Der Alterssuizid in der Antike. Ciceros "Cato maior" und Senecas "Epistulae morales"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2017

18 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Suizid in der Antike
2.1 Zur Begrifflichkeit
2.2 Der Suizid in der antiken Philosophie
2.3 Ein Blick in die sozialhistorische Realität

3 Cicero und Seneca über den Alterssuizid
3.1 Cicero über den Alterssuizid
3.1.1 Cicero und seine philosophische Haltung
3.1.2 Die Darstellung des Alterssuizids im Cato maior
3.2 Seneca über den Alterssuizid
3.2.1 Seneca und seine philosophische Haltung
3.2.2 Die Darstellung des Alterssuizids in den Epistulae morales

4 Fazit

5 Bibliographie

1 Einleitung

Cicero behandelt in seinem Dialog, dem Cato maior, einer Verteidigungsschrift gegen die Beschwerlichkeiten des Alters, das Thema Alter und den damit verbundenen Tod. Gerade im letzten Teil des Werks, wenn es um die Todesnähe im Alter geht, nimmt Cicero Stellung zum Alterssuizid, durch den bereits die Griechen bewusst das vom Leiden geprägte Alter beendeten.[1] Er reiht sich damit in eine antike Diskussion über den im Alter begangenen Suizid ein, an dessen Spitze Seneca steht. Als Anhänger der Stoa wird er als entschiedener Selbstmordapostel bezeichnet, was vor allem in seinen Epistulae morales sichtbar wird.[2] Die vorliegende Arbeit soll das Thema des Alterssuizids anhand spezifischer Textbeispiele beleuchten und untersuchen, wie die Selbsttötung bei Cicero und Seneca repräsentiert wird, um diese anschließend miteinander in Beziehung zu setzen. In diesem Zusammenhang ist es unumgänglich zunächst auf die Rolle des Suizids in der Antike allgemein einzugehen. Einführende Worte zur Begrifflichkeit sollen einen ersten Anhaltspunkt bieten, um die vorherrschende Haltung in der antiken Philosophie über den Suizid nachzuvollziehen. Schließlich ist ein Blick in die Realität notwendig, um einen Transfer zwischen philosophischer Idealvorstellung und sozialhistorischer Realität leisten zu können. Zentrales Augenmerk sollen die Sichtweisen Ciceros und Senecas bzgl. des Alterssuizids erhalten. Dafür soll zunächst kurz die philosophische Haltung Ciceros und Senecas dargestellt werden, um im Anschluss ausgewählte Textpassagen aus dem Cato maior und den Epistulae morales zu präsentieren.[3] Dabei soll untersucht werden, wie sich Cicero und Seneca durch die jeweilige literarische Verarbeitung zum Alterssuizid positionieren. Stellen sie ausschließlich Gegenpositionen dar oder lassen sich vereinbare Positionen ausfindig machen? Darüber hinaus soll die sprachliche Ebene nicht vernachlässigt werden. Vielmehr sollen charakteristische Begrifflichkeiten und mögliche Metaphern für den Alterssuizid herausgearbeitet werden, um den einzelnen Sichtweisen Nachdruck zu verleihen. Schließlich erscheint es sinnvoll, die Ergebnisse in einem Fazit zusammenzufassen und sie mit der heutigen aktuellen Diskussion über ein menschenwürdiges Altern zu verknüpfen. Haben etwa Cicero und Seneca in der Antike ein ethisches Problem erkannt, das heute mehr denn je zur Diskussion steht?

2 Der Suizid in der Antike

Um die Rolle des (Alters-)Suizids in der Antike nachvollziehen zu können, sollen einführende Worte zur Begrifflichkeit erfolgen. Im Anschluss daran soll auf die Haltung der antiken Philosophie zum Suizid eingegangen werden, um abschließend einen Transfer zur sozialhistorischen Realität zu leisten.

2.1 Zur Begrifflichkeit

Im Gegensatz zur heutigen pejorativen Sichtweise, die bereits durch die Wortwahl ‚Selbstmord‘ verdeutlicht wird, bemühte man sich in der römischen Antike um eine neutrale Begriffsverwendung.[4] Hofmann erklärt, dass „die lateinische Sprache [.] lange keinen eigenständigen Terminus für die Selbsttötung [kannte], sondern [.] das Phänomen zumeist mit Komposita wie mors voluntaria/spontana, exitus/finis voluntarius oder mit Verbalkonstruktionen wie se occidere, excedere e vita und ähnlichem [formulierte].“[5]

Dies macht deutlich, dass die Antike mit den genannten Begrifflichkeiten nicht über das Phänomen der Selbsttötung urteilte, sondern es „direkt, meist mit Verbalkonstruktionen, in der Form des Vorgangs [bezeichnete].“[6] So ist es nicht verwunderlich, wenn sich die römische Antike „sowohl in der Literatur und Philosophie als auch in der Gesetzgebung durch [eine] weitgehend liberale, offene und bisweilen sogar lobende Einstellung zum Suizid [auszeichnete].“[7] Van Hooff unterstützt diese These, indem für ihn „die herkömmlichen Bezeichnungen [.] im Lateinischen mors voluntaria und im Griechischen hekousios thanatos[8] die Selbsttötung als einen „Akt der Willensstärke“[9] erscheinen lassen. Konsultiert man zum Begriff des Suizids den Neuen Pauly, wird diese neutrale, teilweise sogar positive Bewertung durch den Umstand verstärkt, dass „das röm. Recht im allg. keine Strafe für Selbstmörder [kannte].“[10] Es kann somit festgehalten werden, dass in der römischen Antike der Selbsttötung Toleranz entgegen gebracht wurde, was sich im Verlauf der Zeit wandelte. So geriet das Phänomen der Selbsttötung mit dem Eintritt des Christentums zunehmend in Verruf und wurde durch den 1177 geschaffenen Neologismus suicidium als Sünde verurteilt.[11] Eine Erklärung für die negative Konnotation liefert die Annahme von Hofmann, die im christlichen Mittelalter geschaffene Konstruktion sei „wohl in Analogie zu homicidium […] gebildet [worden]“[12] und erinnere „an eine Kontraktion von ‚Sich-Töten‘ (se caedere) und Mord (homicidium) […].“[13] Die durch die verschiedenen Begrifflichkeiten entstandenen Werturteile sind auch im deutschen Sprachgebrauch sichtbar. Bähr weist demnach jeder Begrifflichkeit eine unterschiedliche moralische Haltung zu, wenn er beispielsweise dem ‚Selbstmord‘ eine „religiös-moralische Verwerflichkeit“ oder dem ‚Freitod‘ eine „Legitimität, gar [einen] Heroismus“[14] unterstellt. Schließlich können die Begriffe ‚Selbsttötung‘ und ‚Suizid‘ als neutralste unter den im deutschsprachigen Raum verwendeten Begriffen gelten, da sie sowohl häufige wissenschaftliche als auch juristische Verwendung finden.[15] Entgegen der im christlichen Mittelalter negativen Konnotation, gilt der Begriff ‚Suizid‘ im deutschsprachigen Raum als wertfrei und „wird [außerdem] im Angloamerikanischen und Französischen benutzt.“[16] Im Folgenden soll deshalb der Begriff ‚Suizid‘ verwendet werden, um jegliche bewertende Äußerung zu vermeiden.

2.2 Der Suizid in der antiken Philosophie

Dass sich die römische Antike nahezu positiv zum Suizid äußert, lässt sich zum Großteil auf die ebenso tolerante Darstellung des Suizids in der antiken Philosophie zurückführen.[17] Hofmann betont hierbei besonders die Leistung Senecas, der als Vertreter der Stoa zu einer „eindeutig positiv besetzten […] Haltung“ zum Suizid beigetragen hat. Im Folgenden soll deshalb eine Verbindung zwischen den philosophischen Lehren und dem Suizid hergestellt werden, um im weiteren Verlauf Ciceros und Senecas Haltung zum Alterssuizid besser nachvollziehen zu können.

In der Literatur werden übereinstimmend zwei philosophische Denkansätze zum Suizid präsentiert. So nennen Schiemann und Hofmann einerseits „die Anhänger und Nachfolger Platons, [die] den Suizid verurteilten“[18], andererseits die Epikureer, Kyniker und vor allem die Stoiker, die „den Suizid als Ausdruck der individuellen Freiheit hinnahmen, ja sogar ausdrücklich guthießen.“[19] Hofmann stellt die Beweggründe der einzelnen philosophischen Lehren, die zu Kritik oder zu Lob des Suizids veranlassten, ausführlich dar. Demnach lehnten die Pythagoreer den Suizid aus der religiösen Annahme heraus ab, „dass die Seele im Diesseits Reinheit erlangen müsse, bevor sie aus dem Gefängnis des Körpers entfliehen könne. Die Existenz im Körper wird als Strafe Gottes angesehen, von der sich der Mensch nicht eigenwillig lösen könne.“[20] Die Kritik Platons und seiner Anhänger am Suizid basierte in erster Linie auf dem Ansatz der Pythagoreer, wird aber noch durch ein zweites Argument erweitert, nämlich dass „der Mensch [.] Besitz Gottes [sei] und [.] sich nicht [.] ohne Zeichen von Gott [töten dürfe].“[21]

Demgegenüber steht die Legitimierung des Suizids durch die Epikureer, die zwar „diejenigen kritisieren, die [.] die Furcht vor dem Tode in den Suizid treib[t]“[22], die Selbsttötung „unter bestimmten Umständen“[23] aber nicht konsequent ablehnten. Noch deutlicher positionierten sich die Stoiker zum Suizid: „Auf der Grundlage, dass Leben und Tod moralisch weder als gut noch als schlecht bewertet, sondern als indifferentia behandelt werden, ist auch die Selbsttötung nicht grundsätzlich schlecht oder gut.“[24] Im Falle eines vernunftgemäßen Suizids erteilten die Stoiker nicht nur die Erlaubnis dazu, sondern sahen darin „unter Umständen auch eine sittliche Pflicht [.].“[25] So besteht kein Zweifel, dass unter der Stoa dem Suizid neben Toleranz auch Bewunderung entgegen gebracht wurde, was besonders an zwei berühmten römischen Selbstmördern deutlich wird. Sowohl Cato Uticensis als auch der Philosoph Seneca selbst lieferten der stoischen Philosophie ein glänzendes exemplum für einen ehrenhaften Suizid.[26] Für beide schien die Selbsttötung eine „moralische Verpflichtung“[27] zu sein, wie es sich nach Hofmann „besonders in der römischen Literatur und dem in ihr gerade in der späten Republik und frühen Kaiserzeit häufigen Auftreten von Suiziddarstellungen wieder[spiegelt].“[28] Dennoch muss abschließend gesagt werden, dass auch für die Stoiker „unehrenhafte Motive wie Feigheit oder schlechtes Gewissen“[29] existierten und damit dem Motiv und nicht der Tat selbst große Bedeutung zugemessen wurde.[30]

2.3 Ein Blick in die sozialhistorische Realität

Einen detaillierten Versuch, das Bild vom Alterssuizid in der Antike auf die Wirklichkeit zu übertragen, liefert van Hooff.[31] Zu Beginn seiner Untersuchung macht er jedoch deutlich, dass „alles was wir über Selbstmord in der Antike wissen, [.] auf Eindrücken [beruht]“[32] und somit spekulativ bleibt. Seiner Untersuchung zufolge war Suizid in der Antike – entgegen der allgemeinen Meinung – nicht allzu häufig.[33] Im weiteren Verlauf seiner Untersuchung benennt van Hooff sowohl modi als auch causae der antiken Selbsttötung. Dabei soll festgehalten werden, dass sich „die Vorliebe für harte Methoden [.] aus der Haltung, die man von einem ‚Selbsttöter‘ erwartete, [ergab].“[34] Denn wie im vorangehenden Kapitel deutlich wurde, zeichnete sich die Antike durch eine äußerst liberale Haltung gegenüber dem Suizid aus, sodass der durch Waffen, Erhängen oder Sturz herbeigeführte Tod „als ein Akt der Willensstärke angesehen [wurde].“[35] Um die Motive der antiken Selbsttötung zu rekonstruieren, bedient sich van Hooff Quellen aus dem römischen Recht.[36] Die Tatsache, „dass römische Juristen nicht besonders an Suizid interessiert waren […]“[37], ihn aber dennoch sehr differenziert behandelten, dürfte sich ebenfalls auf die positive Einstellung in der Antike zum Suizid zurückführen lassen.

Van Hoff liefert durch die Untersuchung von 87 belegten Fällen interessante Ergebnisse zum Alterssuizid.[38] Als in Frage kommende Motive für einen Alterssuizid werden neben pudor, taedium vitae, iactatio und impatientia doloris genannt.[39] Brandt weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass der „Alterssuizid bei den Römern [zwar] kaum explizit bezeugt [ist], [er] jedoch nicht selten vorgekommen sein [dürfte].“[40]

Auch wenn der taedium vitae nur in 11% der Fälle als Motiv für einen Alterssuizid belegt ist, wurde er „rechtlich und gesellschaftlich akzeptiert […].“[41] Van Hooff nennt als Musterbeispiel das Schicksal eines Pomponius Bassulus, dessen Grabinschrift berichtet, „mental and bodily suffering had exasperated him to such a degree that he had had enough of life.“[42]

Unter das Motiv der iactatio zählt van Hooff den häufig zitierten Brauch auf der Insel Keos, „laut welchem alte Frauen und Männer den Gebrechen des Alter durch freiwillige Selbsttötung zu entfliehen pflegten.“[43] Bei dieser „demonstrativen Selbsttötung“[44] handelt es sich um „das Bedürfnis, eine philosophische Lebenshaltung zu demonstrieren.“[45] Van Hooff sowie Brandt erwähnen in diesem Zusammenhang die großen griechischen Weisen, „von [denen] die Überlieferung zu berichten [weiß], dass sie in bemerkenswert hoher Zahl ihrem Leben selbst ein Ende gesetzt hätten.“[46] Die iactatio soll „zu einer Art modischem Trend in der Kaiserzeit“[47] geraten sein und galt zudem bei den römischen Juristen „als ‚legitime[r]‘ Grund für den Freitod.“[48] Belegt für das Motiv der impatientia doloris sind lediglich 18 Fälle; van Hooff verweist jedoch auf die Briefe des Plinius, „aus [denen] wir den Eindruck [bekommen], dass es seinerzeit […] ganz üblich war, das eigene Leben selbst zu beenden im Bewusstsein, dass ein Leiden unheilbar war.“[49] Er geht somit davon aus, dass die impatientia doloris weitaus häufiger verbreitet war, als durch die belegten Fälle ersichtlich wird. Darüber hinaus legitimieren die Aussagen antiker Berichte das Motiv der impatientia doloris, indem sie unter dieser Art von Suizid eine mors voluntaria verstehen.[50]

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der in der Antike weitaus neutral gebrauchte Begriff des Suizids in Verbindung mit der liberalen Haltung in der Philosophie steht. Vor allem die Stoa brachte dem Suizid große Toleranz entgegen. Ob der (Alters-)Suizid in der Antike demnach häufig vorkam, kann auch nach van Hooffs Untersuchung nicht sicher bestätigt werden, da vor allem der Mangel an Quellen ein Problem darstellt.

3 Cicero und Seneca über den Alterssuizid

Cicero und Seneca gehören zu einem kleinen Teil von Philosophen, deren Ansichten über den Suizid überliefert sind.[51] So offenbart Cicero in seinem Dialog Cato maior, aber auch in den Tusculanae Disputationes, De Finibus und etlichen weiteren Werken seine Ansichten über den Alterssuizid. Seneca gibt vor allem in den Epistulae morales ein Urteil über den im Alter praktizierten Suizid ab. Im Folgenden soll in Anbetracht des Umfangs dieser Arbeit anhand ausgewählter Textstellen aus De senectute und den Epistulae morales untersucht werden, wie Cicero und Seneca den Suizid in Verbindung mit einem hohen Alter präsentieren. Da die philosophische Haltung eng mit der Vorstellung von Tod und Alter verbunden ist, soll der jeweilige Autor zuvor kurz philosophisch eingeordnet werden.

3.1 Cicero über den Alterssuizid

3.1.1 Cicero und seine philosophische Haltung

„Cicero ist zeit seines Lebens skeptischer Akademiker geblieben […].“[52] Indem er die ‚skeptische Methode‘ favorisierte, bekannte er sich nicht einheitlich zu einer philosophischen Haltung. Seine Werke sind deshalb von mehreren philosophischen Richtungen beeinflusst. Dennoch lässt sich sagen, dass Cicero kein Stoiker war und somit dem Suizid vermutlich kritisch gegenüber stand. Dies soll jedoch im Folgenden untersucht werden.

3.1.2 Die Darstellung des Alterssuizids im Cato maior

Ciceros Cato maior wurde 44 v.Chr. verfasst und hält sich, wie seine griechischen Vorbilder Tithonos und Politeia an eine Dialogform, mittels derer der 84-jährige Cato maior als Sprachrohr des Cicero fungiert.[53] Dieser spricht mit seinen jüngeren Gesprächspartnern, Laelius und Scipio Africanus, über das Alter, indem er in der 1.Ps.Sg. eine Art Verteidigungsrede gegenüber den Vorurteilen des Alters hält.[54]

[...]


[1] Vgl. Brandt 2010, der einen Teil seiner Monographie den griechischen Überlegungen zum Suizid widmet.

[2] Vgl. Brandt 2002, 152.

[3] Der Cato maior wird im weiteren Verlauf dieser Arbeit aus folgender Ausgabe zitiert: De re publica, De legibus. Cato maior de senectute, Laelius de amicitia, hrsg. v. J. G. F. Powell, Oxford: Oxford University Press 2006 (Scriptorum classicorum bibliotheca Oxoniensis). Die Epistulae morales werden im weiteren Verlauf aus folgender Ausgabe zitiert: L. Annaei Senecae Ad Lucilium epistulae morales, hrsg. v. L. D. Reynolds, Oxford: Oxford University Press 1965.

[4] Vgl. Hofmann 2007, 9-11. Der Begriff ‚Selbstmord‘ lässt sich vor allem auch juristisch zum Oberbegriff des ‚Mordes‘ zählen, der nach § 211 StGB strafrechtliche Folgen hat.

[5] Hofmann 2007, 12.

[6] Ebd. So waren, um nur einige Beispiele zu nennen, folgende Verbalkonstruktionen in der Antike gebräuchlich: gladio transfigere, laqueo suspendere, se praecipitare, se occidere/interficere oder vitam finire. […].

[7] Hofmann 2007, 12-13.

[8] Van Hooff 2005, 26.

[9] Ebd.

[10] Schiemann, Gottfried, “Suizid”, in: Der Neue Pauly, hrsg. von: Hubert Cancik, Helmuth Schneider, Manfred Landfester. Consulted online on 05 March 2017 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e1125350> First published online: 2006.

[11] Vgl. Van Hooff 2005, 26. Diese negative Auffassung von Selbstmord verdeutlichte bereits Augustinus, der in De civitate Dei mit der Formel Qui se occidit, homicida est einen Selbstmörder schuldig spricht.

[12] Hofmann 2007, 11.

[13] Ebd.

[14] Bähr 2005, 2.

[15] Dies verdeutlichen u.a. die für die vorliegende Arbeit verwendeten Titel, wie etwa ‚Suizid in der Antike‘, ‚Suizid in der Spätantike‘ ‚Selbsttötung und (Geschichts-) Wissenschaft‘ oder ‚Sterben von eigener Hand. Selbsttötung als kulturelle Praxis‘.

[16] Swientek 2008, 27.

[17] Vgl. Hofmann 2007, 13.

[18] Schiemann, Gottfried, “Suizid”, in: Der Neue Pauly, hrsg. von: Hubert Cancik, Helmuth Schneider, Manfred Landfester. Consulted online on 05 March 2017 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e1125350> First published online: 2006.

[19] Schiemann, Gottfried, “Suizid”, in: Der Neue Pauly, hrsg. von: Hubert Cancik, Helmuth Schneider, Manfred Landfester. Consulted online on 05 March 2017 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e1125350> First published online: 2006.

[20] Hofmann 2007, 24-25.

[21] Hofmann 2007, 25. Hofmann macht darauf aufmerksam, dass trotz der deutlichen Ablehnung des Suizids, Ausnahmen zugelassen waren. Diese sollen in Anbetracht des Umfangs dieser Arbeit hier nicht weiter berücksichtigt werden.

[22] Hofmann 2007, 27.

[23] Hofmann 2007, 28.

[24] Ebd.

[25] Hofmann 2007, 29.

[26] Vgl. Schiemann, Gottfried, “Suizid”, in: Der Neue Pauly, hrsg. von: Hubert Cancik, Helmuth Schneider, Manfred Landfester. Consulted online on 05 March 2017 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e1125350> First published online: 2006. Inwieweit der Suizid Senecas von Kaiser Nero erzwungen war, soll hier nicht weiter berücksichtigt werden.

[27] Hofmann 2007, 29.

[28] Hofmann 2007, 29.

[29] Ebd.

[30] Ebd. Ehrenhaft für die Stoiker waren beispielsweise Personen, die sich töteten, um das Vaterland zu schützen oder ihre Ehre zu bewahren, wie es bei Cato Uticensis der Fall war.

[31] Van Hooff 2005, 25. In Anbetracht des Umfangs dieser Arbeit sollen an dieser Stelle nur die zentralen Aussagen dargestellt werden. Zu beachten bleibt die in der Antike niedrigere Lebenserwartung, die die Definition ‚Alter‘ beeinflusst hat.

[32] Van Hooff 2005, 25.

[33] Vgl. ebd. Die von van Hooff berechnete Selbstmordquote im Römischen Reich von 0,02 entspricht der Zahl der Opfer pro Hunderttausend pro Jahr. Van Hooff rechnet dazu die belegten Fälle von ca. 20.000 Personen, die auf einen Zeitraum von etwa 2000 Jahren Suizid begangen haben.

[34] Van Hooff 2005, 26.

[35] Ebd. Erwähnenswert ist hier van Hooffs Untersuchung, die inedia in 30% der Alterssuizide als Methode benennt.

[36] Vgl. Van Hooff 2005, 27.

[37] Ebd.

[38] Vgl. van Hooff 1990, 35.

[39] Vgl. van Hooff 1990, 35. Die Aufschlüsselung der Motive ist wie folgt: pudor (20%), impatientia (23%), iactatio (14%), taedium vitae (11%), dolor (11%), desperata salus (9%), necessitas (6%), devotio (2%), fides (1%) und exsecratio (1%).

[40] Brandt 2002, 152.

[41] Schiemann, Gottfried, “Suizid”, in: Der Neue Pauly, hrsg. von: Hubert Cancik, Helmuth Schneider, Manfred Landfester. Consulted online on 05 March 2017 <http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e1125350> First published online: 2006.

[42] Van Hooff 1990, 122.

[43] Brandt 2002, 96.

[44] Van Hooff 2005, 32.

[45] Van Hooff 2005, 27.

[46] Brandt 2002, 51. Zu den großen Weisen zählen bspw. Zeno, Diogenes und Epikur; ob die Überlieferungen mit dieser Annahme Recht behalten, muss allerdings kritisch betrachtet werden.

[47] Brandt 2002, 192.

[48] Van Hooff 2005, 27.

[49] Vgl. Van Hooff 1990, 35 und Van Hooff 2005, 33.

[50] Vgl. Van Hooff 2005, 33.

[51] Vgl. Van Hooff 1990, 130.

[52] Fuhrmann 1999, 201.

[53] Vgl. Cicero; Merklin 2011, 8-9.

[54] Vgl. Cicero; Merklin 2011, 12.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Der Alterssuizid in der Antike. Ciceros "Cato maior" und Senecas "Epistulae morales"
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
18
Katalognummer
V372979
ISBN (eBook)
9783668503144
ISBN (Buch)
9783668503151
Dateigröße
1030 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
alterssuizid, antike, ciceros, cato, senecas, epistulae
Arbeit zitieren
Anuschka Wanner (Autor), 2017, Der Alterssuizid in der Antike. Ciceros "Cato maior" und Senecas "Epistulae morales", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/372979

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