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Typischer Männerberuf, typischer Frauenberuf? Ein sozio-ökonomischer Blick auf die Entwicklung geschlechtsspezifischer Berufe in Deutschland

Titel: Typischer Männerberuf, typischer Frauenberuf? Ein sozio-ökonomischer Blick auf die Entwicklung geschlechtsspezifischer Berufe in Deutschland

Hausarbeit , 2017 , 14 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Reiner Meiworm (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Gibt es heutzutage noch die Unterscheidung zwischen klassischen Männer- und Frauenberufen und ergibt diese Sinn? Warum findet jedes Jahr der „Girls Day“ statt? Um diesen Fragen nachzugehen, beleuchte ich in dieser Hausarbeit die geschichtliche Entwicklung von Berufen in Deutschland mit besonderem Blick auf die Zeit der Teilung Deutschlands und die aus politischen Gründen resultierenden ökonomischen Unterschiede unter Berücksichtigung der Beschäftigung von Frauen und Männern. Gerade die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands in den 41 Jahren, in denen Deutschland in zwei konträre Wirtschaftssysteme geteilt war und fast zwei Generationen mit unterschiedlichen Erwartungen an Dienstleistung, Versorgung, Familie und Politik aufwuchsen, kann uns zeigen, welche Vor- und Nachteile der staatliche bzw. gesellschaftliche Einfluss auf die Berufswahl nehmen kann. Welche Lehren können wir aus der geschichtlichen Entwicklung der geschlechtsspezifischen Berufe ziehen und wo wird die Reise hingehen?

Um zu ergründen, wie es zu der Entwicklung von Berufen kam und warum die Aufteilung in maskulin und feminin besetzte Berufe erfolgte, muss ich kurz auf die Entwicklungen des späten Mittelalters eingehen, bevor ich über die industrielle Revolution in die Neuzeit schaue. Anschließend wird die Entwicklung von Berufen in Ost- und Westdeutschland parallel betrachtet und die aktuellen Verhältnisse im wiedervereinten Deutschland angeschaut. Zum Schluss werde ich versuchen, ein Fazit aus der Entwicklung der geschlechtsspezifischen Berufe zu ziehen und einen Ausblick in die Zukunft der Geschlechteraufteilung und Berufe wagen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Historischer Abriss zur Entstehung von Berufen

2.2 Männer- und Frauenberufe bis 1949

2.3 Unterschiede in der Entwicklung von Berufen im geteilten Deutschland

2.4 Entwicklung der Berufe nach der Wiedervereinigung 1989 bis heute

2.5 Chancen der Angleichung in der Zukunft

3. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische und sozio-ökonomische Entwicklung geschlechtsspezifischer Berufe in Deutschland, insbesondere unter dem Einfluss der deutschen Teilung, um heutige Ungleichheiten zu hinterfragen und Möglichkeiten einer zukünftigen beruflichen Gleichstellung zu beleuchten.

  • Historische Entwicklung der Berufsbilder seit dem Mittelalter
  • Einfluss politischer und wirtschaftlicher Systeme (DDR vs. BRD) auf die Erwerbsbiografien
  • Strukturelle Barrieren und Rollenbilder (MINT-Berufe, Care-Arbeit)
  • Die Rolle der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Lösungsansätze zur Angleichung der Geschlechterverhältnisse im Erwerbsleben

Auszug aus dem Buch

2.3 Getrennte Entwicklung im geteilten Deutschland

Unter anderem sorgte die sozialistische Planwirtschaft der DDR für einen hohen Grad der Beschäftigung. Zeitweise waren 91,2% aller Frauen der DDR in Beschäftigungsverhältnissen. Gleichzeitig sorgten staatliche Maßnahmen, wie die Einführung des Babyjahres und die Bereitstellung von ausreichend Kindertagesstättenplätzen für die Erhaltung der Motivation, eine Familie zu gründen. Trotzdem waren die Belastungen (Arbeit, Haushalt und Kinder) für die Frauen sehr groß und sie waren, wenn es um die Besetzung gehobener Positionen ging, gegenüber den Männern nicht wettbewerbsfähig (vgl. Weidenfeld, W. und Korte, K.-R., 1999:385 ff.).

Der Augenschein der wirtschaftlich wünschenswerten Vollbeschäftigung und arbeitsmarktbetreffenden Gleichberechtigung wird getrübt durch die Tatsache, dass eine sozial und politisch geprägte Arbeitspflicht bestand. Die Bevölkerung der DDR hatte nur sehr bedingt Einfluss auf die später ausgeübte Arbeit. Dafür bestand aber ein weitestgehender Kündigungsschutz, mit Ausnahme von „§ 32 Gesetzbuch der Arbeit“, der besagte, dass man auf Grund schwerwiegender Pflichtverletzungen fristlos entlassen werden konnte (vgl. ebd.). Im Jahr 1960 waren 45% aller Beschäftigten weiblich. Im Jahr 1980 waren es bereits 49,9% (vgl. Statistisches Jahrbuch der DDR 1987:17)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik geschlechtsspezifischer Berufe ein und skizziert den Untersuchungsrahmen, der die historische Entwicklung unter Berücksichtigung der deutschen Teilung umfasst.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert chronologisch die Entstehung von Berufsbildern, die Auswirkungen der Industrialisierung und die konträren Entwicklungen im geteilten Deutschland bis hin zur aktuellen Situation.

2.1 Historischer Abriss zur Entstehung von Berufen: Dieses Kapitel betrachtet die Wurzeln der Berufsbezeichnungen im Mittelalter und die damals vorherrschenden, oft kirchlich geprägten Rollenverteilungen zwischen Mann und Frau.

2.2 Männer- und Frauenberufe bis 1949: Hier werden die Auswirkungen der Industrialisierung und der Weltkriege auf die Erwerbstätigkeit von Frauen und die Entstehung bürgerlicher Familienideale thematisiert.

2.3 Unterschiede in der Entwicklung von Berufen im geteilten Deutschland: Dieses Kapitel vergleicht die sozialistische Vollbeschäftigung in der DDR mit der westdeutschen Entwicklung, in der Frauenbewegungen die Rechte der Frau stärker thematisierten.

2.4 Entwicklung der Berufe nach der Wiedervereinigung 1989 bis heute: Es wird untersucht, wie nach 1989 die verschiedenen Wirtschaftssysteme vereint wurden und warum die Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen und MINT-Berufen bis heute besteht.

2.5 Chancen der Angleichung in der Zukunft: Dieser Abschnitt diskutiert notwendige Veränderungen in Erziehung, Bezahlung und politischer Unterstützung, um eine gleichberechtigte Arbeitswelt zu fördern.

3. Fazit und Ausblick: Das Kapitel resümiert, dass technischer Wandel und gesellschaftliche Umbrüche eine neue Berufsfindung ermöglichen, und appelliert an die Pädagogik, Kinder losgelöst von Rollenbildern zu fördern.

Schlüsselwörter

Geschlechterrollen, Berufswahl, DDR, Bundesrepublik Deutschland, Erwerbstätigkeit, Gleichberechtigung, MINT-Berufe, Care-Arbeit, Vereinbarkeit, Gender Pay Gap, Industrialisierung, Familienmodelle, berufliche Segregation, Arbeitsmarkt, Rollenklischees.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung geschlechtsspezifischer Berufe in Deutschland und analysiert, warum die Trennung in klassische Männer- und Frauenberufe historisch entstanden ist und heute kritisch hinterfragt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung von Berufen, dem Vergleich zwischen den Wirtschaftssystemen der DDR und der BRD sowie den modernen Herausforderungen bei der Berufswahl und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die historischen Lehren aus der geschlechtsspezifischen Berufsverteilung zu ziehen und aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Einflüsse und politische Rahmenbedingungen die heutige Arbeitswelt sowie zukünftige Gleichstellungschancen beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die historische Quellen sowie statistische Daten heranzieht, um die Entwicklung der Berufslandschaft über verschiedene Epochen hinweg nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in historische Analysen – vom Mittelalter über die Industrialisierung bis zum geteilten Deutschland – und untersucht abschließend die Herausforderungen des wiedervereinigten Deutschlands hinsichtlich Geschlechterrollen und Einkommensunterschieden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Geschlechterrollen, MINT-Berufe, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gender Pay Gap und die sozio-ökonomische Entwicklung der Erwerbsbiografien.

Wie unterscheidet sich die Berufssituation von Frauen in der ehemaligen DDR gegenüber der BRD?

Die DDR forcierte eine hohe Erwerbsquote durch staatliche Vorgaben und Kinderbetreuung, während in der BRD die Gleichstellung stärker aus zivilgesellschaftlichen Frauenbewegungen heraus vorangetrieben wurde.

Welche Rolle spielen MINT-Berufe in der Argumentation des Autors?

Der Autor führt MINT-Berufe als ein Beispiel für Bereiche an, in denen Frauen aufgrund gesellschaftlicher Stereotype und fehlender Förderung nach wie vor unterrepräsentiert sind.

Warum betont der Autor die Bedeutung der pädagogischen Arbeit für die Zukunft?

Da viele Vorurteile und Rollenbilder bereits in der Erziehung entstehen, sieht der Autor in der Pädagogik eine zentrale Aufgabe, Jugendlichen eine Berufswahl zu ermöglichen, die frei von geschlechtsspezifischen Zuschreibungen ist.

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Details

Titel
Typischer Männerberuf, typischer Frauenberuf? Ein sozio-ökonomischer Blick auf die Entwicklung geschlechtsspezifischer Berufe in Deutschland
Hochschule
Fachhochschule Potsdam  (Sozialwesen)
Note
2,7
Autor
Reiner Meiworm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V368009
ISBN (eBook)
9783668464612
ISBN (Buch)
9783668464629
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arbeit Gerechtigkeit Gender Entwicklung Frauenarbeit Frauenbeschäftigung Gendergerechtigkeit Beschäftigung Gleichberechtigung Chancengleichheit Emanzipation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Reiner Meiworm (Autor:in), 2017, Typischer Männerberuf, typischer Frauenberuf? Ein sozio-ökonomischer Blick auf die Entwicklung geschlechtsspezifischer Berufe in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368009
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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