Corporate Social Responsibility. Wirtschaftsethik anhand eines Fallbeispiels


Hausarbeit, 2016

14 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse
2.1 Stakeholderanalyse
2.2 Konfliktanalyse
2.3 Das CSR – Modell nach Carroll

3. Entwicklung von Alternativen
3.1 Mittelweg
3.2 Investitionsvorhaben wird nicht realisiert
3.3 Investitionsvorhaben wird realisiert

4. Empfehlung

5. Implementierungsvorschlag

Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Das wirtschaftliche Handeln steht im Fokus vieler Unternehmen. Sei es um die Anteilseigner einen profitablen Gewinn auszuschütten (Smith Adam, 2013) oder den Miteigentümern Vorteile zu verschaffen (Genossenschaft). In den letzten Jahren hat sich hier ein Wandel vollzogen (Neuberger, 2006, S. 387 - 396). Neben der ökonomischen Handlungsart werden zunehmend andere Faktoren wichtig, wie beispielsweise die Wirtschaftsethik. (Küpper, 2011, S. 3 - 6). Für den Begriff Wirtschaftsethik gibt es keine einheitliche Definition. Je nach Betrachtungswinkel (Politologie, Soziologie, Psychologie oder Ökonomie) wird ethisches Verhalten und Handeln anders definiert und aufgefasst (Arenberg, 2015, S. 19). Unterdessen kann die Wirtschaftsethik auf Makro-, Meso- und Mikroebene betrachtet werden (Götzelmann, 2010, S. 10-12).

In diesem Fallbeispiel handelt es sich um die unternehmensethische Frage, ob in eine Technologie investiert werden soll, um sich perspektivisch ökologisch korrekt zu verhalten. Die Alternative ist der Verzicht auf die Investition, um so die Gewinnerwartung des Unternehmens zu erhalten. Damit einhergehend würde der Ökologie eine klare Absage erteilt werden.

Ziel der Arbeit ist es, der Geschäftsleitung eine fundierte Entscheidung zu erläutern, welche wissenschaftlich gestützt wird.

2. Analyse

2.1 Stakeholderanalyse

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1.1 Stakeholderanalyse (eigene Darstellung)

Die Abbildung 1.1 zeigt die verschiedenen Interessengruppen an der Entscheidung, ob in die Technologie investiert oder ob nicht investiert werden soll, mit den dazugehörigen Interdependenzen (Freeman R. Edward, 1984). Zum einen ist die „Ökologengruppe“ zu nennen. Diese sind hauptsächlich daran interessiert, dass das Unternehmen umweltrechtliche Vorschriften einhält oder sich darüber hinaus ökologisch verhält. Die Mitbewerber werden dieser Gruppe zugeordnet, da bei einem Verstoß seitens des Kunststoff – Formbau – Unternehmens gegen die Ökologie, die Mitbewerber dies als Machtinstrument missbrauchen könnten, um das Unternehmen zu diskreditieren (Neuberger, 2006, S.85 – 97). So kann beim Phänomen „Whistleblowing“ (Berndt, T./Hoppler, I., 2005.) das konkurrierende Unternehmen sich einen unzufriedenen (Ex-)Mitarbeiter des Kunststoff – Form – Unternehmens suchen und ihn als Informationsquelle nutzen, um einen Imageschaden zu verursachen. Zum anderen ist die Gruppe der Ökonomen zu nennen. Diese Gruppe hat das größte Interesse daran, das das Unternehmen wirtschaftlich handelt und somit Gewinne erzielt, auch wenn dies zu Lasten der Umwelt geht. Zwischen den beiden Gruppen stehen die Kunden und die Umweltabteilung. Die Umweltabteilung hat die Aufgabe den konkurrierenden Zielvorstellungen gerecht zu werden und Ökologie & Ökonomie zu vereinen. Die Kunden wiederum sind daran interessiert, dass das Produkt ökologisch produziert wird und dabei preiswert bleibt.

Die Interdependenzen zeigen auf, dass eine Entscheidung zu Gunsten einer Gruppe zu Lasten einer anderen Gruppe geht und die Vereinbarkeit beider Ziele konkurrierend ist.

2.2 Konfliktanalyse

Es handelt sich hierbei um einen Entscheidungskonflikt auf der Mesoebene, also der Ebene der Unternehmensethik (Götzelmann, 2010, S. 10 – 12). Die Konfliktanalyse orientiert sich an der Vorgehensweise von Tries/ Reinhardt (2008, S. 129 – 160). Das Kunststoff – Formbau – Unternehmen hält derzeit die Umweltstandards ein und leitet die Giftstoffe, welche derzeit noch im Rahmen der Gesetzgebung sind, in den nahe gelegenen See. Dies hat zur Konsequenz, dass die Fische des Sees derzeit nicht zum Verzehr geeignet sind, obwohl das Unternehmen sich derzeit ethisch und juristisch betrachtet korrekt verhält. Eine Änderung der Gesetzgebung in Bezug auf die maximalen Giftstoffwerte ist zu erwarten, wenn auch nicht klar ist, zu welchem Zeitpunkt dies umgesetzt wird.

Zunächst scheint es die Variante zu geben, dass das Unternehmen in eine Technologie investiert, um proaktiv perspektivische Veränderungen der Gesetzgebung und der Umweltgruppen vorzubeugen. Hierbei besteht die Problematik darin, dass das Unternehmen bei einer Entscheidung für die Investition in die Technologie, die Gewinnerwartung gefährden wird. Dies wiederum erklärt auch die Variante, nicht in die Technologie zu investieren und somit die Gewinnerwartung zu erhalten.

Als Konfliktparteien kann die Gruppe der Ökologen und die Gruppe der Ökonomen identifiziert werden. Die Entscheidung, welche die Umweltabteilung zu fällen hat, wird von diesen beiden Gruppen determiniert. Nachdem die Ziele der beiden Gruppen nicht miteinander vereinbar sind, besteht der Konflikt darin, zu wessen Gunsten die Entscheidung getroffen wird. Somit ist dies ein reiner Zielkonflikt mit einer Win – Lose – Lösung (Tries/Reinhardt, 2008, S. 69 – 79). Hierbei ist anzumerken, dass über einen Mittelweg, welche eine mögliche Vereinbarkeit darstellen könnte, zu einem späteren Zeitpunkt mitdiskutiert wird. Die Abhängigkeiten der Gruppen sind der Stakeholderanalyse zu entnehmen, wobei deutlich wird, dass zwischen fast allen Interessengruppen Interdependenzen bestehen.

2.3 Das CSR – Modell nach Carroll

Das sogenannte Corporate – Social – Responsibility Modell (kurz: CSR – Modell) stellt neben der ökonomischen Sichtweise nach Adam Smith (Smith, 2013) die gesellschaftliche Verantwortung in den Vordergrund. Es wird das CSR – Modell von Carroll zugrunde gelegt (Carroll, Ab.B., 1991, S. 42):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.1 Carroll´s Pyramide der CSR (Quelle: Rode Stefan, 2012, Internetquelle)

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Corporate Social Responsibility. Wirtschaftsethik anhand eines Fallbeispiels
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
14
Katalognummer
V371992
ISBN (eBook)
9783668499997
ISBN (Buch)
9783668500006
Dateigröße
575 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
CSR, Corporate Social Responsibility, Werte und Konflikte
Arbeit zitieren
Christian Grün (Autor), 2016, Corporate Social Responsibility. Wirtschaftsethik anhand eines Fallbeispiels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/371992

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