Innerhalb des letzten Jahrhunderts hat sich unsere Gesellschaft von der Produktion weg und hin zur Dienstleistung entwickelt. Besonders haben sich die Technologien (Maschinen, Erfindung des Computers) verändert. Das Zeitalter in dem wir leben wird immer schnelllebiger. Das was heute erlernt wird und dem neusten Stand der Entwicklung entspricht, ist morgen schon veraltet. Das bedeutet für jeden, sich weiterzubilden. Nur so ist es möglich die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu erfüllen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Weiterbildung. Sie kann beispielsweise bei einem Bildungsunternehmen oder an einer Volkshochschule erfolgen. An der Volkshochschule können die Kurse zu günstigen Preisen besucht werden, da sie vom Staat subventioniert werden. Der Besuch bei einer Weiterbildungseinrichtung kann kostenlos erfolgen, wenn der Kurs von der Agentur für Arbeit gefördert wird. Dann erfolgt die Zahlung der Teilnahmegebühr von der Agentur direkt an das Weiterbildungsunternehmen.
Durch die Reformen im Rahmen der „Agenda 2010“ sind die Förderungen durch die Agentur für Arbeit stark zurückgegangen. Für viele Weiterbildungsunternehmen bedeutet dies, sich neue Kundengruppen aufzubauen. Durch die „Agenda 2010“ werden Sse gezwungen sich umzustrukturieren, um weiterhin am Markt bleiben zu können. Die SGB III geförderten Kurse verlieren weiterhin an Bedeutung und ihr Anteil an den Umsatzerlösen wird weiter zurückgehen. Demzufolge besteht für die Unternehmen die Notwendigkeit, eine neue Zielgruppe von Kunden zu erschließen. Diese Kunden werden die Weiterbildung zum großen Teil selbst bezahlen. Deshalb wird ein Verfahren zur Preisermittlung gesucht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Reformen in Deutschland und ihr Einfluss auf die Bildung
- Bildungsreform und Änderung der Förderbedingungen
- Definition und Bedeutung von Weiterbildung
- Bildungsreform
- Förderbedingungen der Bundesagentur für Arbeit
- Arbeitsmarktreform II
- Hartz III – Umstrukturierung des Arbeitsamtes
- Hartz IV - Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe
- Bedeutung dieser Entscheidungen für die Weiterbildungsbranche
- Bildungsreform und Änderung der Förderbedingungen
- Grundlagen für die Preisermittlung
- Aufgaben der Kostenrechnung
- Kostenrechnungssysteme
- Teilbereiche der Kostenrechnung
- Vorstellung verschiedener Verfahren zur Preisermittlung
- Preisermittlung unter Anwendung der Kalkulation
- Aufgaben der Kalkulation
- Arten der Kalkulation
- Kalkulationsverfahren
- Divisionskalkulation
- Äquivalenzziffernkalkulation
- Zuschlagskalkulation
- Kuppelkalkulation
- Preisermittlung über die kalkulatorische Erfolgsrechnung
- Grundlagen der Erfolgsrechnung
- Gesamtkostenverfahren
- Umsatzkostenverfahren
- Deckungsbeitragsrechnung
- Einstufige Deckungsbeitragsrechnung
- Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung
- Preisermittlung unter Anwendung der Kalkulation
- Abstimmung der Preisermittlungsverfahren
- Auswahl eines Verfahrens
- Modifizierung
- Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Preisermittlung bei Weiterbildungsunternehmen im Kontext der Arbeitsmarkt- und Bildungsreform. Sie untersucht die Auswirkungen der Reformen auf die Weiterbildungsbranche und analysiert verschiedene Verfahren zur Preisermittlung, die im Rahmen von Kostenrechnung und Erfolgsrechnung angewendet werden können.
- Die Folgen der Bildungs- und Arbeitsmarktreform für Weiterbildungsangebote
- Verschiedene Verfahren zur Preisermittlung in der Weiterbildung
- Kostenrechnung und Erfolgsrechnung als Grundlage für die Preisermittlung
- Anpassung von Preisermittlungsmethoden an die Besonderheiten der Weiterbildung
- Die Bedeutung der Preisermittlung für die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit von Weiterbildungsunternehmen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die Thematik der Preisermittlung bei Weiterbildungsunternehmen im Kontext der Arbeitsmarkt- und Bildungsreform. Anschließend werden die Reformen in Deutschland und ihr Einfluss auf die Bildung näher beleuchtet. Hierbei werden die Bildungsreform, die geänderten Förderbedingungen der Bundesagentur für Arbeit und die Arbeitsmarktreform II mit ihren Bestandteilen Hartz III und Hartz IV analysiert. Die Kapitel beleuchten die Bedeutung dieser Reformen für die Weiterbildungsbranche. Anschließend werden die Grundlagen für die Preisermittlung im Kontext von Kostenrechnung und Erfolgsrechnung erläutert. Im vierten Kapitel werden verschiedene Verfahren zur Preisermittlung vorgestellt, die im Rahmen der Kalkulation und der kalkulatorischen Erfolgsrechnung angewendet werden können.
Schlüsselwörter
Preisermittlung, Weiterbildungsunternehmen, Bildungsreform, Arbeitsmarktreform, Kostenrechnung, Erfolgsrechnung, Kalkulation, Deckungsbeitragsrechnung, Wirtschaftlichkeit, Wettbewerbsfähigkeit
Häufig gestellte Fragen
Warum müssen Weiterbildungsunternehmen ihre Preisstrategie anpassen?
Durch Reformen wie die Agenda 2010 sind staatliche Förderungen zurückgegangen, sodass Unternehmen vermehrt Selbstzahler als neue Zielgruppe gewinnen und marktgerechte Preise kalkulieren müssen.
Welche Rolle spielt die Kostenrechnung bei der Preisermittlung?
Die Kostenrechnung liefert die notwendigen Daten über anfallende Kosten (Personal, Miete, Material), um eine Untergrenze für die Preise festzulegen und die Wirtschaftlichkeit zu sichern.
Was ist eine Deckungsbeitragsrechnung?
Sie ermittelt, welcher Betrag nach Abzug der variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten zur Verfügung steht. Dies hilft zu entscheiden, ab welcher Teilnehmerzahl ein Kurs rentabel ist.
Welche Kalkulationsverfahren gibt es für Bildungsangebote?
Vorgestellt werden unter anderem die Divisionskalkulation (Gesamtkosten durch Teilnehmerzahl) und die Zuschlagskalkulation (Einzelkosten plus Gemeinkostenzuschläge).
Wie beeinflussten die Hartz-Reformen den Weiterbildungsmarkt?
Die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe sowie die Umstrukturierung der Arbeitsämter führten zu strengeren Förderkriterien, was den Wettbewerbsdruck auf private Anbieter erhöhte.
- Quote paper
- Dipl.-Kauffrau Wibke Neuschulz (Author), 2004, Möglichkeiten der Preisermittlung bei einem Weiterbildungsunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36053