In dieser Arbeit wird zuerst allgemein auf die Kunstform "Tanz" eingegangen. Im Anschluss daran wird das Wesen der Tanzpädagogik (Definition, Ziele, Methoden, Tanzpädagogik nach Montessori) beleuchtet und ganz speziell auf die sogenannte "Soziale Tanzpädagogik", die insbesondere in Kinderbetreuungseinrichtungen zum Einsatz kommt, eingegangen. Dabei wird deren Bedeutung für die kindliche Entwicklung auf mehreren Ebenen dargestellt und ein Vergleich zur Unterrichtsgestaltung in herkömmlichen Tanzschulen hergestellt.
Der Tanzpädagogik kommt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zunehmend mehr Bedeutung zu. Sie spielt sowohl für die Entwicklung des Körpergefühls und der Körperakzeptanz, als auch für die Identitätsentwicklung eine bedeutsame Rolle. Auch in sozialer und gesundheitlicher Hinsicht kann das tanzpädagogische Arbeiten durchaus positiv wirken.
Inhaltsverzeichnis
1. Wesentliches über den Tanz
1.1 Was ist Tanz?
1.2 Entstehung und Bedeutung des Tanzes in der Gesellschaft
2. Das Wesen der Tanzpädagogik
2.1 Was ist Tanzpädagogik?
2.2 Tanzpädagogik nach Montessori
2.3 Ziele der Tanzpädagogik
2.4 Methodik der Tanzpädagogik
3. Soziale Tanzpädagogik
3.1 Was ist Soziale Tanzpädagogik?
3.2 Unterrichtsgestaltung der Sozialen Tanzpädagogik im Vergleich zu Tanzschulen
3.3 Relevanz der Sozialen Tanzpädagogik
3.3.1 Die Bedeutung der Bewegung für Kinder und Jugendliche
3.3.2 Integration der Sozialen Tanzpädagogik im schulischen Alltag
3.3.3 Entwicklung der Körperakzeptanz
3.3.4 Die Bedeutung für die Identitätsentwicklung
3.3.5 Die Bedeutung für das Erlernen sozialer Kompetenzen in Gruppen
3.4 Anforderungen an Soziale Tanzpädagoginnen und Tanzpädagogen
4. Resümee
5. Persönliche Stellungnahme
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und den Nutzen der sozialen Tanzpädagogik in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, wobei das Hauptziel darin besteht, aufzuzeigen, wie Tanz als Medium zur Persönlichkeitsentwicklung, zur Identitätsfindung und zur Förderung sozialer Kompetenzen in sozialpädagogischen Kontexten eingesetzt werden kann.
- Grundlagen des Tanzes und der Tanzpädagogik
- Differenzierung zwischen klassischer Tanzpädagogik und sozialer Tanzpädagogik
- Psychosoziale Effekte der Bewegung auf Kinder und Jugendliche
- Integration tanzpädagogischer Ansätze in den sozialpädagogischen Alltag
- Reflexion der Rolle und Anforderungen an sozialpädagogische Fachkräfte
Auszug aus dem Buch
3.2 Unterrichtsgestaltung der Sozialen Tanzpädagogik im Vergleich zu Tanzschulen
Tanzschulen sehen ihre Aufgabe in der Optimierung der tänzerischen Fähigkeiten durch die Verbesserung der Technik und das Erlernen vorgezeigter Schrittkombinationen und Choreographien. Der Charakter des Unterrichts ist daher sehr leistungsorientiert und wird monodirektional gestaltet, das heißt, es wird durch die Erbringung von Zwischenleistungen auf ein bestimmtes Ziel hingearbeitet (vgl. Lackner 2010, S. 19). Es besteht ein klassisches Schülerinnen/Schüler-Lehrerin/Lehrer-Verhältnis.
Das Ziel der Sozialen Tanzpädagogik ist der Weg selbst. Im Vordergrund stehen die Gefühle, und Empfindungen, die durch die Bewegungen entstehen. Es wird jedoch auch mit dem Erlernen von Grundschritten gearbeitet, um den Kindern und Jugendlichen im Anschluss daran die Möglichkeit zu geben, sich durch die neuen Ideen und Erfahrungen noch kreativer ausdrücken zu können und neue Facetten ihrer Körperlichkeit kennen und verwenden zu lernen (vgl. ebd., S.19). Der Unterricht ist in der Sozialen Tanzpädagogik multidirektional organisiert. Die verbale Kommunikation zwischen Lernendem und Lehrendem ist ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts. Die Einbringung persönlicher Wünsche und Ideen seitens der Kinder und Jugendlichen ist erwünscht, sei es bei der Auswahl der Lieder oder der Zusammenstellung von Bewegungsabläufen (vgl. ebd., S. 20). In weiterer Folge kann die Interaktion zwischen den Kindern und Jugendlichen auch dadurch gefördert werden, indem der kreative Prozess des Entwickelns und Erarbeitens einer Choreographie primär von den Kindern und Jugendlichen selbst durchgeführt wird. Die/der Lehrende tritt dabei in den Hintergrund des Geschehens, unterstützt die Kinder und Jugendlichen wenn nötig in der Interaktion, bringt sich jedoch nicht in den kreativen Prozess ein (vgl. ebd., S. 21).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Wesentliches über den Tanz: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Tanzes als Ausdrucksmittel sowie dessen geschichtliche Entstehung und gesellschaftliche Bedeutung.
2. Das Wesen der Tanzpädagogik: Es werden der Begriff der Tanzpädagogik, die Ansätze nach Montessori sowie zentrale Ziele und methodische Grundlagen der tänzerischen Erziehung dargestellt.
3. Soziale Tanzpädagogik: Dieser Hauptteil definiert die soziale Tanzpädagogik, vergleicht sie mit herkömmlichen Tanzschulen und beleuchtet deren Relevanz für Körperakzeptanz, Identitätsentwicklung sowie soziale Kompetenzen.
4. Resümee: Hier werden die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst, wobei insbesondere der Fokus auf Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung durch Tanz betont wird.
5. Persönliche Stellungnahme: Die Autorin reflektiert die Bedeutung der Tanzpädagogik aus ihrer eigenen Sicht und bewertet deren Potenzial für ihre zukünftige berufliche Laufbahn.
Schlüsselwörter
Soziale Tanzpädagogik, Tanzpädagogik, Kinder- und Jugendhilfe, Persönlichkeitsentwicklung, Körperakzeptanz, Identitätsfindung, soziale Kompetenzen, Bewegungsförderung, Montessori-Pädagogik, Gruppenprozesse, Psychomotorik, ganzheitliches Lernen, kreativer Ausdruck.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Bereich der sozialen Tanzpädagogik und wie diese gezielt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden kann.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentrale Themen sind die Bedeutung von Bewegung für die Entwicklung, die Förderung von Körperbewusstsein und Identität sowie der Aufbau sozialer Kompetenzen durch gemeinsames Tanzen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Tanz im sozialpädagogischen Kontext primär der ganzheitlichen Persönlichkeitsentfaltung dient und nicht primär auf technische Perfektion abzielt.
Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung und Literaturanalyse tanzpädagogischer und sozialpädagogischer Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Definition der sozialen Tanzpädagogik, der methodischen Abgrenzung zu klassischen Tanzschulen und der Erläuterung, warum Tanz für die Entwicklung von Jugendlichen essenziell ist.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind soziale Tanzpädagogik, Identitätsfindung, Körperakzeptanz, Montessori-Prinzip und psychosoziale Entwicklung.
Wie unterscheidet sich die soziale Tanzpädagogik von herkömmlichen Tanzschulen?
Im Gegensatz zur leistungsorientierten und oft monodirektionalen Struktur von Tanzschulen ist die soziale Tanzpädagogik multidirektional, fördert den individuellen Ausdruck und stellt den Prozess vor das technische Ergebnis.
Welche Anforderungen werden an die pädagogischen Fachkräfte gestellt?
Neben fachlichem Wissen über Tanzmethoden ist vor allem eine psychosoziale Ausbildung, hohe soziale Kompetenz und die Fähigkeit zur Selbstreflexion erforderlich.
Warum ist das Erlernen von Körperakzeptanz durch Tanz so wichtig?
Gerade in der Pubertät hilft Tanz dabei, den Körper bewusster wahrzunehmen, Unsicherheiten abzubauen und den eigenen Körper als positiven Bestandteil der Individualität anzunehmen.
- Arbeit zitieren
- Stefanie Loibingdorfer (Autor:in), 2015, Soziale Tanzpädagogik mit Kindern und Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371255