Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › VWL - Geldtheorie, Geldpolitik

Interbankenmarkt. Definition, Funktionsweise, Funktionsvoraussetzungen

Titel: Interbankenmarkt. Definition, Funktionsweise, Funktionsvoraussetzungen

Seminararbeit , 2013 , 25 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Michael Beniers (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Welche Ziele verfolgt der Interbankenmarkt und warum ist er in der heutigen Zeit von so scheinbar großer Bedeutung in unseren modernen Volkswirtschaften? Diese Arbeit soll zur Beantwortung solcher und weiterer Fragestellungen ein Grundwissen zur Verfügung stellen, indem sie einen grundlegenden theoretischen Überblick über den Interbankenmarkt gibt. Während sich die ersten Kapitel noch mit der Definition und den Funktionsvoraussetzungen beschäftigen, behandeln die darauffolgenden Punkte wichtige Themen zum Verständnis der Funktionsweise des Interbankenmarktes und welche Faktoren dort einen Einfluss auf den Handel nehmen.

Zusätzlich werden auch einige Finanzprodukte, die eine bedeutende Funktion bei der Entstehung der Finanzkrise darstellten, in ihren jeweiligen Nutzungsbereichen theoretisch erklärt. Am Schluss der Ausarbeitung wird es eine kurze Zusammenfassung und einen Ausblick auf die praktische Bedeutung in unseren Volkswirtschaften geben. Auf Grund der Komplexität des Themas befasst sich diese Arbeit allein mit den theoretischen Erläuterungen des Interbankenmarktes und beschränkt sich dabei speziell auf den Interbankenmarkt in der Eurowährungszone.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Interbankenmarkt

3. Entstehungsvoraussetzungen für den Bedarf nach Handel

4. Gründe für Handel

4.1. Transaktionsmotiv

4.2. Tradingmotiv

5. Formen von Interbankenkrediten

5.1. unbesicherte Interbankenkredite

5.2. besicherte Interbankenkredite

6. Risiken der Kreditvergabe am Interbankenmarkt

6.1. Arten von Risiken

6.1.1. Exogene Risiken

6.1.2. Endogene Risiken

6.2. Strategien der Risikoreduzierung

6.2.1. Reduzierung exogener Risiken

6.2.2. Reduzierung endogener Risiken

7. Zinssätze im Interbankenhandel

7.1. Referenzzinssätze

7.1.1. EONIA

7.1.2. EURIBOR

7.1.3. EUREPO

7.2. Einflussnahme der EZB auf den Interbankenhandel

7.2.1. Einfluss durch Offenmarktgeschäfte

7.2.2. Einfluss durch ständige Fazilitäten

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit liefert einen fundierten theoretischen Überblick über den Interbankenmarkt, seine Funktionsweise sowie die zentralen Faktoren, die den Handel beeinflussen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Mechanismen des Liquiditätsausgleichs zwischen Kreditinstituten zu schaffen, um die Entstehung von Finanzkrisen und deren Ursachen im Kontext der Vernetzung von Finanzmärkten besser nachvollziehen und bewerten zu können.

  • Definition und Entstehungsvoraussetzungen des Interbankenmarktes
  • Motive für den Interbankenhandel (Transaktions- und Tradingmotive)
  • Kategorisierung und Absicherung von Interbankenkrediten
  • Analyse der Risiken (exogen vs. endogen) und Strategien zu deren Reduzierung
  • Bedeutung der Referenzzinssätze (EONIA, EURIBOR, EUREPO)
  • Einfluss der Europäischen Zentralbank auf das Zinsniveau

Auszug aus dem Buch

5.2. besicherte Interbankenkredite

Den wichtigsten Teil der besicherten Interbankenkredite machen die sogenannten Repo- oder Pensionsgeschäfte aus. Darunter versteht man den Kauf eines Vermögensgegenstandes mit gleichzeitiger Vereinbarung des Rückkaufs zu einem späteren festgelegten Termin und Preis. Die Differenz zwischen Verkaufskurs und Ankaufskurs stellt den Zins bzw. die Abgabe des Kredits dar, den der Kreditgeber vereinnahmt. Am Ende der Laufzeit erhält der Kreditnehmer somit Wertpapiere der gleichen Art wieder zurück in sein Depot. Ihr Hauptziel während der Laufzeit ist es, den Kreditgeber gegen einen möglichen Ausfall des Kreditnehmers abzusichern, da er in diesem Fall die erhaltenen Wertpapiere veräußern kann und somit den entstandenen Schaden minimiert.

Ein Pensionsgeschäft besteht aus zwei unterschiedlichen Transaktionen. Einerseits könnte man vom Fall des definitiven Verkaufs sprechen, da die sicherheitsnehmende Bank jederzeit das Recht hat, die erhaltenen Wertpapiere zu veräußern. Andererseits besitzt das Pensionsgeschäft auch Eigenschaften eines typischen besicherten Kredites, da im Falle eines Marktwertverlustes der Sicherheit weitere Sicherheiten verlangt werden können. Es erfolgt somit eine quantitative Anpassung in Abhängigkeit vom Marktwert der Sicherheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Relevanz des Interbankenmarktes im Zuge der Finanzkrise 2007 dar und definiert das Ziel der Arbeit als theoretische Aufarbeitung der Marktfunktionalität.

2. Definition Interbankenmarkt: Abgrenzung des Interbankenmarktes innerhalb des Geldmarktes sowie Definition des Handels unter Geschäftsbanken.

3. Entstehungsvoraussetzungen für den Bedarf nach Handel: Erläutert, wie Liquiditätsungleichgewichte bei Banken entstehen und warum ein Handel mit Zentralbankgeld notwendig wird.

4. Gründe für Handel: Detaillierte Betrachtung des Transaktionsmotivs zur Liquiditätssteuerung und des Tradingmotivs zur Absicherung und Ertragsoptimierung.

5. Formen von Interbankenkrediten: Differenzierung zwischen unbesicherten Krediten und besicherten Pensionsgeschäften (Repos) als zentrale Instrumente.

6. Risiken der Kreditvergabe am Interbankenmarkt: Klassifizierung von Risiken in exogene Marktrisiken und endogene, durch den Kreditnehmer verursachte Risiken sowie Möglichkeiten zur Risikominimierung.

7. Zinssätze im Interbankenhandel: Erläuterung der Referenzzinssätze wie EONIA und EURIBOR sowie der steuernden Rolle der EZB durch Leitzinsen.

8. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Allokationsfunktion des Interbankenmarktes und der Notwendigkeit eines effektiven Risikomanagements für die Stabilität der Volkswirtschaft.

Schlüsselwörter

Interbankenmarkt, Liquiditätsausgleich, Zentralbankgeld, Pensionsgeschäfte, Repo, Kreditrisiko, Risikomanagement, EONIA, EURIBOR, Finanzkrise, EZB, Offenmarktgeschäfte, ständige Fazilitäten, Finanzderivate, Arbitrage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen und die Funktionsweise des Interbankenmarktes mit einem Fokus auf die Eurowährungszone.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Definition des Marktes, die Gründe für den Handel zwischen Banken, die verschiedenen Kreditformen, das Risikomanagement sowie die Zinsbildung unter dem Einfluss der EZB.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein grundlegendes Verständnis für die Arbeitsweise des Interbankenmarktes zu schaffen, um die Stabilität und die Bedeutung dieses Sektors für die Volkswirtschaft zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Analyse wirtschaftswissenschaftlicher Literatur und regulatorischer Grundlagen des Bankwesens.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Handelsmotive, der Kreditformen (besichert/unbesichert), der Risikoanalyse und der Einflussnahme der Zentralbank auf die Zinsstruktur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Interbankenmarkt, Liquidität, Repo-Geschäfte, EZB-Leitzinsen und Risikomanagement.

Warum sind Pensionsgeschäfte für Kreditgeber so wichtig?

Sie bieten dem Kreditgeber Sicherheit gegen den Ausfall des Kreditnehmers, da die hinterlegten Wertpapiere im Ernstfall veräußert werden können.

Wie nimmt die EZB Einfluss auf den Interbankenhandel?

Durch Offenmarktgeschäfte und ständige Fazilitäten setzt die EZB den Zinskanal, der die Zinsentwicklung im Tagesgeldgeschäft maßgeblich beeinflusst.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Interbankenmarkt. Definition, Funktionsweise, Funktionsvoraussetzungen
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Professur für Internationale und Monetäre Ökonomik)
Veranstaltung
Seminar zu aktuellen Problemen der Außenwirtschaft
Note
1,7
Autor
Michael Beniers (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
25
Katalognummer
V367055
ISBN (eBook)
9783668457416
ISBN (Buch)
9783668457423
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Außenwirtschaft Finanzkrise Interbankenmarkt Geldpolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Beniers (Autor:in), 2013, Interbankenmarkt. Definition, Funktionsweise, Funktionsvoraussetzungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367055
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  25  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum