Mit diesem Portfolio bestand die Autorin die Zusatzqualifizierung zur Integrationslehrerin mit großem Erfolg.
Menschen, die in einem Land leben oder leben möchten, dessen Sprache sie nie gelernt haben, müssen möglichst schnell in die Lage versetzt werden, alltägliche Situationen wie Einkäufe, Arztbesuche oder andere für das Leben notwendige Umstände zu bewältigen um sich besser und schneller in ihren Beruf und die Gesellschaft einzuleben. Auch wenn Binnendifferenzierung und interkulturelles Lernen ebenfalls sehr wichtig hierfür sind, erleichtern handlungsorientierte Themen und Übungen den Teilnehmern der Integrationskurse das Lernen der wichtigsten sprachlichen und interkulturellen Inhalte und damit die lntegration in die deutsche Gesellschaft. Als Kursleiterin ist es meine Aufgabe, den TN die Sprache so beizubringen, dass sie diese in ihrem Alltag anwenden und sich in alltäglichen Situationen verständigen können. Im Idealfall bringe ich sie der Kultur und den Gewohnheiten in ihrer neuen Heimat näher. Dies bedeutet, dass der Unterricht handlungsorientiert gestaltet werden muss. [...]
Inhaltsverzeichnis
I Die Teile des Portfolios – Einleitender Teil
Persönliche Daten
Beruflicher Werdegang
Berufliche Erfahrungen
Weiterbildung/Fortbildung
II Die Teile des Portfolios – Hauptteil
1. Arbeitsblatt
Zielgruppe
Unterrichtsmaterial
Seite
Lernziel
Lerninhalte
Abkürzungen
2. Arbeitsblatt/Unterrichtsfeinplanung (Tabelle)
III Die Teile des Portfolios – Hauptteil: Analyse von Unterrichtsmaterial
1. Arbeitsblatt: Wählen Sie einen Analyseschwerpunkt aus und erläutern Sie, warum Sie diesen gewählt haben.
2. Arbeitsblatt / Analyse von Unterrichtsmaterial: Welche Angaben wurden im Lehrwerk gemacht zu:
1. Zielgruppe
2. Zielsetzung
3. Aufbau
4. Methodische Schwerpunkte
5. Methodische Ansätze
6. Welche Hinweise finden Sie zu dem von Ihnen gewählten Aspekt im Lehrwerk und im Lehrerhandbuch?
3. Arbeitsblatt / Analyse von Unterrichtsmaterial: Wo, in welcher Art und in welchem Umfang wird der von Ihnen gewählte Aspekt behandelt und umgesetzt?
4. Arbeitsblatt / Analyse von Unterrichtsmaterial: Wie schätzen Sie persönlich – aufgrund Ihrer Analyse – die Eignung des Unterrichtsmaterials hinsichtlich des von Ihnen gewählten Schwerpunktes für die Zielgruppe der Zugewanderten ein? Schließen Sie Ihre Einschätzung ggf. mit konkreten Hinweisen zu ergänzenden Übungen und Aufgaben aus anderen Unterrichtsmaterialien oder Lehrwerken ab.
IV Die Teile des Portfolios – Abschließender Teil
1. Welche Lernziele und Lerninhalte der Zusatzqualifizierung waren für Sie besonders wichtig und aufschlussreich?
2. Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit der Umsetzung der Lernerträge aus der Zusatzqualifizierung im eigenen Unterricht gemacht? Welche Fragen haben sich ergeben?
3. Welche Kenntnisse/Erkenntnisse haben Sie erworben oder erweitert? Welche Anregungen und Ideen haben Sie bekommen?
4. Woran wollen Sie weiterarbeiten?
5. Wie schätzen Sie allgemein Ihren Lernfortschritt ein?
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der vorliegenden Portfolio-Arbeit ist es, auf Basis einer konkreten Unterrichtsfeinplanung zum Thema „Einkaufen“ die Eignung des Lehrwerks „Schritte plus“ unter dem Aspekt des handlungsorientierten Lernens für Integrationskurse zu analysieren und kritisch zu reflektieren.
- Methodische Analyse des Lehrwerks „Schritte plus“ im Kontext von Integrationskursen.
- Untersuchung der handlungsorientierten Struktur und Aufgabenkultur des Lehrwerks.
- Erstellung einer detaillierten Unterrichtsfeinplanung für das Thema „Einkaufen“.
- Reflexion über die Bedeutung von Handlungsorientierung und Binnendifferenzierung im DaZ-Unterricht.
- Dokumentation persönlicher Lernerfahrungen aus der Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte.
Auszug aus dem Buch
1. Arbeitsblatt / Analyse von Unterrichtsmaterial: Wählen Sie einen Analyseschwerpunkt aus und erläutern Sie, warum Sie diesen gewählt haben.
Menschen, die in einem Land leben oder leben möchten, dessen Sprache sie nie gelernt haben, müssen möglichst schnell in die Lage versetzt werden, alltägliche Situationen wie Einkäufe, Arztbesuche oder andere für das Leben notwendige Umstände zu bewältigen um sich besser und schneller in ihren Beruf und die Gesellschaft einzuleben. Auch wenn Binnendifferenzierung und interkulturelles Lernen ebenfalls sehr wichtig hierfür sind, erleichtern handlungsorientierte Themen und Übungen den Teilnehmern der Integrationskurse das Lernen der wichtigsten sprachlichen und interkulturellen Inhalte und damit die Integration in die deutsche Gesellschaft. Als Kursleiterin ist es meine Aufgabe, den TN die Sprache so beizubringen, dass sie diese in ihrem Alltag anwenden und sich in alltäglichen Situationen verständigen können. Im Idealfall bringe ich sie der Kultur und den Gewohnheiten in ihrer neuen Heimat näher. Dies bedeutet, dass der Unterricht handlungsorientiert gestaltet werden muss.
Für die Umsetzung im Alltag benötigen die TN fertige Sprachmuster. Natürlich sind theoretische Sprachaspekte wie die Grammatik ebenfalls sehr wichtig, um den TN deutlich zu machen, nach welcher Systematik die zu lernende Sprache funktioniert. Wenn die Regeln verstanden sind, kann ein Sprachmuster gut angewendet werden. Jedoch kann der Lernende beim mechanischen Auswendiglernen von Regeln zwar die themenbezogenen Übungen und Aufgaben lösen, wird die Regeln jedoch in einer anderen Situation nicht frei anwenden können. Es ist also eine didaktische Grammatik erforderlich, um den Deutschlernprozess der TN zu fördern.
Zusammenfassung der Kapitel
I Die Teile des Portfolios – Einleitender Teil: Dieser Abschnitt enthält die persönlichen Daten und den beruflichen Werdegang der Verfasserin.
II Die Teile des Portfolios – Hauptteil: Hier werden die Planung einer Unterrichtseinheit zum Thema „Einkaufen“ sowie das verwendete Unterrichtsmaterial und die Lernziele detailliert dargestellt.
III Die Teile des Portfolios – Hauptteil: Analyse von Unterrichtsmaterial: In diesem Kapitel wird das Lehrwerk „Schritte plus“ fundiert hinsichtlich der Kriterien Zielgruppe, Aufbau, Methodik und Praxisnähe analysiert.
IV Die Teile des Portfolios – Abschließender Teil: Dieser Teil dient der kritischen Reflexion der Lernerfahrungen, die während der Zusatzqualifizierung gewonnen wurden, und bewertet den eigenen Lernfortschritt.
Schlüsselwörter
Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Integrationskurs, Handlungsorientiertes Lernen, Unterrichtsplanung, Schritte plus, Sprachförderung, Lehrwerk-Analyse, Binnendifferenzierung, Sprachmuster, Interkulturelles Lernen, Erwachsenenbildung, Wortschatzarbeit, Grammatik, Lernerfahrung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert ein Portfolio zur Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und beinhaltet eine konkrete Unterrichtsfeinplanung sowie eine Analyse von Unterrichtsmaterial.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich auf die praktische Umsetzung von handlungsorientiertem DaZ-Unterricht, die didaktische Analyse des Lehrwerks „Schritte plus“ und die eigene professionelle Entwicklung der Lehrkraft.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie handlungsorientierter Unterricht zur Integration von Zugewanderten beitragen kann und inwieweit das Lehrwerk „Schritte plus“ diese didaktischen Anforderungen erfüllt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine didaktische Analyse des Lehrwerks durchgeführt, ergänzt durch die Erstellung und Evaluation einer Unterrichtsfeinplanung sowie die reflektierende Selbsteinschätzung der eigenen Lernprozesse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf der detaillierten Unterrichtsfeinplanung zum Thema „Einkaufen“ sowie einer umfassenden Analyse von Aufbau, Methodik und Eignung des Lehrwerks „Schritte plus“ für die Zielgruppe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind DaZ-Unterricht, Handlungsorientierung, Integrationskurse, Lehrwerkanalyse, Unterrichtsplanung und interkulturelles Lernen.
Wie bewertet die Autorin die Rolle des Lehrers in diesem Konzept?
Die Autorin sieht den Lehrer primär als Mediator und Lernbegleiter, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern die Teilnehmer motiviert, ihre Sprachkenntnisse selbständig und aktiv in realen Alltagssituationen anzuwenden.
Warum spielt die Foto-Hörgeschichte im Lehrwerk eine so zentrale Rolle?
Laut Analyse dient sie als motivierender Einstieg, weckt das Interesse durch Identifikationsmöglichkeiten mit den Protagonisten und führt Wortschatz sowie Redemittel in einem authentischen Kontext ein.
Welche Herausforderungen bei der Arbeit in Integrationskursen identifiziert die Autorin?
Sie nennt besonders die hohe Heterogenität der Gruppen, unterschiedliche kognitive Voraussetzungen der Teilnehmer, den Umgang mit traumatisierten Lernenden sowie die Notwendigkeit, Teilnehmer an moderne Unterrichts- und Sozialformen heranzuführen.
- Quote paper
- Ilka Irle (Author), 2017, Unterrichtsfeinplanung Thema „Einkaufen“ im Integrationskurs und Analyse des Lehrwerks „Schritte plus“ unter dem Aspekt des handlungsorientierten Lernens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354710