Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Konfrontative Pädagogik: Ziele, Methoden und Probleme eines neuen Ansatzes in der Jugend- und Straffälligenhilfe

Titel: Konfrontative Pädagogik: Ziele, Methoden und Probleme eines neuen Ansatzes in der Jugend- und Straffälligenhilfe

Magisterarbeit , 2004 , 103 Seiten , Note: gut

Autor:in: Eric Maes (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit setze ich mich mit dem umstrittenen 'neuen' 'alten' Konzept der Konfrontativen Pädagogik von Jens Weidner auseinander. Dabei versuche ich auch die kritischen Momente zu beleuchten. Wichtig ist dabei Konfrontative Pädagogik nicht als reine Alternative sondern als sinnvolle Ergänzung neben anderen Konzepten der Sozialpädagogik zu betrachten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort von schwarzen und weis(s)en Seiten

Inhaltsverzeichnis

Einleitung – Die Allgemeinheit der jugendlichen Straftäter ist nicht so schlimm...

I. Sozialpädagogik zu Beginn des 21. Jahrhunderts

I. 1 Soziale Arbeit in einer individualisierten Risikogesellschaft

I. 2 Soziale Arbeit als Handlungswissenschaft

I. 3 „Selbstbewusste und arrogante“ Sozialpädagogen

II. Die Konfrontative Methode in der Pädagogik

II. 1 Grundlagen und Ziele

II. 1.1 Sozialisationstheoretische Bezüge und Ziele

II. 1.1.1 Handlungskompetenz – „Der Mehrfachauffällige als produktiver Realitätsverarbeiter“

II. 1.1.2 Prosoziales Verhalten

II. 1.1.3 Weiterentwicklung des moralischen Bewusstseins

II. 1.2 Sozialpädagogisch-psychologische Bezüge

II. 1.2.1 Autoritativer Erziehungsstil (Induktion und Internalisierung)

II. 1.2.2 Kognitionspsychologische Konfrontative Therapie nach Corsini

II. 1.2.3 Provokative Therapie nach Farrelly

II. 1.2.4 Der „Heiße Stuhl“ aus der Gestalttherapie Perls

II. 1.2.5 Die kognitive Psychologie und die Rational-Emotive Therapie

II. 1.2.6 Kriminalsoziologische Ansätze

II. 1.3 Jugend- und Straffälligenhilfe und Konfrontative Pädagogik

II. 1.3.1 Spannungsfeld doppeltes Mandat

II. 1.3.2 Strafen UND behandeln UND begleiten

II. 2 Methoden

II. 2.1 „Grenzziehung mit Herz“

II. 2.2 Erziehung und nicht Manipulation – „Die Einmassierung des Realitätsprinzips“

II. 3 Konfrontation für jeden?

II. 3.1 Was ist Konfrontation?

II. 3.2 Hält jeder die Konfrontation aus?

II. 3.3 Konfrontative Pädagogik als Allheilmittel?

II. 4 Erster Versuch einer Definition

III. Beispiele für Konfrontative Pädagogik

III. 1 Glen-Mills-Schools – am Rand der Konfrontativen Pädagogik

III. 1.1 Die Philosophie Ferrainolas’

III. 1.2 Die Voraussetzungen in der amerikanischen Gesellschaft

III. 1.3 Die Praxis in Glen-Mills und die Konfrontation

III. 1.4 Deutsche Bedenken an Glenn-Mills

III. 2 Anti-Aggressivitäts-Training – die Geburtsstunde der Konfrontativen Pädagogik

III. 2.1 Die Philosophie Jens Weidners’

III. 2.2 Die Voraussetzungen in der deutschen (europäischen) Gesellschaft

III. 2.3 Die Praxis des Anti-Aggressivitäts-Trainings und die Konfrontation

III. 3 Wie weit kann Konfrontative Pädagogik noch gehen?

III. 3.1 Bereits vorhandene konfrontative Elemente in Anti-Gewalt-Trainings und Täter-Opfer-Ausgleichen

III. 3.2 Coolness-Trainings in Schulen

IV. Love it or (be)leave (in) it – eine wissenschaftliche und mediale Kontroverse

IV. 1 Kritiken am Phänomen aus wissenschaftlicher Sicht

IV. 2 Das Medien-Echo

IV. 3 Der Pädagoge als Verkäufer seines Produkts

V. Zusammenfassung

V. 1 Wie neu ist Konfrontative Pädagogik wirklich?

V. 2 Zweiter Versuch einer Definition

V. 3 Probleme des konfrontativen Ansatzes/ offene Fragen

Abschluss – Agenda 2010

Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem erziehungswissenschaftlichen Ansatz der „Konfrontativen Pädagogik“ im Kontext der Jugend- und Straffälligenhilfe auseinander. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen, die Methoden und die praktischen Einsatzmöglichkeiten (insbesondere in Glen-Mills-Schools und Anti-Aggressivitäts-Trainings) zu beleuchten sowie den Ansatz kritisch in die aktuelle sozialpädagogische Diskussion einzuordnen.

  • Einordnung der Konfrontativen Pädagogik in die moderne Sozialpädagogik
  • Analyse der konfrontativen Methoden und deren psychologische Herleitung
  • Vergleich und Diskussion praktischer Beispiele (Glen-Mills vs. Anti-Aggressivitäts-Training)
  • Kritische wissenschaftliche und mediale Reflexion des konfrontativen Ansatzes
  • Reflexion des professionellen Handelns in einer individualisierten Risikogesellschaft

Auszug aus dem Buch

Der „Heiße Stuhl“ aus der Gestalttherapie Perls

Die Erkenntnisse der Konfrontativen und der Provokativen Therapie lassen sich am direktesten in der Methode des „Heißen Stuhls“ am Jugendlichen umsetzen. Dies ist für den Außenstehenden Betrachter und die Medien der wohl auch spektakulärste Punkt in der Konfrontativen Pädagogik. Aus diesem (oder besser dessen Wurzeln) wurde im Fernsehen auch die „Fast-Food-Streitkultur“ des „heißen Stuhls“ der Herren Meyer und Kracht „pervertiert“ (Weidner 1993a).

Er ist jedoch nicht eine Erfindung Weidners, sondern er ist schon „seit längerem ein feststehender Begriff in der sozialpädagogisch-psychologischen Praxis“ (Scholz 2001: 125).

Entstanden ist der Begriff bei dem Gestalttherapeuten Perls. Dieser entwickelte, nach intensivem Austausch mit dem Psychiater Moreno, dessen „Leeren Stuhl“ weiter. Moreno verwendete diesen erstmals 1915 in der Psychodrama-Therapie. Dabei stellt sich der Klient im Rollenspiel einen geistigen Konfliktgegner vor und führt mit ihm und der Unterstützung des Therapeuten einen Dialog. Dieser imaginäre Kommunikationspartner sitzt dann gegenüber auf dem „Leeren Stuhl“ (vgl. Schanzenbächer 2003: 54; vgl. Weidner 1993a).

Perls entwickelt den „Leeren Stuhl“ dann zu einer Art „spontaner Theaterinszenierung“ (Schanzenbächer 2003: 54) weiter, wo auch der Konfliktgegner als Rollenspieler eingebunden ist. Außerdem ist der Therapeut der Regisseur und die übrigen Gruppenmitglieder bekommen Rollen zugewiesen. Es findet dazu eine Einkreisung des Klienten durch die Gruppe statt. Sehr wichtig war Perls auch, dass nur die Person auf dem „Heißen Stuhl“ Platz nimmt, die gewillt ist an ihrer Psyche zu arbeiten. Ein Punkt der auch für Weidner ganz wichtig ist.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Sozialpädagogik zu Beginn des 21. Jahrhunderts: Dieses Kapitel verortet die Soziale Arbeit in einer Risikogesellschaft und diskutiert die Notwendigkeit, vom rein lebensweltorientierten Ansatz hin zu einer handlungsorientierten Professionalität zu gelangen.

II. Die Konfrontative Methode in der Pädagogik: Hier werden die theoretischen Bezugspunkte der Konfrontativen Pädagogik dargelegt und die zentralen Prinzipien wie „Grenzziehung mit Herz“ und der autoritative Erziehungsstil erläutert.

III. Beispiele für Konfrontative Pädagogik: In diesem Kapitel werden die Glen-Mills-Schools und das Anti-Aggressivitäts-Training als praktische Anwendungen analysiert, inklusive deren philosophischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

IV. Love it or (be)leave (in) it – eine wissenschaftliche und mediale Kontroverse: Dieses Kapitel widmet sich der intensiven Fachdebatte sowie der medialen Rezeption des konfrontativen Ansatzes und diskutiert die Rolle des Pädagogen als Vermarkter.

V. Zusammenfassung: Abschließend wird die Neuheit des Konzepts hinterfragt, eine ergänzende Definition unter dem Motto „Fordern und Fördern“ formuliert und die methodischen Probleme kritisch reflektiert.

Schlüsselwörter

Konfrontative Pädagogik, Sozialpädagogik, Anti-Aggressivitäts-Training, Glen-Mills-Schools, Grenzziehung mit Herz, Jugendkriminalität, Resozialisierung, Autoritative Erziehung, Kognitive Psychologie, Provokative Therapie, Täter-Opfer-Ausgleich, Coolness-Training, Handlungskompetenz, Lebensweltorientierung, Gewaltprävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die „Konfrontative Pädagogik“ als einen Ansatz in der Jugend- und Straffälligenhilfe, der gezielt auf delinquentes, aggressives Verhalten reagiert, anstatt dieses nur zu tolerieren.

Welche Themenfelder sind zentral?

Zentral sind die theoretischen Grundlagen aus Psychologie und Kriminologie, die praktische Anwendung in Trainingsprogrammen sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Professionalität in der Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Ziele, Methoden und Grenzen der Konfrontativen Pädagogik wissenschaftlich aufzuarbeiten und ihren Platz innerhalb der zeitgenössischen Sozialpädagogik zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die Literaturanalysen, die Auswertung von Evaluationsstudien sowie die Analyse von Kontroversen im Fachdiskurs umfasst.

Was steht im Mittelpunkt des Hauptteils?

Im Hauptteil wird das Konzept der „Konfrontativen Pädagogik“ detailliert hergeleitet und anhand von praktischen Modellen (Glen-Mills, AAT) illustriert, wobei auch die wissenschaftliche und mediale Debatte nicht zu kurz kommt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders prägend sind Begriffe wie „Grenzziehung mit Herz“, „Autoritativer Erziehungsstil“, „Mehrfachauffällige“ und „Fordern und Fördern“.

Was bedeutet das Prinzip der „Grenzziehung mit Herz“ konkret?

Es beschreibt einen pädagogischen Habitus, der Konfrontation und Autorität nicht als Selbstzweck einsetzt, sondern als liebevolle, aber notwendige Gegenwirkung, um Jugendlichen die Konsequenzen ihres Handelns und gesellschaftliche Normen bewusst zu machen.

Warum wird die „Provokative Therapie“ als Grundlage angeführt?

Die Provokative Therapie dient als wesentliches Element der konfrontativen Methodik, da sie durch Humor und gezielte Provokation Widerstände aufbricht und den Täter dazu zwingt, sich mit seinen eigenen Verhaltensmustern auseinanderzusetzen.

Ende der Leseprobe aus 103 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konfrontative Pädagogik: Ziele, Methoden und Probleme eines neuen Ansatzes in der Jugend- und Straffälligenhilfe
Hochschule
Universität Leipzig  (Erziehungswissenschaftliche Fakultät)
Note
gut
Autor
Eric Maes (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
103
Katalognummer
V35905
ISBN (eBook)
9783638356831
ISBN (Buch)
9783638704472
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konfrontative Pädagogik Ziele Methoden Probleme Ansatzes Jugend- Straffälligenhilfe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eric Maes (Autor:in), 2004, Konfrontative Pädagogik: Ziele, Methoden und Probleme eines neuen Ansatzes in der Jugend- und Straffälligenhilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35905
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  103  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum