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Sammlung und Analyse von BGH-Entscheidungen zum Verdienstausfallschaden in Haftpflichtfällen bei Kindern, Auszubildenden, Schülern und Studenten

Título: Sammlung und Analyse von BGH-Entscheidungen zum Verdienstausfallschaden in Haftpflichtfällen bei Kindern, Auszubildenden, Schülern und Studenten

Trabajo de Seminario , 2015 , 25 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Bettina Oberhuber (Autor)

Economía de las empresas - Derecho
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In Deutschland leben 10,63 Millionen Kinder. Hierbei ist die Zahl der Unfälle im Kindesalter erschreckend hoch. Rund 1,7 Millionen der unter 15-Jährigen müssen jährlich aufgrund von Unfällen ärztlich versorgt werden. Jedes fünfte Kind erleidet bei einem Schadenereignis eine Kopfverletzung.
Diese tritt am häufigsten im Zeitraum der Geburt bis zum Vorschulalter ein.

In der Regel kommt es nicht alleine zu einem immateriellen Schaden, der die möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen erfasst. Es kommt vielmehr auch zu einem materiellen, in Form von Vermögensausfall. Die Analyse von Heilbehandlungskosten, sowie der verletzungsbedingte Mehraufwand, stellen rechtlich kein Problem dar und lassen sich somit meist eindeutig, ohne größere Schwierigkeiten, bestimmen. Sie werden oft nur am Rande behandelt, weil diese zunehmend beim Unfallzeitpunkt an den Sozialversicherungsträger übergehen.

Diese Thematik wird aufgrund der Analyse von BGH-Entscheidungen zum Thema Verdienstausfallschaden in Haftpflichtfällen verdeutlicht. Die Arbeit befasst sich hierbei insbesondere mit Kindern, Studenten und Auszubildenden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erläuterung der wichtigsten Grundsätze des Erwerbsschadensersatzes

2.1. Gemäß dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB)

2.2. Gemäß der Zivilprozessordnung (ZPO)

2.3. Gemäß dem Sozialgesetzbuch / Zehntes Buch (SGB X)

3. Urteilsanalyse in Bezug auf Vermögensnachteile bei Kindern, Auszubildenden, Schülern und Studenten

3.1. Verzögerte Berufsausbildung, Verspäteter Eintritt in das Berufsleben

3.1.1. Schadeneintritt vor oder während der Berufs-/Schulausbildung

3.1.1.1. Erfassungszeitpunkt des Schadens

3.1.1.2. Die wahrscheinliche künftige Entwicklung

3.1.1.3. Verspäteter Studieneintritt

3.1.2. Schadeneintritt kurz nach der Ausbildung

3.2. Minderverdienst / Änderung des Berufsziels

3.2.1. Heranziehung von Prognoseindizien und Hilfsmittel

3.2.1.1. Familiäres Umfeld bei frühkindlichem Schadenseintritt

3.2.1.2. Bedingungen der Umwelt und persönliche Faktoren

3.2.1.3. Gewährung eines Schätzungsbonus

4. Folgeschäden

4.1. Behandlung bei Eintritt in das Berufsleben

4.2. Entgangene Gewinnbeteiligung

5. Anspruchsübergang auf Dritte

5.1. Übergang auf Rentenversicherungsträger

5.2. Übergang auf die Bundesanstalt für Arbeit (BA)

6. Zusammenfassung des Erwerbsschadensersatzes

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexe Ermittlung von Erwerbsschadensersatzansprüchen bei Kindern, Jugendlichen, Schülern und Studenten. Ziel ist es, unter Analyse relevanter BGH-Entscheidungen aufzuzeigen, wie Schadensprognosen bei fehlenden konkreten Erwerbsbiographien gemäß § 252 BGB und § 287 ZPO sachgerecht durchgeführt werden und unter welchen Bedingungen Ansprüche auf Sozialversicherungsträger übergehen.

  • Rechtliche Grundlagen des Erwerbsschadensersatzes im BGB, ZPO und SGB X.
  • Methodik der Schadensprognose bei verzögerter Ausbildung oder Berufsstart.
  • Einfluss individueller und familiärer Faktoren auf die Schadensbemessung.
  • Problematiken bei Folgeschäden und Gewinnbeteiligungen.
  • Anspruchsübergang auf Rentenversicherungsträger und Bundesanstalt für Arbeit.

Auszug aus dem Buch

3.1.1.2. Die wahrscheinliche künftige Entwicklung

In selbiger Angelegenheit wurde nachfolgende ständige Rechtsprechung des BGH angewandt: „Bei einem jüngeren Menschen kann ohne konkrete Anhaltspunkte nicht angenommen werden, dass er auf Dauer die ihm zu Gebote stehenden Möglichkeiten für eine gewinnbringende Erwerbstätigkeit nicht nutzen werde.“ Wenn ein Geschädigter nach einem Unfall durch schwere Verletzungen weder körperlich noch psychisch im Stande ist seine Schulausbildung zu beenden und daraufhin eine Ausbildung zu beginnen, müssen die Beweiserleichterungen gem. §§ 252 BGB, 287 ZPO abstrakt gesehen werden. Diese dürfen folglich einen Geschädigten nicht zu sehr einschränken.

Eine vollständige Ablehnung eines Schadens gem. § 842 BGB darf hinsichtlich einer Verzögerung einer Ausbildung nicht im Ganzen verneint werden, wenn eine verletzte Person später dazu in der Lage gewesen wäre, die gewünschte Ausbildung aufzunehmen und dies nicht getan hat. Die Begründung erfolgt seitens des Gerichts zum einen gem. § 252 BGB, dass zur Beurteilung zunächst die voraussichtliche Entwicklung, wenn das Schadenereignis nicht eingetreten wäre, herangezogen werden muss. Zum anderen muss eine Prognose angestellt werden. Diese kann entsprechend dem gewöhnlichen Lauf der Dinge erfolgen. Aber auch besondere individuelle Umstände zur bisherigen Ausbildung des Betroffenen werden mit einbezogen.

Wenn beispielsweise schon Praktika in dem gewünschten Bereich gemacht wurden, ist davon auszugehen, dass eine Ausbildung ohne den Unfall in diesem auch aufgenommen worden wäre. Die Anforderungen an den noch jungen Geschädigten selbst, seine Entwicklung darzulegen, dürfen nicht zu hoch sein, da es noch wenig Anhaltspunkte für diese gibt. Wenn es noch gar keine Basis zur Bestimmung gibt, werden weitere Hilfsmittel herangezogen. Es kann hier also der gewöhnliche Lauf der Dinge in Betracht gezogen oder ein durchschnittlicher Erfolg berechnet werden. Eine Schätzung gem. § 287 ZPO kann ebenfalls erfolgen. Verbleibende Risiken können durch Abschläge berücksichtigt werden. Der Tatrichter darf bei der Schadensprognose gem. §§ 252 BGB, 287 ZPO jedoch nicht wegen Ungewissheit vorschnell eine Entscheidung treffen und den Schaden ablehnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen bei der Ermittlung von Erwerbsschäden bei jungen Menschen, deren berufliche Laufbahn durch Unfälle frühzeitig gestört wurde.

2. Erläuterung der wichtigsten Grundsätze des Erwerbsschadensersatzes: Dieses Kapitel legt die gesetzlichen Grundlagen im BGB, der ZPO und dem SGB X dar, die für die Schadensersatzpflicht und -feststellung relevant sind.

3. Urteilsanalyse in Bezug auf Vermögensnachteile bei Kindern, Auszubildenden, Schülern und Studenten: Eine detaillierte Untersuchung von BGH-Entscheidungen zu verzögerten Ausbildungen und zur Prognose künftiger Erwerbsbiographien anhand von Indizien und Schätzungen.

4. Folgeschäden: Es wird analysiert, wie mit später eintretenden Verletzungsfolgen und entgangenen Gewinnbeteiligungen verfahren wird, insbesondere wenn diese erst im Berufsleben sichtbar werden.

5. Anspruchsübergang auf Dritte: Die Bedingungen für den Forderungsübergang an Sozialversicherungsträger und die Bundesanstalt für Arbeit bei Unfällen werden rechtlich beleuchtet.

6. Zusammenfassung des Erwerbsschadensersatzes: Eine kritische Betrachtung der Schwierigkeiten bei der Schadensprognose, die oft zwischen Durchschnittsbetrachtungen und individueller Realität schwankt.

Schlüsselwörter

Erwerbsschadensersatz, BGH-Entscheidungen, Schadensprognose, Vermögensschaden, Erwerbsfähigkeit, § 252 BGB, § 287 ZPO, Berufsausbildung, Schätzungsbonus, Anspruchsübergang, Sozialversicherungsträger, Rentenversicherung, Kinderschäden, Erwerbsbiographie, Haftpflicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Problematik und der Berechnung von Verdienstausfallschäden bei jungen Unfallopfern (Kindern, Schülern, Studenten), für die aufgrund ihres Alters noch keine konkrete berufliche Laufbahn feststeht.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Prognosemethodik für hypothetische Erwerbsverläufe, die Beweislastverteilung, die Behandlung von Folgeschäden und die rechtlichen Bedingungen für den Übergang von Ansprüchen auf Sozialversicherungsträger.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Gerichte bei der Schadensfeststellung gemäß § 252 S. 2 BGB und § 287 ZPO mit den Unwägbarkeiten der beruflichen Zukunft junger Menschen umgehen und welche Beweiserleichterungen dabei zum Einsatz kommen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse einschlägiger BGH-Urteile, die in einen juristischen Kontext eingebettet und hinsichtlich ihrer dogmatischen Anwendung diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Verzögerungen im Ausbildungs- und Berufseinstieg, die Ermittlung von Minderverdiensten durch Prognoseindizien, die Problematik von Folgeschäden sowie die komplexen Regressfragen zwischen geschädigten Personen und Sozialleistungsträgern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Erwerbsschadensersatz, Schadensprognose, Beweiserleichterung, Schätzungsbonus sowie der Anspruchsübergang auf Rentenversicherungsträger und die Bundesanstalt für Arbeit.

Welche Rolle spielt das "familiäre Umfeld" bei der Prognose laut BGH?

Bei frühkindlichen Unfällen dient das familiäre Umfeld als Indiz für die berufliche Entwicklung. Der BGH zieht die Stellung der Eltern und Geschwister als Anhaltspunkt heran, schränkt dies jedoch ein, um die individuelle Eigenentwicklung des Kindes nicht zu vernachlässigen.

Was bedeutet der "Schätzungsbonus" in diesem Kontext?

Der Schätzungsbonus ist ein Korrektiv bei der Schadensberechnung. Er soll den Geschädigten davor schützen, dass seine Ansprüche aufgrund der Unabwägbarkeit seiner zukünftigen Karrierewege (die durch den Unfall erst entstanden ist) vorschnell abgelehnt werden.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Sammlung und Analyse von BGH-Entscheidungen zum Verdienstausfallschaden in Haftpflichtfällen bei Kindern, Auszubildenden, Schülern und Studenten
Universidad
University of Applied Sciences Rosenheim
Curso
Wirtschaftsprüfung
Calificación
1,7
Autor
Bettina Oberhuber (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
25
No. de catálogo
V358292
ISBN (Ebook)
9783668432789
ISBN (Libro)
9783668432796
Idioma
Alemán
Etiqueta
Verdienstausfall Haftpflicht BGH Entscheidungen Urteile Kinder Studenten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bettina Oberhuber (Autor), 2015, Sammlung und Analyse von BGH-Entscheidungen zum Verdienstausfallschaden in Haftpflichtfällen bei Kindern, Auszubildenden, Schülern und Studenten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/358292
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