Möchte man einen Überblick über die verschiedenen buddhistischen Schulen gewinnen, stellt man ob der Verschiedenheit dieser Ausrichtungen recht schnell fest: Buddhismus ist nicht gleich Buddhismus. Auch wenn alle buddhistischen Schulen in gewissen Grundelementen identisch sind, findet man bei der Beschäftigung mit diesem Thema etliche Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen, beispielsweise in Entstehung, Kennzeichen, Lehren und Praktiken. Ziel der Ausarbeitung soll es jedoch sein, sich auf zwei Aspekte einer ganz bestimmten Schule zu konzentrieren, nämlich auf Entstehung und Kennzeichen des Theravada-Buddhismus.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Entstehung
1.1 Zur Ausbreitung des Buddhismus im Allgemeinen
1.2 Ab wann ist erstmals von Theravada-Buddhismus die Rede?
2 Kennzeichen
2.1 Allgemeine Kennzeichen
2.2 Der Pali-Kanon
2.2.1 Vinaya Pitaka
2.2.2 Suttanta Pitaka
2.2.3 Abhidhamma Pitaka
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die historischen Ursprünge des Theravada-Buddhismus im Kontext der allgemeinen buddhistischen Ausbreitungsgeschichte zu beleuchten und die zentralen, konservativen Kennzeichen dieser Schule, insbesondere den Pali-Kanon, detailliert darzustellen.
- Historische Einordnung der Ausbreitung des Buddhismus
- Definition und historische Grundsteinlegung des Theravada-Begriffs
- Analyse der allgemeinen Kennzeichen und des Arhat-Ideals
- Eingehende Betrachtung der Struktur und Inhalte des Pali-Kanons
- Systematik der drei Körbe (Pitakas): Vinaya, Suttanta und Abhidhamma
Auszug aus dem Buch
1.2 Ab wann ist erstmals von Theravada-Buddhismus die Rede?
Betrachtet man diesen kurzen Ausschnitt aus der Ausbreitungsgeschichte des Buddhismus, stellt sich die Frage, ab welchem Punkt in der Geschichte nun erstmals von Theravada-Buddhismus die Rede war. Ein Lösungsansatz dieser Frage findet sich in den buddhistischen Konzilen. Bei diesen treffen die zu der jeweiligen Zeit bedeutendsten Vertreter des Buddhismus zusammen, um die umfassenden authentischen Quellen der Buddhalehre zu sichten. Insgesamt gab es bis zum heutigen Zeitpunkt sechs solche Konzile. Bei dem zweiten dieser Zusammentreffen, welches 383 vor Christus stattfand, ging es darum, die Ordensdisziplin und das exakte Festhalten an der Überlieferung der Lehre des Buddhas abzusichern und keine Neuerungen aufkommen zu lassen. Ein solches Bestreben ist recht typisch für den Theravada-Buddhismus. Und siehe da: Die Teilnehmer dieses zweiten Konzils nannten sich zur besonderen Betonung ihrer Ziele „Theravadins“, zu Deutsch „Bekenner der alten Lehre“. Somit kann dieses sieben Monate lang in Vesāli, Indien stattfindende Konzil als Grundsteinlegung für den Begriff des Theravada-Buddhismus angesehen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung grenzt den Fokus der Arbeit auf den Theravada-Buddhismus innerhalb des breiten Spektrums buddhistischer Schulen ein.
1 Entstehung: Dieses Kapitel behandelt die allgemeine Ausbreitung des Buddhismus und die historische Verortung des Theravada-Begriffs im Rahmen der buddhistischen Konzile.
2 Kennzeichen: Hier werden die Merkmale des Theravada, wie das Arhat-Ideal und die zentrale Bedeutung des Pali-Kanons, als dreiteiliges Regel- und Lehrwerk ausführlich analysiert.
Schlüsselwörter
Theravada-Buddhismus, Pali-Kanon, Buddha, Vinaya Pitaka, Suttanta Pitaka, Abhidhamma Pitaka, Konzile, Arhat, Mönchtum, Tripitaka, Ausbreitungsgeschichte, buddhistische Lehre, Ordensdisziplin, Theravadins, Religion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit widmet sich der Entstehung und den spezifischen Kennzeichen des Theravada-Buddhismus als einer der ursprünglichen buddhistischen Schulen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Ausbreitung des Buddhismus, der Definition des Theravada-Begriffs sowie der detaillierten Struktur des Pali-Kanons.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Theravada-Buddhismus durch seine konservative Ausrichtung und seine Texte historisch und inhaltlich im buddhistischen Kontext zu verorten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine systematische Aufarbeitung und Analyse von Fachliteratur sowie auf die Auswertung der historischen Überlieferungen und Konzilsbeschlüsse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Genese und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den drei Teilen des Pali-Kanons: Vinaya, Suttanta und Abhidhamma.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Theravada-Buddhismus, Pali-Kanon, Konzile, Arhat-Ideal und die drei Körbe (Tripitaka).
Was bedeutet der Begriff „Theravada“ wörtlich?
Der Begriff lässt sich mit „Lehre der Älteren“ übersetzen, was den konservativen und klösterlichen Anspruch der Schule widerspiegelt.
Warum ist das zweite Konzil für den Theravada-Buddhismus so bedeutend?
Auf diesem Konzil betonten die Teilnehmer als „Theravadins“ das Festhalten an der ursprünglichen Lehre, was als Grundsteinlegung für das Selbstverständnis dieser Schule gilt.
Wie unterscheidet sich der Abhidhamma Pitaka inhaltlich von den anderen „Körben“?
Während die anderen Teile konventionelle Sprache nutzen, bietet der Abhidhamma eine tiefgehende, analytische Aufschlüsselung der Phänomene in ihre letztendlichen Bestandteile.
- Arbeit zitieren
- Konrad Altmann (Autor:in), 2017, Entstehung und Kennzeichen des Theravada-Buddhismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/359273