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Der Weihnachtsfrieden 1914 an der Westfront des Ersten Weltkrieges

"Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin"

Titel: Der Weihnachtsfrieden 1914 an der Westfront des Ersten Weltkrieges

Facharbeit (Schule) , 2016 , 21 Seiten , Note: 14 Notenpunkte (entspricht 1,0)

Autor:in: Lukas Makiola (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein geselliges Weihnachtsfest mit einem geschmückten Weihnachtsbaum und dem obligatorischen „Stille Nacht, Heilige Nacht“ ist für die meisten in unserer christlich geprägten Gesellschaft ein jährliches Ritual, welches mit der Familie oder Freunden im festlichen Rahmen gefeiert wird.

Was ist aber, wenn man sich gerade an Weihnachten in einem Krieg befindet und in eisiger Kälte in einem schmutzigen, von Ratten geplagten Schützengraben sitzt und seinen Gegner im circa 50 Meter entfernten Graben beschießen soll?
Klingt nach einem Widerspruch – ist doch gerade das Weihnachtsfest das Fest der Liebe und des FRIEDENS. Doch paradoxerweise ist die eben geschilderte Situation leider kein Widerspruch.

Viele Soldaten befanden sich gerade im ersten Kriegsjahr des ersten Weltkrieges an der Westfront in genau dieser Lage.
Trotzdem siegte die Menschlichkeit für kurze Zeit mitten im Krieg und deutsche wie englische Soldaten schlossen, trotz des ausdrücklichen Verbots einer Verbrüderung, an vielen Fronten während der Weihnachtstage 1914 Frieden und verbrachten das Fest der Liebe gemeinsam im Niemandsland.

Die Dauer des Weihnachtsfriedens ist sehr schwer abzuschätzen. Allgemein ist der Weihnachtsfrieden die falsche Bezeichnung, eher müsste es die Weihnachtsfrieden heißen, da die Westfront ein sehr weites Gebiet umfasst hat und somit jeder Frontabschnitt de facto einen eigenen Friedensschluss „besitzt“.

Abgesehen davon, dass das Morden einfach eine Pause hatte, stand auch der Sport im Fokus, sodass mitten im Niemandsland Boxkämpfe und vielerorts auch Fußballspiele auf improvisierten Spielfeldern stattfanden.

Diese Seminararbeit soll den Weihnachtsfrieden 1914 näher behandeln. Hierbei möchte ich einerseits den Frieden als solches aber auch die Hintergründe und Reaktionen auf diesen erläutern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Gedanken

2. Der Weihnachtsfrieden 1914 an der Westfront des ersten Weltkriegs

2.1. Hintergrundinformationen

2.1.1. Der Verlauf des ersten Weltkriegs

2.1.2. Geographischer Verlauf der Westfront

2.2. Deutschlands schlechter Ruf in der Welt

2.3. Gründe für den inoffiziellen Friedensschluss

2.3.1. Prekäre humanitäre Situation der Soldaten in den Schützengräben

2.3.2. Bestattung von Gefallenen im Niemandsland

2.3.3. Enttäuschung über das nicht eingetretene frühe Ende des Krieges

2.4. Verlauf des Weihnachtsfriedens

2.4.1. Weihnachtsnacht

2.4.2. „Friedensverhandlungen“ und der Beginn des Weihnachtsfriedens

2.4.3. Gemeinsamer Zeitvertreib im Niemandsland

2.4.4. Ende des Weihnachtsfriedens und die Fortsetzung des Krieges

2.5. Folgen und Maßnahmen gegen eine erneute nicht autorisierte Waffenruhe

2.5.1. Zensur

2.5.2. Erteilung von Schweigebefehlen und Kleinreden der Ereignisse

2.5.3. Verschärfung des Verbotes der Fraternisierung und Befehle zur Verhinderung weitere inoffizieller Waffenruhen

3. Schlussgedanken

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das historische Phänomen des Weihnachtsfriedens 1914 an der Westfront des Ersten Weltkriegs, analysiert dessen Ursachen sowie die anschließenden Reaktionen der militärischen Führung und beleuchtet die Rolle des Sports als verbindendes Element zwischen den gegnerischen Parteien.

  • Historische Einordnung des Ersten Weltkriegs und der Westfront
  • Analyse der menschlichen und pragmatischen Beweggründe für die spontane Waffenruhe
  • Dokumentation der Abläufe an Heiligabend und während des Weihnachtsfriedens
  • Untersuchung der staatlichen Zensurmaßnahmen und der Unterdrückung von Fraternisierungsberichten
  • Die Funktion des Sports und kultureller Austausch als Mittel zur menschlichen Annäherung

Auszug aus dem Buch

Gemeinsamer Zeitvertreib im Niemandsland

„Stell dir vor: Während du zu Hause deinen Truthahn gegessen hast, plauderte ich da draußen mit den Männern, die ich ein paar Stunden vorher noch zu töten versucht hatte.“44

Diese Aussage aus einem Brief eines britischen Soldaten an seine Frau, beschreibt wie paradox allein schon das bloße Stattfinden des Weihnachtsfriedens ist, sehr eindrucksvoll. Fast überall wünschten sich die Soldaten zuerst „Frohe Weihnachten“ und „Merry Christmas“, nachdem sie sich im Niemandsland trafen. Allgemein spielte die Unterhaltung eine sehr große Rolle. So schildert der britische Soldat J.Selby Grigg in einem Brief an seine Eltern, wie er sich trotz einiger Sprachbarrieren mit einem deutschen Gegner unterhielt:

„When Turner and I and some of our pals strolled up from the reserve trenches after dinner, we found a crowd of some 100 tommies of each nationality holding a regular mothers‘ meeting between the trenches. We found some our enemies to be Saxons… I raked up some of my rusty German and chatted with some of them.”45

Doch blieb es nicht lange bei reinen Unterhaltungen. Schnell standen auch die „erbittertsten Gegner um den Weihnachtsbaum und s[a]ngen Weihnachtslieder“46. Auch gibt es Berichte darüber, wie Engländer auf Mundharmonikas der Deutschen musizierten oder dazu tanzten47.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende Gedanken: Einführung in die Thematik der Paradoxie zwischen christlichem Weihnachtsfest und kriegerischer Realität in den Schützengräben.

2. Der Weihnachtsfrieden 1914 an der Westfront des ersten Weltkriegs: Analyse der historischen Hintergründe und der Bedingungen, die zum inoffiziellen Waffenstillstand führten.

3. Schlussgedanken: Reflektion über das einmalige Ereignis des Weihnachtsfriedens als Symbol für Menschlichkeit mitten im Krieg.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Westfront, Weihnachtsfrieden, Fraternisierung, Niemandsland, Schützengräben, Zensur, Schweigebefehl, Fußball, Humanität, Soldatenalltag, Hochverrat, Weihnachtslieder, Kriegsgeschichte, Friedensprozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Weihnachtsfrieden von 1914, bei dem sich deutsche und alliierte Soldaten an der Westfront während des Ersten Weltkriegs spontan verbrüderten und das Weihnachtsfest gemeinsam im Niemandsland feierten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den humanitären Bedingungen in den Schützengräben, den Gründen für die Waffenruhe, dem tatsächlichen Verlauf des Weihnachtsfriedens und der späteren staatlichen Unterdrückung dieser Ereignisse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Phänomen des Weihnachtsfriedens detailliert zu dokumentieren, die Hintergründe für das Handeln der Soldaten zu ergründen und aufzuzeigen, wie militärische Instanzen versuchten, diese Insubordination zu zensieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine geschichtswissenschaftliche Analyse, die primär auf zeitgenössischen Briefen, Tagebucheinträgen von Soldaten sowie historischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Kriegslage, die konkreten humanitären Gründe für die Feuerpausen, die Schilderung der Weihnachtsnacht und der anschließenden Verbrüderungen sowie die Analyse der staatlichen Reaktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Weihnachtsfrieden, Fraternisierung, Schützengraben, Zensur und Menschlichkeit im Krieg beschreiben.

Warum spielt Sport eine so wichtige Rolle in der Argumentation?

Sport, insbesondere das Fußballspiel, wird als ein zentrales, verbindendes Element hervorgehoben, das den Soldaten eine temporäre Flucht aus dem Kriegsalltag ermöglichte und zwischenmenschliche Brücken über die Frontlinien hinweg schlug.

Wie reagierten die Militärführungen auf den Weihnachtsfrieden?

Die Generäle reagierten mit Zensur, dem Kleinreden der Vorfälle, Schweigebefehlen und der Drohung mit drakonischen Disziplinarstrafen oder gar Exekutionen wegen Hochverrats, um eine Wiederholung in den Folgejahren zu verhindern.

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Details

Titel
Der Weihnachtsfrieden 1914 an der Westfront des Ersten Weltkrieges
Untertitel
"Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin"
Note
14 Notenpunkte (entspricht 1,0)
Autor
Lukas Makiola (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V367136
ISBN (eBook)
9783668459755
ISBN (Buch)
9783668459762
Sprache
Deutsch
Schlagworte
1.Weltkrieg Weihnachtsfrieden 1914 Fraternisierung Westfront
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lukas Makiola (Autor:in), 2016, Der Weihnachtsfrieden 1914 an der Westfront des Ersten Weltkrieges, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367136
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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