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Basel II: Überblick über die neuen Eigenkapitalvereinbarungen und die Vorgehensweise von Rating-Agenturen

Title: Basel II: Überblick über die neuen Eigenkapitalvereinbarungen und die Vorgehensweise von Rating-Agenturen

Term Paper , 2002 , 39 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jasmine Schieber (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Deutschland steckt mitten in einer Rezession. Immer mehr Unternehmen sind gezwungen, Insolvenz anzumelden. Betroffen sind vor allem viele kleine Unternehmen, besonders traditionsreiche Familienbetriebe, sowie mittelständische Unternehmen. Aber auch bekannten Namen vieler Großunternehmen, wie beispielsweise der Maschinenbaukonzern Babcock-Borsig, der Baukonzern Philipp Holzmann AG, der Büroartikelhersteller Herlitz, das Medienunternehmen KirchMedia und der Luftschiffbauer CargoLifter, um nur einige zu nennen, tauchen in der Presse mit Negativschlagzeilen auf. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2002 bereits 18.800 Unternehmens-Insolvenzen verzeichnet.
Der Untergang eines Unternehmens wirkt sich nicht nur verheerend auf die jetzt schon sehr hohe Arbeitslosenquote von 9,4% im Oktober 2002 aus, sondern auch auf die Kreditinstitute, die den einst blühenden Unternehmen Kredite gewährt haben, und nun einen Forderungsausfall verzeichnen müssen. Durch die Akkumulation von Kreditausfällen steht jetzt auch die Existenz mancher Kreditinstitute auf dem Spiel.
Durch die neuen Eigenkapitalvereinbarungen des Basler Ausschusses, kurz Basel II genannt, sollen die Vorschriften der Eigenkapitalunterlegung von Krediten für die Banken mehr an die Risikostruktur der Kreditnehmer angepasst werden. Dies wird zur Folge haben, dass sich die Kreditkonditionen für Kreditnehmer mit höherem Risiko verschlechtern werden, für Kreditnehmer mit geringem Risiko hingegen werden sich Kredite verbilligen.
Wie die neue Basler Eigenkapitalvereinbarung im Detail aufgebaut ist, und was sich hinter dem Begriff Rating verbirgt, möchte ich im Folgenden näher erläutern. Ebenso soll dieses Arbeit einen Überblick über relevante Daten und Vorgehensweisen von Rating-Agenturen bei der Erstellung eines Ratings geben. Als Schlussbetrachtung möchte ich etwaige Folgen der neuen Eigenkapitalvereinbarung aufzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Basel II

2.1. Entstehung des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht

2.2. Entstehung der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung

2.3. Das „Drei-Säulen-Modell“

2.3.1. Mindestkapitalanforderungen

2.3.2. Aufsichtliches Überprüfungsverfahren

2.3.3. Marktdisziplin

2.4. Aufgaben des Basler Ausschusses

3. Rating

3.1. Was ist Rating?

3.2. Emittentenrating

3.3. Emissionenrating

3.3.1. Langfristiges Rating

3.3.2. Kurzfristiges Rating

3.4. Internes Rating

3.4.1. Definition internes Rating

3.4.2. Der IRB-Ansatz

3.4.3. Der fortgeschrittene IRB-Ansatz

3.5. Externes Rating

3.5.1. Definition externes Rating

3.5.2. Der Standardansatz

4. Rating-Agenturen

4.1. Was ist eine Rating-Agentur?

4.1.1. Voraussetzungen für eine Rating-Agentur

4.2. Moody’s

4.3. Standard and Poor’s

4.4. Fitch IBCA

5. Der Rating-Prozess

5.1. Die fünf Phasen eines Rating-Prozesses

5.2. Der zeitliche Ablauf eines Rating-Prozesses

5.3. Daten zur Ermittlung eines Ratings

5.3.1. Rating-relevante Daten

5.3.2. Qualitative Faktoren

5.3.3. Quantitative Faktoren

5.4. Betreuung durch die Rating-Agenturen

5.5. Kostenvergleich von Emittenten-Ratings

6. Die neue Basler Eigenkapitalvereinbarung und ihre Folgen

6.1. Folgen für die Banken

6.2. Folgen für die Unternehmen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die neuen Eigenkapitalvereinbarungen (Basel II) des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht und analysiert, wie diese die Eigenkapitalunterlegung von Krediten an die Risikostruktur der Kreditnehmer anpassen. Zudem wird das Verfahren der Rating-Agenturen bei der Erstellung von Bonitätsbeurteilungen beleuchtet und die daraus resultierenden Auswirkungen für Banken und Unternehmen bewertet.

  • Grundlagen und Entstehung von Basel II
  • Aufbau und Funktionsweise des „Drei-Säulen-Modells“
  • Differenzierung zwischen internem und externem Rating
  • Ablauf und Anforderungen des Rating-Prozesses bei Rating-Agenturen
  • Folgen der Eigenkapitalrichtlinien für Finanzinstitute und Unternehmen

Auszug aus dem Buch

3.1. Was ist Rating?

Unter Rating im Allgemeinen versteht man eine Einschätzung beziehungsweise eine Beurteilung einer Sache. Speziell im Banken- und Börsensektor wird der Begriff „Rating“ jedoch im Sinne von Credit Rating gebraucht. Credit Rating stellt „eine Bewertung der Bonität und damit der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens [dar]. Ratings sind damit Bewertungen, die die Fähigkeit eines Kreditnehmers beschreiben, seinen Zahlungsverpflichtungen, die er eingeht, in der Zukunft nachzukommen“.

Mit einem Rating wird also die Fähigkeit eines Schuldners bewertet, ob dieser bestehende Zahlungsverpflichtungen in der Zukunft vollständig und fristgerecht begleichen kann. Die Anwendung der gleichen Bewertungskriterien auf die unterschiedlichen Emittenten schafft Transparenz auf dem Markt. Investoren haben die Möglichkeit Risiken vergleichen und besser einschätzen zu können. Ebenso verbessert ein gutes Rating das Image eines Unternehmens. Auch ist ein Rating heutzutage zwingend erforderlich, wenn ein Unternehmen an den Kapitalmarkt möchte, um finanziell flexibler und unabhängiger von den Banken zu werden.

Im Gegensatz zu Europa hat das Rating in den USA bereits einen sehr hohen Stellenwert. „In the United States private investors rely to a great extent on ratings: they virtually choose their investment project through the rating“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle wirtschaftliche Rezession in Deutschland und den Anstieg von Unternehmensinsolvenzen, welche die Notwendigkeit einer risikoorientierten Eigenkapitalunterlegung (Basel II) verdeutlicht.

2. Basel II: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des Basler Ausschusses sowie die Entwicklung der neuen Eigenkapitalvereinbarung und führt das „Drei-Säulen-Modell“ als zentrales Konzept ein.

3. Rating: Hier wird der Begriff des Ratings definiert, verschiedene Ratingarten wie Emittenten- und Emissionsrating sowie interne und externe Ansätze voneinander abgegrenzt.

4. Rating-Agenturen: Das Kapitel befasst sich mit den Voraussetzungen für Rating-Agenturen und stellt bedeutende Akteure wie Moody’s, Standard and Poor’s und Fitch IBCA vor.

5. Der Rating-Prozess: Hier werden die fünf Phasen der Ratingerstellung, der zeitliche Ablauf sowie die qualitativen und quantitativen Daten zur Ermittlung eines Ratings detailliert beschrieben.

6. Die neue Basler Eigenkapitalvereinbarung und ihre Folgen: Abschließend werden die Auswirkungen der neuen Vereinbarungen auf Banken (Mehraufwand bei der Risikobewertung) und Unternehmen (Finanzierungsbedingungen und Informationsbereitstellung) diskutiert.

Schlüsselwörter

Basel II, Eigenkapitalvereinbarung, Bankenaufsicht, Rating, Credit Rating, Bonität, Drei-Säulen-Modell, Rating-Agenturen, IRB-Ansatz, Standardansatz, Finanzrisiko, Insolvenzrisiko, Risikogewichtung, Kapitaladäquanz, Marktdisziplin

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den neuen Basler Eigenkapitalvereinbarungen, bekannt als Basel II, und deren Ziel, die Eigenkapitalunterlegung von Krediten präziser an die Risikostruktur der Kreditnehmer anzupassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das „Drei-Säulen-Modell“, die Methoden zur Risikomessung (interne vs. externe Ratings) sowie die Anforderungen an Rating-Agenturen und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen für Banken und Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Struktur von Basel II verständlich zu erläutern und aufzuzeigen, wie Rating-Agenturen durch ihre Analysen die Bonitätsbeurteilung und damit die Kreditkonditionen am Markt maßgeblich beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, die offizielle Konsultationspapiere des Basler Ausschusses, regulatorische Vorgaben und Fachliteratur zur Unternehmensfinanzierung kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Basler Eigenkapitalrichtlinien, eine tiefgehende Analyse der Rating-Methodik bei Agenturen sowie eine Diskussion über die administrativen und finanziellen Konsequenzen für Unternehmen und Banken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Basel II, Bonität, Rating-Prozess, Eigenkapitalunterlegung und Risikomanagement charakterisieren.

Warum spielt das interne Rating eine so wichtige Rolle für Banken?

Das interne Rating ermöglicht es Banken, das individuelle Risikoprofil ihrer Kunden präziser zu erfassen, was bei guter Bonität des Kreditnehmers zu einer geringeren Eigenkapitalunterlegungspflicht führen kann.

Wie unterscheidet sich der Standardansatz vom IRB-Ansatz?

Der Standardansatz nutzt externe Ratings von Agenturen zur Risikoeinstufung, während der IRB-Ansatz den Banken erlaubt, ihre eigenen internen Systeme und Schätzungen (PD, LGD, EAD) zur Berechnung der Eigenkapitalanforderungen einzusetzen.

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Details

Title
Basel II: Überblick über die neuen Eigenkapitalvereinbarungen und die Vorgehensweise von Rating-Agenturen
College
University of Applied Sciences and Arts Hildesheim, Holzminden, Göttingen  (FH Hildesheim)
Course
Betriebswirtschaft
Grade
1,0
Author
Jasmine Schieber (Author)
Publication Year
2002
Pages
39
Catalog Number
V35470
ISBN (eBook)
9783638353700
ISBN (Book)
9783638687300
Language
German
Tags
Basel Eigenkapitalvereinbarungen Vorgehensweise Rating-Agenturen Betriebswirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jasmine Schieber (Author), 2002, Basel II: Überblick über die neuen Eigenkapitalvereinbarungen und die Vorgehensweise von Rating-Agenturen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35470
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