 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Musikunterricht in der Sekundarstufe I der Deutschen Demokratischen Republik
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Note
1,0
Autor
Alexander Siegert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
73
Katalognummer
V353625
ISBN (eBook)
9783668408883
ISBN (Buch)
9783668408890
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Musik Musikunterricht DDR Deutsche Demokratische Republik Sekundarstufe I Musikpädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Siegert (Autor:in), 2016, Musikunterricht in der Sekundarstufe I der Deutschen Demokratischen Republik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353625
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Leseprobe aus  73  Seiten
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