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Langzeitfolgen frühkindlicher Bindungserfahrungen. Das Bindungsverhalten im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter

Titel: Langzeitfolgen frühkindlicher Bindungserfahrungen. Das Bindungsverhalten im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter

Hausarbeit , 2017 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Lisa Schwenty (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit geht der Frage nach, wie sich kindliches Bindungsverhalten äußert und was über die Kontinuität und Diskontinuität von Bindungsqualität über die Lebensspanne hinweg bekannt ist. Es wird untersucht, wie aussagekräftig Bindungsmuster im Kindesalter im Hinblick auf die spätere Beziehungsfähigkeit eines Menschen sind und inwieweit frühe Erfahrungen korrigierbar sind.

Dazu erfolgen zunächst eine Definition des Bindungsbegriffs sowie eine Darstellung der Bindungstheorie mit kurzem Überblick über Risiko- und Resilienzfaktoren. Weiterhin werden die verschiedenen Bindungstypen vorgestellt. Im darauffolgenden Abschnitt wird das Bindungsverhalten von Kindern und Jugendlichen in unterschiedlichen Altersstufen sowie dessen Repräsentation und Erfassung detailliert dargestellt. Im letzten Teil der Arbeit geht es schließlich um Bindungsmuster und deren Stabilität über die Lebensspanne hinweg. Dazu wird zunächst die Bindungsrepräsentation im Erwachsenenalter untersucht. Anschließend folgt ein Kapitel über die Stabilität von Bindung sowie deren Veränderungspotenzial anhand eines Abschnitts über die Korrigierbarkeit negativer Bindungserfahrungen. Es folgt ein abschließendes Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bindungstheorien

2.1 Der Bindungsbegriff in Eltern-Kind-Beziehungen

2.2 Bindungstypen und deren Erfassung

3. Bindungsverhalten im Kindes- und Jugendalter

3.1 Vorschulalter bis Pubertät

3.2 Adoleszenz

4. Bindungsverhalten im Erwachsenenalter

4.1 Bindungsrepräsentation bei Erwachsenen

4.2 Reaktive Bindungsstörungen

4.3 Stabilität von Bindungsmustern im Lebenslauf

4.4 Korrigierbarkeit von negativen Bindungserfahrungen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Kontinuität frühkindlicher Bindungserfahrungen über die gesamte Lebensspanne hinweg und analysiert, wie diese die spätere Beziehungsfähigkeit eines Menschen sowie dessen Fähigkeit zur emotionalen Regulation prägen. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Frage, inwiefern frühe Bindungsmuster stabil bleiben oder ob und unter welchen Bedingungen eine Korrektur negativer Erfahrungen möglich ist.

  • Grundlagen der Bindungstheorie und Identifikation verschiedener Bindungstypen
  • Entwicklung des Bindungsverhaltens vom Kindes- über das Jugend- bis zum Erwachsenenalter
  • Die Rolle Innerer Arbeitsmodelle bei der Übertragung früher Erfahrungen auf spätere Beziehungen
  • Symptomatik und Ätiologie reaktiver Bindungsstörungen
  • Veränderungspotenzial von Bindungsmustern durch therapeutische Interventionen oder neue Beziehungserfahrungen

Auszug aus dem Buch

2.2 Bindungstypen und deren Erfassung

Zu der Identifikation verschiedener Bindungstypen führte das Paradigma der sogenannten ,,Fremden Situation'', einer standardisierten Beobachtungssituation, in der Kinder im Alter von elf bis zwanzig Monaten zwei verschiedenen Trennungssituationen ausgesetzt werden. Entwickelt wurde dieses Verfahren von Ainsworth und Wittig, erstmals umgesetzt im Jahre 1969. In dem Test hielten sich die Kinder, zunächst mit ihrer Mutter, in einem ihnen unbekannten Zimmer auf und konnten dort spielen. Untersucht wurde daraufhin die Handlungsweise des Kindes bei kurzzeitiger räumlicher Trennung von der Mutter, jeweils in An- und Abwesenheit einer dem Kind fremden Person. Auf Basis der kindlichen Reaktionen bei Trennung und Wiedervereinigung sowie auf die unbekannte Person wurden schließlich verschiedene Verhaltensmuster definiert und die Determinanten der Bindungstypen herausgearbeitet. Dazu wurde geprüft, inwieweit das Kind Beruhigung bei der Mutter sucht mit einem anschließenden Vergleich mit dem Verhalten des Kindes gegenüber der ihm unbekannten Person. (vgl. Strasser 2007, S. 14f)

Sicher gebundene Kinder zeigen offen Bindungsverhalten wie Weinen und Rufen, wenn die Mutter den Raum verlässt und suchen aktiv ihre Nähe, wenn sie zurückkehrt. Sie lassen sich schnell durch Körperkontakt beruhigen, die Mutter reagiert liebevoll und feinfühlig. Sie erhalten von ihrer primären Bindungsperson Rückhalt und Beistand in Stress- und Angstsituationen, explorieren konzentriert und vergewissern sich bei Unsicherheit der Unterstützung ihrer Bezugsperson. (vgl. Bowlby 2010, S. 101)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die lebenslange Bedeutung frühkindlicher Bindungserfahrungen und stellt die zentrale Forschungsfrage nach deren Stabilität und Korrigierbarkeit.

2. Bindungstheorien: Dieses Kapitel definiert den Bindungsbegriff, erläutert die Entstehung von Inneren Arbeitsmodellen und stellt gängige Methoden zur Identifikation von Bindungstypen bei Kleinkindern vor.

3. Bindungsverhalten im Kindes- und Jugendalter: Der Abschnitt analysiert die Stabilität von Bindungsmustern im Schulalter und in der Adoleszenz sowie die Auswirkungen von Bindungsstörungen auf die kognitive und emotionale Entwicklung.

4. Bindungsverhalten im Erwachsenenalter: Es wird die Repräsentation von Bindung bei Erwachsenen, die Symptomatik reaktiver Bindungsstörungen sowie die intergenerationale Weitergabe und mögliche Veränderbarkeit von Bindungsmustern untersucht.

5. Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zur Stabilität und Veränderbarkeit von Bindungsmustern zusammen und diskutiert die Bedeutung therapeutischer Interventionen für die Bewältigung negativer früher Erfahrungen.

Schlüsselwörter

Bindungstheorie, Innere Arbeitsmodelle, Bindungstypen, Frühe Kindheit, Erwachsenenalter, Bindungsstörungen, Kontinuität, Diskontinuität, Fremde Situation, Adulte Attachment Interview, Resilienz, Intergenerationale Stabilität, Bindungsrepräsentation, Psychosoziale Entwicklung, Therapeutische Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den lebenslangen Einfluss von Bindungserfahrungen, die ein Mensch in der frühen Kindheit gegenüber seinen primären Bezugspersonen macht.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Bindungstheorie, die Stabilität von Bindungsmustern über die Lebensspanne, die Auswirkungen auf die spätere Beziehungsfähigkeit sowie die Möglichkeiten zur Korrektur negativer früher Bindungserfahrungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, wie sich kindliches Bindungsverhalten äußert, wie stabil dieses über die Lebensspanne ist und inwieweit frühe Fehlentwicklungen später heilbar oder veränderbar sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Bindungstheorien, empirischer Studien (wie Längsschnittuntersuchungen) und klinischer Klassifikationssysteme wie dem ICD-10.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Bindungstheorien, die Entwicklung des Bindungsverhaltens vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter, die Analyse reaktiver Bindungsstörungen und die Diskussion über die Stabilität und Korrigierbarkeit von Bindungsmustern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Bindungsqualität, Innere Arbeitsmodelle, intergenerationale Stabilität, Fremde Situation und die Korrigierbarkeit negativer Bindungserfahrungen charakterisiert.

Was versteht man unter dem in der Arbeit erwähnten Konzept der "Inneren Arbeitsmodelle"?

Dies sind verinnerlichte Erwartungen und Erfahrungen über Bindungspersonen, die als Mechanismus dienen, um die Welt zu simulieren und das eigene Verhalten in zukünftigen, bindungsrelevanten Situationen zu planen.

Wie unterscheidet sich laut der Arbeit die Korrigierbarkeit von Bindungsmustern im Erwachsenenalter im Vergleich zur Kindheit?

Während frühe Muster eine hohe Stabilität aufweisen, bietet das Erwachsenenalter durch neue Beziehungserfahrungen, das reflektierte Verarbeiten und therapeutische Interventionen eine Chance auf die Entwicklung flexiblerer und gesünderer Bindungsmodelle.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Langzeitfolgen frühkindlicher Bindungserfahrungen. Das Bindungsverhalten im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
1,7
Autor
Lisa Schwenty (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
20
Katalognummer
V366323
ISBN (eBook)
9783668451582
ISBN (Buch)
9783668451599
Sprache
Deutsch
Schlagworte
langzeitfolgen bindungserfahrungen bindungsverhalten kindes- jugend- erwachsenenalter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Schwenty (Autor:in), 2017, Langzeitfolgen frühkindlicher Bindungserfahrungen. Das Bindungsverhalten im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366323
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Leseprobe aus  20  Seiten
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