Demographische Entwicklung und Wirtschaftswachstum


Seminararbeit, 2017
24 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Allgemeine Einführung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Demographische Entwicklung
2.1 Definition Demographie
2.2 Einflussfaktoren
2.2.1 Fertilität
2.2.2 Mortalität
2.2.3 Migration
2.3 Trends
2.3.1 Entwicklung Geburtenrate
2.3.2 Entwicklung Lebenserwartung
2.3.3 Entwicklung Migration

3 Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum
3.1 Konsum
3.2 Arbeitskräfteangebot

4 Handlungsempfehlungen
4.1 Zuwanderung
4.2 Verlängerung Lebensarbeitszeit
4.3 Bildung
4.4 Vereinbarkeit von Familie und Beruf

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Bevölkerungspyramide

Abbildung 2: Geburtenziffer

Abbildung 3: Altersstruktur Bevölkerung

Abbildung 4: Migration in Deutschland

1 Einleitung

1.1 Allgemeine Einführung

Die Demographische Entwicklung in Europa und speziell in Deutschland gehört zu einer der größten Herausforderungen unserer Zeit. Während die Weltbevölkerung immer schneller wächst und im Jahr 2100 die Marke von 11 Mrd. Menschen überschreiten wird, schrumpft Sie in Deutschland und wird im Vergleich bei ca. 63 Mio. liegen.1

Aber die Bevölkerung in Deutschland nimmt nicht nur ab, auch ihre Struktur verändert sich. So ist Deutschland neben Japan bereits jetzt eines der Länder mit einer der ältesten Bevölkerungen. Gleichzeitig bewegt sich die Geburtenrate in Deutschland global auf einem sehr niedrigen Wert. Die Auswirkungen dieser Veränderung sind tiefgreifend, sowohl für die Gesellschaft als auch für die Wirtschaft in Deutschland. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die letzten so gravierenden ökonomischen Auswirkungen lange zurückliegen. Die Pestepidemie im 15. Jahrhundert tötete in Deutschland ca. ein Drittel der Erwerbspersonen.2

In der Öffentlichkeit findet seit Jahren ein Demographiediskurs statt, in dem vor der „Bevölkerungsalterung“3 und einer „demographischen Zeitbombe“4 gewarnt wird. Aber ist es wirklich so dramatisch und sind die Folgen alle negativ oder spielen hier politische Interessen und Angst vor Veränderung eine große Rolle?

Der Demographische Wandel stellt Deutschland vor große gesellschaftliche und ökonomische Herausforderungen, aber er bietet auch Chancen für Reformen und einen optimistischen Blick in die Zukunft.

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf das zukünftige Wirtschaftswachstum in Deutschland.

Zuerst werden die Theoretischen Grundlagen und Einflussfaktoren auf die Demographische Entwicklung aufgezeigt. Anschließend werden die zukünftigen Prognosen dieser Faktoren beschrieben. Die Daten beruhen auf der 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes von 2015. Der Hauptteil der Arbeit beantwortet die Kernfrage, welche ökonomischen Auswirkungen die demographische Entwicklung auf das Wirtschaftswachstum in Deutschland hat. Der Schwerpunkt liegt hier auf den Feldern des Arbeitskräfteangebots, der Konsumveränderungen und der Kapitalrenditen. Der ebenfalls wichtige Punkt der sozialen Sicherungssysteme, wie z.B. der gesetzlichen Rentenversicherung, wird nur angeschnitten, da dies sonst den Umfang der Seminararbeit sprengen würde. Am Ende der Arbeit werden Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen zur Abmilderung der Folgen gegeben.

Das Fazit fasst die Kernelemente noch einmal zusammen und enthält ein persönliches Statement des Autors.

2 Demographische Entwicklung

2.1 Definition Demographie

Demographie (auch Demografie) ist aus dem Altgriechischen abgeleitet und bedeutet so viel wie Volksbeschreibung.5 Sie ist Teil der Bevölkerungswissenschaft und beschreibt die aktuelle Struktur der Bevölkerung.6

2.2 Einflussfaktoren

Natürliche Einflussfaktoren auf die Demographische Entwicklung sind die Fertilitätsrate (Geburtenhäufigkeit) und die Mortalität (Lebenserwartung). Beide entwickeln sich langsam und lassen sich daher gut prognostizieren. Der dritte Einflussfaktor ist die Migration (Zu- und Auswanderung). Diese ist von vielen Faktoren abhängig und daher schwer zu planen.7

2.2.1 Fertilität

Die Fertilität gibt die Geburtenentwicklung der Bevölkerung wieder und hat den größten Einfluss auf das Bevölkerungswachstum. Sie wird oft als „Zusammengefasste Geburtenziffer (Total Fertility Rate - TFR)“ angeben und gibt die durchschnittliche Kinderzahl einer Frau im Alter zwischen 15 und 49 Jahren an. Um eine „Bestandserhaltung“ zu gewährleisten, ist eine Geburtenziffer von 2,1 Kindern pro Frau nötig. 8

2.2.2 Mortalität

Die Mortalität gibt die Lebenserwartung der Bevölkerung an. Gemessen wird sie anhand der durchschnittlichen Lebenserwartung eines Neugeborenen. Sie gibt an, wie viele Jahre ein neugeborenes Kind noch zu leben hat. Die Lebenserwartung hat sich seit Einführung der Sterbetafeln im Jahr 1871 stetig erhöht. Gründe dafür sind Fortschritte im Bereich der Medizin, besserer Arbeitsbedingungen und einer allgemeine Verbesserung der Lebensbedingungen.9

So lag die Säuglingssterblichkeit im Jahr 1900 noch bei ca. 20%, während Sie heute bei nur noch 0,4% liegt. Gleichzeitig erhöhte sich die ferne Lebenserwartung, die Zeit die ein z.B. 65-jähriger Mann noch zu leben hat: von 9,6 Jahre im Jahr 1871 auf 17,5 Jahre im Jahr 2012. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt aktuell bei 77,7 Jahren bei Männern und 82,8 Jahren bei Frauen.10

2.2.3 Migration

Der dritte Einflussfaktor auf die demographische Entwicklung ist die Migration. Gemeint ist hier nicht die Binnenmigration (innerhalb eines Landes), sondern die internationale Migration. Sie berechnet sich aus der Differenz der Zu- und Fortzügen. Diese ergibt den Wanderungssaldo.11

Sie ist schwer planbar, da Sie von vielen kaum zu beeinflussenden Faktoren abhängt. Zum einem von politischen oder wirtschaftlichen Krisen in den Herkunftsländern und zum anderen von den wirtschaftlichen oder sozialen Angeboten des Ziellandes.12 Die Bereitschaft zur Aufnahme von Migranten im Zielland spielt eine ebenso große Rolle.13

2.3 Trends

Laut neusten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (2017) lebten Ende 2016 in Deutschland etwa 82,8 Millionen Menschen. Damit ist die Bevölkerung dank des hohen Wanderungssaldo wieder deutlich gewachsen und hat den höchsten Stand in der Geschichte der Bundesrepublik erreicht.14

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Bevölkerungspyramide

Bei diesen Rekorden wird es langfristig nicht bleiben. Wie aus Abb. 1 zu sehen ist, rückt die große Gruppe der „Baby Boomer“ immer näher an das obere Ende der Bevölkerungspyramide. Gut zu sehen ist auch die immer kleiner werdende Anzahl an jungen Menschen die nachrücken. So ist davon auszugehen, dass die zukünftige Bevölkerung in Deutschland immer weiter schrumpft.

[...]


1 vgl. United Nations (2015)

2 vgl. Börsch-Supan (2009), S. 21 f.

3 Börsch-Supan (2009), S. 22

4 Kaufmann/Krämer (2015), S. 13

5 vgl. Bibliographisches Institut GmbH (18.02.2017)

6 vgl. Gabler Wirtschaftslexikon (14.02.2017)

7 vgl. SVR (2011), S. 13

8 vgl. Dickmann (2005), S. 16 f.

9 vgl. Statistisches Bundesamt (2015), S. 34

10 vgl. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (2016), S. 43

11 vgl. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (2016), S. 43

12 vgl. Statistisches Bundesamt (2015), S. 37

13 vgl. SVR (2011), S. 13

14 vgl. Statistisches Bundesamt (2017)

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Demographische Entwicklung und Wirtschaftswachstum
Hochschule
Hanseatische Verwaltungs- und Wirtschafts- Akademie VWA gemeinnützige GmbH, Studienzentrum Hamburg
Note
1,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
24
Katalognummer
V372036
ISBN (eBook)
9783668506718
ISBN (Buch)
9783668506725
Dateigröße
851 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
demographische, entwicklung, wirtschaftswachstum
Arbeit zitieren
Sebastian Fricke (Autor), 2017, Demographische Entwicklung und Wirtschaftswachstum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372036

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