Negative Medienwirkung. Auslöser der Politikverdrossenheit?


Ausarbeitung, 2017

10 Seiten, Note: 9


Leseprobe

Inhalt

1. Einführung
1.1. Medien

2. Mögliche Ursachen

3. Aktueller Forschungsstand

4. Ausblick

5. Fazit

6. Quellen

1. Einführung

Negative Medienwirkung - ein Begriff der ein sehr großes Spektrum umfasst. In dieser Arbeit wird der Fokus auf Politikverdrossenheit durch negative Medienwirkung gelegt. Es soll gezeigt werden, wie sich der Konsum von Medien auf die Rezipienten auswirkt und welche Folgen damit verbunden sind.

ÄPolitikverdrossenheit ist eines der zentralen Schlagworte unserer Zeit. Es beschreibt die Unzufriedenheit mit dem politischen System und seinen Repräsentanten sowie den Mangel an Partizipationsbereitschaft in modernen, demokratischen Gesellschaften. Als (Mit-) Verursacher für Politikverdrossenheit werden dabei häufig die Medien und deren negative, skandalisierende und personalisierte Berichterstattung genannt.”1

Dass diese Aussage immer mehr an Bedeutung gewinnt, resultiert daraus, dass die Medien in der vernetzten Welt viel schneller reagieren können und Inhalte nicht wie früher nur in einem begrenzten Bereich zu Verfügung stellen konnten. Mittlerweile umspannt das Netz der Medien den kompletten Globus. Damit verbunden ist die schnelle Verbreitung von medialen Inhalten, was dazu führt, dass Ereignisse viel rascher zu Reaktionen führen.

1.1. Medien

Um den möglichen Ursachen auf den Grund zu gehen, muss jedoch zuerst der Begriff der Me- dien definiert werden. Dies ist jedoch nicht immer einfach, da vieles sehr schnell zum Medium werden und eine Botschaft transportieren kann. Auch wird nicht immer die Verwendung eines Mediums erkannt, da die Nutzung bereits so verinnerlicht wurde, dass es fast selbstverständlich ist. Ebenfalls legen die Medien dem Kommunizierten eine Form auf indem sie die Informatio- nen auf ihren Kontext zuschneiden und diese entsprechend veröffentlichen. Auch der techno- logische Aspekt stellt ein wichtigen Stellenwert dar. Waren Medien früher auf einen kleinen Raum / Region begrenzt, so sind sie heute weltweit vernetzt und der Informationsfluss ist we- sentlich schneller als früher.2

„Der Begriff Medium wird sowohl in den Kommunikations- und Medienwissenschaften als auch in der Psychologie, der Soziologie, der Physik, der Chemie und der Pädagogik verwendet. Grundlage für die durch die wissenschaftlichen Disziplinen geprägten Fachbegriffe bildet die lateinische Übersetzung ‚Mitte, Mittel, etwas Vermittelnde‘. In den Kommunikationswissen- schaften, der Publizistik und der Medienökonomie ist man lange von einem technischen Medi- enbegriff ausgegangen.1 Danach gelten Meiden als die ‚technischen Mittel oder Instrumente, die der Verbreitung von Aussagen dienen.‘2 Nach den technisch induzierten Sende- und Emp- fangsqualitäten kann dabei zwischen dem Körper als primäres Medium (ohne Technikeinsatz, z.B. Sprache), den sekundären Medien, die eine technische Apparatur auf Seiten der Produktion nicht aber der Rezeption erfordern (z.B. Zeitungen, Zeitschriften), sowie den tertiären Medien, für die auf beiden Seiten technische Vorrichtungen notwendig sind (z.B. Fernsehen, Radio) unterschieden werden.33

Diese Definition zeigt, wie vielschichtig der Medienbegriff ist und in welchen Wissenschaften er Anwendung findet. Zu erkennen ist außerdem, dass die Definition in der Wissenschaft aus dem lateinischen kommt und in das Deutsche übersetzt wurde. Somit besteht natürlich ein ge- wisser Spielraum für Interpretation. Dies birgt jedoch Risiken für die Rezipienten. Nicht jedes Medium ist sicher und glaubhaft. Nicht umsonst gibt es mittlerweile sehr oft die Forderung, Kinder im Umgang mit Medien zu erziehen. Hier sollen vor allem die Schule, aber auch der Kindergarten erzieherische Arbeit leisten und die Kinder / Jugendlichen richtig an die Medien heranführen, damit Missverständnisse und falsche Mediennutzung nicht erfolgen.4

Eine andere Mediendefinition besagt, dass Medien im alltäglichen Leben eine sehr bedeutsame Rolle einnehmen, welche durch die ständige Weiterentwicklung der Technik weiter zunehmen wird. Ferner unterscheidet diese Definition zwischen ‘alten‘ und ‘neuen‘ Medien. Zu den neuen Medien werden zum Beispiel das Fernsehen, oder auch das Internet gerechnet. Als alte Medien werden unter anderem Printmedien, wie Zeitungen oder Zeitschriften, gesehen. Ebenso gehören Kassetten und Tonbandaufnahmen dazu, um Beispiele zu nennen.5

Anhand dieser zwei Definitionen, welche stellvertretend für viele andere Definitionen stehen, kann man bereits erkennen, dass es nicht einfach ist, zu definieren, was ein Medium zu diesem macht. Ebenfalls gehen beide Definitionen in eine völlig andere Richtung, was die Beschreibung von Medien angeht. Somit muss immer für den Einzelfall geprüft werden, ob es sich um ein Medium handelt und wenn, um welches (Form, Erscheinung, etc.).

[...]


1 Czichon, Wünsch, Dohle (Hrsg.) 2016, S. 115.

2 Vgl.: Felix, Heller, Prümm, Riha (Hrsg.) 2014, S. 9f.

3 Wirtz 2009, S. 9f.

4 Vgl.: Sandfuchs, Melzer, Dühlmeier, Rausch (Hrsg.) 2012, S. 682 ff.

5 Vgl.: https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/projekte/slex/seitendvd/konzepte/l52/l5289.htm - Zugriff am 19.03.2017

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Negative Medienwirkung. Auslöser der Politikverdrossenheit?
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Institut für Poltikwissenschaften)
Veranstaltung
Politische Öffentlichkeit in der Mediengesellschaft
Note
9
Autor
Jahr
2017
Seiten
10
Katalognummer
V366610
ISBN (eBook)
9783668454293
ISBN (Buch)
9783668454309
Dateigröße
817 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politikverdrossenheit, Medien, Politische Kommunikation, Politikwissenschaft, Berichterstattung
Arbeit zitieren
Andreas Gottwald (Autor), 2017, Negative Medienwirkung. Auslöser der Politikverdrossenheit?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366610

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