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Die Darstellung von Gefühlen in Heinrich Heines "Buch der Lieder"

Titel: Die Darstellung von Gefühlen in Heinrich Heines "Buch der Lieder"

Masterarbeit , 2015 , 89 Seiten

Autor:in: Baguèlma Falfa (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit möchte ich Gedichte aus der deutschen Romantik analysieren und interpretieren. Es handelt sich um Gedichte, die Heinrich Heines Buch der Lieder entnommen sind. Im Werk geht es hauptsächlich um Gefühle. Die meisten Gefühle, die häufig im Gedichtband vorkommen, sind unter anderen die Angst, der Ärger, der Kummer, die Traurigkeit sowie das romantische Liebesgefühl. Im Buch der Lieder fungiert die Liebe als Traumbild und Lieblingsvorstellung. Das romantische Ich strebt nach der Lieblingsperson und deren Bild. Somit wächst das Liebesgefühl andauernd, und es wird geliebt, und hofft meist, geliebt zu werden. Die inständige Bitte um Liebe und die öfters aussichtslose Hoffnung darauf lässt die Liebessehnsucht stets einsetzen. Aus diesem Grund erscheint dieses Gefühl der Sehnsucht als ein Leitmotiv von Heinrich Heines romantischer Dichtung.

Mein Interesse für dieses Thema wurde in der Tat durch die Bemerkung geweckt, dass Heinrich Heine Gefühle, wie Liebe, Traurigkeit und Leiden darstellt, die jedoch nicht der wahren erlebten Liebe oder Trauer bzw. dem Leiden entsprechen, sondern eher als eine Sehnsucht danach klingen. Diese Sehnsucht lässt sich im Endeffekt als das unstillbare Gefühl herausstellen. Das menschliche Leben läuft zwischen dieser andauernden Sehnsucht nach Gewünschtem bzw. Begehrtem und der Realität ab. Der Mensch irrt lebenslang in diese Zerrissenheit und lebt dazwischen. Dieses zerrissene Leben kommt im Werk zum Ausdruck. Es entsteht dadurch ein Kontrast zwischen genießender und utopischer Liebe bzw. utopischem und realem Leiden und diesen Kontrast möchte ich herausarbeiten. Besonders möchte ich untersuchen, wie sich dieser Kontrast erweist. Wie werden die Gefühle dargestellt? Welches sind die romantischen Bilder, die in den ausgewählten Gedichten gezeichnet werden und wie wirken diese Bilder auf den Leser? Dabei wird erforscht, ob diese Gedichte pure Schwärmerei oder inneres Leben eines erregten und zugleich beunruhigenden Ichs sind?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Zur deutschen Romantik

2. Begriffsbestimmung

2. 1. Gefühl und Emotion

2. 2. Traum

2. 3. Erinnerung vs. Gedächtnis

3. Heinrich Heine: Leben und Werk

3. 1. Biografie

3. 2. Werk

4. Zur Darstellung der Gefühle im Werk

4. 1. „Traumbilder“

4. 2. „Lieder“

4. 3. „Romanzen“

4. 4. „Sonette“

4. 5. „Lyrisches Intermezzo“

4. 6. „Die Heimkehr“

4. 7. „Aus der Harzreise“

4. 8. „Die Nordsee“

5. Traum und Erinnerung im Werk

6. Wirkungsästhetik

7. Abschließende Gedanken

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung von Gefühlen in Heinrich Heines „Buch der Lieder“ und erforscht, inwiefern diese als poetischer Ausdruck eines zerrissenen Ichs zwischen Sehnsucht, Erinnerung und Wirklichkeit fungieren.

  • Analyse der Gefühlswelt und zentraler Emotionen im lyrischen Werk Heines.
  • Untersuchung der Bedeutung der Traumsymbolik als Leitmotiv und Ausdrucksmittel.
  • Erforschung des Verhältnisses zwischen Erinnerung, Konstruktion des Erlebten und Identitätsbildung.
  • Anwendung werkimmanenter Ansätze zur Interpretation der Gedichtstruktur und Wirkungsästhetik.

Auszug aus dem Buch

Die Funktion der Erinnerung und des Traums

In der Problematik der vorliegenden Studie gewinnt die Traumsymbolik an größerer Bedeutung. Dabei wird diese Traumsymbolik in Bezug auf die Erinnerung erforscht. Daher soll der Begriff „Erinnerung“ näher erklärt werden. Die Erinnerung ist das, was erinnert wird. Der Begriff, wird stets mit dem Gedächtnis verwechselt. Darum werden hier beide voneinander unterschieden. „Die Erinnerung ist eine kognitiv-psychische Konstruktion, die bewusst werden muss und dann sprachlich formuliert werden kann“ (Weimar 2007: 403). Damit kann festgehalten werden, dass die Erinnerung als ein Akt der Konstruktion des Erlebten ist. Sie wird nicht bloß und spontan festgestellt, sondern verfährt durch die Modalität der Aktualisierung: „Was dürfen wir nicht vergessen? Bewahre und gedenke!“ (Assmann 2005: 30).

Das Gedächtnis hingegen ist „eine im Körper verteilte neuronale Funktion und es ist nicht an einem bestimmten Ort im Gedächtnis lokalisiert“ (Weimar 2007: 467). Bei der Erinnerung geht es um Sprachkompetenz, um dem Erlebten einen Sinn zu verleihen. Sie verbindet somit Erlebtes und Erzähltes, und in ihrer Beziehung zum Gedächtnis trägt sie zur Erhaltung und zum Weitergeben individueller wie gesellschaftlicher Identität bei. Es geht um „eine Vergangenheit, die noch immer gegenwärtig ist“ (Schulze/François 2009: 12). Die Erinnerung erweist sich demzufolge als gegenwärtige Vergangenheit und diese Vergegenwärtigung des Vergangenen und Miterlebten wird zumeist in Heinrich Heines Buch der Lieder konzipiert. Das Vergangene und Beigewohnte werden im Werk weitgehend durch den Traum und die Erinnerung als Dichtung rekonstruiert, wobei die Tatsachen wieder von neuem beleben, der mexikanische Literaturwissenschaftler Sergio Ugalde vermerkt: „Die Literatur ist in diesem Sinne ein bevorzugter Kanal der Erinnerung“ (Ugalde in: Ette/Asholt 2010: 177). Der große Teil des Werkes bewegt sich zwischen dem Traum und dessen Erinnerung, der Vergangenheit und der Zukunft und beide arbeiten auf dasselbe Ziel hinaus, nämlich das gelebte Leben ja das Vergangene wieder herzustellen und zugleich zu bewahren.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Thema der Gefühlsdarstellung in Heines „Buch der Lieder“ sowie Erläuterung des methodischen Ansatzes.

1. Zur deutschen Romantik: Historischer Überblick über die Epoche der Romantik als Kontext für Heines Lyrik.

2. Begriffsbestimmung: Theoretische Abgrenzung der Begriffe Gefühl, Emotion, Traum sowie Erinnerung und Gedächtnis.

3. Heinrich Heine: Leben und Werk: Biografischer Abriss und allgemeine Betrachtung des Schaffens von Heinrich Heine.

4. Zur Darstellung der Gefühle im Werk: Detaillierte Analyse spezifischer Gedichtzyklen des „Buch der Lieder“ hinsichtlich ihrer Gefühlsthematik.

5. Traum und Erinnerung im Werk: Tiefgehende Untersuchung zur Rolle von Traum und Erinnerung als zentrale Struktur- und Ausdruckselemente.

6. Wirkungsästhetik: Betrachtung der emotionalen Wirkung von Heines Lyrik auf den Leser.

7. Abschließende Gedanken: Zusammenfassende Synthese der Ergebnisse zur Poetik der Gefühle in Heines Werk.

Schlüsselwörter

Heinrich Heine, Buch der Lieder, Deutsche Romantik, Gefühl, Emotion, Traum, Erinnerung, Lyrik, Liebessehnsucht, Wirkungsästhetik, Identität, Literaturwissenschaft, Naturlyrik, Sehnsucht, Vergänglichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung von Emotionen und Gefühlen in Heinrich Heines Gedichtband „Buch der Lieder“ unter Einbeziehung literaturwissenschaftlicher Interpretationsmethoden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Neben dem Kernbereich der Emotionsdarstellung stehen die Bedeutung der Traumsymbolik, das Motiv der Sehnsucht sowie die Rolle von Erinnerungsprozessen im Zentrum der Untersuchung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, wie Heine Gefühle poetisch konstruiert und ob diese Gedichte ein authentisch Erlebtes oder eine stilisierte Sehnsucht widerspiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung nutzt primär einen werkimmanenten literaturtheoretischen Ansatz in der Tradition des New Criticism, ergänzt durch rezeptionsästhetische Überlegungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil bietet eine detaillierte Analyse der einzelnen Gedichtzyklen des Bandes, von den „Traumbildern“ bis hin zu „Die Nordsee“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem: Heinrich Heine, Traumsymbolik, Liebessehnsucht, Identitätskonstruktion, Lyrik und Wirkungsästhetik.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Gefühl und Emotion?

Während Gefühle als immanente, bewusste körperliche Wahrnehmungen betrachtet werden, definiert die Arbeit Emotionen als bewertende Aspekte, die aus diesem Gefühlserleben resultieren.

Warum ist das Motiv des Traums so zentral für Heines Werk?

Der Traum dient Heine als poetische Brücke, um Vergangenes zu vergegenwärtigen und eine Welt des Möglichen zu schaffen, die in der Realität unerreichbar bleibt.

Ende der Leseprobe aus 89 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Darstellung von Gefühlen in Heinrich Heines "Buch der Lieder"
Hochschule
Université de Lomé (anc. Université du Bénin)  (Faculte des lettres et sciences humaines (flesh), departement d’Allemand)
Autor
Baguèlma Falfa (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
89
Katalognummer
V355373
ISBN (eBook)
9783668426962
ISBN (Buch)
9783668426979
Sprache
Deutsch
Schlagworte
darstellung gefühlen heinrich heines buch lieder
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Baguèlma Falfa (Autor:in), 2015, Die Darstellung von Gefühlen in Heinrich Heines "Buch der Lieder", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355373
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  89  Seiten
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