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Doppelbesteuerungsabkommen. Inhalt und Anwendungsbereich des Art. 15 Abs. 2 DBA Schweiz

Title: Doppelbesteuerungsabkommen. Inhalt und Anwendungsbereich des Art. 15 Abs. 2 DBA Schweiz

Term Paper , 2017 , 31 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Monja Wiebach (Author), Christian Müller (Author)

Law - Tax / Fiscal Law
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Im Rahmen der zunehmenden Globalisierung der Wirtschaft agieren fortwährend mehr Unternehmen und Konzerne länderübergreifend. Grenzüberschreitende Personalentsendungen gewinnen für international handelnde Unternehmen an Bedeutung, da ein verstärkter Bedarf zum Austausch von Arbeitskräften entsteht, um eine effiziente Allokation des Personaleinsatzes zu gewähren. In die Schweiz werden zahlreiche Arbeitnehmer entsandt, weil die Schweiz für viele deutsche Unternehmen ein interessanter und bedeutender Standort ist, da der Staat als Niedrigsteuerland gilt.

Eine Entsendung impliziert für den Arbeitnehmer verschiedene Risiken und Gestaltungsmöglichkeiten. Der Entsandte beabsichtigt eine Erhöhung seines Nettoeinkommens. Um diese Erwartungen erfüllen zu können, müssen die steuerlichen Handhabungen bei Personalentsendungen bedacht werden. Vordergründig müssen Maßnahmen zur Vermeidung von Doppelbesteuerung betrachtet werden, um dieses Ziel erreichen zu können.

Die Arbeitnehmerentsendung ist ebenfalls für die beteiligten Staaten von Bedeutung, da diese hinsichtlich der Einkommensbesteuerung Regelungen treffen und die Zuordnung des Besteuerungsrechts bestimmen. Zwischen Deutschland und der Schweiz ist seit dem 29.12.1972 ein Doppelbesteuerungsabkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung der Steuerverkürzung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (DBA) in Kraft. Die Vorschriften für Löhne, Gehälter und ähnliche Vergütungen aus unselbständiger Arbeit sind in Art. 15 DBA geregelt. In dieser Arbeit soll dargestellt werden, welche steuerlichen Folgen einem entsandten Arbeitnehmer in die Schweiz nach Art. 15 Abs. 2 DBA entstehen und welche Gestaltungsüberlegungen diesbezüglich bedacht werden können.

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Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Begriffe und Grundlagen

2.1 Arbeitnehmer

2.2 Einkommensteuerpflicht in Deutschland und Entstehung von Doppelbesteuerung

2.3 Ansässigkeit

3 Besteuerungskompetenz des Ansässigkeitsstaats nach Art. 15 Abs. 2 DBA

3.1 Ermittlung der Aufenthaltstage

3.2 Arbeitslohnzahlung durch den Arbeitgeber

3.3 Arbeitslohnzahlung zu Lasten einer Betriebsstätte des Arbeitgebers

4 Vermeidung der Doppelbesteuerung und Rückfallklauseln

4.1 Freistellungsmethode unter Progressionsvorbehalt

4.2 Rückfallklauseln

5 Gestaltungsüberlegungen bei einer Entsendung in die Schweiz

5.1 Nutzung des internationalen Steuergefälles

5.2 Ansässigkeit des Arbeitnehmers

5.3 Zeitplanung der An- und Abreise und Zurechnung der Arbeitslohnzahlung

5.4 Zeitplanung der Gehaltszahlungen

5.5 Alternative Vergütungsformen

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die steuerlichen Konsequenzen einer Arbeitnehmerentsendung von Deutschland in die Schweiz unter besonderer Berücksichtigung von Art. 15 Abs. 2 DBA sowie die damit verbundenen Möglichkeiten zur Steueroptimierung.

  • Steuerliche Ansässigkeit und Doppelbesteuerung
  • Besteuerungskompetenz nach dem DBA Deutschland-Schweiz
  • Berechnung der 183-Tage-Frist
  • Vermeidungsmechanismen für Doppelbesteuerung und Rückfallklauseln
  • Gestaltungsstrategien zur Maximierung des Nettoeinkommens

Auszug aus dem Buch

3.1 Ermittlung der Aufenthaltstage

Nach Art. 15 Abs. 2 Buchst. a DBA kommt die sog. 183-Tage-Frist zur Anwendung. Demnach darf sich der Arbeitnehmer nicht länger als 183 Tage in der Schweiz aufhalten, um diese Voraussetzung zu erfüllen. Für die Berechnung der 183-Tage-Frist ist nach dem DBA der tatsächliche Aufenthalt des Arbeitnehmers im Tätigkeitsstaat maßgeblich. Das Kriterium der Aufenthaltsdauer wird für die Bestimmung der 183-Tage-Frist genutzt, da diese Zählweise leicht anwendbar sei. In dem OECD-Musterkommentar (OECD-MK) wird dies damit begründet, dass eine Person nur in einem Land körperlich anwesend sein kann. Daher wäre der Nachweis, wann der Arbeitnehmer in welchem Land war, leicht zu erbringen. Der OECD-MK und die Finanzverwaltung definieren, welche Tage als Aufenthaltstage anerkannt werden. Demnach werden Tage mit „Teilanwesenheit, der Ankunfts- und Abreisetag und alle übrigen Tage des Aufenthalts im Tätigkeitsstaat [...], ebenso Urlaubstage, die unmittelbar oder in einem engen zeitlichen Zusammenhang vor, während und nach der Tätigkeit im Tätigkeitsstaat verbracht werden“, als volle Aufenthaltstage angesehen. In dem DBA wird bei der Berechnung der 183-Tage-Frist auf das Kalenderjahr abgestellt. Die Aufenthaltstage werden somit für jedes Kalenderjahr getrennt ermittelt. Ein Arbeitnehmer könnte somit vom 01.10.16 bis zum 31.05.17 in der Schweiz seinen Aufenthalt haben, ohne die 183-Tage-Frist zu überschreiten, da er sich weder im Jahr 16 noch im Jahr 17 mehr als 183 Tage in der Schweiz aufhält.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Einführung in die wachsende Bedeutung grenzüberschreitender Personalentsendungen zwischen Deutschland und der Schweiz und die damit verbundene steuerliche Relevanz.

2 Begriffe und Grundlagen: Definition grundlegender steuerrechtlicher Begriffe wie Arbeitnehmer, Einkommensteuerpflicht und Ansässigkeit im Kontext des DBA.

3 Besteuerungskompetenz des Ansässigkeitsstaats nach Art. 15 Abs. 2 DBA: Detaillierte Erläuterung der Voraussetzungen für die Besteuerung im Tätigkeitsstaat, insbesondere der 183-Tage-Regelung und des Arbeitgeberbegriffs.

4 Vermeidung der Doppelbesteuerung und Rückfallklauseln: Analyse der Freistellungsmethode unter Progressionsvorbehalt sowie der Anwendung nationaler und abkommensbasierter Rückfallklauseln zur Vermeidung weißer Einkünfte.

5 Gestaltungsüberlegungen bei einer Entsendung in die Schweiz: Darstellung von Möglichkeiten zur Steueroptimierung bei Entsendungen durch Zeit- und Gestaltungsplanung der Vergütung.

6 Zusammenfassung: Abschließende Betrachtung der Ergebnisse und Empfehlung zur vorausschauenden Planung für Arbeitnehmerentsendungen.

Schlüsselwörter

Arbeitnehmerentsendung, Doppelbesteuerungsabkommen, Art. 15 DBA, 183-Tage-Frist, Doppelbesteuerung, Ansässigkeit, Freistellungsmethode, Progressionsvorbehalt, Rückfallklauseln, Steueroptimierung, Welteinkommensprinzip, Territorialitätsprinzip, Gehaltszahlung, Besteuerungskompetenz, Schweiz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den steuerrechtlichen Folgen einer Entsendung von Arbeitnehmern aus Deutschland in die Schweiz unter besonderer Beachtung des Doppelbesteuerungsabkommens (DBA).

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Schwerpunkte bilden die steuerliche Ansässigkeit, die Besteuerungskompetenz von Ansässigkeits- und Tätigkeitsstaat sowie Mechanismen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Es wird analysiert, welche steuerlichen Konsequenzen ein entsandter Arbeitnehmer nach Art. 15 Abs. 2 DBA zu erwarten hat und welche Gestaltungsoptionen bestehen, um das Nettoeinkommen zu optimieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung der Literatur, Rechtsprechung (insbesondere BFH) sowie Verwaltungsanweisungen zum internationalen Steuerrecht und dem DBA Deutschland-Schweiz.

Welche Aspekte werden im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Voraussetzungen des Art. 15 Abs. 2 DBA, Methoden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung sowie spezifische Gestaltungsmöglichkeiten bei der Entsendung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zentrale Begriffe sind Arbeitnehmerentsendung, Doppelbesteuerungsabkommen, 183-Tage-Frist, Progressionsvorbehalt und Steueroptimierung.

Wie wirkt sich die 183-Tage-Frist konkret aus?

Sie dient als Intensitätsgrenze: Wird sie unterschritten, verbleibt das Besteuerungsrecht oft im Ansässigkeitsstaat; bei Überschreitung kann der Tätigkeitsstaat (Schweiz) das Besteuerungsrecht beanspruchen.

Welche Rolle spielen Rückfallklauseln in dieser Arbeit?

Rückfallklauseln sind essenziell, um die Entstehung sogenannter „weißer Einkünfte“ zu verhindern, bei denen weder der Ansässigkeits- noch der Tätigkeitsstaat das Besteuerungsrecht ausüben.

Was ist das Ergebnis bezüglich alternativer Vergütungsformen?

Die Arbeit zeigt auf, dass durch die Wahl von Sachbezügen oder spezifischen Vergütungsmodellen steuerliche Vorteile erzielt werden können, sofern das nationale Recht der beteiligten Staaten beachtet wird.

Wie beeinflusst das DBA das Gesamtnettoeinkommen?

Das DBA vermeidet Doppelbesteuerung, jedoch muss der Progressionsvorbehalt berücksichtigt werden, der den Steuersatz auf das in Deutschland steuerpflichtige Einkommen erhöhen kann.

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Details

Title
Doppelbesteuerungsabkommen. Inhalt und Anwendungsbereich des Art. 15 Abs. 2 DBA Schweiz
College
University of Applied Sciences Aalen  (Master of Arts in Taxation)
Course
Internationales Steuerrecht
Grade
1,7
Authors
Monja Wiebach (Author), Christian Müller (Author)
Publication Year
2017
Pages
31
Catalog Number
V373186
ISBN (eBook)
9783668508002
ISBN (Book)
9783668508019
Language
German
Tags
inhalt anwendungsbereich schweiz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monja Wiebach (Author), Christian Müller (Author), 2017, Doppelbesteuerungsabkommen. Inhalt und Anwendungsbereich des Art. 15 Abs. 2 DBA Schweiz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373186
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