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Säkularisierung und Religion. Das Zusammenleben säkularisierter und gläubiger Bürger aus dem Blickfeld von Jürgen Habermas

Titel: Säkularisierung und Religion. Das Zusammenleben säkularisierter und gläubiger Bürger aus dem Blickfeld von Jürgen Habermas

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Fethi Dindar (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Hauptteil der Arbeit werde ich versuchen das Zusammenleben zwischen säkularisierten und gläubigen Bürgern aus dem Blickfeld von Jürgen Habermas zu erklären. Insbesondere werde ich auf die Fragen eingehen, inwiefern wir in einer säkularisierten Gesellschaft leben und welche Voraussetzungen für die Entstehung eines Rechtstaates nötig sind. Als Grundlage dieser Arbeit dient das Werk „Dialektik der Säkularisierung“, womit auch die Problematik bearbeitet wird, inwieweit unser heutiges Staatssystem Elemente einer säkularisierten Gesellschaftsordnung in sich vereinigt. Im Anschluss steht ein historischer Teil, worin die Geschichte der Säkularisierungsbewegung untersucht wird und Begrifflichkeiten wie: säkular, säkularistisch und postsäkular aufgeklärt werden, um das Voranschreiten von säkularistischen hin zu einer postsäkularen Gesellschaftsform erklären zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Basis für einen säkularisierten Staat

2. Zusammenleben in einer Gesellschaft

2.1 Sind die heutigen Gesellschaften säkularisiert?

2.1.1 Die Vergangenheit der Säkularisierung

2.1.2 Was sind die Begriffe Säkular, Säkularistisch und Postsäkular?

2.1.3 Die Entwicklung vom Säkularistischen zum Postsäkularen

2.2 Entstehung eines demokratischen Staatssystems

2.2.1 Das Fundament eines säkularen Verfassungsstaates

2.2.2 Der Zusammenhalt unter der Gesellschaft: Die Solidarität

2.2.3 Das Problem einer säkularisierten Gesellschaft: Die Religion

2.2.4 Offen für andere Kulturen?

3. Ist Frieden in einer kosmopolitischen Gesellschaft möglich?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedingungen für ein friedliches Zusammenleben zwischen säkularisierten und religiösen Bürgern in einem demokratischen Rechtsstaat, wobei der Fokus insbesondere auf den philosophischen Ansätzen von Jürgen Habermas liegt.

  • Analytische Differenzierung der Begriffe Säkular, Säkularistisch und Postsäkular.
  • Untersuchung der Voraussetzungen für die Entstehung eines demokratischen Verfassungsstaates.
  • Bedeutung der Solidarität als Fundament gesellschaftlichen Zusammenhalts.
  • Herausforderungen der Integration religiöser Gruppen in einer säkularisierten Ordnung.
  • Diskussion über Möglichkeiten interkultureller Kommunikation und kosmopolitischer Friedenssicherung.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Das Fundament eines säkularen Verfassungsstaates

Die Untersuchung der Rechtsquellen eines säkularen Verfassungsstaates stellt ein wichtiges Fundament dar, um die Beziehung zwischen der Religion und der Säkularisierungsgedanken explizit betrachten zu können.

Habermas baut seine Argumentation auf die politische Schule des Liberalismus, welche ohne religiöse Ansichten und Ideologien die Demokratie und die Verfassungsordnung zu erklären versucht. Diese Aussage stützt sich auf das Vernunftrecht. Das Vernunftrecht schließt die Ansichten und Anschauungen der Naturrechtlehre aus.

Erstmals kann die Rechtfertigung einer neutralen und weltlichen Staatsgewalt im Zeitalter der Aufklärung entnommen werden. Zu dieser Art und Weise der Rechtfertigung, welches keine religiösen Bezugspunkte besaß, wurde im 20. Jahrhundert, sowohl von historischer als auch von empirischer Seite, starke Kritik geäußert.

Jürgen Habermas schützt in seinem Text die politische Schule des Liberalismus und die damit verbundenen Argumentationen für die Entwicklung von säkularen demokratischen Verfassungsstaaten, welche sich den Quellen der Aufklärung bedienen. Um seine Aussagen rechtfertigen zu können, stellt er die Beteiligung der Gesellschaft, bezüglich des demokratischen Meinungs- und Willensprozess, als Anhalt für die Akzeptanz und Legitimität jeglichen politischen Aktionen. Das rechtliche Fundament für diese Mitgestaltungs- und Wahlfreiheit liegt jedoch in den liberalen Grundrechten. Die daraus erzeugte Zustimmung von Seiten der Gesellschaft ermöglicht das Bestehen der heutigen modernen Verfassungsstaaten und führt zur Festigung des allesamten freiheitlichen Staatsapparates.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Basis für einen säkularisierten Staat: Einleitung in die Problematik des freiheitlichen säkularisierten Staates, der auf Voraussetzungen angewiesen ist, die er selbst nicht garantieren kann.

2. Zusammenleben in einer Gesellschaft: Untersuchung der gesellschaftlichen Bedingungen unter Berücksichtigung der Begriffe Säkularisierung, demokratischer Staatssysteme, Solidarität und der Rolle religiöser Minderheiten.

3. Ist Frieden in einer kosmopolitischen Gesellschaft möglich?: Kritische Schlussbetrachtung zur Machbarkeit eines friedlichen Zusammenlebens in einem globalen Kontext, bei der die Integration und Kommunikation zwischen verschiedenen Kulturen im Vordergrund stehen.

Schlüsselwörter

Säkularisierung, Religion, Demokratie, Rechtsstaat, Jürgen Habermas, Solidarität, Postsäkularität, Liberalismus, Interkulturelle Integration, Verfassungsstaat, Gesellschaft, Freiheit, Meinungsfreiheit, Toleranz, Kosmopolitische Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Frage, wie ein friedliches Zusammenleben zwischen religiös geprägten und säkularisierten Bürgern in der modernen Bundesrepublik Deutschland gestaltet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die theoretischen Grundlagen des Säkularismus, die Funktionsweise liberaler Demokratien, die Bedeutung von Solidarität und die Herausforderungen einer postsäkularen Gesellschaft.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, unter Einbeziehung der Theorien von Jürgen Habermas zu klären, welche politischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen nötig sind, um religiöse und säkulare Positionen innerhalb eines Verfassungsstaates zu vereinen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit philosophischer Primärliteratur (insb. Habermas, Böckenförde) und einer Analyse rechtsphilosophischer sowie staatstheoretischer Konzepte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung säkularer Verfassungsstaaten, die Funktion von Solidarität als gesellschaftliches Band und die notwendigen Bedingungen für interkulturelle Kommunikation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Säkularisierung, Postsäkularität, deliberative Demokratie, Solidarität und interkulturelle Integration geprägt.

Was unterscheidet den Begriff „säkular“ von „säkularistisch“?

In der Arbeit wird „säkular“ als eher passive, ungläubige Einstellung definiert, während „säkularistisch“ provokative und herausfordernde Haltungen gegenüber religiösen Angelegenheiten beschreibt.

Was versteht man unter einer „postsäkularen“ Gesellschaft?

Der Begriff symbolisiert ein Staatssystem, das die Säkularisierung zwar durchlaufen hat, aber erkennt, dass die Religion weiterhin einen relevanten Platz im Sozialleben hat und ein Miteinander der Weltanschauungen erfordert.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Säkularisierung und Religion. Das Zusammenleben säkularisierter und gläubiger Bürger aus dem Blickfeld von Jürgen Habermas
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,0
Autor
Fethi Dindar (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V370456
ISBN (eBook)
9783668490352
ISBN (Buch)
9783668490369
Sprache
Deutsch
Schlagworte
säkularisierung religion zusammenleben bürger blickfeld jürgen habermas
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fethi Dindar (Autor:in), 2017, Säkularisierung und Religion. Das Zusammenleben säkularisierter und gläubiger Bürger aus dem Blickfeld von Jürgen Habermas, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/370456
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Leseprobe aus  14  Seiten
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