Das Themengebiet dieser Ausarbeitung umfasst die Systematisierung der wesentlichen Budgetierungsmethoden mitsamt der Herausstellung von Zielen sowie Vor- und Nachteilen. Die verschiedenen Budgetierungsmethoden sind in vielen Unternehmen im Einsatz, so kamen empirische Untersuchungen zu dem Schluss, dass die Budgetierung in der Relevanz der Controlling-Instrumente zumeist in den ersten vier Plätzen vertreten ist. Ein Grund für die weitreichende Verbreitung besteht in der Tiefe der abgedeckten Prozesse. So kann der gesamte Wertschöpfungsprozess von der Beschaffung bis zum Absatz hin in Teilbudgets separiert werden.
Operativ durchgeführt und überwacht wird der Prozess in der Regel von der Controlling-Abteilung im Unternehmen. Gleichwohl die Budgetierung ein essentieller Prozess ist, fehlt es häufig an Akzeptanz der budgetierten Bereiche. Diese haben oftmals das Gefühl Restriktionen von der Führungsebene zu erhalten, dessen Einhaltung kaum möglich ist. Daneben dürfen die Teilbudgets weder zu hoch noch zu niedrig sein. Bei einem zu hohem Budget besteht die Gefahr, dass der Budgetierte keinen Anlass zur effizienten Mittelverwendung sieht. Ist es zu niedrig, kann gegebenenfalls die geforderte Leistung nicht in dem gewünschten Umfang erbracht werden. Die Akzeptanz kann begünstigt werden, indem das Personal bereits frühzeitig in den Prozess eingebunden wird. Auch kann eine Strategie darin bestehen, ein Budget absichtlich sehr niedrig anzusetzen, um die Maßnahme genehmigt zu bekommen. Im Rahmen der Durchführung werden dann Mehrkosten eher akzeptiert, da bereits viele Mittel in die Maßnahme investiert wurden und ein Scheitern gegebenenfalls ein negatives öffentliches Image nach sich ziehen würde.
Aufgrund dieser Problematiken wurde in der Praxis bislang noch nicht das optimale Budgetierungsverfahren gefunden, vielmehr existiert eine Vielzahl für Verfahren mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Budget, Budgetierung und Budgetsystem
3. Funktionen und Ziele von Budgets
4. Systematisierung von Budgetierungsverfahren
4.1 Problemorientierte Budgetierungsverfahren
4.2 Verfahrensorientierte Budgetierungsverfahren
4.2.1 Inputorientierte Verfahren
4.2.2 Outputorientierte Verfahren
4.3 Gegenüberstellung der Budgetverfahren
5. Schlussteil
5.1 Fazit
5.2 Kritische Würdigung
5.3 Ausblick und kritische Faktoren
Zielsetzung und Themenfelder
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die verschiedenen Möglichkeiten der Budgetierung in Unternehmen systematisch darzustellen und hinsichtlich ihrer spezifischen Merkmale, Vor- und Nachteile zu analysieren. Dabei wird der Fokus darauf gelegt, eine bedarfsgerechte Auswahl von Budgetierungsverfahren zu erleichtern, um die Effizienz der Unternehmenssteuerung zu steigern und die Herausforderungen bei der Akzeptanz sowie der Zielerreichung in Organisationseinheiten zu adressieren.
- Grundlagen von Budgets, Budgetierung und Budgetsystemen
- Ziele und Funktionen der Budgetierung in der Unternehmenspraxis
- Systematisierung und detaillierte Darstellung verschiedener Budgetierungsverfahren
- Gegenüberstellung und kritische Analyse problem- und verfahrensorientierter Ansätze
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Das Themengebiet dieser Ausarbeitung umfasst die Systematisierung der wesentlichen Budgetierungsmethoden mitsamt der Herausstellung von Zielen sowie Vor- und Nachteilen. Die verschiedenen Budgetierungsmethoden sind in vielen Unternehmen im Einsatz, so kamen empirische Untersuchungen zu dem Schluss, dass die Budgetierung in der Relevanz der Controlling-Instrumente zumeist in den ersten vier Plätzen vertreten ist. Ein Grund für die weitreichende Verbreitung besteht in der Tiefe der abgedeckten Prozesse. So kann der gesamte Wertschöpfungsprozess von der Beschaffung bis zum Absatz hin in Teilbudgets separiert werden. Operativ durchgeführt und überwacht wird der Prozess in der Regel von der Controlling-Abteilung im Unternehmen.
Gleichwohl die Budgetierung ein essentieller Prozess ist, fehlt es häufig an Akzeptanz der budgetierten Bereiche. Diese haben oftmals das Gefühl Restriktionen von der Führungsebene zu erhalten, dessen Einhaltung kaum möglich ist. Daneben dürfen die Teilbudgets weder zu hoch noch zu niedrig sein. Bei einem zu hohem Budget besteht die Gefahr, dass der Budgetierte keinen Anlass zur effizienten Mittelverwendung sieht. Ist es zu niedrig, kann gegebenenfalls die geforderte Leistung nicht in dem gewünschten Umfang erbracht werden. Die Akzeptanz kann begünstigt werden, indem das Personal bereits frühzeitig in den Prozess eingebunden wird. Auch kann eine Strategie darin bestehen, ein Budget absichtlich sehr niedrig anzusetzen, um die Maßnahme genehmigt zu bekommen. Im Rahmen der Durchführung werden dann Mehrkosten eher akzeptiert, da bereits viele Mittel in die Maßnahme investiert wurden und ein Scheitern gegebenenfalls ein negatives öffentliches Image nach sich ziehen würde.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Budgetierung als Controlling-Instrument ein und beleuchtet die damit verbundenen Herausforderungen wie Akzeptanzprobleme in den betroffenen Unternehmensbereichen.
2. Budget, Budgetierung und Budgetsystem: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis durch die Definition der zentralen Begriffe und die Abgrenzung von Budgetierung im engeren Sinne.
3. Funktionen und Ziele von Budgets: Hier werden die wesentlichen Aufgaben eines Budgets erläutert, darunter Planungs-, Motivations-, Allokations-, Vorgabe- und Kontrollfunktionen zur Koordination von Unternehmenseinheiten.
4. Systematisierung von Budgetierungsverfahren: Dieses zentrale Kapitel klassifiziert verschiedene Verfahren in problemorientierte und verfahrensorientierte Ansätze, unterteilt diese weiter in input- und outputorientierte Techniken und vergleicht sie tabellarisch.
5. Schlussteil: Der Schlussteil fasst die Kernerkenntnisse zusammen, würdigt die Arbeit kritisch und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung dezentraler Koordination wie das Beyond-Budgeting.
Schlüsselwörter
Budgetierung, Controlling, Budgetsystem, Budgetverfahren, Kostenstelle, Planung, Koordination, Inputorientierung, Outputorientierung, Gemeinkostenwertanalyse, Zero-Based-Budgeting, Abweichungsanalyse, Unternehmenseinheiten, Effizienzsteigerung, Budgetverantwortung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Aufarbeitung und Darstellung von Budgetierungsmethoden als essenzielle Steuerungsinstrumente im betrieblichen Controlling.
Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Budgetbegriffs, die funktionalen Ziele der Budgetierung sowie die Differenzierung zwischen problemorientierten und verfahrensorientierten Budgetierungstechniken.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel besteht in der Systematisierung der verfügbaren Budgetmöglichkeiten, um durch die Darstellung ihrer Vor- und Nachteile eine bedarfsgerechte Auswahl und Anwendung in Unternehmen zu unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und strukturierte Kategorisierung gängiger Budgetierungsverfahren, ergänzt durch eine tabellarische Gegenüberstellung der Merkmale.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Erläuterung der Budgetfunktionen sowie die detaillierte Vorstellung und systematische Einordnung verschiedener Budgetierungsmethoden, wie etwa das Zero-Based-Budgeting oder die Gemeinkostenwertanalyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wesentliche Begriffe sind Budgetierung, Controlling, Effizienz, Unternehmenssteuerung, Kostenstellenverantwortung und verschiedene spezifische Verfahrensweisen der Ressourcenplanung.
Warum ist die Einbindung des Personals laut Text wichtig?
Eine frühzeitige Einbindung kann die Akzeptanz der budgetierten Bereiche erhöhen, da sich das Personal weniger durch Restriktionen von oben bevormundet fühlt und motivierter zur Zielerreichung beiträgt.
Welche Problematik besteht bei der Fortschreibungsbudgetierung?
Ein wesentlicher Nachteil ist, dass keine echte Planung erfolgt, Veränderungen im Umfeld ignoriert werden und durch die rein historische Orientierung kein Anreiz zur Effizienzsteigerung gesetzt wird.
- Quote paper
- Marco Herz (Author), 2017, Budget als Controllinginstrument. Systematisierungsmöglichkeiten, Ziele, Vor- und Nachteile gängiger Budgetierungsmöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371656