Eine Untersuchung des semantischen Hintergrundes der Stationsnamen des Moskauer U-Bahnnetzes unter Berücksichtigung ihrer Herkunft


Hausarbeit, 2015
11 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Beschreibung des Objekts der Arbeit

2. Eine Untersuchung der Namensfelder des Moskauer U-Bahnnetzes und ihre Ergebnisse

Fazit

Bibliographie

Einführung

Die Moskauer U-bahn gehört nicht zu den größten U-Bahnnetzen der Welt. Aber sie hat eine spannende Entwicklungsgeschichte. In meiner Arbeit wird mich in ersten Linie die Geschichte der Stationsnamen beschäftigen. Warum gerade die Stationsname könnte man sich fragen. Die Stationsnamen der U-Bahn spiegeln den Geschichtsverlauf der Sowjetunion wieder, da deren Geschichte sich meistens in ihrer Hauptstadt Moskau abspielte. Daran, wie die die Stationen benannt und im Nachhinein umbenannt worden sind, kann man die historischen Wendepunkte der sowjetischen Geschichte nachvollziehen. Begonnen hat der U-Bahnbau noch vor dem Krieg im Jahre 1931. Mit diesem Bau verfolgte die sowjetische Regierung mehrere Ziele. Das allerwichtigste Ziel war die generelle Industrialisierung der Hauptstadt. An zweiter Stelle stand die repräsentative Funktion der U-Bahn. So wurden bereits die ersten Stationen sehr aufwendig und prachtvoll erbaut. Man kann es natürlich kritisieren, dass so viel Geld dafür verbraucht worden ist. Das hätte man beispielsweise schließlich auch in die soziale Struktur des Landes investieren können. Aber andererseits war die Sowjetunion noch ein ganz junges Staatsgebilde, das sich in der Welt dringend durchsetzen wollte und auch musste. So kam zu die aufwendige Innenausstattung der Stationshallen zustande. Der erste Direktor der Moskauer Metro, Koganovic nannte die Moskauer U-Bahn zurecht einen„Palast für das Volk“. Viele Stationen sind sehr prächtig und mit sehr teuren Materialien ausgestattet worden. Einige Wissenschaftler untersuchen und beschäftigen sich auch heute noch mit der inneren Dekoration der Stationen. In meiner Arbeit aber kommt es, wie bereits erwähnt, auf die Namen der Stationen und ihre semantische Herkunft an.

Der Kern dieser Arbeit liegt in der Untersuchung der Stationsnamen nach ihren semantischen Namensfeldern. Namensfelder sind “am ehesten zusammenhängende Sinngruppen vergleichbarer oder räumlich fassbarer Namen. [2, S. 1764] “

Sprachwissenschaftler Friedhelm Debus und Heinz-Günter Schmitz unterscheiden wissenschaftliche Vorgehensweisen in der Namensforschung wie folgt [1, S. 345]:

1. „als Geschichte und Etymologie eines Einzelnamens oder eines häufig wiederkehrenden gleichen Namens”

2. ,, als geschichtliche Darstellung der Namen eines einzelnen Ortes (Gemeinde, Dorf, Stadt,.<...> Orts- und Flurnamen bzw. in Städten Straßen- oder Quartiernamen)“
3. „als geschichtliche Darstellung der Namen einer Raumeinheit (Kreis, Bezirk, Kanton, Land)“
4. „als geschichtliche Darstellung von Namen oder Personengemeinschaften, (wie Kloster, Stift, Orden u.ä.)“
5. „als Namensauswertung einer bestimmten historischen Quelle oder Quellengruppe (wie Urkunde, Urbare, Verbrüderungsbücher, Stadtbücher und andere Namensverzeichnisse, Zehntenpläne u.ä.)“
6. „als Geschichte und Typologie von Namen in einzelnen historischen Sprachstufen (wie vordt., germ., ahd., asächs., mhd., mnd., ält. und jung. nhd..oder Frühmittelalter, Spätmittelalter, Humanismus, Pietismus u.ä.)“
7. „als Geschichte der Entstehung und Ausbreitung von Namenstypen (wie Beinamen, Familiennamen oder Onymen mit bestimmten Leitgrundwörtern bzw. Leitsuffixen) oder geschichtliche Besonderheiten der Namenbildung und Namengrammatik (wie z. B. Genitivische Onyme, eleptische Onyme , <> u.ä.)“
8. „übergreifend-vergleichende Forschungen zuNamenstypen “
9. „als namenskundliche Beiträge zu Einzelfragen der Sprachgeschichte oder zu Problemen der verschiedenen historischen Sprachstufen“
10. „als namenskundliche Beiträge zu historischen Sprachkontaktfragen und zur Sprachgrenzbildung“
11. „als namenskundliche Beiträge zu verschiedenen anderen historischen Disziplinen, d.h. namensgeschichtlich-interdisziplinär (wie zum Beispiel Siedlungsgeschichte u.ä.)“
12. „als personennamensgeschichtliche Darstellung zur Herkunft von Siedlern“
13. „als Betrag zur literarischen Namensgebung im Zusammenhang mit der Literaturgeschichte“
14. „als namenskundliche Quellenlehre und Quellenkritik“
15. „als namenskundliche Forschungsgeschichte“
16. „als Beitrag zur Namensbedeutsamkeit und zum bewußtseinsgeschichtlichen Namensverständnis in älterer Zeit.“

[...]

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Eine Untersuchung des semantischen Hintergrundes der Stationsnamen des Moskauer U-Bahnnetzes unter Berücksichtigung ihrer Herkunft
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
11
Katalognummer
V371982
ISBN (eBook)
9783668499935
ISBN (Buch)
9783668499942
Dateigröße
418 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eine, untersuchung, hintergrundes, stationsnamen, moskauer, u-bahnnetzes, berücksichtigung, herkunft
Arbeit zitieren
Elina Loginova (Autor), 2015, Eine Untersuchung des semantischen Hintergrundes der Stationsnamen des Moskauer U-Bahnnetzes unter Berücksichtigung ihrer Herkunft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371982

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