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Pro und Contra Frauenquote. Umsetzung der Gleichberechtigung in politischen Parteien

Titel: Pro und Contra Frauenquote. Umsetzung der Gleichberechtigung in politischen Parteien

Ausarbeitung , 2015 , 10 Seiten

Autor:in: Tim Hartmann (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bis 1918 war ein quantitativ und qualitativ bedeutender Teil der Bevölkerung von politischen Ämtern ausgesperrt. Seither sind Frauen berechtigt zu wählen und gewählt zu werden. In den vergangenen Jahrzehnten war die Frauenrolle starken Wandlungen ausgesetzt. Einst nur auf den privaten Raum beschränkt können Frauen den Sprung ins öffentliche Leben nun zumindest schaffen und in politischen Gremien Präsenz zeigen. Der Zugang zu politischen Ämtern steht Frauen theoretisch offen.

Die Zeit der politischen Unterdrückung der Frauen schien mit der Frauenrechtsbewegung 1918 beendet und der Diskurs nach stärkerer Einbindung von Frauen in das politische Leben ist allgegenwärtig. Das Bild der Bundesrepublik Deutschlands scheint nach außen als gerechter Staat für Frauen. Einen besonders großen Anteil daran hat Angela Merkel, die erste Bundeskanzlerin Deutschlands. Doch entspricht das Bild der Wahrheit? Und wenn ja, warum denken wir an einen graubärtigen weißen Mann, wenn das Bild eines klassischen Politikers zum Diskurs steht?

Dies liegt daran, dass Deutschland in Sachen Gleichberechtigung der Frauen in politischen Ämtern doch noch nicht das Maximum erreicht hat. Zu groß die Differenzen zwischen Männern und Frauen.

Diese Arbeit handelt von diesem Sachverhalt. Dabei werde ich auf Entwicklung der Quote, aktuelle Repräsentation und Regelungen in den unterschiedlichen Parteien eingehen und mich mit der Frage beschäftigen, warum sich die Parteien sich nicht selbst an die auferlegten innerparteilichen Quoten halten.

Weiterhin werde ich auf die Frage eingehen, ob die allgemeine Stagnation der Quote diese mittlerweile überflüssig macht und sie überhaupt noch benötigt wird. Des Weiteren werde ich auch noch kurz auf Minderheitenquoten im deutschen Parteiensystem eingehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtlicher Abriss über Einführung der Frauenquote

3. Wird die Frauenquote heutzutage noch benötigt? Eine Pro und Contra Argumentation

4. Übersicht der handelnden Parteien und deren Bemühungen für Gleichberechtigung

4.1 CDU

4.2 SPD

4.3 Die Linke

4.4 Die Grünen

4.5 FDP

5. Kann der Stagnation der Quote entgegen gewirkt werden?

6. Lassen sich mit Hilfe von Minderheitenquoten ähnliche Effekte erzielen?

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung, die aktuelle Umsetzung sowie die Notwendigkeit der Frauenquote im deutschen Parteiensystem und analysiert, inwieweit Quotenregelungen zur Erreichung echter Gleichberechtigung beitragen können.

  • Historische Genese der Frauenquote seit der Frauenrechtsbewegung.
  • Vergleichende Analyse der Quoten-Strategien unterschiedlicher politischer Parteien.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Pro- und Contra-Argumentation zur Frauenquote.
  • Untersuchung der Stagnation von Frauenanteilen und deren Ursachen.
  • Diskussion über das Potenzial und die Problematik von Minderheitenquoten.

Auszug aus dem Buch

3. Wird die Frauenquote heutzutage noch benötigt? Eine Pro und Contra Argumentation

Der oben beschriebene Rückgang wirft die Frage auf, ob Frauenquoten noch benötigt werden, oder ob die Parteien mittlerweile in der Lage seien, ohne verpflichtende Maßnahmen eine ordnungsgemäße Vertretung von Frauen zu gewährleisten.

Dabei haben Quoten nicht das Ziel, Schwachen zu helfen oder Menschen für Diskriminierung zu entschädigen, sie sollen dort Repräsentativität herzustellen, wo es die freie Selbstbestimmung nicht tut. Es ist eine offenkundige Tatsache, dass die demokratischen Prozesse in den Vertretungen der Parteien nicht dazu geführt haben, dass ihre Mitgliederstruktur, ihre Gremien oder ihre Wahllisten in Bezug auf das Geschlecht auch nur annäherungsweise die Verhältnisse in der Bevölkerung abbilden. Während Frauen etwas über fünfzig Prozent der Bevölkerung ausmachen, stellen sie nach realistischen Schätzungen nicht ansatzweise so viele Prozente der Mandatsträger/innen. Das wäre ein Problem für jede Organisation, die die Gesellschaft mitgestalten will. Dabei spielt es keine Rolle, warum Frauen in der Partei und ihren Strukturen unterrepräsentiert sind – ob es etwa an einem strukturellen Sexismus liegt, den wir alle verinnerlicht haben, ohne uns seiner bewusst zu sein, oder an einem mangelnden Interesse von Frauen an den Themen der Politik.

Ein angenehmer Nebeneffekt der Frauenquote wäre, dass sie in einer Art Rückkoppelungseffekt dazu führen würde, mehr Frauen für die Mitarbeit in der politischen Arbeit zu gewinnen. Aus der sozialpsychologischen Forschung wissen wir, dass Frauen sich grundsätzlich eher ungern in Situationen begeben, in denen Frauen unterrepräsentiert sind. Eine Frauenquote würde also zunächst auf die Mitgliederstruktur regierenden Parteien bezogen zu einer Überrepräsentation von Frauen in Ämtern und Mandaten führen, aber das hätte dann zur Folge, dass Frauen sich stärker für eine Mitarbeit auch in der Basis der Partei interessieren würden. Eine Quote wäre also nicht nur eine kurzfristige Lösung, um für eine angemessene Vertretung von Frauen zu sorgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die historische Entwicklung der Frauenrolle dar und führt in die zentrale Fragestellung zur Notwendigkeit und Umsetzung von Frauenquoten in politischen Parteien ein.

2. Geschichtlicher Abriss über Einführung der Frauenquote: Dieses Kapitel erläutert den Ursprung der Frauenquote in den 1980er Jahren und beschreibt den durch die Grünen angestoßenen Dominoeffekt auf andere Parteien.

3. Wird die Frauenquote heutzutage noch benötigt? Eine Pro und Contra Argumentation: Hier wird diskutiert, ob Quoten als Instrument zur Herstellung von Repräsentativität angesichts mangelnder natürlicher Gleichstellung weiterhin erforderlich sind.

4. Übersicht der handelnden Parteien und deren Bemühungen für Gleichberechtigung: Das Kapitel bietet einen detaillierten Vergleich der unterschiedlichen Ansätze und programmatischen Festlegungen der CDU, SPD, Linken, Grünen und FDP zur Frauenförderung.

5. Kann der Stagnation der Quote entgegen gewirkt werden?: Diese Analyse befasst sich mit der Stagnation des Frauenanteils und untersucht, wie eine konsequentere Umsetzung von Quoten die Repräsentanz erhöhen könnte.

6. Lassen sich mit Hilfe von Minderheitenquoten ähnliche Effekte erzielen?: Hier wird die Eignung und Problematik von Minderheitenquoten zur Repräsentation von Menschen mit Migrationshintergrund kritisch hinterfragt.

7. Fazit: Das abschließende Fazit resümiert, dass starre Quoten nicht die Ursache für Ungleichgewichte beheben und plädiert für einen strukturellen gesellschaftlichen Wandel.

Schlüsselwörter

Frauenquote, Gleichberechtigung, Parteiensystem, politische Teilhabe, Repräsentativität, Dominoeffekt, Mandatsverteilung, Geschlechtergerechtigkeit, Minderheitenquote, politische Ämter, Repräsentation, Frauenförderung, gesellschaftlicher Wandel, Politische Partizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Frauenquote im deutschen Parteiensystem und untersucht, wie diese zur Gleichberechtigung beiträgt und ob sie aktuell noch ein notwendiges Instrument darstellt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Quote, die unterschiedlichen Strategien der Parteien, die Pro- und Contra-Argumente sowie die Problematik der Stagnation und mögliche Alternativen wie Minderheitenquoten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, warum Parteien trotz Quotenregelungen nicht immer die angestrebte Repräsentativität erreichen und ob Quoten tatsächlich die beste Lösung zur Förderung von Frauen in der Politik sind.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse sowie einen Vergleich der Grundsatzprogramme der verschiedenen im Bundestag vertretenen Parteien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen geschichtlichen Abriss, eine Gegenüberstellung der Parteiprogramme sowie eine Untersuchung der Wirksamkeit von Quoten bei der Überwindung von Stagnation.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Geschlechtergerechtigkeit, Repräsentativität, politische Mandate und den sogenannten Dominoeffekt zwischen den Parteien charakterisiert.

Warum stagniert der Frauenanteil laut Autor trotz Quoten?

Der Autor führt an, dass das Nichtbeachten selbstauferlegter Quoten sowie mangelnde Konsequenz in der Umsetzung zu einer Stagnation beitragen, die das Instrument der Quote in seiner Effizienz schwächt.

Wie bewertet der Autor die Einführung von Minderheitenquoten?

Der Autor sieht Minderheitenquoten kritisch, da sie in der Praxis schwer umsetzbar sind, zu Abgrenzungsproblemen führen können und laut Analyse kaum nennenswerte Impulse bei der Wählerstimmen-Generierung liefern.

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Details

Titel
Pro und Contra Frauenquote. Umsetzung der Gleichberechtigung in politischen Parteien
Autor
Tim Hartmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
10
Katalognummer
V353893
ISBN (eBook)
9783668403161
ISBN (Buch)
9783668403178
Sprache
Deutsch
Schlagworte
contra frauenquote umsetzung gleichberechtigung parteien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tim Hartmann (Autor:in), 2015, Pro und Contra Frauenquote. Umsetzung der Gleichberechtigung in politischen Parteien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/353893
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Leseprobe aus  10  Seiten
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