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Integration von Produktdatenmanagement-Systemen und Softwarekonfigurationsmanagement-Werkzeugen

Title: Integration von Produktdatenmanagement-Systemen und Softwarekonfigurationsmanagement-Werkzeugen

Diploma Thesis , 2005 , 135 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Torsten Griebenow (Author)

Computer Science - Commercial Information Technology
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Summary Excerpt Details

Software spielt in der heutigen Produktwelt eine immer wichtigere Rolle. Vermehrt werden Funktionen eines Produktes, die ehemals in Hardware umgesetzt wurden, über Software realisiert. Diese ist gegen¨ uber der individuellen Entwicklung einer ¨ aquivalenten Hardwarel¨ osung vergleichsweise preiswerter zu entwickeln und sie zeigt sich flexibler, da sie leichter anpassbar und erweiterbar ist (vgl. [Ara + 03], S. 1). Durch die eingebrachte Heterogenit¨ at wird die Komplexit¨ at der Produkte erheblich gesteigert, da enge funktionale Zusammenh¨ ange zwischen Hardware und Software bestehen, die bereits bei ihrer Entwicklung Ber¨ ucksichtigung finden m¨ ussen (vgl. [Tara98], S. 20). Dazu ist die Integration von Informationen zu Software- und Hardware-bestandteilen erforderlich. Traditionell erfolgt die Verwaltung von Informationen zu Hardware in Produktdatenmanagement-Systemen, w¨ ahrend softwarebezogene Informationen in Softwarekonfigurationsmanagement-Werkzeugen verwaltet werden. Beide sind derzeit nicht f¨ ur ein Zusammenspiel ausgelegt (vgl. [Crn + 03], S. XIX). Unternehmen sehen sich daher vor enormen Schwierigkeiten zu einer ganzheitlichen Sicht auf ihre Produkte zu gelangen. Aus dieser Situation erw¨ achst die Forderung nach einer Integration der Systeme (vgl. [Crn + 03], S. 125; [Est + 98b], S. 75). Die Untersuchung von M¨ oglichkeiten zur Realisierung dieser Forderung ist Gegenstand der vorliegenden Arbeit. Mit dem Ziel zu einer fundierten Betrachtungsgrundlage zu gelangen, wird ein Großteil der Arbeit darauf verwendet, die Disziplinen Produktdatenmanagement und Softwarekonfigurationsmanagement sowie deren Werkzeuge und Systeme zu analysieren. Im Zuge dessen werden auf Basis der Literatur die wesentlichen Konzepte und Vorgehensweisen herausgearbeitet, welche darin zur Anwendung kommen. Um einen Kontext zu schaffen, werden die Ausf¨ uhrungen von einer Darstellung der wesentlichen Prozesse beider Disziplinen begleitet. Im zweiten Teil der Arbeit wird, auf den Erkenntnissen der vorangegangenen Analyse aufbauend, die Integration von Produktdatenmanagement-Systemen und Softwarekonfigurationsmanagement-Werkzeugen thematisiert. Um dabei auf einer einheitlichen Betrachtungsgrundlage aufsetzen zu k¨ onnen, wird ein Rahmenwerk entwickelt, welches die uniforme Analyse und Bewertung von Integrationsm¨ oglichkeiten gew¨ ahrleisten soll. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Konfigurationsmanagement

1.1 Produktbegriff

1.2 Begriffsbestimmung

1.2.1 Konfigurationsmanagementorganisation und -planung

1.2.2 Konfigurationsidentifizierung

1.2.3 Konfigurationüberwachung

1.2.4 Konfigurationsaudit

1.2.5 Konfigurationsbuchführung

2 Produktdatenmanagement

2.1 Der Produktlebenszyklus als Bezugsebene des Produktdatenmanagements

2.1.1 Produktentwicklung

2.1.1.1 Produktplanung

2.1.1.2 Produktkonstruktion

2.1.1.3 Produktionsvorbereitung

2.1.2 Produktherstellung - Produktvertrieb - Produktnutzung - Produktentsorgung

2.2 Anwendungssysteme im herstellungsorientierten Produktlebenszyklus

2.3 Produktdaten und Prozesse

2.4 Produktdatenmanagement und Produktdatenmanagement-Systeme

2.4.1 Begriffsbestimmung

2.4.2 Funktionen von Produktdatenmanagement-Systemen

2.4.2.1 Digitales Archiv und Dokumentenmanagement

2.4.2.2 Produktstrukturmanagement

2.4.2.3 Workflow- und Prozessmanagement

2.4.2.4 Projektmanagement

2.4.2.5 Klassifikationsmanagement

2.4.2.6 Kommunikation und Benachrichtigung

2.4.2.7 Datentransport und -konvertierung

2.4.2.8 Administration

2.4.2.9 Visualisierung

2.4.2.10 Anwendungsintegration

2.4.3 Systemarchitektur

3 Softwarekonfigurationsmanagement

3.1 Der Softwareprozess

3.2 Begriffsbestimmung

3.3 Funktionen eines Softwarekonfigurationsmanagement-Werkzeugs

3.3.1 Objektmanagement und Versionierung

3.3.1.1 Produktraum

3.3.1.2 Versionsraum

3.3.1.3 Zusammenführung von Produkt- und Versionsraum

3.3.2 Prozessmanagement und Teamwork

4 Integration von PDM-Systemen und SKM-Werkzeugen

4.1 Anwendungsbereich eines integrierten Systems

4.2 Generelle Integrationsmöglichkeiten

4.3 Übertragung auf den Diskursbereich

4.3.1 (Fast) keine Integration

4.3.2 Lose Integration

4.3.3 Vollintegration

4.4 Verträglichkeit von PDM und SKM Konzepten

4.4.1 Generelle Einreden

4.4.2 Repository

4.4.3 Versionierung

4.4.4 Prozessmanagement

4.4.5 Produktinformationsmodell

4.5 Praktische Erwägungen und Handlungsempfehlungen

5 Zusammenfassung und Ausblick

A SKM Konzeptnachweis für ClearCase 2003.06

A.1 Repository

A.2 Aufbau einer Projektstruktur

A.3 Softwareobjekte

A.4 Beziehungen zwischen Softwareobjekten

A.5 Versionierung

A.6 Konfigurationen und Prozessmanagement

A.6.1 Pfade, Aktivitäten und Views

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Möglichkeiten der Integration von Produktdatenmanagement-Systemen (PDM) und Softwarekonfigurationsmanagement-Werkzeugen (SKM), um eine ganzheitliche Sicht auf eingebettete Systeme zu ermöglichen. Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer fundierten Analyse der Konzepte beider Disziplinen ein Rahmenwerk zur Bewertung von Integrationsansätzen zu entwickeln und Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.

  • Grundlagen und Basisprozesse des Konfigurationsmanagements.
  • Analyse von Produktdatenmanagement-Systemen und deren Funktionsbereiche.
  • Analyse von Softwarekonfigurationsmanagement-Werkzeugen und deren Funktionsumfang.
  • Entwicklung eines Rahmenwerks zur Bewertung der Integration beider Systemwelten.
  • Untersuchung der Verträglichkeit von PDM- und SKM-Konzepten.
  • Praktische Betrachtung der Realisierbarkeit einer Integration.

Auszug aus dem Buch

2.4.2.1 Digitales Archiv und Dokumentenmanagement

Der Großteil an produktrepräsentierenden und produktpräsentierenden Daten im Sinne der Klassifikation von ANDERL und JOHN (vgl. Kapitel 2.3) ist in Dokumenten gebunden. Aktualität, Sicherheit und Konsistenz des Dokumentenbestandes sind daher für ein Unternehmen von besonderer Wichtigkeit. Im Rahmen von Produktdatenmanagement-Realisierungen ist die Umsetzung einer Dokumentenmanagementfunktion mithin essentiell.

Für einen effektiven Umgang mit Dokumenten und deren Verwaltung werden sie mit Metadatensätzen versehen. Dem Dokument wird dadurch zusätzlicher Nutzen beigebracht, indem Verwaltung, Suche, Wiederauffinden usw. unterstützt werden (vgl. [DIN 01], S. 10). Metadaten für Dokumente sind nach DIN EN 82045-2 beispielsweise für Identifikation, Beschreibung, Klassifikation, Status, Freigabe, Gültigkeit und Verteilung vorzusehen (eine vollständige Auflistung ist [DIN 03], S. 6 zu entnehmen). In Abhängigkeit der Verknüpfung von Metadaten und Dokumenten werden nach DIN EN 82045 -1:2001 die Dokumentenerscheinungsformen Einzeldokument, zusammengesetztes Dokument, Sammeldokument und Dokumentensatz unterschieden. Das Einzeldokument (bspw. ein Geschäftsbrief) stellt dabei den Basisfall dar. Er verpflichtet dazu, jedem zu verwaltenden Dokument einen Metadatensatz zuzuordnen, der umgekehrte Fall ist nicht bindend. Jede physisch getrennte Einheit stellt ein Einzeldokument dar.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, der Zielsetzung sowie der Vorgehensweise der Arbeit.

1 Konfigurationsmanagement: Einführung in die Disziplin des Konfigurationsmanagements und seine Basisprozesse als gemeinsame Grundlage.

2 Produktdatenmanagement: Umfassende Analyse des PDM-Bereichs, seiner Prozesse, Systeme und Funktionsbereiche im Kontext des Produktlebenszyklus.

3 Softwarekonfigurationsmanagement: Analyse der Disziplin SKM, des Softwareprozesses sowie der Funktionen und Konzepte von SKM-Werkzeugen.

4 Integration von PDM-Systemen und SKM-Werkzeugen: Entwicklung eines Rahmenwerks zur Bewertung von Integrationsszenarien und Diskussion der Verträglichkeit beider Konzepte.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Reflektion der erarbeiteten Ergebnisse und Aufzeigen von Anknüpfungspunkten für weitere Forschungen.

Schlüsselwörter

Produktdatenmanagement, PDM, Softwarekonfigurationsmanagement, SKM, Integration, Eingebettete Systeme, Produktlebenszyklus, Dokumentenmanagement, Versionierung, Prozessmanagement, Systemarchitektur, Produktkonfiguration, Concurrent Engineering, Simultaneous Engineering, Datensicherheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration von Produktdatenmanagement-Systemen (PDM) und Softwarekonfigurationsmanagement-Werkzeugen (SKM), um eine einheitliche Sicht auf eingebettete Systeme zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von PDM und SKM als unabhängige Disziplinen, der Untersuchung ihrer Konzepte und der anschließenden Entwicklung eines Rahmenwerks zur Analyse und Bewertung von Integrationsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, eine fundierte Betrachtungsgrundlage zu schaffen, um die Realisierbarkeit einer Integration dieser Systeme zu bewerten und konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine tiefgehende Literaturanalyse, eine fachkonzeptionelle Darstellung der Funktionsbereiche und die Entwicklung eines Rahmenwerks (Integrationswürfel) zur systematischen Bewertung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Konzepte von PDM und SKM, deren informationstechnische Umsetzung sowie die Verträglichkeit beider Disziplinen bei der Integration in der Produktentwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Produktdatenmanagement, Softwarekonfigurationsmanagement, Integration, eingebettete Systeme, Produktlebenszyklus, Versionierung und Prozessmanagement.

Welche Rolle spielt Rational ClearCase in dieser Arbeit?

Rational ClearCase dient im SKM-Kapitel und im Anhang als kommerzielles Referenzsystem zur Verifikation und konkreten Veranschaulichung der theoretisch erarbeiteten Konzepte.

Warum wird die "lose Integration" als Empfehlung angeführt?

Aufgrund der in der Praxis vorherrschenden Systemvielfalt und der Schwierigkeiten bei der Definition eines übergreifenden Produktinformationsmodells erscheint die lose Integration als der aussichtsreichste und praktikabelste Ansatz für Unternehmen.

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Details

Title
Integration von Produktdatenmanagement-Systemen und Softwarekonfigurationsmanagement-Werkzeugen
College
Dresden Technical University  (Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insb. Systementwicklung)
Grade
1,0
Author
Torsten Griebenow (Author)
Publication Year
2005
Pages
135
Catalog Number
V35871
ISBN (eBook)
9783638356619
Language
German
Tags
Integration Produktdatenmanagement-Systemen Softwarekonfigurationsmanagement-Werkzeugen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Torsten Griebenow (Author), 2005, Integration von Produktdatenmanagement-Systemen und Softwarekonfigurationsmanagement-Werkzeugen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35871
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