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Gandalf und Transformationale Führung im Film "Herr der Ringe: Die Gefährten"

Darstellung des Führungskonzepts anhand einer Filmanalyse

Title: Gandalf und Transformationale Führung im Film "Herr der Ringe: Die Gefährten"

Seminar Paper , 2017 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Rebekka Böhm (Author)

Leadership and Human Resources - Management Styles
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Filme erzählen nicht nur eine eigene Geschichte, sondern spiegeln auf ihre eigene Art und Weise gesellschaftliche Strukturen wider. Dabei reflektieren sie auch Organisations- sowie Personalstrukturen, die sie in Form von verschiedenen Handlungssträngen wiedergeben. So handeln Filme unter anderem auch von Führungskräften. Diese betriebswirtschaftlichen Aspekte soll die vorliegende Arbeit in der Filmanalyse des Films „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ erklären und analysieren. Dabei wird insbesondere der Stil der transformationalen Führung beleuchtet und anhand Gandalfs Verhalten erklärt.

Die Seminararbeit definiert im ersten Schritt den Begriff „Führung“ und beleuchtet im anschließenden Kapitel den Führungsstil der transformationalen Führung. Die transformationale Führung nach Burns wird hierbei berücksichtigt und erklärt. Dabei wird auch auf die vier „I’s“, die vier Techniken, eingegangen, welche gemeinsam das Führungskonzept ausmachen. Diese werden in einzelnen Unterkapiteln ausführlich erklärt und mithilfe des Films analysiert. Insbesondere die Figur Gandalf in seiner Rolle als transformationaler Führer wird hier herangezogen, um das Führungskonzept zu erläutern. Darauf folgt das letzte Kapitel der Seminararbeit, um im Schlussteil zusammenfassend einen Ausblick geben zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

2. Führung

3. Transformationale Führung

3.1 Idealisierter Einfluss/ Charisma

3.2 Inspirierende Motivierung

3.3 Intellektuelle Stimulierung

3.4 Individuelle Mitarbeiterorientierung

4. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der transformationalen Führung anhand der Figur Gandalf aus dem Film „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“. Ziel ist es, durch eine Filmanalyse aufzuzeigen, wie transformationale Führungsstile und die dazugehörigen Techniken in praktischen Führungssituationen angewendet werden.

  • Grundlagen der Führungslehre und Differenzierung zwischen transaktionaler und transformationaler Führung.
  • Analyse der vier „I’s“ der transformationalen Führung (Idealisierter Einfluss, Inspirierende Motivierung, Intellektuelle Stimulierung, Individuelle Mitarbeiterorientierung).
  • Anwendung theoretischer Führungsmodelle auf filmische Charaktere und Interaktionen.
  • Untersuchung des Verhältnisses zwischen Führungsperson und Geführten in Krisensituationen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Idealisierter Einfluss/ Charisma

Im Zusammenhang mit der Herrschaftssoziologie wird der Begriff „Charisma“ von Max Weber eingeführt, wobei er stets zwischen Macht und Herrschaft unterscheidet. Macht steht dabei für das Durchsetzen gegen Widerstand, wohingegen Herrschaft in der Gesellschaft als legitim akzeptiert wird. Weber behauptet, dass Charisma „eine besondere, magische, übernatürliche, übermenschliche, außeralltägliche Qualität der Persönlichkeit“ (Neuberger 2002: 146) ist, die sich außerdem „über bestehende Ordnungen hinweg [setzt]“ (Neuberger 2002: 147). Diese charismatische Persönlichkeit wird laut Weber von ihren Anhängern bewertet und als Heldenkraft oder Vorbild betrachtet.

Dörr behauptet, dass seit Mitte der 80er Jahre Führungspersönlichkeit mit charismatischer Führung verstärkt untersucht wird. Dabei geht es um die Eigenschaften und die Verhaltensweisen des Führers, welche einen Einfluss auf die Effektivität der Führung haben (vgl. Dörr 2008: 9). Seit der 1980er wird demzufolge vermehrt auf Charisma in der Führung eingegangen. Ausschlaggebend dafür ist House’ Auswertung von Studien im Rahmen der Assessment-Center-Bewegung. Als Ergebnis dieser Studien stellt House die Wirkung von charismatischen Führern vor. Er behauptet, dass charismatische Führer als „Modelle für das Wertsystem“ von Geführten wirken, in ihnen Motive und Ziele wecken und mittels ihres Vertrauens in die Geführten „deren Selbstachtung und Selbstvertrauen“ erhöhen (Neuberger 2002: 145).

Webers bürokratischer Ansatz wird daher kritisiert. Neuberger schlägt vor, charismatische Führung als ein Zusammenspiel von Persönlichkeitsattribut, charakteristischer Beziehung zwischen Führer und Geführten, Charisma als Krisen oder Notlösung zu betrachten, die stets in ihrer Interaktion zwischen Führer, Geführten und der Aufgabe bzw. dem Ziel wirken (Neuberger 2002: 157). Dabei behauptet Neuberger, dass charismatische Führer auf Geführte wirken und sie „zu hohem Einsatz, Selbstlosigkeit oder gar Selbstaufopferung inspirieren“ (161). Allerdings setzt er dem voraus, dass die Geführten den Führer verehren. Andernfalls werden die Eigenschaften kritischer wahrgenommen, zum Beispiel als narzisstisch, wahnsinnig, machtgierig, egoistisch, arrogant oder grausam (vgl. Neuberger 2002: 161). Diese Verehrung sieht man auch im Film. Insbesondere die Trauerszene nach Gandalfs Tod zeigt, dass die Geführten ihn verehren, da sie ihm mit Abschiedsworten huldigen (2:30).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Seminararbeit, Vorstellung der Filmtrilogie „Der Herr der Ringe“ und der Rolle Gandalfs als Führungspersönlichkeit sowie die Zielsetzung der Analyse.

2. Führung: Definition des Begriffs Führung in der Betriebswirtschaftslehre und Abgrenzung zwischen transaktionaler und transformationaler Führung.

3. Transformationale Führung: Erläuterung des theoretischen Konzepts der transformationalen Führung nach Burns und Einleitung der vier Techniken (die vier „I’s“).

3.1 Idealisierter Einfluss/ Charisma: Untersuchung des Charisma-Begriffs nach Weber und dessen Bedeutung für die charismatische Führung in Krisensituationen.

3.2 Inspirierende Motivierung: Analyse der Kommunikation von Zukunftsvisionen und Werten, um Geführte zu motivieren und Stolz auf die gemeinsame Aufgabe zu erzeugen.

3.3 Intellektuelle Stimulierung: Darstellung, wie Führungspersonen Geführte dazu ermutigen, bestehende Praktiken und Überzeugungen kritisch zu hinterfragen.

3.4 Individuelle Mitarbeiterorientierung: Fokus auf die Wertschätzung der individuellen Persönlichkeiten der Geführten durch die Führungsperson zur Förderung persönlicher Potenziale.

4. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der gewonnenen Erkenntnisse über Gandalf als transformationaler Führer und Vorschläge für weiterführende Analysen der Trilogie.

Schlüsselwörter

Transformationale Führung, Führung, Gandalf, Der Herr der Ringe, Filmanalyse, Charisma, Motivierung, Intellektuelle Stimulierung, Mitarbeiterorientierung, Betriebswirtschaftslehre, Krisensituation, Führungskräfte, Personalentwicklung, Vision, Führungsstil

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht betriebswirtschaftliche Führungskonzepte, konkret die transformationale Führung, anhand der filmischen Darstellung des Charakters Gandalf im ersten Teil der „Herr der Ringe“-Trilogie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt Themen der Führungsforschung, insbesondere die Abgrenzung von transaktionaler und transformationaler Führung sowie die spezifischen Techniken zur Beeinflussung und Motivation von Geführten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das theoretische Konzept der transformationalen Führung anhand konkreter Szenen aus dem Film „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ praktisch zu erläutern und zu belegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Filmanalyse, um das theoretisch definierte Führungsverhalten der Figur Gandalf auf dessen Anwendung der vier „I’s“ der transformationalen Führung zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die Führung, die Erläuterung der transformationalen Führung und die detaillierte Analyse ihrer vier Sub-Techniken (Charisma, Inspiration, Intellektuelle Stimulierung, Individualisierung).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Transformationale Führung, Gandalf, Filmanalyse, Führungskompetenzen, Charisma, Motivierung und Organisationsentwicklung sind zentrale Begriffe dieser Arbeit.

Wie definiert die Autorin die Rolle Gandalfs im Film?

Gandalf wird als transformationale Führungsperson dargestellt, die durch Visionen, intellektuelle Anregungen und individuelle Förderung die Gemeinschaft der Gefährten zum Erreichen eines höheren Ziels motiviert.

Welche Bedeutung kommt der Krisensituation bei?

Laut Arbeit bieten Krisensituationen (wie der drohende Untergang Mittelerdes) den idealen Nährboden für charismatische Führung, da Geführte in diesen Situationen eher nach Orientierung suchen und bereit sind, sich neuen Führungsvisionen anzuschließen.

Warum ist die individuelle Mitarbeiterorientierung für Gandalf wichtig?

Sie ist wichtig, um die Einzigartigkeit der Gefährten, wie beispielsweise Frodo oder Aragorn, zu würdigen und deren spezifische Potenziale bei der Bewältigung der Mission zielgerichtet zu fördern.

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Details

Title
Gandalf und Transformationale Führung im Film "Herr der Ringe: Die Gefährten"
Subtitle
Darstellung des Führungskonzepts anhand einer Filmanalyse
College
Technical University of Chemnitz
Grade
1,0
Author
Rebekka Böhm (Author)
Publication Year
2017
Pages
12
Catalog Number
V372538
ISBN (eBook)
9783668504523
ISBN (Book)
9783668504530
Language
German
Tags
Führungsstil Personal und Organisation Filmanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rebekka Böhm (Author), 2017, Gandalf und Transformationale Führung im Film "Herr der Ringe: Die Gefährten", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372538
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